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Giuseppe Conte gegen Matteo Salvini: "Ich habe versucht, Dir Würde zu vermitteln"
Samantha Zucchi/ Insidefoto/ imago images

In seinen wohl letzten Amtstagen gewinnt Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte plötzlich Profil. Der parteilose Professor greift seinen Vize Matteo Salvini scharf an - und wird von vielen Bürgern gefeiert.

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claus7447 20.08.2019, 11:31
1. Italien steht vor einem schwiegen Gang

Nach Renzi - der ein Chaos hinterlassen hat aus völlig unerfindlichen Gründen, muss sich die "demokratische Mitte" wieder neu sortieren. Fällt nicht leicht - aber ich glaube im innersten das viele italiener Salvini nicht mögen - nur man hat ihnen eingebleut das ihr land der Sammelpunkt aller Flüchtlinge ist - was nicht richtig ist. Es gibt weit aus mehr Staaten der EU die gemessen an ihrer Bevölkerung mehr Flüchtlinge aufgenommen haben. Wer es nicht glaubt soll sich die zahlen den UNHCR googlen.

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christianwitten 20.08.2019, 11:41
2. Hut ab!

Leider ist dem Ehrenwerten es nicht gelungen, den Hetzer zu bändigen. Faschisten narzisstischer Ausprägung kann Niemand einbinden. Gibt kein Beispiel für ein Gelingen solcher Mission.

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leofabian 20.08.2019, 11:41
3. Die Rechte hat keine Ideen

Es wird immer offensichtlicher das die Rechte nur ein Themen Parteien hervorbringt. Zu den anderen 5 Millionen Problemen in den Ländern und der EU hat die Rechte keine Ideen, geschweige denn Lösungsansätze. Primitiver geht es nicht.

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haarer.15 20.08.2019, 11:45
4. Contes klare und kluge Botschaft

Er habe versucht, ihm Würde zu vermitteln. Doch genau das Gegenteil ist leider eingetreten - und das immer schlimmer. Salvinis Vorgehen und seine hassgetriebene Sprache ohne jedes Niveau öffnen den Italienern jetzt offensichtlich doch die Augen. Mal ehrlich, einen würdeloseren und eitel-exzentrischeren Stellvertreter des Ministerpräsidenten Conte hat es in Italien schon lange nicht mehr gegeben. Ben fatto Signore Conte !

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Alm Öhi 20.08.2019, 11:50
5. Ein Chaos

Eine Frage muss ich mir immerfort stellen.
Warum benötigte Italien 61 Regierungen seit dem zweiten Weltkrieg?

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m_s@me.com 20.08.2019, 11:51
6. Die fünfzig Ministerpräsidenten

Zitat von claus7447
Nach Renzi - der ein Chaos hinterlassen hat aus völlig unerfindlichen Gründen, muss sich die "demokratische Mitte" wieder neu sortieren. Fällt nicht leicht - aber ich glaube im innersten das viele italiener Salvini nicht mögen - nur man hat ihnen eingebleut das ihr land der Sammelpunkt aller Flüchtlinge ist - was nicht richtig ist. Es gibt weit aus mehr Staaten der EU die gemessen an ihrer Bevölkerung mehr Flüchtlinge aufgenommen haben. Wer es nicht glaubt soll sich die zahlen den UNHCR googlen.
Renzi war liebenswert, aber auch ein Luftikus. Nur kann man ihm alleine nicht so viel anlasten, denn dafür wechselt die Regierung in Italien viel zu oft. Das und die innere Zerrissenheit des Landes in Oben und Unten, Nord, Süd und Sizilien macht politische Arbeit unendlich schwer. Salvini jedenfalls macht mit seiner obsessiven Wut- und Gewaltpolitik alles nur noch schlimmer. Bewaffnung der Bevölkerung mit Schusswaffen ist ein interessanter Indikator des "Fear, uncertainty and doubt" der Lega.

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burlei 20.08.2019, 11:52
7. Natürlich hätte Conte schon früher ...

... sich gegen Salvini auflehnen können. Große Teile der Bevölkerung im Allgemeinen hätten seine Argumente aber angezweifelt, Salvinis Fanatiker ihn als Lügner niedergeschrieen. Die Italiener mussten erst selber feststellen, was für eine Niete, was für ein Prolet, was ein Schaumschläger dieser Innenminister ist. Heute spricht Conte, grundehrlich, ruhig, von keinem Skandal betroffen das aus, was die Mehrheit der Italiener denkt. Und wird dafür - berechtigterweise - auch gefeiert. Hoffen wir, dass er eine Regierung aufstellen kann, die einen Rückhalt in der Bevölkerung hat

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crimadiloca 20.08.2019, 11:57
8. Beruhigend,

dass gute Manieren in der Politik auch bei den Italienern immer noch gewürdigt werden... Ich hatte mir bei all dem Gepöpel dieses kleinen Südeuropa-Trumps schon ernsthaft Gedanken um eine Alternative zu meinem geliebten Urlaubsland Italien gemacht.

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rolf.scheid.bonn 20.08.2019, 11:58
9. Die Furcht...

... vor den 37 Prozent, die für Salvinis Lega prognostiziert werden, dürften seine Gegner vor Neuwahlen zurückschrecken lassen. Es ist daher wahrscheinlich, dass man sich einigt. Ohne Salvini. Und der hätte sich dann tatsächlich völlig verzockt.

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