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Griechenland nach dem Referendum: Merkel sagt erstmal Ochi
REUTERS

Das Nein der Griechen ist auch für die Kanzlerin eine Schlappe. Fünf Jahre lang hat sie versucht, den Krisenstaat zu retten. Vergebens. Nun steht Angela Merkel vor der wohl schwierigsten Entscheidung ihrer bisherigen Amtszeit.

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frentzen001 06.07.2015, 17:16
40. Unerträglich

Seit Monaten gibt es ein beherrschendes Thema und ich kann es nicht mehr hören und sehen. Findet endlich eine Lösung und widmet Euch anderen wichtigen Themen. Es kann doch nicht sein, daß ein kleines Land wie Griechenland die europäische Politik dominiert und bestimmt. Wir müssen uns langsam wichtigen und drängenderen Frage zuwenden.

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StFreitag 06.07.2015, 17:16
41. Ich verstehe

nicht, weshalb diese Griechenland-Geschichte so bedeutend für die Kanzlerin sein soll. Kann mir das jemand erklären?

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2wwk 06.07.2015, 17:16
42. Was willst Du machen mit einem Kranken der keine Medizin

will.
Sie haette vielleicht frueher Nein sagen sollen. Aber das haetten die Kritiker auch nicht akzeptiert.
Ihre Position, dass die Griechen erst duch Aktionen und nicht nur Worte beweisen muessen, dass Hilfe auch wirklich hilft, ist die richtige Politik! Man kann den Griechen nicht unser Geld geben nur damit sie auch weiterhin vor sich hin wurschteln ... Nur wenn Medizin angenommen wird, kann man helfen

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Schatziputzi 06.07.2015, 17:16
43. Alles eine Frage der Perspektive

Aus meiner Sicht hat der Euro-Währungsclub Griechenland nahe an den Abgrund gebracht.
Die Einheit Europas hängt nicht vom Euro ab, das sind alles Märchen!!!

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gmv-meldet-sich 06.07.2015, 17:17
44. Das Thema Griechenland-Rettung

ist inzwischen in der breiten Bevölkerung angekommen, so meine Einschätzung. Wer sich mal in seinem eigenen Bekanntenkreis umhört, wird feststellen, dass das Thema auch hierzulande stark emotional diskutiert wird. Diese Emotionen sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden.

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bunterepublik 06.07.2015, 17:17
45. Demagogen

Frau Merkel hat eine geduldige und intelligente Politik verfolgt, die von Demagogen von rechts und links, in Deutschland und in Griechenland zerredet und aufs Übelste attackiert wurde.

Man kann komplexe Themen leider nicht soweit runterbrechen, dass diese als sinnvolle Alternative für einfach strukturierte Menschen in Betracht kommen. Platte Äußerungen und einfache Lösungen sind da schon besser. Kompromisse immer unpopulär und angreifbar. Das liegt in der Natur der Sache. Und dann noch, wenn diese quasi aufgezwungen werden, da ein kaputter Staat wie Griechenland nicht in der Lage ist, sich zu reformieren.

Natürlich hätte man vieles auch anders machen können, ja in der Retrospektive vllt sogar machen müssen. ABER: Im Nachhinein ist man immer schlauer. Und echte Alternativen gab es keine. Wären EUROBONDS eine Lösung gewesen? Sicher nicht. Wären Milliardeninvestitionen eine Lösung gewesen? Vielleicht. Aber wären diese von dem deutschen Volk mitgetragen worden? Sicher nicht. Auch nicht von mir. Erst recht nicht von CSU, Pegida, Wutbürgern, AfD usw.

So wurden zumindest die systemrelevanten Banken gerettet, was immer als "böse Tat" gebrandmarkt wird, aber eben unumgänglich war. Dies brachte Zeit und Ruhe.

Es ist ein verfluchtes Dilemma. Führen, ohne Führen zu wollen und aufdringlich zu sein, ist unmöglich. Dafür hat sie ihre Sache hervorragend gemacht, wenngleich nicht erfolgreich. Ich bin ihr ausgesprochen dankbar und hoffe, dass sie weiterhin mit dem unspektakulären Pragmatismus für Deutschland arbeitet und sich nicht von Ideologen aller Seiten aufhetzen lässt. Es gibt keine einfachen Lösungen.

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tegele 06.07.2015, 17:17
46. Liebe Frau Merkel

Fachleute haben dieses Dilemma vor langer langer zeit vorhergesagt , Sie hatten Scheuklappen auf den Augen
wahrscheinlich immer noch ein teil der DDR Mauer , nur sie können sie nicht sehen ,wegen der Scheuklappen

wir brauchen weder NSA Griechenland oder USA was wir brauchen ist ein neuer Bundeskanzler keine Helikopter Mutter

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vwievendetta 06.07.2015, 17:18
47. Was für ein Quatsch

Genausowenig, wie Amerika Weltpolizist ist, können wir Europawohltäter werden. Zudem können Deutsche Politiker - und das schliesst die Opposition ein - ja kaum das eigene Land visionär führen. Außerdem nervt es langsam, dass man immer wieder die vergangen verursachte Verantwortung auf den Hirtensalat drapiert bekommt. Das war unbestritten schlimm und unmenschlich, hat aber damit, dass Griechenland Jahrzehntelang korrupt vor sich hin reedern konnte und es versäumt hat, an die Strukturen der ur-demokratischen Zeit anzuknüpfen, nichts zu tun. Nicht lange, und die Perser unter Xerxes bekommen auch noch Schuld an der auf lange Sicht fehlenden Perspektive. Angela Merkel war weder nötig um diese Nation permanent kurzkrank Freitag/Montag zu traumatisieren, noch hängt ihr Erfolg von Wohl und Wehe Griechenlands ab.

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robin-masters 06.07.2015, 17:18
48. Kohl und Waigel

Sie kann sich auch bei Ihren Vorgängern bedanken,
die Griechenland ohne weiteres in die EU mit aufgenommen haben.

Ich denke die Kanzlerin trifft hier nicht wirklich die Schuld - da sie klar sagte sparen UND Strukturreformen.
In Griechenland passiert beides aber nur äußerst langsam und mit Widerwillen.

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helicopterview 06.07.2015, 17:18
49. Merkel ohnmächtig

so, so...nun hat also die Kanzlerin versagt: Entweder den Euro zum Scheitern gebracht oder dem Deutschen Steuerzahler einen Milliardenverlust beschert.
Und alle, die nun die Politik im Nachhinein als "schlecht" beurteilen, haben also gewusst, dass sämtliche Pläne die Griechische Misswirtschaft auf die Beine zu bringen scheitern würden. Haben also gewusst, dass die Griechen eine Laienspielgruppe rund um Zypras auf den Leim gehen werden. Haben also gewusst, das selbst nachdem erkennbar wurde, dass die Griechische Regierung "all-in" spielt die Bevölkerung breite Zustimmung erteilt und sich im Siegestaumel durch die Athener Straßen wälzt und anti-deutsche Parolen brüllt.

Bitte, bei allem Verständnis für politische Vielfalt und Meinungsdivergenz, bleiben wir doch bei der Sache: Griechenland in seiner derzeitigen Verfassung gehört nicht in den Euro und ist als Volkswirtschaft nicht lebensfähig. Der Euro, als Indikator der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der teilnehmenden Länder, wird mit dem Austritt der Griechen an Stärke gewinnen und die Eurozone ihre politische Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Daran kann auch Frau Merkel beim besten Willen nichts ändern.

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