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Grenzkonflikt in Nordsyrien: Erdogan schiebt Offensive gegen Kurden auf
DPA

Der türkische Staatschef Erdogan hatte einen Angriff auf kurdische Milizen in Syrien angekündigt. Ein Telefonat mit US-Präsident Trump hat ihn offenbar umgestimmt - vorerst.

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goldstein.84 21.12.2018, 22:34
30. #pharisaer

Türkei beruft sich auf §52 der UNO - PKK/PYD terroristen verüben terrrorakte in der Türkei und ziehen sich anschließend nach Syrien zurück, daher greift auch der §52 UNO. Eine Resolution? Zwecklos, sinnlos, blamabel.

# recepcik: vor zwei Jahren hatten die Kurden die wahl, sich zwischen Assad und Russland sowie USA und verbündete zu entscheiden so wie das aussieht haben Sie sich für die FALSCHE seite entschieden, daher auch PUTIN´s aussage das Sie eine Wichtige rolle Spielen. kleiner TIP von mir ! der ASSAD ist intelligenter als Erdogan hoffentlich treffen die Kurden dieses mal die richtige Entscheidung.

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recepcik 21.12.2018, 22:46
31. @goldstein.84

Es ist eine Lüge der Türkei, daß die PYD aus Syrien Terrorsnschläge gegen die Türkei verübt. Das ist nur ein Vorwand um die einzig wahren demokratischen Institutionen in der Region zu zerstören. In den kurdischen Gebieten sind Männer und Frauen gleichgestellt, alle Erhnien und religiösen Gruppen sind nach ihrem Anteil an der Bevölkerung in der Verwaltung repräsentiert.

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majestÃt11 21.12.2018, 22:48
32.

Zitat von andtimestoodstill1
Alle die glauben dass die Türkei gegenüber den USA irgendein wie immer geartetes Druckmittel hätten haben von der Materie keine Ahnung. 2000 Bodentruppen sind relativ bedeutungslos. Die CIA ist nach wie vor flächendeckend präsent und die amerikanische Hochtechnologie ist permanent einsatzbereit. Abgesehen davon macht Erdogan genau gar nichts ohne Einverständnis aus Washington.
Das stimmt nicht so ganz. Das Gegengewicht bildet Russland, Türkei und der Iran. Zwei Regionalmächte und eine Weltmacht (Russland) auf Augenhöhe mit den USA. Nicht zu vergessen ist Katar als Finanzspritze auf der Seite der Türken. Die Amerikaner können nicht mehr so wie früher überall einmarschieren...Das sieht man am Abzug der US Truppen im Moment.

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recepcik 21.12.2018, 22:48
33. @goldstein.84

Wenn Sie einen Verräter suchen, schauen Sie in den Spiegel. Erdogan, die Quelle allen Übels in Syrien als Retter zu sehen, zeigt Ihren geistigen Zustand.

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spon-1299090993322 22.12.2018, 14:38
34. Keine Panik

Die Kurden verfügen - US Bündnispartner hin oder her- über einen guten Draht nach Damaskus, und ein überaus seltsamer 3-Wege Deal zwischen Russland, Frankreich und Syrien ist bereits in Arbeit.

Seit mal alle nicht überrascht wenn es in 2-3 Wochen gemeinsame Patrouillen mit Französischen und Russischen Special Forces im Kurdengebiet unter Syrischer Flagge gibt.

Und wer sich Angst macht um ein Wiedergedeihen der Dhaesh ?

Sobald die Amerikaner vom Ostufer des Euphrat weg sind, werden die Russen das mini-Refugium am Ostufer in wenigen Tagen ausradieren, gemeinsam mit den Irakern 20 km weiter östlich.
Daß sich das "Kalifat" in den 40 km2 vor der Irakischen Grenze bald ein Jahr halten konnte, ist eh nur ein schaler Witz, das hätte in ein paar Tagen überrannt werden können.
"Wenn" man denn ernsthaft gewollt hätte.

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The Independent 24.12.2018, 08:02
35.

Zitat von hdwinkel
1) Die Kardinalfrage ist doch, wer waren/sind diese 'Aufständischen'? Die Antwort ist ziemlich einfach. Nach 2012 gab es praktisch nur noch eine Opposition, eine dschihadistische, die mit unseren demokratischen Werten exakt soviel zu tun haben wie der IS selbst. ....2) Es sind unsere Verbündete, und denen haben wir Waffen geliefert: "The C.I.A. moved to counter the Russian intervention, funneling several hundred additional TOW missiles to its proxies"
1) Das ist Unsinn, es gab anfangs eine Vielzahl von Rebellengruppen, zu denen zunächst auch halbwegs säkulare und moderate Gruppen zählten, die auf der Führungsebene teilweise aus desertierten Gruppen von Armeeoffizieren und Oppositionspolitikern bestanden, und genau wie andere Gruppierungen die Unzufriedenen anwarben. Allerdings haben dann radikale Gruppen, nicht zuletzt durch die massive Unterstützung der versch. Golfstaaten, wie z.B. die Al-Nusra, die Al-Qaida die Treue schwörte bzw. lange nahestand, die Oberhand gewonnen, bis dann der IS alle überrollte, woraufhin es sogar Kämpfe zwischen Nusra und IS gab.
Es gibt haufenweise Berichte, dass Überlaufbewegungen von Al-Nusra zum IS (seltener auch umgekehrt) häufig vorkamen, wobei nach einigen Berichten aber selbst die verbliebenen Nusra-Mitglieder die IS-Mitglieder als Irre bezeichneten.

