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Grafik zur Frankreich-Wahl : So mächtig wird En Marche
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Bis zu 455 Sitze könnte das Bündnis von Emmanuel Macron in der französischen Nationalversammlung erreichen. Unsere Grafik zeigt, wie deutlich sein Sieg im ersten Wahlgang ausfiel.

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bengel72 12.06.2017, 11:14
1. Alles Hellseher?

Ich finde es beeindruckend und lächerlich zugleich, mit welcher Sicherheit eine absolute Mehrheit vorhergesagt wird, die erst noch kommen muss! Bisher habe ich keine Zahlen von sicher gewählten Parlamentariern gesehen. Und was nächste Woche passiert, müssen wir abwarten. Was passiert, wenn die Wähler von Macron nicht wählen gehen und die anderen schon???
Haben wir alles schon erlebt, nur die Journalisten haben ein zu kurzes Gedächtnis oder schreiben nicht voll aus, warum es so kommen muss!

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saarpirat 12.06.2017, 11:23
2.

Macht das nur mir Angst, wenn eine neue Partei - mit noch dazu vielen Politikneulingen ohne parlamentarische Erfahrung - gleich die absolute Mehrheit in einem Parlament erreicht?

Es geht ja schließlich um Frankreich.

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a.vollmer 12.06.2017, 11:25
3. Querfront?

Wer die Prognosen anzweifelt, der muss von Querfront-Bildungen ausgehen, bei der sich FN, Rep, PS und LFI verbünden um den anderen Kandidaten in der Stichwahl am Marche-Kandidaten vorbeizubringen. Und das muss dann noch von den Wählern vor Ort akzeptiert werden.

Das wäre, wie wenn sich in einem Wahlkreis SPD, Grüne, FDP, AfD und NPD verbünden um einen CDU-Kandidaten zu verhindern. Da muss der CDU-Kandidat schon auf dem Marktplatz eine Frau vergewaltigen um die Bevölkerung so gegen sich zu vereinen. Die Regel ist das nicht und auch keine zu erwartende Ausnahme.

Also dürften die günstigsten Prognosen zum Ergebnis von enMarche auch die wahrscheinlichsten sein.

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jojack 12.06.2017, 11:31
4. Beste Voraussetzungen

Frankreich hat beste Voraussetzungen, langfristig Deutschland wirtschaftlich zu überflügeln. Die demographische Entwicklung bevorzugt Frankreich - es fehlt nur an der wirtschaftsfreundlichen Reformpolitik, um Frankreich für wieder flott zu machen. Mit der Marginalisierung der Linken, ist nun freie Bahn für die ökonomische Gesundung des Landes.

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Beat Adler 12.06.2017, 11:38
5. Wenn die Etablierten seit 40 Jahren nicht vorwaertskommen, was dann?

Zitat von saarpirat
Macht das nur mir Angst, wenn eine neue Partei - mit noch dazu vielen Politikneulingen ohne parlamentarische Erfahrung - gleich die absolute Mehrheit in einem Parlament erreicht? Es geht ja schließlich um Frankreich.
Wenn die Etablierten seit 40 Jahren nicht vorwaertskommen, was dann? Wenn die politischen Dinosaurier, einmal links einmal rechts, und hin und her seit 40 Jahren nichts auf die Reihe bringen, was dann? Wo steht geschrieben, dass etablierte Parteien mit ihren Parteibonzen-Dinosauriern das Richtige fuer die Bevoelkerung tun? Wo?

Fuer die Franzosen, zumindest fuer einen grossen Teil der Franzosen scheint es so zu sein, dass "genug ist genug"! Sie haben die Hoffnung auf Besserung durch Etablierte aufgegeben, deswegen versuchen sie etwas Neues. Macron sorgt dafuer, dass am naechsten Sonntag viele zur Urne gehen, um ihm eine satte Mehrheit im Parlament zu bescheeren.
mfG Beat

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syracusa 12.06.2017, 11:38
6. unzulängliche Berichterstattung

In wie vielen Wahlkreisen haben die Macron-Kandidaten denn schon im ersten Wahlgang 50% erreicht? In wie vielen Wahlkreisen haben FN und Sozialisten denn die 12,5% verfehlt, so dass sie gar nicht mehr in den zweiten Wahlgang kommen?

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hansriedl 12.06.2017, 11:41
7. Dank Macron,

dem hochgepriesenen Erlöser der Einheitspresse werden bald auch die französischen Mamis die Reformnotwendigkeit und Liberalisierung des Arbeitsrechtes zu schätzen wissen.

Sehr gut hat die Welt die bisherigen Ergebnisse dargestellt.
https://www.welt.de/politik/ausland…lasse.html
"Mit zwei Dritteln Novizen wird im Augenblick gerechnet."
"Das Durchschnittsalter bei Beginn des Mandats könnte dieses Mal um zehn Jahre runtergehen. "
"Es sind die Gewinner der Globalisierung, die Optimisten, die sich bei En Marche engagiert haben...Die überwiegende Mehrheit sind gut bis besser ausgebildete oder erfolgreiche Firmengründer. Nur drei Rentner, vier Angestellte und fünf Landwirte sind darunter."
"Zahlreiche Kandidaten von Macrons Partei wirken, als seien sie von einer Werbefirma gecastet worden..."
"Gegner haben Macron vorgeworfen, die Politik wie Marketing zu betreiben...weit über 17.000 Bewerbungen für nicht mal 500 Listenplätze ..."
Wahlbeteiligung lediglich 48,7%.

Nun fürchten sich selbst Abgeordnete der Altparteien die vor den
Wahlen gegen Le-Penn u. für Macron waren vor all zu viel Macht
für Macron, er könnte sie Kontraproduktiv gegen das Land wie gegen
die Bürger einsetzen.

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dirk.resuehr 12.06.2017, 11:43
8. Der lange Marsch

Eine absolute Mehrheit ist wahrscheinlich, auch nötig. Sonst sind kaum Reformen möglich. Schwierig gegen die Gewerkschaften und Gewohnheiten anzukommen; von 35 Stunden Woche bis Pensionierung.

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Campioni 12.06.2017, 11:44
9. Pharisäer...

Ausgerechnet Frau Le Pen, die ohne das Französische Wahlsystem niemals in die Nähe einer Chance gekommen wäre, Präsidentin zu werden....

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