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Gespräche beendet: Liberale brechen Jamaika-Verhandlungen ab
DPA

Die Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen über eine mögliche Jamaikakoalition sind gescheitert. Das teilten kurz vor Mitternacht die Liberalen mit: "Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren."

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Frietjoff 20.11.2017, 01:37
100. Der Ausweg: die orange-rot-grüne Mitte-Links-Koalition

Es gibt doch eine klare Mehrheit für eine pragmatisch bürgerliche Mitte-Links-Koalition aus CDU (Parteifarbe ab nun offiziell orange), SPD und Grünen.

Das wäre ein klares Signal für einen wirklichen (moderaten) Neuanfang; damit wäre das Problem der SPD, nicht einfach »weiter« machen zu wollen, hinfällig.

Die AfD könnte sich auch nicht als alleinige Zuwanderungsverhindereropposition aufspielen, denn sie hätte gleich zweifache Konkurrenz von CSU und FDP.

Also: macht die Herbstfarbenkoalition!

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zonkk 20.11.2017, 01:39
101. Gut so!

Deutschland kann aufatmen. Es besteht wieder Hoffnung, den Niedergang des Landes abbremsen zu können, vielleicht sogar abzuwenden. Hoffnung auf neue Koalitionen, neue Gesichter und Hoffnung auf eine andere, rationale Politik. Hoffnung auf mehr Ehrlichkeit und weniger politische corectness. Frau Merkel sollte nun schnellstmöglich den Stuhl räumen, um der weiteren Entwicklung nicht länger im Wege zu stehen. Wünschenswert wäre eine Minderheitsregierung aus Union und FDP, geduldet von der AfD. Dann käme Frau Merkel - sollte sie noch immer nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass ihre Dienstleistung nicht mehr erwünscht ist -, wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Es war ein guter Tag für Deutschland!

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swandue 20.11.2017, 01:40
102.

Eine andere Schilderung lautet: Wenn die CDU dabei war, CSU und Grüne zusammenzubringen, dann hat die FDP CSU-Positionen übernommen und damit eine Einigung verhindert. Glaubt der Lindner, bei einer Neuwahl Stimmen dazugewinnen zu können - So viele, dass es für Schwarz-Gelb reicht?

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HKB8 20.11.2017, 01:41
103. Tja, liebe Presse und ÖR

Da hattet Ihr Euch, wie gestern Abend erwartbar mal wieder bei A. Will, auf die CSU als Kompromissverhinderer eingeschossen und nun ist es die FDP, die das Handtuch wirft.

Ich mag Lindner nicht, weil ich ihn für einen Poser halte und ich würde die FDP nie wählen aber hier zeigt er eine klare und stringente Haltung, die Respekt verdient.

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wynkendewild 20.11.2017, 01:42
104. Reibungspunkt

Die FDP hat realisiert, dass ihre Vorstellung und Wünsche zurzeit einfach nicht umsetzbar sind. Deshalb die Flinte ins Korn werfen zu wollen,halte ich allerdings für falsch.

Der Knackpunkt ist und bleibt aber das Thema Zuwanderung und da Deutschland ein zivilier, rein auf den Export ausgerichterter Industriestandort ist, eingeschnürrt in ein Zivilrechtskorsett werden wir uns darauf einstellen müssen, dass man in diesem Punkt zur absoluten "Handlungsunfähigkeit" verdammt ist.

Jetzt allerdings die Sektkorken knallen lassen zu wollen nur weil Frau Merkel mit Sicherheit von allen Ämtern zurücktreten wird halte ich persönlich auch für nicht sinnvoll. Weil sich an der Gesamtsituation rein gar nichts ändern wird.

Wir werden auch weiterhin mit einem massiven Zustrom von Menschen rechnen müssen. Ich persönlich halte es deshalb für schizophren auf der einen Seite Frau Merkel abdanken sehen zu wollen und auf der anderen Seite aber genau den Parteien seine Stimme geben zu wollen die genauso handeln wie sie.

Selbst eine SPD-geführte Koalition würde sich verstärkt um dieses Klientel kümmern und nicht um den Arbeiter, dafür sind die Gewerkschaften zuständig.

