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Gipfeltreffen in Rom: Merkel und ihre 130-Milliarden-Freunde
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Nun ist es vorbei mit sturem Sparen: Die vier größten Länder in der Euro-Zone wollen die Wirtschaft ankurbeln. 130 Milliarden Euro sollen für Wachstum sorgen. Darauf einigten sich die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien in Rom. Doch ob das Programm zündet, ist fraglich.

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capitain_future 23.06.2012, 00:41
20. EU Vetterwirtschaft - Live!

Zitat von Pinin
Und was macht man mit dem Geld? Ein paar Vorschläge: - Mehr Häuser und Flughäfen in Spanien - Frühere Rente in Frankreich - Fakelaki für Griechanland - Bessere Besoldung der Parlamantarier in Italien ...
okay ,ich habe auch noch einige

- mehr Supermärkt ,welche Plastikmüll verursachen
- mehr Autobahnen,die die Natur und Luft zerstören
-mehr dicke Auto aus der autoindustrie
- mehr Müllverbrennungsanlagen,damit keine sich Gedanken über Kunststoffe machen muss
- mehr Denkmäler für 08/15 Ramsch Politiker
- mehr Planstellen für 08/15 Parteimitläufer

und dumpinglöhne für alle damit die eu auch mit china und indien mithalten kann

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Niamey 23.06.2012, 03:21
21. Nagel auf den Kopf getroffen!

Zitat von marthaimschnee
Nur die wahren Betrüger, die zB die griechischen Bilanzen frisiert haben und die politischen, die dafür sorgen, daß WIR ALLE für die finanziell, ideologisch wie moralisch bankrotte Finanzwirtschaft bluten, haben Sie vergessen. In der Eurozone war nämlich kein Staat ernsthaft in Bedrängnis, bevor die Banken gerettet werden mußten! Und auch wir Deutschen gehören nicht zu den Guten. Wir haben es zugelassen, daß sich die Wirtschaft auf Kosten der gesamten sozialen Absicherung von Europa abebt. Nur, was glauben Sie, was dieser Wettbewerbsvorteil wert ist, wenn der Euro zerbröckelt? Was wird eine deutsche Währung denn dann Wert sein? Und wer wird es sich im Ausland noch leisten können, vom Export(Vize)Weltmeister kaufen zu können?
Genau so ist es! Aber es ist fast egal wie teuer ein Produkt "Made in Germany" ist. Wir haben im Ausland ein so hohes Ansehen, dass inzwischen sogar die Chinesen lieber eine Maschine für 150.000 Euro aus D kaufen, als ein Vergleichsprodukt für 30000 Euro aus lokaler Produktion. das dann nach 1 Jahr die Grätsche macht.
Übrigens, die Chinesen kaufen auch lieber importierte deutsche Autos, als das gleiche Modell aus chinesischer Produktion. Und das beim 3-fachen Preis ;-)
Hoffentlich holt sich irgend wann mal jemand die Firmen ran, die Griechenland einen ausgeglichenen Haushalt attestiert haben, der dann zum EIntritt in die Eurozone geführt hat. Die müssen so in Regress genommen werden, dass die ihren Laden dicht machen können und nie wieder einen Fuß in dem Bereich auf den Boden bekommen. Genau so wie Ratingagenturen!

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blackkwood 23.06.2012, 04:08
22. Falsch!

Zitat von marthaimschnee
... Was wird eine deutsche Währung denn dann Wert sein? Und wer wird es sich im Ausland noch leisten können, vom Export(Vize)Weltmeister kaufen zu können?
Die Tatsache, dass dieses Argument immer und immer wieder angeführt wird, macht es leider nicht richtiger!

Nehmen wir mal an, Sie haben einen Handwerksbetrieb und ein gut gefülltes Auftragsbuch.
Sie wissen aber, dass all Ihre Kunden so klamm sind, dass sie Ihnen die Rechnungen nicht bezahlen können.
Um dies zu vermeiden, kommen Sie dann auf die schlaue Idee, Ihren Kunden das Geld für die Begleichung der Rechnungen zu leihen (obwohl Sie genau wissen, dass Sie es nicht zurückbekommen werden) oder es ihnen gar direkt zu schenken.

