Forum: Politik
Gipfel in Rom: Westen schmiedet Energie-Allianz gegen Putin
DPA

Nach außen herrscht Harmonie: Die G7-Staaten haben einen Energie-Pakt gegen Russland geschlossen. Doch mancher würde den Gaskonflikt gern für eigene Interessen nutzen - zum Missfallen von Wirtschaftsminister Gabriel.

Seite 6 von 22
w50 06.05.2014, 17:34
50. Will man die Situation herbeireden ?

Bisher liefert Gasprom auch noch an due Ukraine, obwohl nicht gezahlt wird. Welcher westeuropäische Lieferant würde das hinnehmen. Diese Lieferung einzustellen hat nichts mit einer Ansage den Gashahn zuzudrehen zu tun.
Allerdings und darüber wird nicht berichtet, hat die Ukraine (trotz Zahlungszusage ) den Wasserhahn für die Krim durch Schließen der Schleusen des Dnepr -Krim-Kanals zugedreht.
Ansonsten sollten die Minister wirklich erst mal eine Lösung auf den Tisch legen und gleichzeitig der Bevölkerung mitteilen, was uns dies' Kosten wird, bevor man Wunschvorstellungen ankündigt.

Beitrag melden
pjotrweliki 06.05.2014, 17:35
51. Schon mal daran gedacht, Herr Gabriel ?

Ich höre und lese immer wieder "Russland hat selbst in den schlimmsten Zeiten des kalten Krieges seine Gas-Lieferverpflichtung erfüllt". Völlig richtig, die Krux ist aber das damals die Sowjetunion die Kontrolle über das Leitungsnetz bis zum "Eisernen Vorhang" innehatte. Heute dagegen geht ein (noch) grosser Teil des Gases über ein Land das 1. Russland feindlich gesonnen ist, 2. sein Gas nicht bezahlt, und 3. bei einer Lieferdrosselung sich wohl weiterhin "seinen" Anteil herausnehmen wird - zum Schaden Westeuropas (und Russlands). Noch schlimmer wäre es aber, wenn es NordStream nicht gäbe. Zum anderen wird zwar einerseits oft behauptet, das Russland den "Gashahn zudrehen" könnte, andererseits wird von westlicher Seite ein Abnahmeboykott ins Spiel gebracht. Das passt nicht zusammen. Russland sollte (und wird) seine ökonomische Abhängigkeit von der Belieferung der EU verringern indem ZUSÄTZLICH neue Absatzmärkte in Ostasien erschlossen werden. Dann ist Russland nicht mehr erpressbar durch den Westen und der Gaspreis für Deutschland wird steigen ....

Beitrag melden
gabi1961 06.05.2014, 17:35
52.

Zitat von sysop
Nach außen herrscht Harmonie: Die G7-Staaten haben einen Energie-Pakt gegen Russland geschlossen. Doch mancher würde den Gaskonflikt gern für eigene Interessen nutzen - zum Missfallen von Wirtschaftsminister Gabriel.
Na ja, wenigstens gibt sich der Westen nicht mehr die Mühe und die Ukraine-Krise so darzustellen, als gehe es um Menschenrechte, glaubt so wieso keiner mehr. Es geht um knallharte Wirtschaftsinteressen, besonders der USA. Und unsere Regierung macht da mit. Ich kann es immer noch nicht fassen. Da ist es auch egal, dass jetzt hunderte Menschen in der Ukraine sterben, und dass uns die Sanktionen gnadenlos auf die Füße fallen werden, ist unserer Regierung auch egal. Was mich am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass wir mit jeder Diktatur, China, Saudi-Arabrien, Qatar, Kuwait usw.usw. beste Geschäfte machen, so lange die USA diesen Diktaturen wohl gesonnen ist. Wenn nicht mehr, dann ist Schluß mit lustig. Geht mir dieses Getue auf die Nerven

Beitrag melden
z_beeblebrox 06.05.2014, 17:36
53.

Zitat von AuchNurEinNick
So, so, dann soll es also "gutes" Flüssiggas aus den USA sein anstatt böses Gas aus Russland. Wer zahlt das eigentlich? Wir reden hier ja beim Gas von erwartbaren Preissteigerungen (Bernstein Research: bis zu 25%). ....
Es sind sogar 50 % schreibt die Financial Times (bekanntlich ein Ami-Finanzblatt):

Poland will pay about $600 per thousand cubic metres, 50 per cent more than the Gazprom pipeline price.

http://www.ft.com/cms/s/0/67308bb8-9...#axzz30DN9qt2q

Aber Hauptsache wir können brüllen: Putin, wir sind unabhängig.
Wie doof ist unsere Regierung noch? Zum Wohl des Deutschen Volkes? Pah! Zum Wohle der USA!

