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Gipfel mit der EU: Afrika bleibt der Bloß-weg-hier-Kontinent
AFP

Der EU-Afrika-Gipfel sollte eine neue Partnerschaft beider Kontinente begründen. Doch die Ergebnisse sind kümmerlich. Dabei ist klar, was geschehen müsste.

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paula_f 30.11.2017, 19:42
1. die Aufkündigung des Handelsabkommens wäre sinnvoll

das Handelsabkommen der EU mit Afrika ist Grund für wirtschaftlichen Niedergang in Afrika. Afrika braucht Bildung und faire Handelschancen. Knebelverträge und Abhängigkeit von Saatgut und Pestiziden ist auch eine Fluchtursache.

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shopkeeper 30.11.2017, 19:42
2. Fass ohne Boden

Zahlen wird nicht helfen. Viele Regierungen sind korrupt oder sogar nach unseren Maßstäben kriminell. Uralte Clan- und Stammesstrukturen verhindern eine Wandlung nach unseren Träumereien. Es wird versickern, so wie in der Vergangenheit. Viel Spaß beim Zahlen... entweder hier oder dort. Bleibt egal. Meine Kinder sind Gottseidank alle nach Nordamerika ausgewandert.

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spontanistin 30.11.2017, 19:51
3. Im Süden nichts Neues!

Schon der Club of Rome hat vor mehr als 40 Jahren auf die Problematik und Dynamik gewisser Entwicklungen wie Bevölkerungswachstum, Ressourcenmangel, etc. Aufmerksam gemacht. Bis heute verstehen die meisten unternehmerisch und politisch Verantwortlichen nicht die Kernbotschaft. Lernvermögen gleich null. Statt dessen wird von Klimaschutz (Schutz vor dem Klima oder Schutz des Klimas?) palavert während aktuell die Menschen verhungern, fliehen oder sich von Chemiegiften krank machen lassen müssen. So wird der moderne Mensch nicht annähernd solange auf dem Planeten überleben wie der Neandertaler oder parallele Arten.

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martin58. 30.11.2017, 19:54
4. Konsequente Grenzsicherung und Grenzkontrollen,

sowie die Einstellung jeglicher (!) Alimentierung von illegalen Einwanderern. Das ist die Lösung, sonst gar nichts. Afrika muss endlich einmal die eigenen Probleme selbst anpacken, allen voran diese ungeheuerliche Bevölkerungsexplosion in der letztendlich (fast) alle grossen Probleme Afrikas begründet liegen. Wir können gern dabei helfen, auch und besonders monetär, aber das war's dann auch. Punkt.

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Bernd.Brincken 30.11.2017, 19:59
5. Fortschritte

Was hier etwas unterschlagen wird, dass Afrika insgesamt in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht hat. Die Medizin wurde besser, die Kindersterblichkeit deutlich gesenkt, es gibt bessere Verwaltung, Infrastruktur, Wirtschaftswachstum et al.
Ein Folge davon ist das Bewußtsein der Afrikaner, die natürlich auch Medien konsumieren und überlegen, was sie am besten mit ihrem Leben anstellen. Das führt dann zu solchen Phänomenen wie dem arabischen Frühling und der Flüchtlingswelle von 2015.
"Fluchtursachen bekämpfen" - kann nicht klappen, denn man kann den Menschen dort das Denken ja nicht verbieten.
Es werden absehbar mehr.
"Integrieren" ist auch schon gar nicht mehr die Frage, es würde ja schon reichen, wenn man "mischen" und danach das vorige Wirtschaften halbwegs erhalten könnte.
Diese Weitsicht allerdings ist bei der herrschenden politischen Klasse nicht auszumachen.
Daher ist das Mittel der Wahl aktuell nur, die Membran undurchlässiger zu machen.

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G. Seiters 30.11.2017, 20:07
6. Perspektive

Es ist natürlich Unsinn zu behaupten, dass "ein bedeutender Teil von Afrikas extrem junger Bevölkerung keine Perspektive auf dem Kontinent hat". Natürlich hat jeder Mensch eine Perspektive, nur vielleicht nicht alle die Perspektive eines Lebens mit westlich-europäischem Wohlstand. Das war hier wohl gemeint. Ich habe z.B. auch "keine Perspektive" britischer Thronfolger zu werden. Das grundlegende Problem dahinter ist die Vorstellung, dass man Zukunft wie eine Ware besitzen könnte. So schafft man sich immer mehr unlösbare Problem und macht alles nur noch schlimmer.

