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Glasgow: Zehntausende Schotten demonstrieren für Unabhängigkeit
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Schottland nimmt die Unabhängigkeitsbewegung Fahrt auf. Ein erstes Referendum für eine Abspaltung von Großbritannien war 2014 knapp gescheitert, jetzt gab es in Glasgow eine beeindruckende Demonstration für ein zweites.

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mystyhax 04.05.2019, 21:40
1. Na

Da hat aber David Cameron sein Ziel erreicht. Eine Frage deren Dimension die Menschen nicht abschätzen können und die keinesfalls mit einfachen Antworten, wie es Farage und Co. weismachen wollen, zu beantworten sind einfach ohne Not zur Wahl zu stellen war dämlich. Es gibt kein schwarz oder weiss. Am Ende ist es der Zerfall Großbritanniens. Nach dem Brexit ist vor dem Schexit. Ja die EU hat Fehler. Die EU gehört reformiert. Der Fokus muss wieder mehr in Richtung den Interessen der Bürger gelenkt werden. Aktuell hat man eher den Eindruck es handelt sich um ungezügelte Lobbykratie

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artep 04.05.2019, 21:49
2. 2014

Bei der Wahl 2014 blieb die Queen über ihr Urlaubsende hinaus in Schottland, um ihre Angestellten am Referendum teilnehmen zu lassen. Da es sich dabei im dünnbesiedelten Schottland um mehr als 200 Wahlberechtigte handelte, hatten ihre Stimmen durchaus gewicht. Jetzt aber, mit dem Brexit vor Augen, könnte eine schottische Ablösung gelingen. Hauptsache, sie stimmen in einer Zeit ab, wenn die Queen und ihr Hofstaat nicht in Schottland "weilt".

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Jasro 04.05.2019, 21:57
3. Naheliegend

Wäre Schottland 2014 unabhängig vom damaligen EU-Mitglied Vereinigtes Königreich geworden, wäre es dadurch erst einmal automatisch auch aus der EU ausgetreten und hätte als eigenständiger Staat die langwierige und aufwändige Wiederaufnahme in die EU beantragen müssen - und den Schotten ist ja u.a. von der EU genau deshalb nahegelegt worden, daher besser für einen Verbleib im UK zu stimmen. Jetzt aber, nachdem der Brexit vor der Tür steht, ist es ja [i}genau umgekehrt[/i], jetzt muss Schottland zusammen mit dem Rest des Vereinigten Königreiches aus der EU austreten, gerade weil Schottland Teil des UK ist. Da liegt es natürlich nahe, dass Schottland jetzt doch wieder unabhängig werden will, u.a. um dann als eigenständiger Staat wieder EU-Mitglied werden zu können.

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avis 04.05.2019, 21:58
4. Jetzt aber fix ...

... das Bild korrigieren, neben dem politisch korrekten jungweiblichen Gesicht ist eine katalanische Flagge zu sehen oder geht das noch in der Zwischenphase der Narrativbildung, wo noch nicht klar ist, ob es eine legitime Bewegung wird (z.B. Kosovo) oder eine illegitime (z.B. Katalonien)?! Wir werden es erleben, wenn die Titulierung in „Seperatisten“ o.ä. umschwenkt. Mein Tipp: Da Anti-Brexit = pro EU und pro NATO, werden wir ein positives Narrativ serviert bekommen, also alles AktivistInnen in guter Sache.

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MagittaW 04.05.2019, 22:13
5. Schottland würde NIE EU-Mitglied werden

es ist schon erstaunlich, wie opportunistisch die EU Beführworter sein können: Einerseits gegen Nationalismus, andererseits für Schottlands Unabhängigkeit, als Druckmittel gegen England.
Bei Katalonien gilt das allerdings nicht: da heißt es: Keine Chance für eine Unabhängigkeit - ist das nicht Heuchelei?
Spanien - also Madrid - hat übrigens immer betont, dass ein unabhängiges Schottland NIEMALS EU-Mitgliedsland werden würde - siehe Katalonien!
Im Gegensatz zum Rest der EU hat Großbritannien seinen Landesteilen Referenden über die Unabhängigkeit und den Verbleib in der EU erlaubt!
Und hier kommt meine These: SO VIEL direkte Demokratie finde nicht nur die EU-Zentrale bedrohlich, auch die Mitgliedsländer sind strikt gegen mehr Volksbefragungen, weil die oft anders ausgehen, als sich eine abhobene Elite wünscht!

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Klarstellung 04.05.2019, 22:18
6.

Zitat von avis
... das Bild korrigieren, neben dem politisch korrekten jungweiblichen Gesicht ist eine katalanische Flagge zu sehen oder geht das noch in der Zwischenphase der Narrativbildung, wo noch nicht klar ist, ob es eine legitime Bewegung wird (z.B. Kosovo) oder eine illegitime (z.B. Katalonien)?! Wir werden es erleben, wenn die Titulierung in „Seperatisten“ o.ä. umschwenkt. Mein Tipp: Da Anti-Brexit = pro EU und pro NATO, werden wir ein positives Narrativ serviert bekommen, also alles AktivistInnen in guter Sache.
Dann spaltet sich Katalonien von Spanien ab, das Baskenland ebenfalls, dann folgt die Bretagne und das Elsaß sowie Korsika, ich vergaß Sardinien. Dann wollen die Bayern sich abspalten, aber halt, die Franken wollen und wollten nie zu Bayern gehören und verlassen das Altbayern und die Wirtschaftskraft ist dahin....in Polen gibt es Polen A und B, die separieren sich dann ebenfalls und Schlesien wird selbständig. Die Arlberger wollen zur Schweiz und Skane in Südschweden wird wieder dänisch, wobei die Wallonen sich selber verwalten wollen und ...genau..alles Bullshit....Wir zerlegen uns komplett und die USA, Rußland und China lachen sich über uns kaputt und fahren uns ökonomisch an die Wand.

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Ontologix II 04.05.2019, 22:27
7. Das nächste Referendum hat gute Aussichten

Die Vereinigung England mit Schottland fand erst vor gut 300 Jahren statt, und nie in den Herzen der Schotten. Die englische Krone hatte die schottischen Lairds (Adlige Grundbesitzer) bestochen, damit sie die Vereinigung billigten. Um nicht gelyncht zu werden, flohen sie nach London, wo sie sich einen Ring von Schlössern um die Hauptstadt bauten.
Die Feindschaft der Schotten gegen die Sassenachs (Südländer) geht viel tiefer als die zwischen Bayern und Preußen. Das Referendum 2014 scheiterte nur, weil der schottische Ex-Premier Gordon Brown sich in einem emotionalen Appell gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen hatte.

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elwoodblues1969 04.05.2019, 22:30
8. Welcome

Ich würde mich freuen wenn die Bravehearts sich von GB lösen würden und in der Eu bleiben bzw. reinkommen. Die Engländer haben sich ein klassisches Eigentor geschossen. Wer weiß was Nordirland macht...

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florian29 04.05.2019, 22:32
9. Zehntausende demonstrieren

Millionen demonstrieren nicht. Die Unabhängigkeit wird wieder krachend scheitern.

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