Forum: Politik
Gewaltexzess in Kairo: Christen und Muslime gehen aufeinander los

Ägyptens*Diktator ist gestürzt, doch religiöse Konflikte arten erneut in Gewalt aus. In der Nacht zum Sonntag sind in Kairo Muslime und Christen*aufeinander losgegangen, es fielen Schüsse, eine Kirche geriet in Brand. Neun Menschen kamen ums Leben.

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p.adomat 08.05.2011, 09:23
1. Versteh ich nicht...

"Am Samstag trieb die Menschen die Nachricht auf die Straße, dass eine koptische Christin einen Muslim geheiratet habe und nun gegen ihren Willen in Sankt Mina im Arbeiterviertel Imbaba im Nordosten der ägyptischen Hauptstadt festgehalten würde. Augenzeugenberichten zufolge strömten deshalb Hunderte Muslime vor die Kirche und forderten die Freilassung der Frau."

==> Ich finde es überraschend, dass die Muslime die Freilassung der Frau fordern. Ist doch eine hilfsbereite Geste könnte man meinen.

Sollte es aber ein Formulierungsfehler sein a la: Muslimin wird von einem koptischen Christen geheiratet und festgehalten, dann sieht das ja schon wieder "verständlich" aus. Quasi wird ein Ex-Muslim festgehalten, muss Wiener-Schweinewürstchen essen und ein Kreuz um den Hals tragen.

FAZIT: Leute, Leute, über was kann man sich alles aufregen??? Wie im Mittelalter!!!

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kundennummer 08.05.2011, 09:24
2. Nicht ganz

Zitat von sysop
Ägyptens*Diktator ist gestürzt, doch religiöse Konflikte arten erneut in Gewalt aus. In der Nacht zum Sonntag sind in Kairo Muslime und Christen*aufeinander losgegangen, es fielen Schüsse, eine Kirche geriet in Brand. Neun Menschen kamen ums Leben.

Wäre der SPON bereit ENDLICH zur Kenntnis zu nehmen daß in Ägypten "die Diktatur" nicht gestürzt ist sondern fester im Sattel sitzt als vorher?

Es hat sich NICHTS zum besseren gewandelt sondern zum schlechteren, genausowenig fand eine Neubesetzung der Schaltstellen der Macht statt.

Es regiert der Geheimdienstchef Mubaraks, der Mann welcher für dessen Regime die DRECKSARBEIT erledigt hat und jetzt auf eigene Rechnung handelt.

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mehrlicht 08.05.2011, 09:29
3. Daumen drücken für die jungen gemässigten Kräfte

Eine interessante Einschätzung fand ich auf der christlichen Menschenrechtsorganisation CSI.


"Die ägyptischen Kopten gehören zu den ältesten Christengemeinden der Welt. Der Apostel Markus gründete 10 Jahre nach Christi Auferstehung eine Kirche in Alexandria.
Heute aber ziehen viele ägyptische Christen in Erwägung, das Land zu verlassen. Sie fürchten, dass radikale Islamisten die demokratische Revolution für ihre Zwecke nützen wollen.
Der Sturz von Präsident Hosni Mubarak erweckte in den lang unterdrückten Menschen Hoffnung. Kopten protestierten gemeinsam mit Muslimen auf dem Tahrir-Platz, aber die erträumte Freiheit hat sich für sie noch nicht bewahrheitet, im Gegenteil, seit dem Abgang Mubaraks haben sich Angriffe auf Kopten vermehrt.
Obwohl Kopten mehr als 1000 Jahre lang in Ägypten die Bevölkerungsmehrheit bildeten, fühlen sie sich nicht gleichbehandelt. Heute machen Christen nur 13 Prozent der Bevölkerung aus, während 86 der Ägypter muslimisch sind.
Christen erhalten nur selten die Bewilligung der Regierung zum Bau neuer Kirchen. Ein Mitglied der Kirchengemeinde in Gizeh erzählte einem Reporter, dass ihnen erst nach einem 10-jährigen Kampf die Erlaubnis erteilt wurde. Als die Kirche dann halb fertig war, wurde sie von der Polizei belagert, und es gab zwei Tote und 20 Verletzte.
Die Moslembruderschaft, derzeit stärkste politische Gruppe in Ägypten, plant als Basis für die ägyptische Gesellschaft das islamische Scharia-Gesetz. Sie stellt sich auch gegen demokratische Veränderungen der Verfassung, die für Gleichberechtigung sorgen und christlichen wie auch muslimischen Frauen ein Anrecht auf die Präsidentschaft geben würden.
Der ägyptische Menschenrechtsaktivist Monir Bishara verbringt viel Zeit auf Facebook und tauscht sich mit jungen Leuten aus. Er fand heraus, dass viele Ägypter religiös sind, aber ein theokratisches Regime wie im Iran nicht unterstützen werden. „Die Moslembruderschaft spricht über Demokratie, aber innerhalb….wenn sie die Macht übernehmen, werden es die letzten freien Wahlen sein und eine neue Diktatur beginnen“, erklärte Bishara.
Paul Marshall vom bekannten U.S. Hudson Institute bezeichnet die Vereinten Nationen und das U.S. Außenministerium als naiv und übermäßig optimistisch. „Sie sagen, dass die junge Generation der Bruderschaft viel offener sein wird“, sagte er. „Das ist sicher wahr, aber die 23-Jährigen haben in der Bruderschaft eben keine Führungsposition.

