Forum: Politik
Grenzschließung Griechenland-Mazedonien: Eine Lehre für die Europäische Union
AP

Zehn Stunden lang war die griechisch-mazedonische Grenze dicht. Die Zeit hat gereicht, um eins vor Augen zu führen: Was passiert, wenn die EU ihre Drohung wahr macht und Griechenland aus dem Schengenraum wirft.

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nickleby 28.01.2016, 09:02
10. Quo vadis, Germania ?

Die augenblickliche Situation ist durch Hilflosigkeit und Entschlussangst der Regierung gekennzeichnet. Getrieben vom 'unsere-Geschichte'-Syndrom verweigert unsere Regierung die Anerkennung der Realität :
Tatsache ist, dass weiterhin tausende Flüchtlinge pro Tag ins Land strömen, die Grenzen nicht mehr kontrolliert werden können, die Politik zerstritten und damit handlungsunfähig ist. Hinzu kommt, dass durch die deutschen Sozialsysteme kollabieren werden, wenn noch einmal ein Million Flüchtlinge zu uns kommen.
das Resultat ist dann die Abstrafung der Regierungsparteien und der Grünen, weil sie nicht das Wohl Deutschlands betreiben, sondern dem Land unermesslichen Schaden zufügen.
Der zunehmende Erfolg der AfD liegt in dem Gefühl, von den Politikern und den Medien nicht mehr vertreten bzw. als Bürger geachtet zu werden.
Das kulturelle Argument- die Angst vor der Islamisierung - siehe Köln - ist so verbreitet, dass eben die AfD immer mehr Anhänger gewinnt, weil sie sich als deutsche Partei darstellt.
Professor Bojas (Harvard -Universität,kubanischen Ursprungs, ) sagte in seinem heutigen FAZ-Interview klar und deutlich, dass nur Assimilation die Einheit der Nation bewahren könne. Als Beweis führt er die USA und ihre Geschichte an.
Sollten wir daraus nicht lernen ?

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Palmstroem 28.01.2016, 09:02
11.

"Was treibt Eltern an, die ein sicheres Flüchtlingslager verlassen, um mit ihren Kindern auf einem maroden Boot in den Händen von Schleppern mitten in Winterstürmen das Mittelmeer zu überqueren?"

Mit zehn Dollar im Monat kann man auch in einem Flüchtlingslager unter primitivsten Verhältnissen nicht überleben! Noch dazu ohne medizinische Versorgung und ohne schulischen Unterricht für die Kinder.
Ich würde da auch dieses "sichere" Flüchtlingslager verlassen und ich denke - Sie auch!!

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e.kennedy 28.01.2016, 09:05
12. Nein das ist nicht was passiert !

Denn nach spätestens einer Woche kommt dann nur noch die Hälfte an und nach zwei Wochen noch viel weniger ... schon mal was von Sogwirkung und facebook and sms gehört ? Wieder einmal ein Beispiel für die vielen einseitigen SPON-Artikel auf Merkellinie: alternativlos.

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Neapolitaner 28.01.2016, 09:06
13. Hat mit dem Schengen-Raum nichts zu tun

denn der Schengen-Raum ist NICHT die Balkan-Route. Die Ausreise aus dem Schengen-Raum wird von Schengen-Regeln gar nicht erfasst. Wohl aber die Einreise nach Slowenien. Mazedonien / Serbien / Slowenien wäre es am liebsten, Deutschland holte die Flüchtlinge direkt an der gr.-mazed. Grenze ab - oder Deutschland unterstützte die Balkanländer auf andere Weise.

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romankasperski 28.01.2016, 09:08
14. Also mal rechnen..

3,2 Milliarden Menschen haben einen deutlich schlechteren Lebensstandard als Europa. Diese alle hier her zu holen (nur dass wäre nach der Denke fair) halte ich für ambitioniert.

Der Artikel ist wenig sachlich und versucht mehr Stimmung pro Flüchtlinge zu machen als aufzuklären.

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BenediktG 28.01.2016, 09:12
15. Geht´s noch?

Geht´s noch?

