Forum: Politik
Geständnis von Stephan E.: Seehofer kündigt weitere Ermittlungen an
DPA

Das Geständnis ist erst ein Anfang: Die Aufklärung dieses "politischen Mordes" am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist für Innenmister Seehofer noch nicht abgeschlossen.

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112211 26.06.2019, 10:35
1. Einzeltäter

Stephan E. kann behaupten, er sei Einzeltäter. Glauben muss man das nicht. Schließlich hätte er kaum vor dem Attentat behauptet, er würde niemals eines begehen. Zudem stellt sich die Frage, wer ihm sonst noch irgendwie unterstützte, zum Beispiel bei der Beschaffung einer Schusswaffe.

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haarer.15 26.06.2019, 10:46
2. Das ist eine Zäsur

Ein politisch motivierter Mord kann niemals so schnell zu den Akten gelegt werden. Völlig klar. Ich stimme zu, wenn Seehofer hier tiefer bohren will und das ist auch dringend nötig. Vor dem Hintergrund eines Klimas von rechtsradikalen Umtrieben gehört eine ganz andere knallharte Vorgehensweise her. Solange deutsche Sicherheitsorgane aber hier so lasch agieren wie bislang, wird man das auch nicht eindämmen können. In Hessen scheint es wohl einigen Handlungsbedarf zu geben. Mit dem Besen gehört in unseren Sicherheitsbehörden da schon mal durchgekehrt. Also mal ran Herr Bouffier - und weniger Luftblasen verbreiten !

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Siebengestirn 26.06.2019, 10:55
3. Den Ermittlungsbehörden kann man für ihre Arbeit

in diesem Fall bislang nur dankbar sein und Anerkennung ausdrücken. Hoffentlich gelingt es auch noch den "braunen, mörderischen Sumpf" im Hintergrund aufzuklären und zur Verantwortung zu ziehen. Der Äußerung des Bundesinnenministers im letzten Absatz des Artikels ist voll zuzustimmen. Er hat sich ja lange schützend vor "seinen" damals zuständigen Behördenleiter gestellt. Es wird immer klarer, dass dieser Herr M. eine krasse Fehlbesetzung war. Der hat sich nicht einmal ansatzweise von der AfD und deren "Klientel"distanziert.

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raoul2 26.06.2019, 10:57
4. Ausgerechnet Seehofer ...

Der Mann, der viel zu lange an "seinem Mann" Hans-Georg Maaßen festhielt, will sich jetzt gern als "unparteiischer" Minister darstellen? Das ist doch lächerlich.

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jujo 26.06.2019, 11:00
5. ....

Das Geständnis ist Kalkül. Die Beweise sind wohl nicht wiederlegbar.
Der Täter will damit ev. weitergehende Ermittlungen gegen das braune Verbrechertum verhindern.
Wir sind jetzt soweit wie in den siebzigern bei den RAF Verbrechern.
Es gibt heimliche Unterstützer. Der klammheimlichen Freude wird ja auch schon Ausdruck gegeben. Schreibtischtäter gibt es auch jede Menge.
Ich habe nur meine Zweifel beim Eifer der Aufklärer und Strafverfolger.

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ollifast 26.06.2019, 11:00
6. Sehr gute Leistung der Ermittler

Erstmal ist das eine sehr gute Leistung der Ermittler, den Täter so schnell zu finden, das ist alles, nur nicht einfach. Danke!

Aber wichtig: Keiner darf mit einem Mord davonkommen, egal wie groß der Aufwand ist, den Täter zu finden. Nur das schreckt ab.

Und dann ist es angesichts des rechtsextremen Hintergrunds natürlich wichtig, dass in der rechtsextremen Ecke sehr gründlich mit dem Besen durchgekehrt wird. Es reicht langsam mit NSU und Konsorten. Da macht Seehofe genau das Richtige. Das braucht auch keine politische Debatte, sondern aktives Vorgehen. Denn es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

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Klaus David 26.06.2019, 11:07
7. Diesen Aufklärungswillen

hätte ich mir auch schon bei jedem einzelnen NSU-Mord gewünscht.
Aber waren ja keine Politiker dabei.

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widower+2 26.06.2019, 11:08
8. Kalkül oder nicht

Zitat von jujo
Das Geständnis ist Kalkül. Die Beweise sind wohl nicht wiederlegbar. Der Täter will damit ev. weitergehende Ermittlungen gegen das braune Verbrechertum verhindern. Wir sind jetzt soweit wie in den siebzigern bei den RAF Verbrechern. Es gibt heimliche Unterstützer. Der klammheimlichen Freude wird ja auch schon Ausdruck gegeben. Schreibtischtäter gibt es auch jede Menge. Ich habe nur meine Zweifel beim Eifer der Aufklärer und Strafverfolger.
Ich bin trotzdem sehr froh, dass jetzt ein Geständnis vorliegt. Das entzieht zumindest jenen AfD-Apologeten auch hier im Forum die Grundlage, die bisher bei jeder Diskussion zu diesem Thema in Massen auftraten und darauf rumritten, dass es sich ja nur um den mutmaßlichen Täter handele, nichts bewiesen sei und das Attentat aus einer ganz anderen Richtung oder aus anderen Motiven verübt worden sein könnte.

Aber wahrscheinlich kommen die jetzt mit Verschwörungstheorien in Richtung Folter und erzwungenes Geständnis um die Ecke.

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Margaretefan 26.06.2019, 11:11
9. Zu diesem Innenminister...

...mag ich mich nicht mehr äußern. Jemand, der sich bei Wahlkampfveranstaltungen aufs Podium stellt und verkündet, dass er sich über jeden straffällig werdenden Asylbewerber freue, darf nach meiner Auffassung kein so hohes Amt mehr haben. Zudem dürfte er zu den verzichtbarsten Politikern überhaupt zählen. Was mich nun, wo die Katze aus dem Sack ist und keiner der ewig Gestrigen mehr von "erstmal nur verdächtig" faseln kann, beschäftigt, ist, wie mit üblen Drohungen gegen andere, meist Promis mit links-grün-versifften Meinungen, umgegangen wird? Sorry, dass immer noch die meisten dieser Drohungen keiner konkreten Person zugeordnet werden können, scheint mir wenig glaubhaft zu sein. Wo bleibt die Gesetzesverschärfung, in der steht, dass jeder bzw jede, die einem anderen schriftlich mit dem Tod oder Gewalt droht, zu einer Freihheitsstrafe von mindestens 6 Monaten zu verurteilen ist? Asylgesetzgebungen zu verschärfen geht dem Herrn Innenminister ja recht leicht von der Hand.

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