Forum: Politik
Gewalt in Heidenau: Demonstriert lieber gegen die Banken
DPA

Die Politik will die Rechten ausgrenzen. Aber das sind sie längst. Dem rechten Populismus sollte sich ein linker entgegenstellen - der die Wut auf das richtige Ziel lenkt: das ungerechte Wirtschaftssystem.

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mkuh 27.08.2015, 16:23
20.

In diesem Beitrag liegt die Wahrheit, nur so kann man die Menschen erreichen und nicht indem man seiner Wut unüberlegte Worte folgenden lässt. Die SPD und voran der Herr Gabriel haben den sozialdemokratischen Weg verlassen und sind nur noch machtbessen, egal mit wem - Hauptsache REGIEREN!

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sumpremerulerxenu 27.08.2015, 16:24
21. Danke

Endlich ein Beitrag der das eigentliche Problem benennt, anstatt wie sonst üblich in den Medien die unteren 90% der Bevölkerung durch "Teile & Herrsche" gegeneinander auszuspielen.

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charly993 27.08.2015, 16:25
22. Endlich mal ein Ansatz in die richtige Richtung

die Frage nach dem Warum zu stellen.
Wenn wir nicht bald die wirklichen Probleme dieser Welt in den Griff bekommen, müssen wir uns wirklich keine Gedanken mehr um ein paar Rechtsradikale machen.
Solange es zu viele Menschen, zu wenig Bildung und Nahrung für Alle, dafür aber religiöse und oder machtgierige Idioten gibt, Einzelpersonen mit so vielen Milliarden in der Hinterhand, dass kein Mensch mehr die Nullen zählen kann, Banken und Großkonzerne, für die nur Gewinn zählt u.v.m. wird die Welt immer weiter im Chaos versinken.
Diese Ungerechtigkeit spüren die Menschen auch hier, sie spüren aber auch die Ohnmacht, weil egal was sie tun oder sagen (oder wählen) es keinen Unterschied macht und keinen Effekt hat. Das schafft Wut, die sich dann häufig gegen die Falschen wendet, weil man an diejenigen, die Schuld sind nicht herankommt.

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Antonio_Garcia 27.08.2015, 16:26
23.

Wenn Gabriel mitsamt seinen Parteifreunden besagte Sachsen nicht abholen will, dann holt sie halt jemand anders ab ...
Sind ja genug Rattenfänger unterwegs.

In unserem kleinen Städtchen sind z.Z. etwa 520 Flüchtlinge untergebracht. Allerdings haben es unsere Lokalpolitiker tunlichst vermieden Notquartiere für größere Gruppe von Flüchtlingen bereitzustellen, sondern das Ganze ziemlich entzerrt, so dass etliche Familien mittlerweile auch privat untergekommen sind.

Die Situation wäre sicherlich eine andere, wenn man, wie in Heidenau, eine Notunterkunft mit 250 Menschen auf 6000 qm bereitstellt. Sowas ist immer Mist. Da sind Probleme quasi vorprogrammiert ...
Dass da viele Betroffene sauer sind ist nachzuvollziehen. Die pauschal in die rechte Ecke zu stellen ist einfach nur dämlich.

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scudiero 27.08.2015, 16:26
24. Hut ab und mehr davon

Ich kann dem nur beipflichten, es wird hier alles gesagt. Eins nur, rechte Gewalt beschränkt sich nicht nur auf den Osten Deutschlands, es ist unser aller Problem.

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charlybird 27.08.2015, 16:27
25. Exakt so ist es Herr Augstein,

die Gegner sind nicht die Flüchtlinge sondern die Banken und die Quartalsgewinnler. Nur einen positiven Populismus werden die Medien den LINKEn nicht gestatten und die SPD ist mittlerweile zu verstrickt in politische Konsortien und Lobbyetagen, als dass sie einen linken positiven Dialog überhaupt noch führen könnte. Mal abgesehen davon, dass sie sich ständig an der Mitte orientiert und nur vor den Wahlen links blökt. Und schlussendlich sind die meisten von Ihnen doch nur ganz simple Karrierefuzzis, da ist Populismus ein biegsamer Bestandteil des politischen Werkzeugkoffers.