2) Die CIA stellte bereits 2014 die Waffenlieferungen an Kommandeur Bayyoush und seine Gruppe (2015 noch ca. 1200 Mann), einem ehemaligen Luftfahrtingenieur und Offizier Assads, wieder ein, nachdem die Gruppe nach den anfänglichen - durch die TOW-Raketen ermöglichten - Gebietsgewinne (im Kampf gegen Assad) massiv Gebiete an die vorrückende Al-Nusra verloren hatte, und das wohl nicht nur damit Al-Nusra nicht in den Besitz der TOWs gelangen konnte, sondern wohl auch weil dschihadistische Gruppen wie die Nusra-Front die anderen Gruppen marginalisierten.
Bayyoushs Gruppe war Teil der FSA, die wiederum vom Westen zunächst grob als gemäßigt angesehen wurde, hatte sich 2014 aber, neben der Kooperation mit moderaten Gruppen, zur Kooperation mit Al-Nusra entschieden, die zu dem Zeitpunkt als die schlagkräftigste Gruppe galt. Als die Al-Nusra kurz darauf hin dann auch gegen Bayyoushs Gruppe vorging, wurde die Kooperation wieder eingestellt.

Erst 2015, ein Jahr nachdem die Waffenlieferungen eingestellt worden waren, als keine oder nur noch wenige Raketen übrig waren, kooperierte sie wieder mit Al-Nusra und nahm an der FSA-Offensive im Nordwesten Syriens teil, bei der die Strasse nach Latakia unter Kontrolle gebracht wurde. Erst der Einsatz russischer Bodeneinheiten (Artillerie + Spezialeinheiten) konnte einen Vormarsch auf Latakia verhindern. 2016 intervenierte Russland dann im großen Maßstab.

Sie vermengen und generalisieren da so einige Details.

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The Independent 24.12.2018, 08:11
36.

Zitat von recepcik
Es ist eine Lüge der Türkei, daß die PYD aus Syrien Terrorsnschläge gegen die Türkei verübt. Das ist nur ein Vorwand um die einzig wahren demokratischen Institutionen in der Region zu zerstören. In den kurdischen Gebieten sind Männer und Frauen gleichgestellt, alle Erhnien und religiösen Gruppen sind nach ihrem Anteil an der Bevölkerung in der Verwaltung repräsentiert.
Naja, die YPG-Gebiete kann man aber auch nicht unbedingt als die Speerspitze der Demokratie bezeichnen. De facto bestimmt dort die YPG als alleinige Ordnungsmacht das Geschehen. Es gibt dort Gefängnisse, in denen Oppositionelle ohne Gerichtsverfahren von der YPG festgehalten werden. Nur weil es dort Gleichberechtigung und z.B. auch weibliche Kommandeure gibt, heißt das nicht, dass es dort auch demokratische Verhältnisse gibt.
Abgesehen davon ist den Kurden in Nordsyrien ein autonomes Gebiet zu wünschen. Allerdings ist es genau das, was Erdogan nicht zulassen will und - nach Trumps letzter Volte - wohl auch nicht wird.

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The Independent 24.12.2018, 08:27
37.

Zitat von spon-1299090993322
Sobald die Amerikaner vom Ostufer des Euphrat weg sind, werden die Russen das mini-Refugium am Ostufer in wenigen Tagen ausradieren, gemeinsam mit den Irakern 20 km weiter östlich. Daß sich das "Kalifat" in den 40 km2 vor der Irakischen Grenze bald ein Jahr halten konnte, ist eh nur ein schaler Witz, das hätte in ein paar Tagen überrannt werden können. "Wenn" man denn ernsthaft gewollt hätte.
Assad wird sich erst der Region Idlib widmen.
Unter fadenscheinigen Gründen wird er im nächsten Jahr den Waffenstillstand brechen, um die letzte große Rebellenbastion zu dezimieren. Da der Hauptteil der russischen Streitkräfte schon abgezogen wurde, wird Assads Luftwaffe die Hauptlast tragen müssen, bevor Bodentruppen in Idlib vorrücken. Die syrische Luftwaffe erhält gerade weitere Flugzeuge und die Russen schulen neues Personal.
Sie glauben doch nicht, dass sich Russland weit im Osten Syriens erneut engagiert, und wo dann auch SDF-Truppen oder - im Grenzgebiet - irakische Truppen getroffen werden könnten?
Außerdem macht doch die SDF genau was sie sich wohl von den Russen erhoffen: Sie räumt die Reste weg.
Das langsame Vorrücken der SDF-Truppen geht wiederum auf den Versuch zurück möglichst geringe Verluste einzufahren, und das irakische Militär hat weder genügend Kräfte, noch das Recht zu weit in syrischem Gebiet zu operieren. Die irakische Luftwaffe hat allerdings bereits Einsätze im äußersten Osten Syriens geflogen.
Das alles erschliesst sich Ihnen als Computer-General aber vermutlich eher nicht.

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Cheri 11.05.2019, 22:38
38.

Europa schaut einfach nur zu wie tausende von Kindern und Frauen umgebracht werden und der Sultan wird auch noch finanziell dabei unterstützt Bravo dazu! da kann man nur hoffen das die Klimakatastrophe schneller kommt damit man sich diese Welt nicht länger anschauen muss!!!

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