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Gespräche beendet: Liberale brechen Jamaika-Verhandlungen ab
DPA

Die Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen über eine mögliche Jamaikakoalition sind gescheitert. Das teilten kurz vor Mitternacht die Liberalen mit: "Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren."

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ingnazwobel 20.11.2017, 07:54
240.

Eine Groko unter Führung der CDU ist undenkbar, zumindest in einer Mitgliederbefragung nicht durchsetzbar und politischer Selbstmord der SPD.

Was die FDP will, erschließt sich mir nicht. Mit CDU/CSU können sie nicht und mit der SPD wollen sie nicht. Wahrscheinlich hat sie einfach ihre Klientelpolitik der 1% der Bevölkerung die sie vertritt nicht durchsetzen können.

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Entsetzen 20.11.2017, 07:54
241. Nun hat Lindner den Text gesagt,

der bereits vor den Sondierungen feststand. Nie wäre die FDP eine Koalition mit dem untergegangen Stern Merkel eingegangen. Sie waren sich bewusst, dass es sie den Einzug in den Bundestag bei der nächsten Wahl gekostet hätte. Also musste man das Ganze gleich zu Anfang boykottieren. Als dann die CSU loslegte, hat sich Lindner genüsslich zurück gelehnt und sie zerstören lassen. Nun ist sein Ziel erreicht: die CDU kann nicht mehr mit Merkel antreten und so hofft auf sein Wunschergebnis Schwarz-Gelb. Jetzt müssen nur noch die deutschen Wähler mitmachen...

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nesmo 20.11.2017, 07:55
242. Man kann es auch positiv sehen

Jetzt wird der Weg frei für ein unideologischeres Jamaika. Verlierer sind die hardliner in allen vier Parteien, die jetzt kleinlauter werden müssen. Denn bald begreifen alle, dass sie sich mangels Alternativen doch zusammenraufen müssen. Und damit verliert auch Lindner, der sich nicht als einzig wirklich Grundsatztreuer präsentieren kann, weil er mit Überstrenge nichts erreicht. Die CSU-Stänkerer wie die Linksgrünen müssen sich nun zurückziehen und Frau Merkel muss sich positionieren, um den Weg für einen neuen Anlauf für Jamaika frei zu machen. Die map-road liegt ja fast fertig geschrieben schon vor.

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mirror66 20.11.2017, 07:55
243. Nie wieder

Hervorragend! Nie wieder möchte ich den unsäglichen Lobbyverein FDP in einer Regierungsverantwortung sehen. Wer‘s immer noch nicht gemerkt hat: es gibt zwei Parteien rechts von der Union - die FDP, die offen Politik ausschließlich für die Reichsten im Lande machen und die AFD, die den gerechten Sozialzorn von den eigentlichen Verursachern auf die Flüchtlinge umlenken. Den Grünen bleibt dadurch große Scham und die völlige Dekonstruktion ihrer Partei erspart!

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53er 20.11.2017, 07:56
244. Erschreckend ist nur,

wieviele auch nach diesem Theater auf Lindners Schauspielkunst und die perfekte Abgangsinszenierung hereinfallen. Obwohl nur leicht kaschiert, scheint es manchen Zeitgenossen dennoch nicht einleuchten zu wollen, dass die FDP von vorneherein kein Interesse an einer Jamaikakoalition hatte und nichts anderes beabsichtigte, als die Verhandlungen scheitern zu lassen. Die FDP ist und bleibt eine Klientelpartei, nur ausgerichtet auf die Interessen einer kleinen Bevölkerungsminderheit. Abhängig Beschäftigte, die glauben, sie könnten mit der Wahl der FDP ihr Steuergeschenk abholen werden bitter enttäuscht werden. Es ging in dieser Koalition um alles Mögliche nur nicht im die Interessen der breiten Mehrheit der Bevölkerung. Daran ändert sich mit und ohne FDP nichts.

