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Gesprächsprotokolle: Kohls Beleidigungen sorgen für Aufregung in der CDU
REUTERS

Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm war ein "Verräter", Angela Merkel "hat keine Ahnung": Die im SPIEGEL abgedruckten Zitate aus Geheim-Protokollen des Altkanzlers Helmut Kohl sorgen in der Union für Wirbel. Ein früherer Minister fordert nun eine Kohl-Stiftung.

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David Leon 05.10.2014, 20:41
70. Seltsam

Höre ich den Begriff Politkorruptie, dann fällt mir immer gleich Kohl ein.
Und die Machenschaften bei der Verschleuderung von Staatsvermögen, Milliardenwerte gingen in dunkle Kanäle ab gegen ein paar Euro Parteispenden für die CDU.
Die große Privatsierungswelle damals unter Kohl hat einige Leute reich gemacht, den Staat aber arm.


Man muß sich das mal vorstellen. Das Eigentum des deutschen Volkes wird veruntreut zugunsten einer Partei bzw bestimmter Politiker.
Und die krummen Touren bei der Untreuhand die unserem Staat Milliardenschaden zugefügt hat.
Ohne diese Machenschaften wäre Ostdeutschland wirklich eine blühende Landschaft geworden.
Wie Kohl einst in den Geschichtsbüchern beschrieben wird, weiß in Deutschland wohl jeder.

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krenz57 05.10.2014, 20:42
71. @2010

Welche Verdienste ? Unseren transatlantischen Freunde zu Diensten zu sein ? Diese Frau ist noch schlimmer als ihr mentor

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grecco-el 05.10.2014, 20:43
72. Uninterressant!!

Spiegel versucht Auflage zu machen. Wird aber das Sterben der Magazine - ergo auch sein eigenes - nicht aufhalten können. Kohls Darstellungen sind seit seinem Verhalten bezüglich der Spendenaffäre tod, töter geht's nicht.

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loeweneule 05.10.2014, 20:45
73.

Zitat von hotgorn
Kohl ist ein ganz großer. Er hat das was Adenauer geschaffen hat in Republikanisches Erz gegossen. Der schmale Schlauch Westdeutschland erstahlt jetzt auf der Landkarte wie eine prächtige Eiche.
Ach du liebe Güte! Und was heißt "erstahlt"?

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j.w.pepper 05.10.2014, 20:46
74. Kohl ist eine ambivalente Figur

Im Gegensatz zu diversen anderen Foristen bin ich nach wie vor überzeugt, dass die Wiedervereinigung zu allererst SEINE Leistung ist, weil er das Gespür dafür hatte, die sich bietende Chance zu ergreifen und Nägel mit Köpfen zu machen. Dabei ist völlig egal, ob nun Gorbi vorher die Perestroika eingeführt und Reagan "Open this gate!" gerufen hatte. Dass so etwas keine Alleinleistung ist, sollte allen klar sein. Die Umstände auszunutzen ist das Wesentliche.

Dafür hat Kohl seinen Sitz im historischen Olymp verdient. Wenn die damaligen Sozis (oder, Gott bewahre) die heutigen an der Macht gewesen wären, hätten wir noch heute die Teilung, wenn auch vielleicht mit einer DDR light.

Kohls Stänkereien gegen Merkel u.a. sind hingegen pfälzischer Kleingeist und pure Rachsucht gegen Leute, die der zutreffenden Meinung waren, auch die historische Leistung rechtfertige nicht sein Verhalten in der Schmiergeldaffäre. Wobei ich ein solches Verhalten Merkel auch zutrauen würde, so wie sie bisher mit ihren innerparteilichen Kritikern und Konkurrenten umgegangen ist.

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jstm 05.10.2014, 20:46
75. Ja ja, die Erinnerung!

