Forum: Politik
Gorleben-Liveticker: Castor-Transport vor Start zur letzten Etappe

Es war erneut eine lange Nacht: Castor-Gegner haben die Strecke zwischen dem Verladebahnhof Dannenberg und Gorleben versperrt. Jetzt wurden die Blockaden beseitigt, die letzte Etappe des diesjährigen Castor-Transports kann beginnen. Verfolge Sie im Liveticker die Ereignisse.

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onkel_e 09.11.2010, 10:51
40. Leider keine Bestrafung

Zitat von UK1967
Nur einmal diese Video ansehen (ab 02:00): Da haben wir Landfriedensbruch versus vorsätzliche Körperverletzung. Aber ich glaube nicht, dass der entsprechende Beamte wegen dieser Straftat belangt wird. Eher der Demonstrant.
Leider werden nicht genügend dieser Kravaller bestraft werden können. Guter Link der zeigt welche Klientel unter den "friedlichen" Demonstranten ist. Ich glaube mehr als die Hälfte davon war vermummt. Ganz einfache Sache ´- wer vermummt ist will nicht erkannt werden / hat etwas zu verbergen ist in Konsequenz Gewaltbereit --> wie man gesehen hat.
Sehe keinen Grund auch nur einem Beamten etwas vorzuwerfen.

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Roller 09.11.2010, 11:20
41. Vielen Dank!

Zitat von Andy71
es können leider nicht alle vor Ort, sein aber unser Herz kämpft mit euch !! Danke
Wer mal auf so einer Demo war, kann nachvollziehen, wie unangenehm Kaelte ,Naesse und Dreck sein koennen.
Ich moechte mich daher auch ganz herzlich bei allen Aktivisten bedanken , die auch fuer mich das alles ausgehalten haben.

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T-Rex 09.11.2010, 11:28
42. Wer hat das entschieden ?

Zitat von FatherMacKenzie
Da haben Sie Recht! Es sind nicht unsere Kinder betroffen, sondern ca. 80 000 Generationen nach unseren Kindern.
Das ist in der Tat eine treffende Abschätzung, wenn man für die nächste Millionen Jahre die Technologie der vergangenen '70er Jahre als Grundlage der Entsorgungskonzepte nutzen muss.
Allerdings hat zunächst unter J. Rau in NRW der politische Oportunismus gegenüber der Anti-Atom Bewegung als erstes Opfer die Forschung an wichtigen Fragen der Kernenergienutzung gefordert.

Konzepte wie z.B. die Abtrennung und Nutzung von Actiniden sowie die Abtrennung und anschließende Transmutation sowie Vermeidungsstrategien wie 'Deep Burn' wurden nur deshalb nicht zur Nutzungsreife geführt.
Zitat von FatherMacKenzie
Sie wissen aber, dass der Zug aus Frankreich kommend durch die halbe Republik fährt? Legt man ein Verursacherprinzip zugrunde, stehen Sie mit Ihrer Anklage beim Staat.
Wer wollte denn den Zug nicht nach Wackersdorf fahren lassen ?

Zitat von FatherMacKenzie
Dann lassen Sie uns bitte teilhaben an Ihrem profunden Wissen. Nutzen Sie es! Verteilen Sie Flyer, organisieren Sie Veranstaltungen - aber verschonen Sie uns mit Vergleichen die Sie nicht hinreichend begründen können.
Vor dem Kampf um etwas sollte man überdenken ob man wirklich für eigene Interessen kämpft oder ob man nur die Begleiterscheinungen (soziale Kontakte, Kameradschaftsabende am Lagerfeuer etc.) mag und einen Karren zieht dessen Besitzer man nicht kennt.

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UK1967 09.11.2010, 11:33
43. durchgestrichen

Zitat von michaelwald
Ist mal jemandem aufgefallen, dass diese durchgestrichenen Gorleben "Ortseingangsschilder" genauso aussehen wie die durchgestrichenen "Stuttgart 21" Schilder? Bin ja schon froh, dass keine schwarzen Styropor-Särge mehr zu Grabe getragen werden wie früher.
Also ich finde, durchgestrichene "Merkel"- oder "Röttgen"-Schilder kämen auch gut. Vor allem treffen sie den Kern.

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UK1967 09.11.2010, 11:37
44. Danke

Zitat von Roller
Wer mal auf so einer Demo war, kann nachvollziehen, wie unangenehm Kaelte ,Naesse und Dreck sein koennen. Ich moechte mich daher auch ganz herzlich bei allen Aktivisten bedanken , die auch fuer mich das alles ausgehalten haben.
DANKE !

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ducasse 09.11.2010, 11:57
45. Steinzeit oder Moderne

Zitat von Horsti
Leider haben es die Grünen geschafft sich wie eine Krake über das Land zu legen und ihre unheilvollen Technikängste in möglichst viele Köpfe zu transportieren.
Nicht auszudenken,wenn die Berliner sich hinreißen lassen, die Künast zur Bürgermeisterin zu wählen. Das würden 5 verlorenen Jahre in der Berliner Entwicklung.
Wenn es im 19. Jahrhundert die Grünen schon gegeben hätte, gäbe es in Deutschland heute noch keine Eisenbahn.[/QUOTE]

Ich gebe höflich zu bedenken, dass es in Gorleben auch um den Kampf gegen eine Steinzeittechnik wie die Atomkraft und für die erneuerbaren Energien ging. Nicht die AKW-Betreiber sind der Motor des technischen Fortschritts, im Gegenteil. Man mag von den Grünen halten, was man will - aber immerhin sind sie es, die sich seit ihrer Gründung konsequent für Zukunftstechnologien einsetzen. Zum Beispiel auch für einen modernen Schienenverkehr - jedenfalls nicht für den vorsintflutlichen Individualverkehr auf verstopften Autobahnen. Vielleicht geht unsere Wahrnehmung dessen, was veraltet und was zukunftsweisend ist, auseinander.