Beitrag melden
helmut46 06.05.2014, 17:37
54. Erfolgreich US-Politik

Zitat von sysop
Die G7-Staaten haben einen Energie-Pakt gegen Russland geschlossen.
Da können die US-Gas und Ölkonzerne jubeln. Da hat sich die Investition von 5 Milliarden Dollar in die Destabilisierung der Ukraine für die USA doch gelohnt, wodurch ein Keil im Handel zwischen Europa und Russland getrieben wurde.

Europa will in Zukunft von Öl- und Gaslieferungen aus Russland unabhängig werden. Im Gegenzug ist Kanada und die USA dann natürlich bereit, Fracking-Gas nach Europa zu liefern, „um eine drohende Energiekrise in Europa zu verhindern“.

Und wenn TTIP dann beschlossen ist, werden US-Konzerne natürlich helfen und Europa bei der Fracking-Gasförderung „selbstlos“ unterstützen.

Wer glaubt diesen US-Marionetten, die die EU-Politik bestimmen, eigentlich noch?

Beitrag melden
misterknowitall 06.05.2014, 17:38
55. Selber machen

Man könnte auch den billigen Windstrom dazu nutzen, selber Methan zu erzeugen, anstatt diesen Strom zu verramschen...............ach ne, da war ich wohl wieder zu innovativ. Ich hab schon wieder verdrängt, dass unsere Regierung ja noch nicht mal in der Lage ist ein paar Stromtrassen zu ziehen, bzw. wirtschaftliche Interesse im Vordergrund stehen und dass man das Problem ja nicht unbedingt lösen will.

Beitrag melden
Jasmin Kraft 06.05.2014, 17:38
56. Deeskalation?

Was sind das bloß für Politiker, die uns regieren? Die einzige tragfähige Beziehung zu Russland - die wirtschaftliche Beziehung - soll gekappt werden. Soviel Dummheit sollte bestraft werden.

Beitrag melden
fidelix 06.05.2014, 17:39
57. Träum schön weiter...

Zitat von mulhollanddrive
und sich endlich von der unsäglichen Abhängigkeit des russischen Gases lösen. Diese freiwillige Abhängigkeit habe ich nie verstanden, man hat anscheinend aus der Ölkrise 1974/1978 nichts gelernt. Stattdessen Gas von guten Freunden und zuverlässigen Partnern wie Canada und den U.S.A. beziehen. Un dei Eigenanstrengungen zur energiepolitschen Unabhängigkeit weiter verstärken, sei es duch Ökostrom oder notfalls auch Fracking. Immer noch besser als von Russland beliebig erpresst zu werden.
Leider sind die Gasvorkommen in den USA und Kanada auch bald erschöpft, das Fracking war wohl ein Trugschluss, denn die Gaslager sind bei dieser Methode in spätestens 5 Jahren völlig erschöpft. Die Euphorie über scheinbar grenzenlose neue Energiequellen wird rasch verpuffen...

Beitrag melden
Hilfskraft 06.05.2014, 17:40
58. sollen sie paktieren ...

... hätten sie in den letzten 10 Jahren mindestens bereits 3x erledigen können.
Dann wäre vielleicht sowieso alles anders verlaufen.
Meinen Segen haben die Schnarchnasen.
Hoffentlich erlebe ich das ja noch, bei dem Schneckentempo und Xmal 180° Wendungen ...

Beitrag melden
Krittler 06.05.2014, 17:41
59. Gas!

Zitat von nichtpazifist
Schiefergas könnte man auch in Europa fördern, man muss nur wollen...
Warum denn? Man kann doch leicht Methangas produzieren. Mit Energie + Wasser + Kohlendioxid, das alles gibts in Massen und billig:

Zitat von
Die Produktion von Methan geschieht in zwei technischen Schritten. Zunächst wird der Windstrom zur Elektrolyse von Wasser und damit zur Produktion von Wasserstoffgas genutzt. Anschließend wird aus dem so gewonnenen Wasserstoff (H) und dem Gas Kohlendioxid das gewünschte Methan (CH 4 ) hergestellt. Schon 1902 hatte der französische Chemiker Paul Sabatier das sogenannte Methanisierungsverfahren für Wasserstoff entdeckt. Am Ende der Reaktion entsteht neben Methan nur noch Wasser.
Abgesehen davon wird doch jetzt jedem deutlich, worum es in der Ukraine geht und wer warum diese Krise ausgelöst hat!

Beitrag melden
Seite 6 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!