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Griechenland: Linke Syriza-Abspalter gründen neue Partei
REUTERS

25 linke Hardliner der griechischen Syriza haben eine eigene Partei gegründet - die "Volkseinheit". Sie sehen sich als Vertreter der 62 Prozent der Griechen, die bei dem Referendum im Juli gegen das Sparprogramm gestimmt haben.

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johannesmapro 21.08.2015, 10:36
1.

ist doch gut, es muß doch prinzipientreue geben,
noch weis keiner ob Tszipras ein Pragmatiker ist oder doch nur ein Taktiker der Macht, der alles opfert für seinen Machterhalt.

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Emil Peisker 21.08.2015, 10:47
2. Der Weg in die Sackgasse...

Man muss Tsipras zugestehen, dass er auf seinem Weg des Kampfes gegen das Kapital die Positionen der anderen Euroländer kennengelernt hat.
Er erwartete den grausamen Feind und er traf auf Menschen, die ebenfalls die Interessen ihrer Känder vertraten.
Tsipras hat tatsächlich dazugelernt. Und das in einer erstaunlichen Weise.

Wann diese Saulus-Paulus Wandlung erfolgt ist und wie sie sich entwickelte wissen wir nicht, aber sie zeigt, dass Menschen ab und an erkennen, dass die Interessen von Ideologien nicht mit den Interessen eines Landes übereinstimmen.

Tsipras versucht jetzt durch Neuwahlen und eine eventuelle Koalition mit Partnern, denen das Wohl Griechenlands ebenso wichtig ist wie ihm, die dringend nötigen Reformen durchzusetzen und dem Land die Struktur zu geben, die es aus diesem Sumpf hinausführt.

Den Weg, den die linken Ultras der Syriza einschlagen, ist der Weg in die Sackgasse. Tsipras kriegt die Kurve.

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Das Pferd 21.08.2015, 10:49
3.

so aus der Ferne scheint mir das für den griechischen Wähler eine gute Nachricht. Die alte Syrza war ja schon seit einiger Zeit gleichzeitig für einen Kompromiss und für Totalverweigerung. Was sich beißt. So kann man zwischen Optionen wählen.

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Charlie Hebdo 21.08.2015, 10:50
4. vielleicht lässt uns das hoffen

dass es in Griechenland eine Koalition aus reformunwilligen Parteien geben wird, so dass das Hilfspaket nicht weiter fortgesetzt wird.

Dann würde man endlich mal über den Sinn der Währungsunion nachdenken müssen, über die Mitgliedschaft Griechenlands im Euro, über ein zu starkes Deutschland im Euro, über grundlegend verschiedene Volkswirtschaften ohne gemeinsame Finanzpolitik.

Und wenn es so kommen würde wie geplant, haben wir wenigstens noch zwei ruhige Jahre, bevor man feststellen muss, dass knappe 100 Mrd. Euro in Griechenland versickert sind, nur um ein Funktionieren des Staates und der Banken zu gewährleisten. Vielleicht geht es dann ja Frankreich besser, Spanien und Portugal dürften aus dem Gröbsten raus sein, bleibt noch Italien zu retten. Griechenland dürfte dann ja wohl erledigt sein als endgültiger failed state.

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stefan1904 21.08.2015, 10:53
5. Unvermeidbare Entwicklung

Wahrscheinlich ist eine Koalition von Syriza und Pasok mit Tsipras als Regierungschef. Alles andere würde Chaos und Instabilität bedeuten. Und das kann Griechenland gerade überhaupt nicht gebrauchen.

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Uurah 21.08.2015, 11:03
6. Die Linkspopulisten

Ebenso Eintagsfliegen wie Rechtspopulisten.

Es sind diejenigen, die sich lediglich eine Idee von der Welt machen und nicht die Welt und das Leben so akzeptieren wie sie ist. Es sind immer Spinner und streiten über alles und über jedes. Weil sie Realität nicht akzeptieren. Die Verhandlungen bei der EU haben gerade dies bei der Syriza deutlich gezeigt. Für die ist Griechenland ein Olymp mit lauter unfehlbaren Göttern. Profaner würde man von einem Wolkenkuckucksheim als Heimat der Syriza-Leute reden. Andere würden sogar sagen, es ist ein Heim für Irre.

Sie streiten nicht über den richtigen Weg für das Land, sondern über Glaubenssätze. Ähnlich wie im Mittelalter: wie viele Engel auf einer Kirchturmspitze Platz haben.

Heute: wie viel Mitglieder Pöstchen in der Spitze kriegen. Nur diesem heiligen Ziel des eigenen Interesses dient das ganze heilige Geschwafel über hehre Ideologie. Übrigens wie bei den deutschen Grünen auch, die ebenfalls aus der ideologischen Ecke kommen. Ideologie ersetzt immer die Vernunft, die man nicht hat.

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mathiaswagener 21.08.2015, 11:05
7. Noch linker

Die Syriza war doch schon linksradikal. Jetzt gibt es dort noch eine linke abspaltung. Mit der Realität will man sich
in Griechenland wohl nicht befassen. Nur noch Radikalismus ist dort angesagt. Durch ständige Spenden der westeuropäischen Steuerzahlerwird dieser Irrweg auch noch unterstützt.

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jjcamera 21.08.2015, 11:18
8.

Nur wenn die 62 Prozent der Griechen, die mit "Nein" gestimmt haben, auf einmal einsehen, dass sie damit eigentlich für "Ja" gestimmt haben, hat Tsipras eine Zukunft. Ansonsten verschwindet der Mann von der Bildfläche ähnlich schnell wie sein Freund Varoufakis.

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Becks0815 21.08.2015, 11:23
9. Parteiname Volkseinheit

Bei so vielen Einehitsparteien in GR fällt mir langsam nur noch Das Leben des Brian ein : "Volksfront von Judäa"
Da kann sich jetzt langsam echt jeder seine Einheitspartei herauspicken die ihm passt.

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