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mimak 27.08.2015, 16:27
26. Die Volks-Demokratie hat als System versagt

"Was in Deutschland jedoch fehlt, ist ein positiver Populismus von Links, der die demokratischen und sozialen Rechte der normalen Leute gegenüber Eliten und Oligarchen artikuliert-"

Nicht nur in Deutschland und nicht nur von Links, die generelle Aufgabe einer Regierung ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass das Volk vom Gier und Macht der Eliten und Oligarchen geschützt ist.
Leider sind mittlerweile unsere gewählten Volksvertreter ein Teil dessen vor dem sie uns schützen sollten.
Da haben Demagogen natürlich leichtes Spiel den "Volkszorn" auf die Opfer zu lenken, statt auf die Täter.

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hachherje 27.08.2015, 16:30
27. Bravo

So sollte man es mal sehen. Der Finanzkapitalismus basiert nun mal darauf, dass der Reichtum des einen Teils der Welt der Armut des anderen Teil bedarf. Wir sind (noch) die Profiteure einer ungerechten Welt und deren Verteilung. Und verhalten uns entsprechen... kaufen nach dem Preis ein (und tragen zur Ausbeutung bei; haben aber das Totschlagargument, Arbeitsplätze zu schaffen), verschwenden die Rohstoff-Ressourcen (sind aber nicht bereit, mehr dafür zu bezahlen). Deshalb hat es schon etwas von globaler Gerechtigkeit, dass plötzlich die, denen wir unseren Reichtum verdanken, vor unsere Haustür kommen. Und wie reagieren wir? Mit alten Reflexen der Abgrenzung. Eine Lösung ist z.B. das Alltagsverhalten ändern und dafür sorgen, das die Menschen überall für ihre Arbeit anständig bezahlt werden, sich nicht mit unseren Waffen über den Haufen schiessen oder einfach nur fliessendes Wasser haben. Ein jeder! Aber auf die eigenen Anteile an der Misere zu schauen... das ist dann doch wieder zu viel des Guten. Einfach nur pervers...

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l.augenstein 27.08.2015, 16:31
28. Die Politik...

verantwortet es auch, dass deutsche Waffen in diese Krisenländer geliefert werden und u.a. deshalb die deutsche Wirtschaft und D zur Zeit so gut da stehen.
Das Resultat dieser Waffenlieferungen kommt nun zu Fuß und per Schlauchboot zu uns zurück.
Das ist fast wie bei der Finanzkrise: Einige werden reich dabei, ausbaden "dürfen" den Schlamassel die Flüchtlinge und die Bürger.

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nixkapital 27.08.2015, 16:31
29. Die...

Empörung von Sigmar Gabriel ist "wohlfeil", sein "Pack"-Statement aber heuchlerisch. Natürlich möchte man sich abgrenzen von dumpfer Ausländerfeindlichkeit, egal aus welchen Motiven sie entstanden ist. Aber während sie in bestimmten Teilen der Bevölkerung (z.B. bei den "Abgehängten") offen zutage tritt, bedient man sich in begüterten Lagen eleganterer Mittel, wie z.B. in Hamburg-Harvestehude, wo man sich Flüchtlinge per Gerichtsbeschluss vom Leib hält. Würde doch der Marktwert der Immobilien dort durch die Nachbarschaft von Flüchtlingen leiden. Ich möchte damit nicht die Pöbler von Heidenau verteidigen, aber darauf hinweisen, dass Rassismus in Deutschland latent in allen Schichten vorhanden ist. Gut ist, dass sich auf der anderen Seite viele Menschen für Flüchtlinge ehrenamtlich engagieren.

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