Es grüßt freundlich
Ducasse

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Spantax 09.11.2010, 13:06
46. Polizeigewalt nach dem Castor und kleine Anmerkungen

Wenn folgende Meldung aus dem Castor-Ticker stimmen sollte, wäre dies ein weiterer Grund sich zu empören:
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DI 10:28 Laase, Wendland
Die Polizei hat Pfefferspray gegen Kletterer in einem Baum eingesetzt, diese sind abgestürzt und schwer verletzt.
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Das war wohlgemerkt nachdem die Castoren schon im Endlager waren.

Ich bin auf jedenfall allen und vor allem meinen beiden Söhnen dankbar, dass sie mich dort vertreten haben und für eine sichere Zukunft ohne Kernenergie gekämpft haben. Und wer sich da über die wenigen "Grenzüberschreitungen" der Demonstranten aufregen kann, dem ist doch nicht mehr zu helfen. Der sollte sich mal Gedanken darüber machen, wie die Zusammenhänge aussehen, die dazu geführt haben, dass die Atomlobby zu dieser Macht gelangt ist und welcher Art die "Grenzüberschreitungen" auf dem Weg dorthin waren und sind, na, das wissen wir doch alle. Demokratisch legitimiert ist das jedenfalls mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht, was da so hin und her geschoben wurde. Hier ist wirklich kein Narr, der Böses dabei denkt.

Ein ähnlich großer Widerstand wie im Wendland gegen das Kraftwerk in Tschernobyl und das lange vor '86 hätte der Welt und vor allem den Menschen da vor Ort einiges erspart, vielen den frühen Tod. Da sollte man sich wirklich nicht über die paar militanten Demonstranten aufregen.

Nächstes Jahr bin ich wieder dabei im Wendland.

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Spantax 09.11.2010, 13:18
47. Vermummungsverbot bzw. Kennzeichnungspflicht auch für die Polizei!

Zitat von onkel_e
Leider werden nicht genügend dieser Kravaller bestraft werden können. Guter Link der zeigt welche Klientel unter den "friedlichen" Demonstranten ist. Ich glaube mehr als die Hälfte davon war vermummt. Ganz einfache Sache ´- wer vermummt ist will nicht erkannt werden / hat etwas zu verbergen ist in Konsequenz Gewaltbereit --> wie man gesehen hat. Sehe keinen Grund auch nur einem Beamten etwas vorzuwerfen.
Guter Denkansatz. Unsere Staatsvertreter vor Ort gehen leider auch nicht gerade mit gutem Beispiel voran, sie sind noch wesentlich vermummter, gleiche Kleidung, gleiche Ausrüstung, kein Namensschild, keine Dienstnummer und niemals Angst, jemals verantwortlich gemacht zu werden, wenn man da mal über die Strenge schlägt.
Eine Zeugenaussage wie: "Das war einer von diesen 16000 Beamten" hilft da ja leider nicht weiter.
Wie Amnesty International fordere ich eine Kennzeichnungspflicht für Polizisten, von mir aus auch Vermummungsverbot für alle, aber für die eine Seite gibt es das ja schon.

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wayne_82 09.11.2010, 13:18
48. ...

Zitat von Bengurion
Eine Politik gegen den Mehrheitswillen des Volkes wird sich nur durch eine Spirale der Gewaltausübung durchsetzen lassen, zu der dann auch die Politiker den Mut haben müssen.
Das ist mittlerweile schon fast ein egflügeltes Wort. Antis meinen immer, dass sie in der Mehrheit sind. Siehe Stuttgart und jetzt Atomkraft. Das ist billiges Schwarz-Weiß denken par excellence. Sicher würde die Mehrheit lieber auf Atomkraft verzichten, wenn es sinnvoll ginge. Aber die Mehrheit ist so schlau und weiß, dass Gleisbesetzungen das Problem auch nicht lösen.

Merke: Ein paar tausend Berufsdemonstranten repräsentieren noch LANGE nicht die Mehrheit.

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aerocamera 09.11.2010, 13:30
49. Stellt die Castoren vor Merkels Bundeskanzleramt

Wenn die Bundesregierung meint, dass die Castoren für die Bürger völlig ungefährlich sind, dann stellt sie vor Frau Merkels Bundeskanzleramt. Weil dies wahrscheinlich nicht so ist, würden die Castoren dort ohl bald wieder verschwinden. Den Bürgern im Wendland werden sie aber zugemutet.

Sichere Endlager werden in der Schweiz in Tunneln geplant, die im Granit stecken und keine Wassereinbrüche haben. Ein weiteres gutes Endlager wäre wohl das Gebirge am Südpol. Dort gibt es viel Gebirge und viel Frost, sodass es keine Wassereinbrüche geben kann.

Warum sich unsere Bundesregierung und die Atomwirtschaft nicht um ein so gutes und weit entferntes globales Endlager kümmert verstehe ich nicht.

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