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Gespräche zwischen Grünen und FDP: Noch eine weite Reise
DPA

Erst die Union mit der FDP, dann mit den Grünen, jetzt die Grünen mit der FDP: Die Beteiligten verbreiten nach den Sondierungen vorsichtigen Optimismus - doch inhaltlich hat die Arbeit noch gar nicht wirklich begonnen.

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kaltmamsell 19.10.2017, 20:45
1. Aus meiner Sicht

sollte die FDP halt schon auch ehrlich sein. Sie waren eine Weile weg vom Fenster. Und sie haben einen wichtigen politischen Einsatz verpasst. Die NSU-Tötungsdelikte, die auf Kleinunternehmer abzielten, hätten sie mit extremer Schärfe verurteilen müssen. Ja, aber richtig klar und deutlich.
Haben sie nicht getan. Wie blöd. Das waren die kleinen Gründerpersönlichkeiten, mit deren Einsatz nachfolgend weiter aufgebaut werden kann. Für ein gedeihliches Unternehmertum ist es wichtig, den ersten Schritt der Gründergeneration überhaupt zu sehen. Roland Berger ist gut, Roland Bergers Mutter ist noch besser. Ich meine, macht mal den Anfang, häkelt eine Luftmasche, zwei, drei bis auch nur ein Topflappen daraus wird.
So geht das ohne Venture Capital, wenn man ein Familienunternehmen aufbaut.
In unserer derzeitigen Politik sprechen praktisch nur Leute, die immer schon der Zahnwälte-Fraktion oder dem öffentlichen Sektor angehörten. So kommen wir wirklich nicht weiter. Da können sich die FDP-Exponenten Bärte wachsen lassen von drei Tagen bis zu sonst wohin.

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UnternehmerMitHerz 19.10.2017, 20:50
2. Die sind sich schon sehr ähnlich.

Das mit den unterschiedlichen Kulturmilieus ist aber weit hergeholt. Beide Parteien als auch die Verhandler selbst sind mehr oder weiniger in einer liberalen Bildungschicht verankert. Die eine Seite ist eben etwas linker und ökologischer. Sie andere Seite wirtschaftsorientierter, rechter und freiheitlicher. Und mit Göring-Eckardt und Özdemir haben momentan zwei sehr rechte Grünenvertreter die Zügel in der Hand. Also wann, wenn nicht jetzt.

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julian_b 19.10.2017, 20:51
3. Hoffentlich eine

Reise ohne Ankunft! Die Grünen haben in der Regierung nichts zu suchen.

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kuddemuddel 19.10.2017, 20:59
4. Wasserstandmeldungen

Müssen wir denn jeden Tag solche ausführlichen, aber nichtssagenden Informationen ertragen. Es handelt sich hierbei um erwachsene Menschen, die sich hoffentlich im Sinne der Sache einigen oder nicht. Jeden Tag so ein Bohei darum zu zelebrieren, finde ich absurd.

Meine Herren, früher hätten Politiker sich zusammengesetzt und wären erst wieder herausgekommen und wenn es was Substantielles zu melden gegeben. Aber heute wird jede kleine Befindlichkeit im Vorfeld thematisiert und mit unsinnigen Bilder und Tweets garniert. Erinnert mich irgendwie an Kindergarten.

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prologo 19.10.2017, 20:59
5. Zeitvergeudung

Zeitvergeudung kann sich Deutschland nicht mehr leisten. Wir haben schon 12 Jahre Untätigkeit verloren. Innenpolitisch liegt Deutschland deshalb schon am Boden. Infrastruktur nichts, nur die Tafeln werden immer mehr. Drohende Rentner Verarmung. All das ist kein Thema bei den Koalitionsverhandlungen. Die streiten jetzt bis Dezember, aber nur dafür sein Gesicht nicht zu verlieren.

Für einen regierungsfähigen Kompromiss müssten alle drei Parteispitzen zurücktreten, von CDU, CSU, Grüne. Sie haben alle Stimmen verloren. Nur die FDP hat Stimmen gewonnen. Die FDP ist Wahlsieger.

Aber die Verlierer treten nicht zurück, sondern sie legen alle ihre Wahlversprechen nieder, um dann mit neuen Formulierungen eine Regierung zu schaffen. Für sich selbst, um endlich an den Trögen zu kommen, oder zu bleiben. In der Regierung wird dann weiter gestritten. Das ist aber egal. Denn wir, die Bürger, sind denen offensichtlich auch egal. Hauptsache, sie sind drin. So sieht das für mich aus.

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haarer.15 19.10.2017, 21:03
6. Unendlich weit ...

... diese Reise. Kulturell passt zwischen den vier Parteien doch fast nichts zusammen. Und es ist völlig richtig, die ausgetretenen Pfade der CDU/CSU besser nie zu betreten - lieber einen großen Bogen herumzumachen. Die FDP hat's schon mal bitter erfahren müssen, wie es sich anfühlt, unter Frau Merkel nur der Wasserträger zu sein. Die SPD hat zu Recht die Nase voll davon. Und die Grünen ... ja, die wissen wirklich noch nicht, was ihnen blüht. Ich hoffe, sie schnallen noch rechtzeitig, auf welches unselige Abenteuer sie sich da eingelassen haben. Die tun mir heute schon leid.

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geando 19.10.2017, 21:20
7. Der Wille zur Macht...

Der Wille zur Macht wird schon zusammenbringen, was nicht zusammengehört- da habe ich keine Zweifel. Wenn die GroKo für die Demokratie eine Katastrophe war, wird Jamaika der Supergau. Schade, das alle Beteiligten bereit sind, für ihre Pfründe ihre Ideale zu Verkaufen, aber vielleicht hat man sich als erfahrener "Berufspolitiker" solche Flausen eh schon ausgetrieben. Ganz offen wird in allen Parteien darüber nachgedacht, wie man sich nun "ein Profil zulegen" kann, das die Wähler wieder anspricht. Früher hatte man einfach ein Profil und dieses wurde gewählt oder nicht. Die üblichen Verdächtigen in der deutschen Parteienlandschaft existieren längst nur noch zum Selbstzweck, da bin ich wirklich pessimistisch. Noch pessimistischer stimmt mich aber, das auch die Medien noch bei diesem ganzen peinlichen Zirkus mitspielen und diese politischen Beliebigkeiten nicht mal gehörig auseinanderpflücken. Aber nein: alle haben Angst vor der AfD, da gilt Kritik an den Zuständen schon als Landesverrat.

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Luna-lucia 19.10.2017, 21:25
8. das Ganze wird ohnehin

Zitat von julian_b
Reise ohne Ankunft! Die Grünen haben in der Regierung nichts zu suchen.
auf Neuwahlen hinauslaufen! Eine neue Regierung wird an den "Grünen" scheitern. Und die SPD wird sich nicht mehr verbiegen lassen. Also auch keine neue GroKo.

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michlmeik 19.10.2017, 21:28
9. FDP sollte aus der Geschichte lernen!

Die FDP sollte aus der Geschicht lernen, beim letzten mal in der Regierung mit der CDU/CSU verschwand sie in die Bedeutungslosigkeit, in eine Neuen Regierung mit CDU /CSU und den Grünen könne sie wohl nur die großen Verlierer sein, ab zuesrt mal lockt die Macht und das Geld

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