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Gigantisches Bauprojekt: Ägyptens Mega-Metropole in der Wüste
REUTERS

Vorbild Emirate: Ägyptens Staatschef lässt mit Chinas Hilfe eine neue Millionenhauptstadt mit dem höchsten Wolkenkratzer Afrikas errichten. Auch in Kairo gibt es einen Bauboom - die Folgen sind dramatisch.

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adal_ 12.08.2018, 16:15
30. Klein-Klein

Zitat von elkadi
Ich möchte mich nicht im Klein-Klein verrennen, aber die Lichtverdunklung im Holzgerüst impliziert Glas, daneben ist ein Baldachin, der spätestens bei den nächsten "Khamassin so voll mit Sand sein wird, das er unter der Last einbricht. Und der ist transparent. Gehen Sie auf die vorherigen Aussagen ein, bitte
Was denn für Aussagen? Ihre Irritation über einen teetrinkenden Fellachen in einer arabischen Megastadt, oder was? :-)

Interessant auch, dass Sie zu erkennen meinen, bei dem "Baldachin" handele es sich um ein horizontales Sonnensegel. Ich sehe vertikale Strukturen, die nach oben offen sein könnten.
Aber Hauptsache, mal kurz gemeckert, worüber auch immer.

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bulutserkan00 12.08.2018, 16:15
31. Schade für die Araber

Normale leute haben doch kein Geld. Immer gleiche taktik. USA ,Griechen usw sind immer vom zuviel bauen pleite. Das heisst die Ãgypter würden wenn Sie es nicht mehr zahlen können, dann werden Sie ihre wichtige grundstücke abgeben müssen. Vielleicht auch die Pyramiden.

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marialeidenberg 12.08.2018, 16:16
32. Das lohnende Investment, bzw. der geostrategische Mehrwert,

Zitat von sakayanakoeln
...liefert die Antwort auf Deine Zweifel. Das ist *DEFINITIV* ein lohnenswertes Investment. Kein einziges internationales Investment der Chinesen hat nicht entweder Rendite- oder geo-strategische Ziele. Hier kommt beides zum Tragen. Nachdem der Westen sein Vertrauen im Arabischen Frühling verspielt hat, ernten die Chinesen nun zurecht die Früchte - übrigens nach dem gleichen Modell, das in ganz Afrika funktioniert. Der verbrannten Erde der europäischen Kollonialherren folgen die Chinesen mit Milliarden Invests und Teilhabe. Trading feeds the planet - das ist das einzige was zählt...
die Sie so wortreich besingen, sind mir im Falle Gwalior / Pakistan verborgen geblieben. Angesichts der technisch wie politisch extrem unsicheren Zuwegung durch Stammesgebiete ist dies in der voraussehbaren Zukunft nie und nimmer ein Hafen von irgendeiner Bedeutung. Selbst als 'stepping stone', als landseitig isolierter Flottenstützpunkt für eine chinesische Hochseeflotte ist das ein veraltetes Konzept. Djibouti, das einem als Vergleich einfallen könnte, hat ganz andere Rahmenbedingungen und ist daher nicht vergleichbar.

Überall dort, wo in Afrika Chinesen Projekte / Joint ventures entwickeln, sind sie nach kurzer Zeit ebenso unbeliebt wie die US-Amerikaner, häufig ist ihr Ruf noch schlechter.

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Benjowi 12.08.2018, 16:24
33.

Zitat von sven2016
Die S-Bahn in Kairo dürfte wenig mit der Neuen Seidenstraße zu tun haben. Parallel zu diesem Projekt und schon länger hat China wirtschaftliche Investitionen in Afrika angestoßen, die stets mit territorialen und organisatorischen Rechten verbunden sind. In manchen afrikanischen Staaten werden riesige landwirtschaftlich von China genutzte und betriebene Flächen mehr oder weniger gegen die Einwohner abgeschottet, die Erträge werden vollständig nach China verbracht. Wenn der betreffende Diktator mitspielt, ist das kostengünstiger als Kolonien zu haben.
Immer noch besser, als auf der ganzen Welt Bürgerkriege anzuzetteln, wie es der sogenannte Westen die ganze Zeit treibt und von Afghanistan bis Syrien alles in Schutt und Asche zu legen.

