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Glasgow: Zehntausende Schotten demonstrieren für Unabhängigkeit
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Schottland nimmt die Unabhängigkeitsbewegung Fahrt auf. Ein erstes Referendum für eine Abspaltung von Großbritannien war 2014 knapp gescheitert, jetzt gab es in Glasgow eine beeindruckende Demonstration für ein zweites.

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Charlie Hebdo 04.05.2019, 22:33
10. @5 MagittaW - man muss kein Mitglied der EU sein

Um die Vorteile nutzen zu können.
Norwegen und die Schweiz leben sehr gut als Nicht-Mitglied. Sie zahlen, haben kein Stimmrecht, aber profitieren in einer Weise, dass sie am Reichtum der EU prosperieren.
Mehr muss Schottland nicht haben. Und dagegen gibt es kein Veto, weil es nur ein Vertrag ist, keine Mitgliedschaft.

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KR-Spiegel 04.05.2019, 22:40
11. Brexit ist nichts für Schottland

Die Schotten haben nichts mehr von GB, wenn der Brexit kommt. Selbst nur als Mitglied der Zollunion wäre das Land besser gestellt. Übrigens auch für Nordirland die beste Lösung.

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GlobalerOptimist 04.05.2019, 22:50
12. Nur immer weiter so!

Bald gehen sich in Europa wieder alle an die Gurgen. Waschington und Moskau lachen sich ins Fäustchen.

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next 04.05.2019, 22:52
13. 2014

... sagte die EU sinngemäß: "Wenn Ihr Euch vom UK trennt, müßt Ihr Euch beim EU-Eintritt ganz hinten anstellen. Denn Ihr seit neue Antragsteller. Hinter Serbien, der Türkei."
... sagte der IWF, Frau Lagarde: "Ihr habt keine Währung. Ihr werdet am Tag des Austritts arm. "
Die Drohungen wirkten. Das Ergebnis war, wie auch in IRL und NL, entsprechend der EU-Erwartungen.

Nun, ein halbes Jahrzehnt später, sind die Voraussetzungen für Schottland viel, viel schlechter. Die Öl-Reserven in der Nordsee sind 'überschaubar'. Die Touristenströme lassen nach. Drastisch.

Wer nun nach einem neuen Referendum für Schottland ruft, hat entweder die letzten 5-15 Jahre politisch vergessen, die letzen 350 Jahre geschichtlich vergessen - oder verhöhnt bewußt jede Art der Demokratie.

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loncaros 04.05.2019, 22:55
14.

schade, dass man keine Vergleiche zum Nordirlandkonflikt ziehen darf.

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Bananenschale 04.05.2019, 22:58
15. Unabhängigkeit? Ihr habt wohl'n Vogel!

So mindestens fragwürdig der BrExit ist, so dämlich wäre ein Austritt Schottlands aus dem UK.

Die Briten könnten Recht haben, mit einem Ausscheiden aus der EU sich langfristig besser zu stellen. Denn die EU ist naturgemäß ein gefährdetes Projekt, das im Falle eines Scheiterns wg. ihrer großen Regelungsdichte geeignet ist, ihre dann ehemaligen Mitglieder in ein Chaos zu stürzen. Kontinental-europäische Mitgliedsstaaten haben eine Option des Ausscheidens aus der EU nicht. Jedes einigermaßen fortgeschrittene Projekt einer europäischen Integration stünde vor solchen Schwierigkeiten!

Wer ist denn der Haupthandelspartner Schottlands? Und wie eng sind die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen dem UK ohne Schottland und Schottland? Ist den schottischen Beführwortern einer Trennung klar, daß sie dann gegenüber England eine Grenze haben, an der mindesten Einfuhr- und Ausfuhr-Kontrollen stattfinden?

Früher hatte man gehofft, mit einer Internationalisierung chronische Ungerechtigkeiten überwinden zu können. Heute glaubt man allen Ernstes, das durch eine Kleinstaaterei erreichen zu können. Beides ist m.E. fragwürdig. Wenn also z.B. Staaten des Westbalkans oder die Ukraine oder des Kaukasus in die EU streben, dürfte die Entäuschung nach einer Weile groß sein. Und genauso wird sie für andere bei einem Verlassen der EU sein.

Ey Brits, stay together!

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Knosa 04.05.2019, 23:00
16. Krachend?

Zitat von florian29
Millionen demonstrieren nicht. Die Unabhängigkeit wird wieder krachend scheitern.
2014 haben sich, bei einer Wahlbeteiligung von fast 85 %, 55 % der Schotten gegen eine Unabhängigkeit entschieden. Rund 45 % der Wähler waren für die Unabhängigkeit. Ich würde das nicht als krachendes Scheitern bezeichnen. Eher als recht knappen Wahlausgang.

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at.engel 04.05.2019, 23:07
17.

Oh Mann... Journalisten! Ich habe nichts gegen Journalisten, aber in der Demokratie ist halt das einzige, was zählt, die Mehrheit zum entscheidenden(!) Zeitpunkt.
Wie die Leute im Zweifelsfall bei einem Referendum entscheiden, ist etwas ganz anderes. In London sind fast eine Million gegen den Brexit auf die Straße gegangen... nur haben gut 17 Millionen für den Brexit gestimmt.
Und in Schottland reichen halt auch nicht 49.99% ... Was da jeder im Zweifelsfall entscheidet, weiß man eben nicht.

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thor.z1367 04.05.2019, 23:11
18. Jeder der sich UK abwendet ist gut für Europa

Willkommen Schottland, es ist besser in Europa als bei den Briten diese mit ihren morbiden System fällt wieso früher oder spätet zusammen.

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luganorenz 04.05.2019, 23:16
19. Europa der Regionen

Zitat von Klarstellung
Dann spaltet sich Katalonien von Spanien ab, das Baskenland ebenfalls, dann folgt die Bretagne und das Elsaß sowie Korsika, ich vergaß Sardinien. Dann wollen die Bayern sich abspalten, aber halt, die Franken wollen und wollten nie zu Bayern gehören und verlassen das Altbayern und die Wirtschaftskraft ist dahin....in Polen gibt es Polen A und B, die separieren sich dann ebenfalls und Schlesien wird selbständig. Die Arlberger wollen zur Schweiz und Skane in Südschweden wird wieder dänisch, wobei die Wallonen sich selber verwalten wollen und ...genau..alles Bullshit....Wir zerlegen uns komplett und die USA, Rußland und China lachen sich über uns kaputt und fahren uns ökonomisch an die Wand.
Die Idee finde ich persönlich nicht a priori schlecht. Weitgehend selbstständige Regionen unter dem Dach einer EU, die nach dem Prinzip der Subsidiarität nur das nötigste regelt. Gemeinde - (Bezirk) - Region - EU (als Staat): drei (vier) Verwaltungsebenen, bei denen der Nationalstaat wegfällt.

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