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Green Cards und US-Staatsbürgerschaft: Trump will legale Zuwanderung drastisch erschw
Evan Vucci/ AP

"Einwanderer müssen finanziell unabhängig sein" - so begründet das Weiße Haus eine Neuregelung der legalen Zuwanderung. Wer etwa Wohngeld oder Essensmarken braucht, soll künftig draußen bleiben.

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bert1966 13.08.2019, 10:06
80.

Zitat von ruhepuls
Ja, die USA braucht Zuwanderung, Deutschland auch. Aber brauchen wir Zuwanderung von Sozialhilfeempfängern? Davon haben wir selbst schon genug.
/* zynisch ein
Sie haben Recht, wir sollten mehr Auswanderungsprogramme, bevorzugt für "alte (über 40?), nutzlose Sozialhilfeempfänger mit schlechter Arbeitsmarkreintegrationsprognose" auflegen. Als Titel schlage ich z. B. "Goodbye Deutschland senior" vor.
/* zynisch aus

Nur aus Interesse: Woran erkennt man denn bei einem Zuwanderer, zuverlässig, dass er Sozialhilfeempfänger sein und lebenslang bleiben wird? In meiner Bekanntschaft gibt es eine Reihe ungelernter, ehemaliger Zuwanderer, die in selbständigen Betrieben (z. B. als Fensterputzer, Eisdielenbesitzer, Pizzabäcker) sehr erfolgreich geworden sind, mehrere Angestellte beschäftigen und deren Kinder sich mittlerweile anschicken, Anwälte oder Ärzte zu werden, weil sie offenbar den Hunger nach Erfolg von den Eltern übertragen bekommen haben, ganz anders als die Zöglinge der vermeintlich arrivierten, "Urdeutschen".

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mwroer 13.08.2019, 10:11
81.

Zitat von thomasb1312
Schon der gesunde Menschenverstand sagt einem dass es so richtig ist wie Trump es durchsetzen will. Leider macht der gesunde Menschenverstand um Deutschland seit paar Jahren einen großen Bogen.
Nein, nur um die Medien wenn es um Donald Trump geht. Das man für sich selber sorgen können muss ist für *Migranten* in fast jedem Land der Welt gesetzlicher Status Quo.

Übrigens auch in Deutschland. Auch in den Niederlanden. Schweden, Kanada, Schweiz und so weiter und so fort.

Wer das nicht kann ist kein Migrant sondern Flüchtling.

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Mentor 54 13.08.2019, 10:12
82.

Zitat von engelchen5711
Stand schon vor 20 Jahren in den Unterlagen, die man bekam, wenn man die Greencard beantragen wollte. Also, was soll die Aufregung jetzt? Ich finde das auch völlig logisch und normal, dass ein Staat sich schützen will, wenn er Ausländer aufnimmt. Ein Einwanderungsland ist nicht automatisch das Sozialamt der Welt. Wer umsiedeln will und es wirtschaftlich dort nicht schafft, kann doch nicht auch noch verlangen, dass ihn der Gastgeber hofiert und ihm die Staatsbürgerschaft schenkt. Sowas geht leider nur hier in Deutschland. Und man sieht, wohin das führt. Tausende von Clan-Mitgliedern wären hier normalerweise gar kein Problem, wenn man ein vernünftiges Ausländerrecht hätte und es auch durchsetzen würde. Diese Typen wären nämlich alle schon längst abgeschoben. Tatsächlich sind viele von ihnen jedoch auch noch Deutsche geworben. Das, was hier abläuft, ist doch nicht mehr normal.
Es ist wirklich ärgerlich, wenn man so einen unqualifizierten Mist liest wie in Deutschland bekäme man die Staatsangehörigkeit "geschenkt". Da merkt man sofort, dass Sie sich noch nie ernsthaft mit dieser Thematik und der geltenden Gesetzeslage beschäftigt haben. Und Abschiebungen setzen u.a. voraus, dass die Herkunftsländer auch bereit sind, diese Leute zurückzunehmen. Ich wette, dass Sie im Fall deutscher IS-Rückkehrer auch dagegen sind.

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vaikl 13.08.2019, 10:14
83. Bitten nochmal lesen

Zitat von berlinhasser
Ja, und was ist jetzt verwerflich daran, dass Einwanderer fähig sein sollten für den eigenen Broterwerb und ein Dach über dem Kopf sorgen zu können. Einwanderer sind per se ja keine Flüchtlinge im Wortsinne. Nur weil es Essensmarken und Wohngeld gibt, soll eben nicht eingewandert werden.
Es geht nicht darum, dass Einwanderer *ab dem Datum ihrer Einwanderung* für sich selbst sorgen sollen, sondern dass sie *schon vorher*, also in ihrem Ursprungsland, "finanziell unabhängig" sein müssen. Damit macht er - anders als vom Gesetzgeber initial gedacht und gewollt - eine Einwanderung aus armen Staaten dieser Welt so gut wie unmöglich, auch wenn die Bewerber schon einen neuen, gut bezahlten Arbeitsplatz in den USA vorweisen könnten. Rassismus pur, wie nicht anders von ihm gewohnt.