Als Fazit lässt sich wohl deshalb festhalten, dass der Punkt, an dem sich alles zu reiben scheint, genau derjenige ist, an den man niemals Hand anlegen wird. Da sind Grüne, SPD und selbst die Linkspartei näher an der Wahrheit als der Rest....

MfG:
wynkendewild

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herr_melin 20.11.2017, 01:43
105. Alles andere als Neuwahlen

Minderheitenregierung von CDU/CSU, sie stellt alle Minister, damit sind die Verantwortlichkeiten klar. Diese Erfahrung muss unsere Demokratie auch mal machen. Für ihre Gesetzesvorhaben muss die Regierung sich dann eben die erforderlichen Mehrheiten zusammensuchen. Neuwahlen ändern nichts an der Situation und stärken nur die AFD.

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Jörg Pepmeyer 20.11.2017, 01:49
106. Zu hoch gepokert

So schreibt man Geschichte, oder auch nicht - Wie die FDP ihren Ausstieg aus den Sondierungsverhandlungen begründet hat, ist schon erstaunlich angesichts der Tatsache, dass Grüne und Schwarze wie auch Angela Merkel in ersten Statements deutlich machten, dass man schon kurz vor einer Einigung in den Gesprächen stand. Offensichtlich haben Lindner und Kubicki aber zu hoch gepokert, denn Neuwahlen auf die die FDP vielleicht spekuliert, wird es zumindest kurzfristig nicht geben. Somit hat sie jetzt den schwarzen Peter und auf Deutschland warten spannende Wochen.

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julian0922 20.11.2017, 01:49
107. Und nun?

Wenn die SPD sich nun breitschlagen laesst, "hat sie fertig", das wissen die aber sicherlich selbst. Das Wahlen ausgerufen werden wuerde wahrscheinlich auch nicht viel bringen, da die Mehrheitsverhaeltnisse hoechstwahrscheinlich sehr aehnlich ausfaellen wuerden. Somit ist eine Minderheitsregierung das einzige was Merkel uebrigbleibt, was vom Wort her das Beste fuer DE waere, da wirkliche Kompromisse getaetigt werden muessten. Aber dafuer ist die Dame im Kanzleramt ja nun wirklich nicht bekannt. Wird interessant werden.

PS. Und wenn die FDP nun umfaellt, hat sie auch fertig... Deutschland ist mehr oder weniger unregierbar (was Mehrheiten angeht) und all das hat Frau Merkel hoechstpersoenlich zu verantworten.

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just_thinkin 20.11.2017, 01:51
108. Was wollte Lindner wirklich?

Ich glaube dass Lindner von Anfang an nicht an einer Jamaika Koalition interessiert war. Nach Jahren ausserhalb des Bundestages geht es Lindner hauptsächlich darum die FDP wieder auf die Landkarte zu bringen. Der zweite Grund für den Ausstieg der FDP: die Liberales waren lange Zeit die Königsmacher der Republik weil ohne sie nicht regiert werden konnte. (Wie lange war Genschmann Aussenminister?) Sich diese Rolle mit den Grünen zu Teilen geht da machtpolitisch gesehen garnicht. Lindner: du bist nur einer von vielen auf dem Spielplatz. Keine Extrawürste mehr für die FDP.

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malina-f 20.11.2017, 01:52
109. Oh je

Hut ab H.Lindner, das hätte Ich mir eigentlich von den Grünen gewünscht, sich so weit von den eigenen Inhalten zu verabschieden, kann einfach nicht gut gehen.Das Jamaika nicht klappen wird, ist ja eigentlich kein Problem,da bekommen wir eben zu Weinachten Neuwahlen geschenkt, und sind schon mal gespannt, wen die SPD als Kanzlerkanditaten stellt.Die FDP wird wohl noch Stimmen von den Grünen und der SPD gewinnen, und was dann kommt Ampel - Groko oder Jamaika werden wir sehen.Doch ein Bitterer Beigeschmack, der bleibt leider erhalten. Sehr viele Frustrierte Wähler werdern nun zur AFD abwandern, und selbige könnte 2 - 3 stärkste Partei werden.Und das möchte Ich eigentlich nicht Erleben.

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