Forum: Politik
Gesundheitsreform-Pleite: Verkalkuliert wie ein Anfänger
AFP

Gleich sein erstes Gesetz setzt Donald Trump in den Sand. Für den Präsidenten ist die Absage seiner Gesundheitsreform eine ungeheure Blamage. Aber immerhin weiß man über ihn jetzt ein bisschen mehr.

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les2005 24.03.2017, 23:57
10. Prince

Vielleicht ist schon die Zeit gekommen, sich mit Pence als Präsident zu befassen. Gut möglich dass Trump noch bei Tax ebenso krachend scheitert und sich dann schmollend zurückzieht. Dass ihm der lange Atem fehlt, der für die Kompromissfindung nötig ist, war absehbar. Da wird vielleicht der Abschied nach dem Motto 'ich hab ja meine Hilfe angeboten aber Ihr wolltet sie nicht' eingeleitet.

Aber wie im Artikel schon angedeutet, die Republikaner sind gegenwärtig so zerstritten dass sie eigentlich nicht handlungsfähig sind. Was nötig wäre, ist eine Persönlichkeit die einen statt spalten kann. Aber die ist nirgends erkennbar.

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großkopferter 24.03.2017, 23:57
11. Nun nicht gleich frohlocken

Alle Gesetzesentwürfe, die für die Gesellschaft relevant sind, brauchen Zeit, manchmal mehrere Anläufe, und das feilschen auf dem Basar. Obama hat sein Gesetz auch nicht sofort durchbekommen.

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jenoc 24.03.2017, 23:58
12. Das Amt als Spielzeug eines Riesenbabys

Dass Trump, wie hier insinuiert wird, "bekanntlich bereits an seine Wiederwahl" denkt, halte ich für Unsinn. Welcher Begebenheit entnimmt der Autor dies?

Vielmehr ist tatsächlich bekannt, dass Trump stark narzisstische Wesenszüge hat. Und als solcher Narziss brüstet er sich halt einfach gerne damit, auch einmal US-Präsident zu sein. Oder gewesen zu sein. Das Präsidentenamt, einfach als eine persönliche Errungenschaft, wie eine Trophäe.

Bei Gegenwind, und der beginnt ihm so langsam unangenehm ins Gesicht zu blasen, wird jemand wie er das Amt aber als lästige Bürde empfinden. Er wird des Amtes überdrüssig, so, wie ein Kind ein Spielzeug langweilig findet. Und dann wird er einen Ausweg finden, es loszuwerden.

Dass jemand wie Trump seine ersten vier Jahre Amtszeit vollendet halte ich für vollkommen ausgeschlossen. Von einer zweiten Amtszeit ganz zu schweigen.

Dass sich eine freie, demokratisch strukturierte Gesellschaft wie es die USA ja zweifellos noch darstellen, bei der Wahl ihres Präsidenten derart kollektiv vergreift, erscheint trotz aller durchaus schlüssigen Erklärungen die dazu ja inzwischen bekannt sind, immer noch das größere Phänomen zu sein.

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Softship 24.03.2017, 23:59
13.

Das Scheitern war die wahrlich beste Nachricht des Tages!
Trump wird ohnehin keine 4 Jahre im Amt bleiben, und Ryans Karriere dürfte jetzt auch gefährdet sein.

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Kinkerlitzchen 25.03.2017, 00:00
14. Hoffentlich Arroganz versichert.

"Er hat sich verkalkuliert, wie das sonst nur Anfänger im Politikbetrieb tun. "

"sonst"? Er IST doch Anfänger. Ansonsten stimme ich der Analyse zu.

...Und seine nächsten Pläne? Mit welchem Geld? Er wollte doch die Steuerreform auch mit den Einsparungen aus der jetzt gescheiterten Gesundheitsreform finanzieren, zwischen 350 Milliarden (sein Traum) und 150 Milliarden (wohl näher an der Wirklichkeit). Ohne dieses Geld werden auch seine anderen Projekte zur (fast?) unlösbaren Aufgabe.
Sein politisches Leben ist heute sehr viel schwieriger geworden. Hoffentlich ist er gut versichert.