Unter dem Strich bedeutet dies nichts Anderes, als dass Sie Ihren Kunden Ihre Waren und Dienstleistungen schlicht kostenlos überlassen!
Sie machen dabei nicht nur keinen Profit, sondern legen sogar noch drauf, weil Sie nicht einmal Ihre Kosten raus haben.

Preisfrage:
Wie lange wird es wohl dauern, bis Ihr Handwerksbetrieb Insolvenz anmelden muss?

Die Situation als solche ist bereits krank; noch kränker allerdings sind manche Argumente, mit denen belegt werden soll, dass diese perverse Situation ihren Sinn und ihre Richtigkeit hat und deshalb aufrechterhalten werden sollte.

Wer jahrelang Mist baut und deshalb irgendwann pleite ist, der soll auch in die Pleite gehen und die Konsequenzen tragen.
Der kleine Handwerksbetrieb muss das sowieso.
Und wieso dann nicht auch Staaten und Banken?

Die Politik sollte endlich 3 Dinge erkennen:
1. Soviel Geld wie erforderlich wäre, um die weltweiten (Anleihe-) Märkte wirklich und auf Dauer entscheidend beeinflussen zu können, wird sie niemals aufbringen können.
2. "Faire" Preise (z. B. in Sachen Zinsen), die aus permanentem Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage sowie aus der realistischen Abschätzung von Chance-Risiko-Verhältnissen entstehen, werden nur an den Märkten gemacht und sonst nirgends.
3. Der Markt reguliert diese Dinge ohne Eingriffe der Politik schneller. Dabei kann es für die Betroffenen zwar zu Härten kommen, aber es entsteht ein marktgerechter Ausgleich zwischen allen Beteiligten, der unter dem Strich sogar fair ist!

Die Politik hat jetzt lange genug erfolglos rumgedoktert - Ergebnis:
1.000 Krisengipfel, viel dummes Gesabbel und noch mehr heiße Luft.
Setzen, sechs!
Schluss damit:
Lasst endlich die Märkte alleine machen - die regeln das schon!

Und wenn der Euro das nicht überlebt, dann war er eben nicht überlebensfähig, ist deshalb zu Recht untergegangen, und dann ist das gut so! Punkt!

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olli0816 23.06.2012, 07:20
23. Es wird verpuffen...

Zitat von sysop
Nun ist es vorbei mit sturem Sparen: Die vier größten Länder in der Euro-Zone wollen die Wirtschaft ankurbeln. 130 Milliarden Euro sollen für Wachstum sorgen. Darauf einigten sich die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien in Rom. Doch ob das Programm zündet, ist fraglich.
wie die anderen Konjunkturprogramme. USA und Japan haben z.T. noch viel größere Konjunkturprogramme gestartet mit am Ende sehr wenig Wirkung. Einziges Resultat war, dass die Staatsverschuldung weiter gestiegen sind.

Hier ist es aber noch schlimmer: Die Finanzierung steht nicht und nicht alle Beteiligten sind von den Maßnahmen überzeugt. Ein Plan, was mit dem Geld gemacht werden soll, existiert auch nicht. Zudem wieder eine neue Steuer, weil sie politisch so klug klingt und man es damit den bösen Finanzhaien heimzahlen kann.

Liebe Politiker: Ihr könnt nicht die Wirtschaft in Europa kontrollieren. Das geht weder mit einer Währung (was für eine absurde Idee) noch mit dem stetigen Anstieg von Steuern. Staaten sind zu uneffektiv und zu langsam. Wie wäre es, wenn ihr den Menschen mehr Geld in der Tasche lassen würdet und gegen die Missbräuche ankämpft?

Es ist zum anderen nicht glaubwürdig, ständig Regeln festzusetzen, die nicht eingehalten werden. Deutschland ist hier nicht besser als Griechenland. Dann sollte man sich überlegen, warum man Unternehmen zulässt, die man nicht pleite gehen lassen kann oder will? Das gilt vor allem für den Bankensektor, aber auch Energie oder Mineralölkonzerne ist so ein Thema. Es sollte geschaut werden, dass die Oligopole aufgelöst werden und kleinere Einheiten entstehen. Dann darf auch mal die Sparkasse im Landkreis pleite gehen, wenn sie sich verspekuliert hat. Ist zwar nicht schön, aber davon geht die Welt nicht unter.