Zitat von abryx
Ich erinnere mich innerhalb der Ära Kohl vor allen Dingen an ungenannte politische und finananzielle Seilschaften, gnadenlose Distanz zum Volk und jegliche Ignoranz dessen. Trotz politischer und wirtschaftlichen Alternativen hat er die unbedingte Wiedervereinigung durchgedrückt um sich selbst ein Denkmal zu setzen und in der Restregierungszeit Milliarden an Ost-Werten im Kielwasser der Partei verschwinden lassen.
Da trügt Ihre Erinnerung! Die Wiedervereinigung "durchgedrückt" zu haben, war wohl das einzige mal, wo die von Ihnen richtig diagnostizierte "Distanz zum Volk" nicht gegeben war. Alle Umfragen zur damaligen Zeit ergaben zwischen 70 und 85% Zustimmung hierzu. Deshalb wurde er auch im Herbst 1990 überzeugend wiedergewählt, obwohl es ein Jahr zuvor ganz schlecht für ihn stand.

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Stäffelesrutscher 05.10.2014, 20:46
76.

Eine Kohl-Stiftung, damit wichtige Dokumente nicht im Keller der Adenauer-Stiftung vergammeln? Prima! Dann stellt dort mal die Liste der Parteispender aus!

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ade 05.10.2014, 20:46
77. Und

Dann möcht ich in Erinnerung bringen wie er an die Macht gekommen ist

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KurtT. 05.10.2014, 20:47
78.

Zitat von alkman
Kohl arbeitete kräftig mit an seiner Selbst-Demontage. Inzwischen können die Betroffenen sogar stolz darauf sein, von ihm abgewatscht worden zu sein. Kohl ist ein hervorragender Beleg für die Tatsache, daß Größe vergänglich ist.
Kohl war nie ein "großer Politiker", sondern (vielleicht auch wegen seiner kräftigen Statur, die ja nichts aussagt über "geistige Größe") einer, dem man während seiner politischen Karriere gerne die "Führung" überließ, in dessen "Schatten" man ebenfalls zu "seinen Pöstchen" kam - selbstverständlich nur dann, wenn man dessen "Wohlgefallen" hatte, so wie die Merkel, der Prototyp eines Opportunisten. *

* Was zu Kohl sonst zu sagen ist, kann man in meinem Beitrag Nr. 29 lesen - in dem ich nur noch nicht die Bedeutung der Ostpolitik Willy Brandts und Gorbatschows erwähnt habe, in der jüngeren deutschen Geschichte viel relevanter für die spätere deutsche Einheit. Kohl war nur jener, der in seiner Eigenschaft als damaliger Kanzler Deutschland repräsentierte, darum einen gewissen Einfluss hatte - den er allerdings instinktiv zu nutzen wusste, auch bez. "deutsche Einheit", vor allem in den Gesprächen und Absprachen mit internationalen Politikern ...

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derinvestigator 05.10.2014, 20:48
79. Auf dem Sterbebette werden sie alle ehrlich!

Ein selbstgefälliger, bräsiger Typ, machtbesessen und kritikunfähig und Aussitzer aller Probleme. In Merkel hat er eine kongeniale Nachfolgerin gefunden, auch wenn die damals nicht mit Messer und Gabeln essen konnte. Sie hat jedenfalls von ihm gelernt, was viel wichtiger ist, um unbedarft und untalentiert in Deutschland in höchste Ämter aufzusteigen. Kohl verkörperte wie kein zweiter die wahre Identität der CDU: selbstherrlich, beratungsresistent und ein zur Schau getragenes instrumentalisiertes Christentum. Im Übrigen: was er zu Merkel, Thierse, Wulff und der „Revolution“ in der DDR sagt, ist schon nachvollziehbar. Kohl war schließlich an allen und allem ganz dicht dran; im Zorn schafft sich die lang unterdrückte Wahrheit endlich Bahn. Wegen seiner verbalen Ausfälle kann man jedenfalls die Inhalte nicht einfach beiseite wischen, wie das einige CDU-Politiker, besonders dieser Hinze, tun wollen. Allerdings: Menschen, die solche Typen wählen bzw. gewählt haben, werden mir immer ein Rätsel bleiben.

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