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altair 25.03.2017, 00:08
15. kein Präsident

Die USA haben zur Zeit keinen Präsidenten, eigentlich nicht mal eine Regierung. Kein anderes Land könnte sich das leisten, dafür immerhin Respekt!
Ich denke, DT wird noch in diesem Jahr den Büttel hinwerfen. Aber was kommt dann? Neuwahlen gibt's in USA nicht: der Vize rückt nach! Damit haben wir bald die finsterste reaktionäre Mannschaft am Ruder, die das Land (und der Rest der Welt) sich in ihren Albträumen ausmalen kann!
Das einzig Gute an dem allen: Europa (und der Rest der Welt) wird sich vielleicht darauf besinnen, in einer Welt ohne USA zu leben ...

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schmuella 25.03.2017, 00:11
16. Optimale System

Das optimale System wäre eine einheitliche Grundsicherung für alle. Wer mehr will und es sich leisten kann/will, nimmt freiwillig eine optionale Zusatzversicherung dazu. Dies würde auch hierzulande eine Verbesserung darstellen. Das augenblickliche duale System mit seinen unzähligen privaten und gesetzlichen Kassen (insgesamt mehr als 130) bringt viele Komplikationen und Kosten.

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KilgoreTrout 25.03.2017, 00:11
17.

Nichts davon ist auch nur ansatzweise neu. All das war jedem, der sich ein bisschen mit Trump beschäftigt hat, seit Jahren klar. Allerspätestens seit Mitte 2016 sollte man relevante Biografien (und nicht die Auftragswerke unter Trumps Namen) gelesen haben, die Aussagen ehemaliger Mitarbeiter und die älteren Presseberichte durchforstet haben. Der Zustand der Republikaner war ebenfalls nach der RNC 2016 nicht mehr zu leugnen. Wer hat ist also noch uninformiert? Trump-Wähler und Trump-Fans.

"Man" weiß jetzt also mitnichten mehr. Nur die Trump-Verehrer *sollten* langsam zu sich kommen. Das werden sie jedoch nicht, denn sie werden ihrem Idol auch diese Ausflucht ("die anderen sind schuld!") abkaufen.

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markus.pfeiffer@gmx.com 25.03.2017, 00:11
18. Vor allem erfahren wir etwas über die

Wie bei Punkt 3. völlig richtig angemerkt wird, können sich die verschiedenen Parteiflügel bei den Republikanern nicht einmal bei den Details der Projekte einigen, die alle in der "Partei" wollen.
Am selben Tag hat in Deutschland die SPD einem Gesetzentwurf (Maut) zugestimmt, den sie komplett ablehnt; weil umgekehrt die CSU auch ihre Projekte mitgetragen hat - und das, obwohl bei uns der Wahlkampf bereits begonnen hat! Das nennt man demokratische Fairness und das ist staatstragend in dem Sinne, dass der Staat auf diese Weise handlungsfähig bleibt.
Davon könnten sich einige bei den Republikanern eine Scheibe abschneiden; die müssen ja nichtmal auf einen ungeliebten Koalitionspartner Rücksicht nehmen, sondern nur innerparteilich eine gemeinsame Linie finden!

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May 25.03.2017, 00:14
19. Sieg für Trump

Merkwürdig, wie erfahrungsresistent Teile der Medien immer noch sind und wie Trump trotz allem unterschätzt wird. Bei den Vorwahlen war er noch ein Witz, gegen Hillary hatte er keine Chance und trotzdem ist er Präsident. Nicht nur gegen den Widerstand der Presse, sondern auch gegen den Widerstand der eigenen Partei.
Und genau die Partei macht er sich gerade gefügig. Ryan steht für das republikanische Establishment, hat sich lange gegen Trump gestellt und sein Plan war es, der jetzt krachend gescheitert ist.
Trump hat sich jetzt den Spielraum verschafft den er braucht um die republikanische Partei in die Mitte zu führen und somit auch die Tür zur demokratischen Seite zu öffnen. Und das beste für ihn ist dabei, dass er seine Anhänger dabei nicht verlieren wird, denn er hat sich in der Vergangenheit über die Maßen mit ihren Themen identifiziert und zwar so glaubhaft, dass ihn seine Gegner für Hitler höchstpersönlich hielten.

Ich behaupte mal, die Chancen auf eine Wiederwahl Trumps sind am heutigen Tag stark gestiegen. Der Autor des Artikels wird mir dabei sicherlich widersprechen. Wir sehen uns dann in 4 Jahren.

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