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Gewalt in Ferguson: Obamas überfällige Rede
AFP

Ferguson brennt - und Barack Obama legt nur einen müden Auftritt hin. Ausgerechnet der erste schwarze US-Präsident hat bisher keine große Rede zu Hautfarbe und Ungleichheit gehalten. Jetzt ist es Zeit.

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crazy_swayze 25.11.2014, 19:14
1.

Obama kennt die Faktenlage und gibt dem Polizisten bzw. der Grand Jury in Ferguson recht. Das Opfer war offenbar ein Räuber.
Das Falscheste, was er mit diesem Beispiel im Rücken also machen kann, ist eine Brandrede über Rassismus halten. Denn das aktuelle Beispiel würde dem Anliegen nur schaden.

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Jetztlachdochmal 25.11.2014, 19:35
2.

Zitat von crazy_swayze
Obama kennt die Faktenlage und gibt dem Polizisten bzw. der Grand Jury in Ferguson recht. Das Opfer war offenbar ein Räuber. Das Falscheste, was er mit diesem Beispiel im Rücken also machen kann, ist eine Brandrede über Rassismus halten. Denn das aktuelle Beispiel würde dem Anliegen nur schaden.
Danke für diesen Beitrag, denn genauso ist es. Er muss doch so aufpassen, GERADE weil er Schwarzer ist. Ich finde er macht das ganz gut. Es ist ein sehr sensibles Thema.....ich kann nur beipflichten, da muss jetzt erstmal Ruhe rein. Grüße aus San Francisco

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genugistgenug 25.11.2014, 19:37
3. Jetzt ist es Zeit.

Irrtum, die Zeit ist schon lange um oder wie sagte mal jemand 'Wer zu spät kommmt, den ........'

Leider hat Obama wieder mal eine Gelegenheit vergehen lassen - er hätte den alltäglichen Rassismus schon lange thematisieren können, doch es ist wie beim Friedensnobelpreis - viel Vorschusslorbeereren, geliefert wurde nichts. Wie auch bei Obamacare, illegale Einwanderer, usw.

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PeterSchmidt 25.11.2014, 19:45
4. crazy_swayze

sehr guter Kommentar cray swayze, genauso ist es. Ich habe mir die Mühe gemacht und die Texte der einzelnen Befragungen von Schütze, Freund des Opfers, usw. durchgelesen. Um mir eine möglichst objektive Meinung bilden zu können. Resultat: Auch wenn es eine andere Lösung hätte geben können, ja sollen (z.B. Taser, o.ä.), auch wenn der Schütze professioneller und weniger emotional hätte handeln sollen, da das den Konflikt mit dem Opfer nur geschürt hat. Und trotz dass die Aussagen des Schützen diesen nicht als besonders sympathischen Zeitgenossen erscheinen lassen, trotz alledem gibt das Amerikanische Recht her, was passiert ist. Wer also bei diesem Fall (und NUR bei diesem) laut "Rassismus" ruft, der sollte sich zumindest die Mühe machen und auch die Details durcharbeiten.

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Montanabear 25.11.2014, 19:49
5. Obama

Zitat von crazy_swayze
Obama kennt die Faktenlage und gibt dem Polizisten bzw. der Grand Jury in Ferguson recht. Das Opfer war offenbar ein Räuber. Das Falscheste, was er mit diesem Beispiel im Rücken also machen kann, ist eine Brandrede über Rassismus halten. Denn das aktuelle Beispiel würde dem Anliegen nur schaden.
Obama hat gewiss genaue Unterlagen über diesen bedauerlichen Vorfall und wenn er mit dem Ergebnis übereinstimmt, ist es mir auch recht. Er hat sich bis jetzt immer auf die Seite der Nichtweissen gestellt und hat hier eben keinen Gesetzesbruch festgestellt.
So beklagenswert das Opfer ist, so wusste er doch, dass ein Angriff gegen einen Polizisten Selbstmord ist.
"Suicide by cop." nennt man das hier. Zu viele Polizisten werden jedes Jahr ermordet und anzunehmen, nur weil Jemand schwarz ist, ist er unterdrückt und unschuldig, ist ebenfalls ein Vorurteil.
Freut mich, dass Sie das auch so sehen.
Dies war kein Fehlurteil und Diejenigen, die hier mit extremen Mitteln demonstrieren, tun sich und anderen Opfern wahrer Justizirrtümer keinen Gefallen. Man wird sie beim nächsten Mal weniger ernst nehmen.

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EvenD 25.11.2014, 20:01
6. Nur so zur Info...

