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Grenzkonflikt in Nordsyrien: Erdogan schiebt Offensive gegen Kurden auf
DPA

Der türkische Staatschef Erdogan hatte einen Angriff auf kurdische Milizen in Syrien angekündigt. Ein Telefonat mit US-Präsident Trump hat ihn offenbar umgestimmt - vorerst.

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FakeBot 21.12.2018, 17:51
10.

Wieso wird ein Beitrag der die Annexion syrischen Territoriums sowie die Vertreibungen durch die Türkei an den Kurden thematisiert zensiert??

Amnesty International:

"Drei Monate später übernahmen die Türkei und ihre Verbündeten die Kontrolle über Afrin und Umgebung und vertrieben Tausende von Menschen. Auf der Suche nach Schutz flohen viele in die nahegelegene Region Schahba. Dort leben sie seitdem unter schwierigen Bedingungen."

Das können sie gerne weiter zensieren wenn es sich dadurch als Redaktion besser schlafen lässt. Mit Verlaub.

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kuac 21.12.2018, 18:03
11.

Zitat von michlmeik
Trump ist doch nicht so Blöd das er nach dem Abzug die Kurden zum Abschuß frei gibt, er ist Bestens vernetzt und redet direkt mit den Führern Erdogan-Putin nur die EU gecheckt das alles noch nicht so Recht.Was Israel betrifft die wollten das die USA bleibt wegen der Kurden ob die sich dafür eingesetzt haben? Jetzt sind dann die Amerikaner aus der Schußlinie, das heißt jedoch nicht das die Türken zu weit gehen könnten, Amerika hat genügend Flugzeugträger um die Türken wenn es sein muß zu stoppen, das hat Trump dem Erdogan sicher gegeigt.
Wenn einmal die Türkischen Panzer rollen, dann kann niemand sie aufhalten, außer Erdogan. Ohne die US Soldaten vor Ort, DT bleibt machtlos. Ihm interessieren die Kurden sowieso nicht. Er denkt nur an seine Wiederwahl.

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r.macho 21.12.2018, 18:05
12. Motivation fuer Praesenz in Syrien

Die Interessenlagen der beteiligten Mächte in Syrien sind vielfältig. Iran und Assad wollen Israel in Schach halten, während die Russen einen Militärstützpunkt am Mittelmeer fuer strategisch wichtig halten. Die Türken pflegen ihre Kurdenphobie, was sie auch zur Gebietserweiterung nutzen wollen. Der IS ist fuer alle Beteiligten nur ein Störfaktor., der mehr oder weniger rigoros bekämpft wird. Den Amerikanern scheint die Motivation abhanden gekommen zu sein. Selbst die Bodenschätze wie Öl und Gas spielen keine Rolle. Jedenfalls wittert der IS Morgenluft, etwas mehr Ausdauer der USA hätte das verhindert.

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RalfHenrichs 21.12.2018, 18:11
13.

Zitat von ihawk
Das Eindringen der Türkei in Syrien ist völkerrechtswidrig. Ich begreife nicht, warum westliche Regierungen nicht anprangern bzw es keine entsprechende UN Resolution gibt.
Das Eindringen der USA, Großbritannien und Frankreich in Syrien waren ebenfalls völkerrechtswidrig. Wie sollten sie also ein Eindringen der Türkei anprangern? Und mit welchem Recht klagen sie überhaupt jemanden an, der das Völkerrecht bricht?

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majestÃt11 21.12.2018, 18:18
14.

Zitat von newera2100
... täten die Kurden gut daran, sich neue Verbündete zu suchen. Ein stabiles autonomes Gebiet in Nordostsyrien, ähnlich dem Kurdengebiet im Irak, wäre wahrscheinlich auch in Assads und Russlands Interesse.
Die Kurden im Norden Iraks sind Verbündete mit der Türkei. Das sind die sunnitischen Barzani Kurden, die eng mit der Türkei kooperieren. Türk. F-16 Jets fliegen beinahe täglich Luftangriffe im Nordirak. Erdogan bekämpft alevitische Kurden (YPG, PYD). Diese Unterscheidung ist wichtig. Das ist auch einer der Hauptgründe, weshalb in der Region das Chaos herrscht. Es ist ein Konfessionskrieg.