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adama. 30.11.2017, 20:07
7. Illusionen

Afrika kann durch Entwicklungshilfe nicht verändert werden. Unsere Hilfen in Ausbldung und Staatsführung schaffen erst das koruppte Monster, das eine Entwicklung erstickt. Afrikanische Studenten die in Europa ausgebildet werden, kommen nach Hause zurück, um Staatsbeamter zu werden. Als Beamter sind sie dann auf Staatseinnahmen angewiesen. Dabei spielt es dann kein Rolle, ob man das Steuer oder Schutzgeld nennt. Die Abgaben und Bürokratie verhindern meist schon jeden Ansatz einer Unternehmensgründung.
Dort wo man trotzdem "selbständig" wird, bleibt man in sehr primitiven Ansätzen stecken.
Da der die afrikanischen Bürger völlig machtlos und ausgeliefert sind, bleibt nur eine Art von Kolonisation der Industrieländer, das nur sie mächtig genug sind, den dortigen korrupten Behörden ihre Rechte abzutrotzen. Im Windschatten dieser Kolonisation können auch die Afrikaner profitieren. Die Entwicklungshilfe in der heutigen Form ist nicht mehr als unsere ABM Maßnahmen für unsere langzeitarbeitslosen Hartz4 Empfänger. Nur das in Deutschland ein Arbeitsloser tatsächlich eine Arbeitsstelle finden könnte, während es in Afrika außer ABM nichts anders gibt. Das Problem ist nicht, das Afrika ausgebeutet wird. Das Problem ist, dass in Afrika viel zu wenig ausgebeutet wird. Nur ein winziger Bruchteil der Reichtümer wird wirklich genutzt. Der größte Teil der Bodenschätze und der landwirtschaftlichen Fläche liegt brach und wird selten effektiv genutzt. Selbst ein deutscher Biobauer hat eine größere Produktivität als ein ganzes afrikanisches Dorf.

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Referendumm 30.11.2017, 20:07
8. Fluchtursachen

Interessant an diesem Bericht ist doch, dass eins der wesentlichen Fluchtursachen komplett ausgeklammert wurde. Afrika ist ein sehr rohstoffreiches Land. Alle westlichen Industrienationen und aufstrebende Nationen wie China beuten doch gerne diesen Kontinent aus. Hat man dann wirklich Interesse daran, die mafiösen Clanstrukturen aufzubrechen? So läuft es doch derzeit bestens, wenn ein paar Clanchefs mit Millionen geschmiert werden, um Rohstoffe in Milliardenhöhe aus'm afrikanischen Boden herausholen zu können.

Und wie siehts denn mit der für den Westen so lukrativen "Entsorgung" von Computerschrott etc. aus? In der EU gibt es inzwischen eine Vorschrift zum Recyceln von Elektro-/Elektronikschrott. Eigentlich gilt es, alles in der EU selber zu recyceln. Das kostet natürlich. Ergo wird es gerne legal oder illegal nach Afrika verschoben. Dort lässt sich der Boden ja supertoll verseuchen, ohne jegliche Konsequenzen.

Und da unsere ach so tollen und umweltfreundlichen Solaranlagen von dieser Vorschrift zum Recyceln von Elektro-/Elektronikschrott komplett ausgenommen wurden, gilt es auch für deren kaputte Zukunft doch bitteschön ein schönes Fleckchen Erde zum Vergammeln zu finden. Da bietet sich doch ein armes Afrika supertoll an.

wzbw: An einem Afrika nach westlichen Maßstäben, hat doch gar keiner aus'm Westen oder Osten irgendein Interesse. Gut, die Flüchtlinge will man nicht, der Rest jedoch soll bitteschön so bleiben.

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gutmichl 30.11.2017, 20:08
9. es wir noch grausam werden

Die Bevölkerungsexplosion in Staaten geringer Bildung wird einen ungeheuren Migrationsdruck in Richtung der Staaten mit einem großzügigen Sozialsystem oder Wohlstandsversprechen erzeugen.
Ähnliches gibt es heute bereits zwischen Mexiko und den USA.
Der Stopp einer permanenten Verdopplung der Weltbevölkerung kann entweder durch Einsicht oder viele Maßnahmen erfolgen, die man alle als inhuman bezeichnen wird.
Helfen würde sicher, wenn der Westen seine "Hilfen" einstellen würde. Die Kleiderspenden und Nahrungsmittelexporte nach Afrika ruinieren die dortigen Strukturen und erzeugen ein Volk von Hilfeempfängern.

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