Ein Thema wird von unseren guten Freunden aus Frankreich, Italien und Spanien nicht thematisiert: Wie geht man mit den vorhandenen Schulden um und bekommt sie in den Griff? Letztendlich hört man immer nur Rettung der Institute und die gleichen Verschleierungsargumente wie z.B. Spanien: Wir brauchen keine Hilfe aus Europa. Dann ganz schnell doch, aber bitte nicht zu den Bedingungen Griechenlands. Leute, gehts noch? Seid ihr besser als die Griechen? Das ganze Konstrukt Europa muß scheitern, da es nicht beherrschbar ist. Jede Nation macht was sie will und das Anspruchsdenken der Pleiteländer ist fast grenzenlos.

Momentan hoffe ich, dass möglichst schlimme Fehler gemacht werden, damit dieser Spuk möglichst bald zu Ende ist und diese ganzen Europapolitiker endlich von der Bildfläche verschwinden.

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tomex030 23.06.2012, 09:26
24. Ich vermisse

das dazugehörige Geschäftsmodell. Das feht nämlch volkommen, oder sollen wir uns alle einen dritten ultraflchen Fernseher und noch einen Opel kaufen?

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derandersdenkende 23.06.2012, 09:37
25. Gehts noch?

Zitat von sysop
Nun ist es vorbei mit sturem Sparen: Die vier größten Länder in der Euro-Zone wollen die Wirtschaft ankurbeln. 130 Milliarden Euro sollen für Wachstum sorgen. Darauf einigten sich die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien in Rom. Doch ob das Programm zündet, ist fraglich.
Wurde den Banken und Vermögenden nicht schon genug Geld hinterhergeworfen? Statt die Auswüchse der Geld- und Finanzwirtschaft endlich unter Kontrolle zu nehmen, entscheidet man sich für weiteres Geldverbrennen zugunsten einer Klientel!
Frau Merkel scheint nun völlig auf SPD-Kurs gegangen zu sein.
Schade, sie war die letzte Hoffnung zur Verhinderung des Spielgeld-Monopoly als Basis des kap. Wertesystems!
Leider haben wir bei der EM gegen Griechenland gewonnen und somit dürfte das eigentlich Wichtige weitestgehend unbemerkt auf uns einprasseln.

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orion4713 23.06.2012, 09:47
26.

Zitat von sysop
Nun ist es vorbei mit sturem Sparen: Die vier größten Länder in der Euro-Zone wollen die Wirtschaft ankurbeln. 130 Milliarden Euro sollen für Wachstum sorgen. Darauf einigten sich die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien in Rom. Doch ob das Programm zündet, ist fraglich.
Das erinnert mich irgendwie an die alte Geschichte, wo ein Mann zur Bank geht um Geld abzuheben und der Kassierer ihm sagt: "Tut mir leid, ich kann nichts auszahlen , ihr Konto ist überzogen!". Der Mann antwortet: "Kein Problem, ich stelle Ihnen eben schnell einen Scheck aus".....

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seine-et-marnais 23.06.2012, 09:50
27. Die Matrioschka-Krise