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Benjowi 21.12.2018, 18:33
15. Bodenlose Doppelzüngigkeit

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen den Einmärschen der Türken nach Syrien und dem Einmarsch der Russen auf die Krim? Ist mir schon klar, zeigt aber die bodenlose Doppelzüngigkeit und Prinzipienlosigkeit der deutschen und westlichen Politik, denn wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht dasselbe. Den einen Potentaten hofiert man, den anderen sanktioniert man-gerade wie es einem so in den Kram passt und labert dann, so es denn passt, von Völkerrecht.

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robert.hammer 21.12.2018, 18:33
16.

ist schon interessant, man regt sich über Waffenlieferungen an z.B. Saudi-Arabien auf und will Frieden für die Welt. Aber dem Nato "Partner" Türkei gibt man Waffen, und sagt nichts wenn man "natürlich Terrorgefahr" oder eher ein neues Osmanisches Reich, in ei anderes Land einmarschiert. Da höre ich icht mal was von den Grünen hier, was solls sind ja nur Kurden.

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m.klagge 21.12.2018, 18:36
17. Es ist also völlig in Ordnung,

das ein Nato Mitgliedsland sich nicht nur von der Demokratie verabschieden sondern auch nach Belieben einen Angriffskrieg gegen ein Nachbarland durchführen kann. Normalen Menschen stellt sich hier die Frage, ob wir im richtigen Bündnis sind. Uns wurde immer gesagt, dass die Nato unserer Verteidigung dient. Allem Anschein nach ist die Nato das Werkzeug, mit dem der nächste große Krieg vom Zaun gebrochen werden soll.

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andtimestoodstill1 21.12.2018, 18:57
18. Alle

Alle die glauben dass die Türkei gegenüber den USA irgendein wie immer geartetes Druckmittel hätten haben von der Materie keine Ahnung. 2000 Bodentruppen sind relativ bedeutungslos. Die CIA ist nach wie vor flächendeckend präsent und die amerikanische Hochtechnologie ist permanent einsatzbereit. Abgesehen davon macht Erdogan genau gar nichts ohne Einverständnis aus Washington.

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Atheist_Crusader 21.12.2018, 19:08
19.

Zitat von KingTut
Sollte die Türkei tatsächlich aufgrund des Telefonats Trump/Erdogan seine Offensive gegen die Kurden verschieben, dann geschieht ides aus Kalkül zur Gesichtswahrung für Trump, der massiv unter Druck geraten ist, weil er durch den Truppenabzug aus Syrien die Verbündeten der USA im Kampf gegen den Terror im Stich läst. Erdogan seinerseits wird ihm diesen Gefallen nicht umsonst tun. Außerdem ist aufgeschoben ja nicht aufgehoben. Mir wäre es viel lieber gewesen, wenn Erdogan unter Respektierung unserer europäischen Werte eine Offensive unterlassen würde. Derweil kann Trump von den eigentlichen Themen ablenken, nämlich die immer dünner werdende Luft für ihn und seinen Clan.
Warum sollte Erdogan unsere Werte respektieren? Es sind ja nicht seine. Und zwingen tut ihn niemand - das ist ja zur Genüge klar geworden.

Aber ich kann mir vorstellen was Trump zu Erdo gesagt hat um ihn umzustimmen: "Die ganze Aktion sieht schon wie ein Gefallen für Putin aus, wenn es jetzt auch noch so aussieht dass ich meine Einweg-Verbündeten dir in den Rachen werfe, gibt das erst Recht Kritik. Also warte mal ein bisschen. Wenn ich den Leuten wieder ein paar dutzend weitere Gründe für Empörung gegen habe, dann kannst Du deinen Vernichtungsfeldzug beginnen. Als Dankeschön kriegst Du dann Gülen oder wir stellen zumindest jede Kritik ein."
Natürlich in weniger komplexen Worten und mit mehr Eigenlob, aber so im Großen und Ganzen könnte das hinkommen.

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