Forum: Politik
Grenzstreit: Rajoy wirft Gibraltar inakzeptables Verhalten vor
REUTERS

Der Konflikt um die Fischgründe vor Gibraltar eskaliert: Jetzt schalten sich der spanische Regierungschef Mariano Rajoy und der britische Premier David Cameron in den Streit ein - und geben sich alles andere als versöhnlich.

Herzbubi 07.08.2013, 16:35
1. moderner Kolonialismus

hier wäre mal ein klärendes Gespräch angebracht. Zudem sollte sich GB mal Gedanken machen wie es die Kolonie wieder zurück an Spanien gibt. David Cameron fände es bestimmt auch nicht so toll wenn Spanien einen Felsen im Ärmelkanal besetzt halten würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl41 07.08.2013, 17:12
2. Karl 41

Spanien beschwert sich bitterlich, daß GB die Souveränität über Gibraltar hat. Die Spanier, die in der Nähe dieses Gebietes wohnen sind glücklich dort einen Arbeitsplatz zu haben. Die Schikanen treffen eigentlich nur die Spanier die im eigenen Land keinen Job fanden. Und was sagt Spanien zu Melilla und Ceuta? und wie will Spanien die Bewohner von Gibraltar überzeugen, daß ein "Anschluß" an Spanien positiv für deren Freiheit und Wohlergehen sei? Und wie würde eine Abstimmung der Bewohner der Stadt Linea de Concepcion ausgehen die über einen Wechsel dieser Stadt nach Gibraltar ausgehen? Für die spanische Regierung ist aber sicher einfacher über Gibraltar zu meckern als über die eigene Korruption und die kranke Wirtschaft im eigenen Land zu sprechen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ausmisten 07.08.2013, 17:36
3. Penon de alhucemas

Zitat von karl41
Spanien beschwert sich bitterlich, daß GB die Souveränität über Gibraltar hat. Die Spanier, die in der Nähe dieses Gebietes wohnen sind glücklich dort einen Arbeitsplatz zu haben. Die Schikanen treffen eigentlich nur die Spanier die im eigenen Land keinen Job fanden. Und was sagt Spanien zu Melilla und Ceuta? und wie will Spanien die Bewohner von Gibraltar überzeugen, daß ein "Anschluß" an Spanien positiv für deren Freiheit und Wohlergehen sei? Und wie würde eine Abstimmung der Bewohner der Stadt Linea de Concepcion ausgehen die über einen Wechsel dieser Stadt nach Gibraltar ausgehen? Für die spanische Regierung ist aber sicher einfacher über Gibraltar zu meckern als über die eigene Korruption und die kranke Wirtschaft im eigenen Land zu sprechen.
kann Ihnen nur beipflichten.noch erwaehnenswert ist der penon de alhucemas,eine winzige felseninsel ca 200 m vom marokkanischen festland gelegen und ausschliesslich von spanischen militaer bewohnt.da sind sogar ceuta und melilla ueber 100 km weit weg. wenn ueber den status von gibraltar gesprochen wird, dann bitte immer im zusammenhang mit erwaehnten resten spanischer konolialherrlichkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
delta058 07.08.2013, 18:19
4.

Zitat von sysop
Der Konflikt um die Fischgründe vor Gibraltar eskaliert: Jetzt schalten sich de
Ich frag mich wo hier das Problem ist? Wen die Briten das getan haben was die Spanier behaupten kann man das nachweisen (meinetwegen mit indischen Satelliten, die sind in dem Fall ja wohl neutral). Wenn die Spanier das getan haben was die Briten behaupten (Folter) kann man das auch nachweisen, wobei sich die Brien angesichts ihrer tollen Erfolge im Irak mit unbeweisenen Vorwürfen etwas zurückhalten sollten. Dort wurden nämlich nachweisbar Menschen durch Briten aus purer Bösartigkeit heraus gefoltert.
Des weiteren sollten sämtliche Streithähne in Gibraltar auf diesen Felsen gebracht und runtergestoßen werden. Da wo prozentual mehr überleben, denen ist der liebe Gott gewogen und der soll auch diesen Felsen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gott steh uns bei... 08.08.2013, 23:50
5. Ablenkungsmanöver

Spaniens Regierung will nur von den eigenen Problemen ablenken. Die wären vor allem hohe Arbeitslosigkeit und schlechte Bildung. Daraus resultiert eine Perspektivlosigkeit für die jüngere Generation, denn mittlerweile hat es sich aus ge boomt mit dem Bau von Hotels und Touristenattraktionen. Man kann ja schon für 300€ egal wo in die Sonne für ne Woch all inc.
Die sollen mal lieber Englisch lernen und an den Schulen unterrichten, anstatt sogar in den Medien sich vor der englischen Sprache zu verschliessen.
Teilweise unglaublich, dass die Kinder in zB Kambodscha besser Englisch sprechen als in Spanien.
Da liegt auch der Hund begraben.
Wäre Gibraltar ein deutsches Gebiet, würde da sicherlich weniger Ärger in der Luft liegen bzw von den Politikern und Medien angestachelt.
Ich frag mich wie der englische Premier den spanischen Premier angerufen hat, wenn dieser Ihn doch gar nicht versteht. Andersrum genauso.
Aber es kann nunmal nur eine Weltsprache geben.

