Forum: Politik
Gewalt in England: "Wir haben viel zu lange weggeschaut"

Er hat Aufstände und Krawalle in London erforscht. Im Interview erzählt*der britische Historiker Clive Bloom, warum die Gewalt so plötzlich explodiert ist, was die Regierung nun tun muss - und wie viele Tage die Krawalle noch anhalten werden.

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Atheist_Crusader 12.08.2011, 09:50
50. ...

Zitat von UdoL
Dann funktioniert die Ironie-Antenne nicht.
Möglich. Vielleicht les ich hier einfach schon zu lange mit um noch glauben zu können, dass es keine Leute gibt, die so etwas ernst meinen könnten.

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frubi 12.08.2011, 10:13
51. .

Zitat von nickleby
Sie haben das Eigentum vieler Menschen gewissenlos vernichtet. Dafür muss man sie, wie es auch geschieht, konsequent zur Rechenschaft ziehen. PM Cameron muss hier seine Pflicht tun und weiteren Schaden vom englischen Volk abwenden.
Dieser Abschnitt ihres Beitrag könnte man auch 1:1 auf das Londoner Finanzviertel übertragen.

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Kurt2 12.08.2011, 13:32
52. #22

Zitat von Rockker
Zitat aus dem Interview: "Bloom: Sie muss sich endlich um das wirtschaftliche und soziale Elend dieser Viertel kümmern. Eigentlich müsste sie diese Quartiere aufbrechen: Sie müsste Leute umsiedeln, Viertel neu durchmischen, Wohnungen bauen. Aber das kostet ein Vermögen. Also wird die .....
Sie haben recht. Die Jugendlichen sind Schuld an den Ausschreitungen. Sie müssen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Kein politisches Motiv, keine Plakate mit Forderungen, nur einfach der Wille zu zerstören und sich selbst zu bereichern.

Wie es soweit kommen konnte, wird klar, wenn man sieht, mit welcher unglaublich hochnäsigen Arroganz Mr. Cameron dem Scherbenhaufen begegnet, den seine politische Klasse über Jahre bereitet hat. Mich erinnert dieses Verhalten an das des Empire gegenüber den Menschen in seinen Kolonien.

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Atheist_Crusader 12.08.2011, 15:04
53. ...

Zitat von Kurt2
Mich erinnert dieses Verhalten an das des Empire gegenüber den Menschen in seinen Kolonien.
Das sind doch zu einem guten Teil Menschen aus deren Kolonien.

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carolarco 13.08.2011, 19:10
54. Laissez faire

Zitat von magik_one
"Die, die jetzt randaliert haben, drücken auf ihre Art aus, dass sie kein Geld haben." Wie wäre es denn mit dieser These: Die, die jetzt randaliert haben, drücken auf ihre Art aus, dass sie konsumieren wollen, ohne dafür arbeiten zu müssen. Wenn man die Leute jahrzehntelang dazu erzieht, Sozialhilfe zu kassieren, anstatt sich nach einem Job umzuschauen bzw. sich so zu bilden, dass man auf dem Arbeitsmarkt eine Chance hat, dann sollte man sich nicht wundern, wenn das Prekariat irgendwann den einfacheren Weg geht und statt zum Sozialamt zu laufen, sich den Flachbildschirm direkt aus dem Schaufenster greift.
Ich schliesse mich dieser These voll an.
Dem wuerde ich nur noch hinzufuegen, dass die Hauptschuld dieser sehr verbreitenden Mentalitaet an der Erosion allgemeiner Werte zu tun hat: Laissez-Faire wird mit Freiheit verwechselt, Rechte werden gerne gefordert und die Pflichten daebei vergessen. Kaputte Familien koennen keinen Rueckhalt mehr geben und Strassengangs uebernehmen die Rolle des Erziehers.Dazu kommt noch die kulturelle Verbloedung ...
Eine dekadente kranke Gesellschaft - und deprimierenderweise ist die Tendenz ansteigend

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