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Gespräche beendet: Liberale brechen Jamaika-Verhandlungen ab
DPA

Die Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen über eine mögliche Jamaikakoalition sind gescheitert. Das teilten kurz vor Mitternacht die Liberalen mit: "Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren."

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walldemort 20.11.2017, 01:06
80. Durchsichtiges Manöver

So vorbereitet 'spontan', wie dieser Abbruch von langer Hand inszeniert war, so blitzschnell wie auch die Twitternachricht Lindners mit seinem Sekunden zuvor verkündete Zitat in der Welt war, muss man feststellen, dass die FDP zu keinem Zeitpunkt ernsthaft an einer Einigung interessiert war. Das ist übelste Zeit- und Geldverschwendung, Verschwendung von Vertrauen obendrein. Von Vertrauen der Wähler in die MövenpickPartei, von Vertrauen der Mitverhandler in den Einigungswillen der neuen alten FDP. Lindner wurde gewogen und für zu unredlich befunden.

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der_nachtarbeiter 20.11.2017, 01:08
81. Warum nicht mal Minderheitsregierung?

Mit einer Minderheitsregierung müsste man politischen Konsens außerhalb der Koalition erreichen. Die Opposition hätte hier ein klares Gewicht. Diese Variante ist unbequem und könnte natürlich auch zu politischen Stillstand führen. Sie könnte aber auch dazu führen, dass gut ausgehandelte Kompromisse entstehen die eine breite Masse an Bürgern zugutekommt. Interessant ist die Vorstellung schon...

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ekatus 20.11.2017, 01:08
82. Neuwahlen ohne merkel!

Die Zeit der Kanzlerin ist vorbei!
Sie ist die Zerstörerin ihrer Partei, die eigentliche Mutter der AfD und hat mit ihrem Politikstil der Demokratie in Deutschland und der Einheit Europas schweren Schaden zugefügt!

Allerdings unter geneigter langjähriger Mitwirkung der SPD!

Neues politisches Personal muss her, nicht aus den Reihen der Akklamateure der Kanzlerin!

Das wird sehr schwer!
Dr. Angela Merkel hat in ihrer Partei Tabula rasa gemacht!

Freiwillig wird sie wohl kaum gehen!

Aber es muss sein! »Für ein Land in dem wir gut und gerne leben!«

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louisdd 20.11.2017, 01:10
83. Das Ende der Ära Merkel

Das dürfte das Ende von Angela Merkels
Kanzlerschaft gewesen sein. Dass der Auslöser dafür jetzt die FDP ist, hätte man noch vor ein paar Monaten nicht gedacht. Die Partei, die am wenigsten für Prinzipien und eigene Überzeugungen steht, lässt mit Verweis auf selbige die Sondierungen platzen! Vermutlich genau deshalb ...
Hoffentlich werden die Wähler dies schnell als billigen PR-Trick entlarven und die heiße Luft aus dieser Klientel-Partei entweichen lassen!

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frmr 20.11.2017, 01:10
84. Müssen wir jetzt Angst haben, dass die SPD umkippt?

Gabi wird sich vermutlich dafür in die Bresche werfen. Wenn er das gegen Schulz durchsetzt, dann kann die SPD eigentlich gleich zumachen, wegen rücksichtslosem Opportunismus, fehlender Glaubwürdigkeit etc. Hoffentlich bleiben sie vernünftig.

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Beijinger 20.11.2017, 01:11
85. Jetzt blasen sich

ausgerechnet die Gruenen auf und werfen der FDP vor, "populistische Agitation statt staatspoltischer Verantwortung" zu betreiben. Ausgerechnet die Gruenen riskieren hier jetzt die dicke Lippe. Ich kann die FDP und Christian Lindner nur beglueckwuenschen, das war die einzig vernuenftige Schlussfolgerung aus dem zurueckliegendem Hick-Hack.

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luciusvoldemort 20.11.2017, 01:12
86. Nun, ich bin wirklich kein Freund der FDP

und hätte eher vermutet das die Grünen genervt hinschmeißen. Aber egal was der eigentliche Grund war, so ist es wenigstens konsequent. Was nach vier Wochen nicht zu Potte kam, kommt auch nicht ein paar Stunden später klar. Meine dominikanische Frau sagte dazu:"Ellos tienes Charakter (Sie/die haben Charakter" Nun ich denke, das ist eine übertriebene Meinung die sie hat. Lucius

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ex_Kamikaze 20.11.2017, 01:14
87. Ein gutes Ergebnis,

denn es zeigt das auch die anderen Partner nicht bereit waren für einen Eiskalt-Kapitalismus ohne Bremsen den die Leichtmatrosen der FDP angestrebt haben. Es muß nicht unbedingt alles privatisiert werden, der 8 Stunden-Tag steht auch nicht zur Disposition und auch die Staatsdiener dürfen nicht den Rentnern in die Altersarbeitslosigkeit folgen.
Ein schlechter Tag für den Neoliberalismus, ein guter für die Menschen in Deutschland und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.
Und vor allem ein guter Tag für den abgehängten Osten. Denn dessen Interessen waren bis jetzt völlig außen vor!

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strohsee 20.11.2017, 01:14
88. Sehr interessant

Wer sich vor allem die Kommentare der CDU-/CSU-Mitglieder zur Erklärung der FDP anschaut, sieht, dass die FDP nicht regieren möchte. Ob man das nun "Angst vor der eigenen Courage" nennt, weiss ich nicht ... .

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nenntmichishmael 20.11.2017, 01:20
89. FDP unfassbar

Es ist unfassbar, dass sich eine Partei, die nur um die 10% der Wählerstimmen erreicht hat, anmaßt zu entscheiden, was gutes und was schlechtes Regieren ist. Ich sage das nur ungern: Nicht die AfD, sondern die FDP ist der Stolperstein der deutschen Politik. Die einen kann man am rechten Rand versauern lassen. Aber die anderen blockieren erst durch ihre Nibelungentreue zur Union und jetzt durch ihr verantwortungsloses
Abbrechen der Verhandlungen solides Regieren in Deutschland. Sollte neu gewählt werden, bekommen sie hoffentlich die Quittung.

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