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Griechenland vor dem Euro-Aus: Fünf Jahre sind genug
REUTERS

Griechenland steht unmittelbar vor dem Staatsbankrott - so wie vor fast genau fünf Jahren. Es ist an der Zeit, sich ehrlich zu machen: Das wird nichts mehr.

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Alfred Ahrens 15.04.2015, 05:23
1. Herr Blome, dem ist nichts hinzuzufügen !

Wer jetzt noch Steuergelder verbrennen will, sponsert Griechenland weiter. Die grosse Mehrheit des deutschen Wahlvolks will es sicherlich nicht mehr ! Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende !

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iamwiesl2 15.04.2015, 05:28
2. Stimme voll und ganz zu!

Auch aus der Sicht von Griechenland. Nur so haben sie eine Chance zu wachsen. Schuldenschnitt und von vorne los!

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hevopi 15.04.2015, 05:37
3. Die Analyse ist

sicher richtig, nur die abzuleitenden Folgen beim Grexit sind absolut falsch. Wenn Griechenland endlich nicht mehr die Bürde des Euros hat, kann es wie früher mit einer inflationären Drachme und der richtigen Politik durchaus in eine bessere Situation kommen. Die Schulden sind ja dann erledigt (vielleicht Rückzahlung im Jahr 3000, das ist die wirkliche Sorge der EU), die Inflationsrate sorgt dafür, dass man wieder Wettbewerbsfähig wird, die Banken profitieren vom Wechselkurs und Touristen genießen Superpreise für ihren Urlaub. Also helft endlich den Griechen und gebt ihnen die schöne Drachme zurück.

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friedliche 15.04.2015, 05:43
4. Wie immer, Herr Blome, verkürzend und die...

Hintergründe außer Acht lassend:
Vor fünf Jahren wurden die griechischen Schulden von den privaten Gläubigern auf die Steuerzahler transferiert, statt einen glatten Schnitt zu machen.

Der neuen Regierung nun die Schuld an der Misere, an der auch Deutschland maßgeblich beteiligt ist, aufzudrücken, ist eine sehr bequeme Lesart. Was ist mit den Lohnstückkosten und den gravierenden Unterschieden innerhalb der EU? Könnte nicht auch in diesem Thema ein großer Teil der Ursache für die fatale Entwicklung liegen?

Oder widmen Sie sich doch einmal dem Thema Primärüberschuss, den die Vorgängerregierung in Griechenland erwirtschaftet haben soll: Es war eine kreative Buchung von EU-Mitteln, wie bereits seit längerer Zeit bekannt ist.

Die Troika-Maßnahmen mit den radikalen Kürzungen in eine Rezession hinein können ja von Ihnen nicht wirklich als konstruktiv bezeichnet werden, oder?

Die EU steht an einer Kreuzung und muss nun eine Entscheidung treffen, denn weiter so, wie es bisher gelaufen ist, wird es nicht funktionieren. Und was Irland, Portugal usw. angeht: Schauen Sie genauer hin, da brodelt einiges.

Der Kommentar ist leider unterirdisch, heizt nur den Konflikt an und zeigt keinerlei konstruktiven Gedanken.

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spassamarbeiten 15.04.2015, 05:51
5. dramatik

nach unzähligen Artikeln des für und wider verstehe ich einfach immer noch nicht, wo die Dramatik liegt, wenn Griechenland aus dem eu kreis raus ist. die argumentation wird immer mit einer drohkulisse geführt, die aber auch niemand 100%ig nachweisen kann, weil es ja Neuland ist, ob es sich tatsächlich negativ auf die EU auswirkt oder positive Impulse setzt, weiss keiner. für mich ist das krampfhafte festhalten an diesem land und die Arbeit, zeit und geld die damit verbunden sind, in keiner relation zu dem gewinn. ein land das partout im Grunde nichts ändern will, und auch eigene Fehler nicht einsieht und anderer Leute Fehler permanent als verursacher für die eigene Misere sieht, ist so unberechenbar, das ein Schlussstrich immer besser nur sein kann, als einer der permanent die anderen nur mit runterzieht. alle versprechen von Griechenland bringen doch rein gar nichts wenn die Nichterfüllung keinerlei Konsequenzen hat.

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spon-1280943165745 15.04.2015, 06:04
6. Geordneter Abschied für Griechenland vom EURO

Zu Griechenland ist eigentlich alles gesagt. Es ist, da gebe ich Herrn Blome recht, an der Zeit nicht nur den Mund zu spitzen, nein jetzt muss die EURO-Gruppe auch einmal pfeifen, d.h. Verhandlungen über einen Ausstieg Griechenlands aus dem EURO beginnen, sonst nimmt der europäische Gedanke noch größeren Schaden als bis zu diesem Zeitpunkt.

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captainpetrov 15.04.2015, 06:09
7. endlich

Endlich wird es Stück für Stück mehr akzeptiert. Solange keine Besserung oder gar Lösung in Sicht ist, ist das die einzige Lösung.

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wibo2 15.04.2015, 06:10
8.

""Call it a day", sagen die Briten in solchen Momenten. Feierabend, heißt das sinngemäß. Macht Schluss." (SPON)
Dieser Kommentar zur elenden Finanzlage in Griechenland ist bemerkenswert ehrlich. Das ist auch notwendig, weil der Spiegel das Vertrauen seiner
Leser weiterhin dringend benötigt. Schluss machen in GR könnte auch heißen, einen Schuldenschnitt zu machen. Das Problem dabei wäre aber, dass die anderen PIGS Länder das dann auch genauso haben wollen. Indem sie Gleichbehandlung fordern. Und das würde die deutschen Steuerzahler dann evtl. überfordern.

Jetzt ist die Stunde der Wahrheit gekommen, weil selbst der Ehrenwerte Juncker "an seine Grenze gestoßen" ist.
Die selbstgewissen deutschen Finanzwirte und deren Supervisoren bei Banken und in der Politik haben das Volk seit Jahren hinter die Fichte geführt. Für den Schäuble gilt deshalb, dass er sich endlich ehrlich machen soll.

Reuters meldet derweil, dass Athen nach "Troika" auch noch die EU-"Task Force" loswerden will. So geht das einfach nicht, das ist eine Kriegserklärung der griechischen Regierung an die Eurokraten in Brüssel.
Nichts anderes. Einen Insolvenzverwalter oder Gerichtsvollzieher kann man nicht einfach wegschicken.
Das war Fiktion für die griechischen Wähler, denen zu
viel versprochen wurde.

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sbi 15.04.2015, 06:15
9. Der wesentliche Unterschied zwischen...

...Griechenland vor fünf Jahren und Griechenland jetzt ist, dass die Schulden damals bei privaten Banken waren (welche das Risiko eingegangen waren, Griechenland Kredit zu geben, will es hohe Zinsen gab), die Schulden jetzt aber bei den Steuerzahlern der EU-Länder sind. M.a.W.: Die sogenannte Rettung Griechenlands war eigentlich eine Bankenrettung.

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