...der Officer, der den Jungen erschossen hat, wusste NICHTS von dem angeblichen Überfall in dem Laden. Der Junge floh 35 feet, also ungefähr 10 Meter, dort ist er gestorben. In ZEHN METER Entfernung. Der Junge war unbewaffnet. Am Tag des Mordes wurden nicht alle Zeugenaussagen aufgenommen. Der Mörder nannte den Jungen bei der Befragung der Grand Jury "es" und "dämon". Der Mörder hatte einen blauen Fleck am Kinn. Der Ermordete 6 Schusswunden.

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Newspeak 25.11.2014, 20:04
7. ...

Selbst wenn das Opfer kriminell war, ist es der Polizist nicht minder, der so verantwortungslos und dilettantisch mit seiner Waffe umgeht. Nein, er ist schlimmer, weil sein Opfer tot ist.

Und was Obama betrifft. Sonntagsreden hat der Mann genug gehalten. Er müsste auch mal danach handeln. Aber er hat weder Guantanamo geschlossen, noch Atomwaffen abgerüstet, noch die Rechte der Einwanderer gestärkt und auch bei Homosexuellenrechten versagt. Stattdessen hat er dutzendfach Drohnenmorde in Auftrag gegeben, ohne Prozeß und Urteil, und wäre damit selbst ein Fall für einen Richter.

Aber das ist wie neulich die Erwähnung der UN-Kinderrechtskonvention. Es gibt nur drei Länder auf der Erde, die diese noch nicht ratifiziert haben: Somalia, Südsudan...und die USA!

Deshalb können Polizisten dort auch 12-jährige mit Spielzeugpistole erschießen und kommen ungestraft davon.

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muffelkopp 25.11.2014, 20:09
8. 4. Versuch. Naja, morgen ist ein anderer Zensor dran ;-)

Ui, Herr Fischer.

Da geht aber einiges durcheinander:

Zitat von
Egal ob Michael Brown aggressiv war oder nicht, ob er zuschlug, ob er provozierte, ob er riesenhaft wirkte - er war unbewaffnet. Punkt.
Nein, es ist eben *nicht* egal. Punkt.
Und nun?
Können Sie sich vorstellen, dass ein "riesenhaft" wirkender, vor Adrenalin (wegen des vorherigen Raubüberfalls) strotzender kräftiger Mann auch Polizisten verängstigen kann, die dann eine Bedrohungslage evt. überbewerten und daher überreagieren? Oder ist das abwegig hinter einem großen Mac-Monitor,
wenn man gerade die pulsierenden Wogen aufrechter Empörung verarbeiten muss?


Zitat von
Ein paar Tage später wurde wenige Meilen entfernt ein anderer unbewaffneter Schwarzer von der Polizei erschossen: Er hatte eine Flasche Gatorade geklaut und näherte sich zwei Streifenbeamten, rief: "Erschießt mich doch!" Sie erschossen ihn. Niemand machte ihnen nachher einen Vorwurf. Wie kann es sein, dass ein Leben so wenig zählt?
Wenn das jener Fall war, den auch SpOn mit einem Video gezeigt hat, hat der mit Brown nichts zu tun. Dieser damalige Fall zeigt aber, dass der Herr, der eine Flasche Gatorade geklaut hat, ziemlich irre erschien. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis, Herr Fischer. Vor nichts fürchte ich mich mehr als vor Irrationalität. Dieser Mann in dem Video damals war - nett bleiben - verwirrt.. Irre. Was die Leute tun und lassen, oder tun würden wenn man sie ließe, weiß man manchmal erst hinterher.
Ich gebe Ihnen Recht, dass der letztere Fall sehr tragisch ist. Aber es ist nachvollziehbar, dass er erschossen wurde, aber eben sehr tragisch. Wenn Sie das nicht nachvollziehen können, fehlt Ihnen entweder Empathie oder Phantasie.


Was Ihren Artikel in toto betrifft, ist er nicht durchdacht. Obama steht auf einem Drahtseil. Täte er, wie von Ihnen gewünscht, fiele er. Punkt.

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pathobserver 25.11.2014, 20:15
9. Obama weiß wohl was er tut

wie bereits oben erwähnt ist dieser Fall wohl kaum dafür geeignet. Die USA ist ist eben nicht D. Wer sich mit der Gewalt und Kriminalität beschäftigt, die leider wohl auch von vielen schwarzen ausgeht, dem wird klar das die Lunte da druchaus kürzer ist. Wenn die Bilder beim Raub von dem Kerl sind, ist da nicht viel zu sagen, das wirkt sehr bedrohlich.

Das die Cops zum Teil übermäßig scharf und kleinlich, willkürlich und auch von oben herab agieren hört man auch immer wieder. Wohl der Kreis und der Preis der Waffenkultur, Kriminalität und Gewalt. Und das überleben mit 18 geht wahrscheinlich zum großen Teil auf das Konto von Gang-violence und Drogen.

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