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ginorossi 13.08.2019, 10:15
84.

Wenn es den USA gelänge tatsächlich nur noch "Reiche" einwandern zu lassen (was praktisch ausgeschlosen ist; spätestens der nächste POTUS wird die Regeln stillschweigend wieder lockern), hätten sie in wenigen Jahren keine Leute mehr, die für Niedrigstlöhne die Drecksarbeit machen. Der weiße Trash aus dem rust belt wird es gewiß nicht tun!

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willi2004 13.08.2019, 10:17
85. Die Foristen hier meckern auf den Spiegel dabei wird in diesem ....

Artikel nur geschrieben was Trump vor hat und wie seine Regierung sich das vorstellt dazu die Meinung einiger von der Opposition. Also wo wird Trump vom Spiegel Rassismus vorgeworfen und wird seine Politik in diesem Artikel kritisiert. Der Spiegel macht einfach solide Arbeit in dem er über die neueste Politik der USA schreibt.

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DietrichHorstmann 13.08.2019, 10:17
86. Trump muss die Steuergeschenke an die Reichen

wieder reinholen. Für die - übrigens überwiegend Weißen - bei den Armen wird es nichts bringen. Diese Verschleierung bedeutet eine gezielte Untergrabung der Demokratie zugunsten seiner 10 Prozent.

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ruhepuls 13.08.2019, 10:18
87. Amerika ist "gut"?

Zitat von steingärtner
".... seit 243 Jahren Amerika zur größten Nation der Welt machen." Das, von einem Demokraten postuliert, heißt auch nichts anderes als "America first". Es wird nach Trump und mit einem Demokraten, sicher anders. Aber ob es besser wird, daran habe ich meine Zweifel.
Der unabhängige Prasidentschaftskandidat Mark Charles (Dinè-Nation, Navajo) hat es recht treffend formuliert: Donald Trump hat gesagt, Amerika müsse wieder groß werden. Hillary Clinton hat gesagt, Amerika sei bereits groß. Bei finden es also ganz OK, dass Bevölkerungsteile wie die Ureinwohner, aber auch Farbige in bestimmten Regionen diskriminiert werden?

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s-n-a-f-u 13.08.2019, 10:19
88.

Zitat von nixkapital
Woran machen Sie das fest? Leben Sie immer noch in der Nachrichtenblase, Merkel halte Tür und Tor für Migranten auf? Das Gegenteil ist der Fall.
Und woran machen Sie ihre Behauptung fest? An den Zuwanderungszahlen von 2015/16? Spiegel und Zeit verwenden dies gerne als Bezugsgröße, um dann zu behaupten, Europa hätte sich in eine "Festung" verwandelt. In dem Fall haben Sie sich von den Medien aber schön hinter die Fichte führen lassen. Tatsächlich hat die EU schon längst die Kontrolle über die Zuwanderung verloren.

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ruhepuls 13.08.2019, 10:23
89. "Indianer" wählen nicht...

Zitat von Atheist_Crusader
Das war doch von Anfang an Teil des Plans. Und es wird noch weitergehen. Trump möchte die USA wieder weißer machen. Er darf aber nicht offen sagen, dass er das will (vor dem Gesetz; seine Anhänger sind ein anderer Fall), also muss er nach Merkmalen suchen die die ihm verhassten Länder haben und sich darauf konzentrieren. Man erinnert sich vielleicht noch an seinem 'Muslim Ban', der in den ersten Versuchen scheiterte, gerade weil er ihn so nannte. Erst als er vom Namen abrückte und Nordkorea mit auf die Liste setzte, kam er damit weiter. Ein anderes Beispiel wäre die Wählerunterdruckung: amerikanische Ureinwohner etwa wählen meist Demokraten und offen das Wählen kann man ihnen nicht verbieten. Aber die leben oft in Reservaten und deren Postsystem arbeitet meist mit Postfächern, nicht mit Straßen - also hat man bei der letzten Wahl einfach die Angabe einer vollen Adresse (inklusive Straße) zur Bedingung gemacht. Schon diskriminiert man effektiv Ureinwohner ohne sie direkt aufs Korn zu nehmen. Mehr Zuwanderer aus dem vielzitierten Norwegen wird Trump deswegen aber nicht kriegen. Wer eine allgemeine Krankenversicherung, niedrige Studiengebühren und ein Staatsoberhaupt mit grundlegenden menschlichen Qualitäten gewohnt ist, der tauscht das eher selten gegen ein desolates Sozialsystem und regelmäßige Amokläufe unter König Donald.
Zusatzbemerkung: Das größere Problem in Bezug auf Natives ist, dass viele von ihnen nicht wählen, weil sie das "System des weißen Mannes" ablehnen, denn es entspricht nicht ihren traditionellen Vorstellungen. Daher hatte diverse Organisationen vor der letzten Kongresswahlen ziemlich die Werbetrommel gerührt, nach dem Motto "Geht wählen!" Und seither gibt es vier indigene Senatorinnen...

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