Sie kennen doch diese verschachtelten russischen Puppen. Und genauso ist es in dieser Krise. Eigentlich sind es mehrere Probleme die ineinander verschachtelt sind und die keiner!! zu loesen weiss weil es politisch nicht korrekt waere.
1. Krise des Euro: es ist auf Dauer unmoeglich einen Waehrungsraum zusammenzuhalten in dem die unterschiedlichsten Volkswirtschaften, Traditionen, Gesetze, soziale Verhaltensweisen existieren wie in den 17 Staaten. Man hat die im Rahmen des Euro geplante soziale, rechtliche, steuerliche Angleichung nicht verwirklicht die urspruenglich geplant war, also der Euro waere deswegen ueber kurz oder lang doch zum Scheitern verurteilt gewesen.
2. Die Krise der Banken: Durch Clintons Aufhebung der Trennung von Geschaefts- und Investitionsbanken haben sich praktisch alle Banken zu Spekulationsbanken entwickelt. Siehe Probleme der Banken in Deutschland (Deutsche Bank, die Landesbanken (eigentlich Dachverbaende der Sparkassen usw), in Frankreich dasselbe (CA, BNP, SG oder auch das Problem Dexia (eigentlich eine Bank zur Finanzierung von Kommunen und oeffentlichen Organisationen), oder USA (Lehman sowieso, aber auch Freddie und Fannie). Seit Jahren werden Milliarden und Milliarden an Banken vergeben, Banken gerettet, wird ihnen billiges Geld von der EZB zur Verfuegung gestellt, jetzt wieder fuer Spanien, ohne dass die Spekulation aufhoert.
3. Die unkontrollierten Finanzmaerkte verfuehren zur Spekulation. Dabei spekulieren nicht nur die Banken, sondern auch Hedgefonds. Waehrend frueher die Boersen dazu dienten 'Risikokapital' fuer Investitionen zu sammeln, sind sie jetzt zu reinen Zockerbuden verkommen. Gewinne werden nicht mehr in der realen Wirtschaft gemacht durch Produktions- und technischen Fortschritt, sondern durch Finanzgeschaefte. Und dann erwartet man dass alles Risiko vom Staat abgesichert wird, der dann dafuer auch noch bestraft wird.
Interessant ist folgendes in dem Artikel: "So wurde auch aus der Forderung nach direkten Bankenhilfen aus dem Euro-Rettungsfonds nichts. Zuletzt hatte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, solche Direktkredite gefordert. Denn wenn die Milliarden für die Banken durch die staatlichen Haushalte fließen, wie derzeit, erhöhen sie dort sprunghaft die Verschuldung. Darauf reagieren die Finanzmärkte reflexartig mit Abwertungen und Strafzinsen."
4. Die soziale Krise. Mit der Agenda von Schroeder/Fischer hat ein soziales Dumping in Deutschland eingesetzt. Merkel, und gestern wiederum Schroeder, fordern dies nun fuer ganz Europa. Die soziale Krise dreht sich um folgende Frage: "Warum soll Fortschritt darin bestehen dass es der grossen Mehrheit der Bevoelkerung schlechter gehen muss, damit sich eine Minderheit hemmungslos bereichern kann". Die Frage stellt sich an alle Regierungen und Parteien, vor allem in D wo man dass von Gruenen, SPD, CDU/CSU und FDP gemeinsam fordert.
5. Die Krise der realen Wirtschaft. Dadurch dass die Politik nur noch auf eine 'Beruhigung' der Finanzmaerkte ausgerichtet ist, ist zwischenzeitlich die reale Wirtschaft in eine Rezession gefallen. die damit nur die soziale Krise verschaerft.
Kurzum, 130 Milliarden aendern nichts solange nicht die Ursachen der Krise bekaempft werden, und das weigert sich die Viererbande von Rom zu tun.

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quantamoi 23.06.2012, 09:51
28. Superkonzept, das Ihrige!

[QUOTE=wwwwebman;10418598]"Weil Deutschland am meisten bezahlt, bekommt es auch von den Rückflüssen besonders viel. Die aber sollen nun ins Wachstumsprogramm."

bitte nochmal deutlicher! heißt das, das wir unsere rückflüsse nicht in den haushalt zurückführen, sondern in ein programm pumpen, das arbeitsplätze außerhalb von deutschland schaffen soll???

Ihr Konzept heisst also:
Europa braucht mehr Arbeitslose, denn diese haben viel mehr Zeit, deutsche Produkte zu kaufen.

Wenn bald endlich alle arbeitlos sein werden (ausser in DE), dann wird es DE an Kapazitäten fehlen, alle Kaufwünsche zu erfüllen.

Deshalb: Keine Wachstums fördernde Programme in EU.
Respekt!

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restauradores 23.06.2012, 09:51
29. Richtige Vorbilder!

Zitat von alexbln
darum würde ich niemals einen pfennig in staatsanleihen stecken. lieber solide firmen wie bmw, nestle, siemens und und und - ob anliehe oder aktie. aber irgnedwelche staaten, die allesamt ihre ausgaben nicht im griff haben?
Da haben sie ja mal auf die Schnelle 2 von 3 so richtige Vorbilder genannt.

Nestle - der kriminellste Verein in der Lebensmittelindustrie, falsche, unvollständige Inhaltsstoffangaben, Gewinn durch Ausbeutung der 3. Welt
Siemens - Korruptionsaffären in Griechenland in grossem Stil

Aber wenn es um den eigenen EUR geht ist alles egal ;-)

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