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Griechenland: Premier Tsipras stürzt in Umfragen ab
REUTERS

Die Griechen sind offenbar immer unzufriedener mit ihrem linken Regierungschef Tsipras. Die Zustimmung für seine Syriza-Partei hat sich laut einer Umfrage seit der Wahl vor einem Jahr halbiert.

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hypnos 06.09.2016, 11:58
1. Von IWF und der Troika regiert

Griechenland ist auf lange Zeit eh' nur noch ein Protektorat, das vom IWF und der Troika regiert wird. Tsipras hat nur zu vollstrecken, da macht man sich nicht beliebt. Und was bitteschön ist am Neoliberalismus links?

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klyton68 06.09.2016, 11:58
2. Kein Wunder

Muss er doch seinen Wählern die Pistole an den Kopf halten. Jeder anderen Partei an der Macht würde es ebenfalls so gehen.

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magic88wand 06.09.2016, 12:02
3. Kein Wunder

Er hatte das Ende der Sparpolitik verkündet, aber sich dann nicht dran gehalten.

Jetzt schlägt die Stunde für alle, die große Versprechungen machen.

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brummer07 06.09.2016, 12:12
4. Götterdämmerung

Da zeigt sich es wieder - mit einfachen Parolen kann man heute keinen Staat mehr machen. Natürlich wünschen sich ewig gestrige immer die einfache, schnelle und angenehme Lösung. Nur leider funktioniert das nach bisherigen Erfahrungen der Menschheitsgeschichte nur mit unmeschenlichen (sprich: gewalttätigen Lösungen). Schön wenn Populismus entzaubert werden kann! Ob andere es allerdings besser machen würden und dafür sogar Zustimmung vom Wähler ernten würde ist fraglich ...

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Fragen&Neugier 06.09.2016, 12:21
5. Alternativlos

Was gibt es überhaupt in Griechenland noch zu regieren? Jede Regierung ist eine EU-IWF-Verwaltungsstelle.
Was könnte eine andere Regierung anders machen? Die Nea Dimokratia wäre Brüssel genehmer - aber könnte sie auch mehr für Griechenland erreichen?
Für einmal ist das Wort Alternativlosigkeit wohl angebracht. Nicht mal eine ganz andere Regierung könnte was ändern an den Verpflichtungen aus den Rettungspaketen.
Bosbach hatte recht - man hätte die Griechen zu ihren eigenen Vorteil aus dem Euro und der EU schmeissen sollen.
Allerdings waren während der Abstimmung bereits viele Flüchtlinge auf den Inseln - da hätte ich wohl auch eher pro EU gestimmt als pro Griechenland. Im Ergebnis ist die EU Hilfe in der Flüchtlingsfrage aber sehr bescheiden. Unfreiwillig wird Griechenland wohl Europas Flüchtlingsinsel werden.

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swandue 06.09.2016, 12:25
6.

27,5 + 17,5 + 7,5 + 18,5% = 71%. Da bleiben noch stattliche 29% übrig, die wohl nicht wissen, ob sie sich entscheiden können (neben denen, die sich nicht entscheiden können) oder auf Klein- und Kleinstparteien verteilen (7,5 % reichen ja schon für den 3. Platz).

Vielleicht sollten sie sich zwei, drei Jahre unter EU-Zwangsverwaltung stellen, damit ohne Angst vor dem Wähler die nötigen Reformen durchgezogen werden können? Größter EU-Geldgeber ist Deutschland - Wenn Frau Merkel hier fertig hat, könnten wir sie runter schicken. ;-)))

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snailchecker 06.09.2016, 12:32
7. Profiteur

Die stärkste Oppositionspartei profitiert, obwohl sie selbst Verluste gegenüber der letzten Wahl macht? Interessante Rechnung....

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schwaebischehausfrau 06.09.2016, 12:39
8. @hypnos: IWF und Troika...

Zitat von hypnos
Griechenland ist auf lange Zeit eh' nur noch ein Protektorat, das vom IWF und der Troika regiert wird. Tsipras hat nur zu vollstrecken, da macht man sich nicht beliebt. Und was bitteschön ist am Neoliberalismus links?
Tja, da IWF und Troika den griechischen Staat finanzieren, regieren sie auch ein bischen mit. In funktionierenden Staaten, die sich durch Steuern ihrer Bürger finanzieren, regieren primär die Bürger/Steuerzahler über die von ihnen gewählten Parlamente. Da die Griechen nach wie vor Steuerzahlen als "bäääh" sehen und sich stattdessen ihren Staat massiv von externen Institutionen finanzieren lassen, werden sie sich damit abfinden müssen, dass ihre Sponsoren auch mitreden wollen. P.S.: Werde meine Hausbank mal damit konfrontieren, dass ich sie für eine ganz üble "neoliberale" Bande halte, weil die doch tatsächlich von mir erwarten, dass ich ihnen das als Kredit erhaltene Geld auch noch zurückzahle. Voll neo-liberal sowas...:-)

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mimas101 06.09.2016, 12:39
9. Hmm Tja

Es bleibt den Griechen unbenommen der Geldzone mit den Draghi-Lügen den Rücken zu kehren und sich dann den nicht vorhandenen Luxus mittels Dauerabwertungen der Drachme selbst zu finanzieren.
Übrigens - zahlen die Griechen mittlerweile alle brav ihre Steuern oder wird weiterhin in Tarnnetze investiert?

Allerdings - wenn man dieses Lügengespinst und das Dauerfiasko mit dem Draghi-Geld so sieht sollte auch Deutschland den Murks endlich über Bord schmeißen und die DM mit einem realen Preis-Leistungsverhältnis sofort wieder einführen. Ansonsten wird's hier ähnlich enden wie in Griechenland.
Was nicht heißt das man das Draghi-Gemurkse nicht behält: Als Außenhandelsverrechnungseinheiten. Dann können die Firmen ja unter sich Umrechnungskosten sparen.
Ausnahme: Die US-amerikanischen Firmen die sich die Mühe machen und dabei keine Kosten scheuen für EWG-Preise noch extra was draufzuschlagen weil angeblich Währungsrisiken existieren würden. Apple macht so Aufschläge (bis zu 15% zusätzlich zu der üblichen Umrechnungsbasis: 1 US$ ist gleich 1 EWG-Geld) auf jeden Fall.

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