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jeflechtertyp 20.11.2017, 07:57
245. Wählerwillen

Es gibt keine Verlierer sondern nur ein Gewinner und der heisst: der Wähler!!!! Wenn die Bundeswahl eines gezeigt hat, dann, das der Wille so aussieht das eine konservativere Politik gewünscht wird und das die mit einer mitregierung der Grünen nicht funktioniert hätte...das ist ja wohl klar....die CDU schärft Ihr konversatives Profil in Verbindung mit den Liberalen und wir haben die Politik die von der Mehrheit der Deutschen gewollt wurde und dann muss man sich um eine Neuwahl auch keine Sorgen machen...und by the way: Die anderen Parteien können in der Opposition derweil Ihr Profil schärfen und wir haben wieder eine klare Struktur in der politischen Landschaft....und die Afd braucht dann auch kein Mensch....von daher ist das Geschwafel von: "Neuwahlen stärken die Afd" totaler Quatsch...

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omanolika 20.11.2017, 07:57
246. Was es zu ertragen gibt

Es bedarf eigentlich keiner Reue,
zeigt man richtig Prinzipientreue,
nur bei Koalitionsverhandlungen,
sind es eben Gradwanderungen,
die liegen zwischen Kompromiss,
und Sturheit oder auch Volksbeschiss...

Aber viellicht können wir auch hier entdecken,
es ist einfach besser, ein Ende mit Schrecken,
eine unangenehme Zeit lang eben zu ertragen,
als sich ja in den kommenden Jahren zu fragen:
Wieso kam denn bloß eine Regierung zustande,
die quasi handlungsunfähig ist, in diesem Lande?

Denn ein Schrecken ohne Ende ist niemals gut,
und schürt im Zweifelsfalle nur die Wählerwut...

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fx33 20.11.2017, 07:59
247. Perfides Kalkül einer monothematischen Klientelpartei

Heute morgen habe ich ein Interview mit Volker Wissing von der FDP gehört. Er hat zwischen den Zeilen ganz unverblümt gesagt, dass die FDP sich nicht mir einer Streichung des Solidaritätszuschlags durchsetzen konnte und deshalb ausgestiegen ist. Schuld waren natürlich die Anderen, aber Fakt ist, dass die FDP sich beim Soli kompromisslos zeigte. Ihre eigene Klientel - die Reichen des Landes - zu begünstigen, war für die FDP alternativlos. Auf so eine Partei kann getrost verzichten im demokratischen Spektrum, denn außer die Reichen darin zu unterstützen, sich immer weiter aus der gesellschaftlichen Solidarität zurückziehen zu können und dabei immer reicher zu werden, hat die Partei keine Agenda, sondern schwimmt in der Beliebigkeit. Kann also weg.
Die PR-Strategie der FDP (kommt die wieder von einer Werbeagentur?) ist ganz klar, den anderen die Schuld am Scheitern zu geben, wo doch die Starrköpfigkeit der FDP beim Soli der Knackpunkt war. Herr Wissing klang jedenfalls heute morgen im Interview im Deutschlandradio total nach "Mimimimi".

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wut62 20.11.2017, 08:00
248. Schuldfrage

Nein, ich sehe für das Scheitern, nicht wie einige Foristen, die Schuld bei der FDP. Einige unverrückbare Grundsätze der Grünen in Bezug auf Migration, Nachzug, Wirtschaft- und Finanzpolitik, sind die wahren Gründe. Sich mit solchen Ideen gemein zu machen, nur um mit in der Regierung zu sitzen, wäre absurd gewesen. Deshalb war der Abbruch durch die FDP nachvollziehbar und richtig. Dieser Abbruch hätte auch von der CDU/CSU kommen müssen.

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stevens-82 20.11.2017, 08:01
249. Danke FDP!

Die Grünen in der Bundesregierung wäre wohl das schlimmste das Deutschland passieren könnte. Das verhindert zu haben, dafür kann man der FDP nicht genug danken! In meinen Augen ist sowohl die Partei als auch Lindner persönlich deutlich gestiegen. Ich denke Neuwahlen wären jetzt der angemessene Weg. Es bleibt spannend ob CDU und SPD mit dem Personal vom September in die nächste Wahl ziehen. Irgendwie wirken Merkel und Schulz wie Figuren von gestern und Seehofer und Trittin erst recht.

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