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wulfman65 12.08.2018, 16:27
34. Totgeburten

Nicht gewachsene sondern mit unnatürlichem Kapitalschub erzeugte städtische Strukturen haben sich zu jedem Zeitpunkt als Totgeburten erwiesen. Kalte Straßenzüge, in denen zu leben sich keiner von denen leisten kann, für die sie angeblich geschaffen wurden, denn die Chinesen schenken das Geld ja nicht, sie wollen es zurück haben. Was passieren wird: die Rückzahlung verzögert sich, das maintenance capital fehlt, der Verfall setzt ein, soziale Brennpunkte entstehen. Hundertfach passiert in Trabantenstädten. Städte müssen wachsen, nicht hingeklotzt werden. Was in Dubai und Saudi Arabien mit Öl-Milliarden abgefedert werden kann, wird sich der ägyptische Staat nicht leisten können. Das weiß China. Hier geht es um Einfluss. Gläubiger haben Druckmittel.

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alice-b 12.08.2018, 16:28
35.

Zitat von leseoma
So viele Menschen brauchen vielWasser, von den Parks und Gärten ganz zu schweigen. Und Gäste in Hotels duschen gern- mit was dann?
Wo holt es Dubai her?

Ägypten hat noch den Nil als Süßwasserreserve.

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fixik 12.08.2018, 16:28
36.

Mehr Wohnfläche heißt, dass weniger Menschen obdachlos sein werden. Die Armen werden bestimmt nicht in diese Smart City ziehen. Aber die reichen, deren aktuelle Fläche wird frei, die etwas weniger reichere ziehen dahin und die ganz Armen kriegen auch irgendwo irgendwas ab, da wo die etwas weniger reiche jetzt leben. Somit weniger Armut. Mehr zu Essen wird es dadurch natürlich nicht geben. Und selbstverständlich ist das eine Katastrophe für die Umwelt. 6 Mio Menschen sind automatisch eine Katastrophe für die Umwelt. Die Menschen sind nun mal eine Katastrophe für die Umwelt. Wenn wir keine Katastrophe für die Umwelt sein wollen, dann müssen wir alle so leben, wie kaum einer bereit dazu ist.

Und sie wissen doch gar nicht wie die Häuser gebaut werden. Ich denke schon, dass man in Kairo ganz anders bauen wird als die ganzen Wolkenkratzer in Moskau gebaut wurden. Da wird man sicher auch wissen, dass das Klima hier anders ist. Außerdem haben die Chinesen ein ähnliches Klima. Die werden es schon hinkriegen. Und es werden mit Sicherheit keine Geisterviertel sein. Und ja, ein gewöhnlicher Araber wird da nicht leben können, höchstens als Putzmann. Nur wie gesagt. Wer dahin zieht, reicher Araber, wird irgendwo anders seine Wohnfläche verkaufen. Immer noch nicht an den gewöhnlichen Araber. Eher an die Mittelschichtaraber. Aber die Mittelschicht die dahin zieht, wird selber wieder aktuelle Wohnfläche verkaufen. An die etwas Ärmeren. Am Ende der Kette kriegt auch ein normaler Araber irgendwo irgendwas ab.

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skeptiker97 12.08.2018, 16:30
37. Suezkanal

Der Suezkanal ist das Objekt in Ägypten, das für China wirklich von großer Bedeutung ist. Irgendwie wird es schon darum gehen.

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enoughnow 12.08.2018, 16:39
38. Zeit wird es ...

dieses ausserhalb der wenigen Touristenzonen häßliche Kairo anzugehen. Die wenigen nach vorne ja so hübsch erhaltenen Touristenfassaden sind durch und durch innen vergammelt. Ganze Stadtteile runtergekommen und tlw menschenunwürdig zu bewohnen. Schade nur, dass die Chinesen anscheinend die Einzigen sind, die etwas strategisch denken.

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alice-b 12.08.2018, 16:40
39. Naja

Zitat von sven2016
Die S-Bahn in Kairo dürfte wenig mit der Neuen Seidenstraße zu tun haben. Parallel zu diesem Projekt und schon länger hat China wirtschaftliche Investitionen in Afrika angestoßen, die stets mit territorialen und organisatorischen Rechten verbunden sind. In manchen afrikanischen Staaten werden riesige landwirtschaftlich von China genutzte und betriebene Flächen mehr oder weniger gegen die Einwohner abgeschottet, die Erträge werden vollständig nach China verbracht. Wenn der betreffende Diktator mitspielt, ist das kostengünstiger als Kolonien zu haben.
Auch in der Ukraine ist China einer der größten ausländischen landwirtschaftlichen Landpächter. Wo die Gewinne hingehen, weiss ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen das sie zu 100 % in der Ukraine bleiben. Diese landwirtschaftlichen Flächen wurden nach 2014 verpachtet.

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