Und ich dachte da hätten wir Erdenbewohner uns schon alle schon auf eine geeinigt!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
español 08.08.2013, 20:10
6. Wenn....

Zitat von Gott steh uns bei...
Spaniens Regierung will nur von den eigenen Problemen ablenken. Die wären vor allem hohe Arbeitslosigkeit und schlechte Bildung.
..es sich um ein Ablenkungsmannöver handelt (wovon ich ebenso ausgehe), handelt es sich eher um ein Ablenkungsmannöver in "eigener Sache" der Regierungspartei PP und dessen Korruptionsskandal.

Dennoch sollte man folgendes zum Gibraltar-Felsen festhalten:

Gibraltar ist Sitz einer extremen Anhäufung von illegalen Aktivitäten.
Sei es Steuerhinterziehung, Geldwäsche (bei der sich bestimmt auch meine eigenen Landsleute beteiligen), Zigaretten-Schmuggel, Illegales Kraftstoff-Bunkering und noch weiteren Aktivitäten die ich hier nicht speziell auflisten will.

Es leben ca. 6.700 Gibraltarer in Spanien (haben dort ihr Haus), zahlen aber keine Steuern weil sie dies über Ihre "Firmen" in Gibraltar tätigen.

Für die 60.000 Telefonleitungen welche Spanien für Gibraltar bereitstellt, zahlt der Felsen knappe 4.000 Euro im Jahr (Quelle: Tageszeitung "El Pais" von gestern). Ein Bomben-Deal.

Es ist somit kein Wunder, daß die Gibraltarer an Ihrem Status nichts ändern wollen. Sie wären ja Dumm, wenn Sie auf Ihre Privilegien verzichten wollten.

Weiterhin, nutzt Großbritanien den Felsen auch noch zwecks Reparatur-Werkstatt von Nuklear-U-Booten (Das U-Boot "Tireless" war vor kurzem wieder mal für Wartungen dort, und vor einigen Jahren gab es bei einer solchen Wartung eine gefährliche Panne).
An Spaniens Küsten/Häfen, dürfen Nuklearbetriebene Schiffe nicht anlegen (dies war Bestandteil des Beitritts zur Nato).
Die "Tireless" kann natürlich nicht in GB gewartet werden - Ist wohl zu gefährlich.

Somit kein Wunder, daß GB ebenso kein Interesse hat etwas zu Ändern.

Desweiteren:
Hier reden zwar andere Forenteilnehmer davon daß Gibraltar in irgendeiner Weise der Motor der Region ist, doch sehe ich dies vollkommen Anders.
Gerade die Kriminalität welche von diesem Felszipfel ausgeht (von GB geduldet, wenn nicht sogar "gesponsort"), sorgt ähnlich einem Geschwür für die Dekadenz im spanischen Umland.
Für einen Arbeitslosen bietet es sich halt aktuell blendend an, als "Schlepper" mit Zigaretten eine Nebeneinkunft zu haben.



Zusammenfassend:
In der aktuellen Wirtschaftsituation, ist es nicht annehmbar, daß (auch noch innerhalb Europas), solche Wirtschaftskriminalitäts-Kolonien weiter existieren können.

Und wenn doch, ist es halt nur konform daß auf spanischer Seite die Kontrollen verschärft werden.

Warum regen sich die Gibraltarer so sehr darüber auf, daß Spanien evtl. eine Maut von 50 Euro pro Einreise/Ausreise fordern?

Achso.... es kommen dann halt wohl weniger Zigaretten-"Touristen"

MfG aus Madrid

P.D.: Vielleicht ist es Ihnen jetzt aufgefallen, daß ich bisher rein gar nichts über Territoriale Ansprüche geschrieben habe. Zum "Abkommen von Utrecht" und wie die "Besetzer" das eigentliche Gebiet systematisch (und in brittisch illegaler Piratenmanier) ausgweitet haben gibt es genug Literatur - Nur als Anmerkung - Die Landebahn des Flughafens befindet sich auf Spanischem Gebiet und wurde durch illegale Aufschüttungen auch noch erweitert).

Beitrag melden Antworten / Zitieren