Die Überforderung unserer Gemeinschaft zeigt sich inzwischen an allen Ecken und Enden.
Die Politik agiert und reagiert wie der berühmte Zauberlehrling, der Großes auslöst und schnell an seine Grenzen stösst, um wirklich zu bewältigen, was da über das Land und die Bevölkerung hereinbricht. Sonntagsreden und hektisches Überreagieren verurteilen all die respektablen Anstrengungen in der Bevölkerung, den wirklichen Flüchtlingen zu helfen und eine Verschnaufpause in ihrem schweren Schicksal zu verschaffen, zum Scheitern.
Niemand kann in den verantwortlichen Positionen wirklich so blauäugig sein, um die inzwischen sich deutlich abzeichnenden Gefahren nicht vorauszusehen und sich an diesem sentimentalen "kommt doch alle" so hartnäckig festzuhalten, wie es Angela Merkel momentan praktiziert.
Unser Land und Europa wird so vor eine kaum zu bewältigende Belastungsprobe gestellt und man fragt sich, worauf Europa und namentlich Deutschland hier nun tatsächlich "vorbereitet" werden soll.

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majkusz 28.01.2016, 09:14
16. Der Zustrom ebbt nur ab...

...wenn man die Außengrenzschließung glaubhaft und dauerhaft durchhält, da darf man sich dann leider auch von flehenden Müttern mit Kindern am Zaun nicht irritieren lassen. So eine Kurzzeitschließung bringt natürlich gar nichts. Die Schlange vor der Grenze müßte bis nach Lesbos reichen, vorher würde sich gar nichts bewegen und nur noch mehr Menschen in Torschlußpanik sichere Lager in der Türkei verlassen und ihr Leben auf See riskieren lassen. Alles sehr brutal, aber so ist das nun mal.

Es gibt nur einen Weg: Außengrenzen zu, Illegale wieder zurück in die sicheren Lager in der Türkei und dort mit EU-Milliarden helfen. Dann in der EU wieder Recht und Ordnung herstellen, integrieren (das dauert Jahrzehnte) und erst danach wieder gezielt und geordnet nach Kapazität aufnehmen, wenn überhaupt. Anders rum multipliziert das schon vorhandene Chaos für alle.

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raven31 28.01.2016, 09:16
17.

Scheinbar funktioniert das Aufhalten der Flüchtlinge. Es muss einfach dauerhaft durchgeführt werden. Aber leider hat man das Gefühl das unsere Politiker eher die eigene Bevölkerung opfern als in Kauf zu nehmen das sich der eine oder andere Flüchtling umsonst auf den Weg gemacht hat. Die Aktion in Mazedonien zeigt deutlich das wir täglich verarscht werden....."the Grauen" geht weiter!

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tandorai55 28.01.2016, 09:17
18. Ja und?

Irgendwann muß sich in den Herkunftsländern doch rumsprechen, dass Deutschland niemanden mehr aufnimmt. Und die anderen europäischen Länder auch nicht. Ja, schlimm für diejenigen, die hängenbleiben. Aber wie um alles in der Welt soll denn dieser unendliche Strom gestoppt werden, wenn nicht durch eine drastische Zäsur?

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spiegelleser861 28.01.2016, 09:18
19. halbe Wahrheit

Zitat von fjr
Was soll dieser Artikel? Mazedonien ist NICHT Mitglied der Europäischen Union und auch NICHT Mitglied des Schengener Abkommens. Die Grenze Griechenlands zu Mazedonien ist eine EU-Aussengrenze. Und diese Grenze wurde nicht einmal von Griechenland oder gar der EU dicht gemacht, sondern von Mazedonien. Und das angeblich nur wegen des Drucks eines anderen NICHT-EU und NICHT-Schengen-Staates, nämlich Serbiens, die ihrerseits die Grenze zu Mazedonien dicht gemacht haben. Lassen Sie doch diese irreführende Berichterstattung und diese unsäglichen Kommentare.
Wenn Sie die Berichterstattung der letzten Tage verfolgt haben, konnten Sie dort lesen, dass auch EU-Staaten (Ungarn, Tschechien, Polen etc.) massiv die Grenzbefestigung Mazedoniens gefördert haben.
Ganz richtig, EU-Mitglieder fördern die Grenzsicherung eines Nicht-EU-Staats zu einem EU-Schengen-Staat.
Soweit geht die Wut über Griechenland permanente Untätigkeit. GR betreibt einen Shuttle-Service (siehe Bericht) statt Grenzsicherung.

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