Quelle CSI Deutschland

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VorwaertsImmer 08.05.2011, 09:33
4. Ist doch normal das Kirchen brennen

Überall auf der Welt gibt es Christenverfolgung und Kirchen brennen regelmässig.

Was wird darüber schon berichtet?

So etwas darf in Deutschland nicht diskutiert werden.
Wohl aber wird darüber diskutiert, ob es richtig oder falsch ist sich über den Tod eine Top-Terroristen zu freuen....

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joels 08.05.2011, 09:35
5. Verkehrte Welt

Zitat von sysop
Ägyptens*Diktator ist gestürzt, doch religiöse Konflikte arten erneut in Gewalt aus. In der Nacht zum Sonntag sind in Kairo Muslime und Christen*aufeinander losgegangen, es fielen Schüsse, eine Kirche geriet in Brand. Neun Menschen kamen ums Leben.
So wie es im Artikel beschrieben ist, muessten die "Belagerer" eigentlich die "Verteidiger" sein, und umgekehrt.
Aber auch die beschriebene Konstellation wuerde mich nicht mehr wundern. Wer heiratet erst eine andersglaeubige Frau, und sperrt sie dann in ihrer "eigenen" Kirche ein ?

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K.A.Lehnsdal 08.05.2011, 09:36
6. K.A.Lehnsdal

Die Welt soll glauben, dass President wechseln politischen und religiösen Frieden bringen... -- Den Gegenbeweiss haben wir heute in Egypten -- religiöse Gegner gehen auf einander los..

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sponsch 08.05.2011, 09:38
7. Wenn das nur gut geht

Es ist zu befürchten, dass es den Christen nun, wie im Irak, an den Kragen geht.

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Klaus Rabba 08.05.2011, 09:44
8. Religionskriege

Zitat von sysop
Ägyptens*Diktator ist gestürzt, doch religiöse Konflikte arten erneut in Gewalt aus. In der Nacht zum Sonntag sind in Kairo Muslime und Christen*aufeinander losgegangen, es fielen Schüsse, eine Kirche geriet in Brand. Neun Menschen kamen ums Leben.
Das war/ist der Vorteil der alten Garde der Diktatoren wie Saddam Hussein, Mubarak und Assad oder Sukarno und Suharto: Die verschiedenen Relionen MUSSTEN friedlich zusammen leben.

Seit Sadam weg ist, findet ein Exodus einer der ältesgten Christengemeinden aus dem ehemaligen Irak und Abrahams Heimat statt.

In Ägypten sind die Kopten/Christen sehr zahlreich und werden sich auf eine lange Serie von Gewalt mit der sunnitischen Bevölkerung einstellen müssen.

In Syrien wird ein Kampf der Religionen ausbrechen und Christen, Juden, Sunniten und Alawiten und andere kleinere Gruppen gegeneinander stellen.

Die Christen geben im allgemeinen eher klein bei und werden sich über Europa und USA zerstreuen.

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infidel1909 08.05.2011, 09:44
9. Immer wieder

muss man den Eindruck haben, das, insbesondere eine Religion den Menschen vernünftiges Handeln/Denken unmöglich macht. Wie mit Scheuklappen und Tunnelblick gehen sie auf "Andere" los, völlig vergessend, das es immer nur der eine Gott ist, dem sie huldigen. Sie begreifen es einfach nicht......

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