Forum: Politik
Griechenland vor dem Euro-Aus: Fünf Jahre sind genug
REUTERS

Griechenland steht unmittelbar vor dem Staatsbankrott - so wie vor fast genau fünf Jahren. Es ist an der Zeit, sich ehrlich zu machen: Das wird nichts mehr.

Seite 2 von 42
spon-1259918321565 15.04.2015, 06:22
10.

Das klingt für mich, als würde der SPIEGEL sich für diesen Artikel gleich wieder entschuldigen:
"Zum Verbleib von Griechenland in der Euro-Zone gibt es in unserer Redaktion viele Stimmen, die der Meinung des Autors dieses Kommentars widersprechen."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Subco1979 15.04.2015, 06:23
11. Jetzt geht es

Natürlich kann man das Spiel beenden und die ganzen Schulden realisieren. Inzwischen sind schließlich nicht mehr Banken und Großinvestoren die, die dafür büßen müssen, sondern die Steuerzahler in allen Ländern, sprich: Das einfache Volk überall.

Wobei das Griechische einfache Volk bereits seit einigen Jahren am Leiden ist. - Aber sich bisher dennoch nicht getraut hat, die Elite des eigenen Landes zur Abrechnung zu bitten. Wohl auch, weil dieser Begriff nicht fest eingrenzbar ist und außer den Superreichen eben auch fast Superreiche, Normalreiche, sehr wohlhabende und dann eben auch normal wohlhabende und Bürger am System profitiert haben. Und damit reichen die Wurzeln dieses Apperates bis ins Volk selbst zurück. Und die eigenen Verwandten, Freunde und guten Bekannten möchte man dann wohl meist doch nicht anprangern - nur alle anderen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mimas101 15.04.2015, 06:31
12. Hmm

Griechenland hätte nie in diese ECU-Währung hinein gedurft. Es hat sich die Mitgliedschaft schlichtweg mit gefälschten Zahlen erschlichen. Mit dem Segen der Politik übrigens.
Das muß jetzt korrigiert werden - aber nicht zu meinen Lasten und dafür auch ohne den Griff in mein Portemonnaie bitteschön.

Und Nein - das EWG-Geld paßt zu keinem. Hier brach wegen der Preisverdoppelung anno 2002 der inländische Konsum so gut wie komplett zusammen und das hält bis heute an. Tendenz: Gleichbleibend schlecht.
In den PIIGS-Staaten gibt es irgendwelche Plus-Zeichen vor irgendeiner Zahl und sonst nichts. Irland wächst - mit Steuerdumping und einer steigenden Zahl von Auswanderern. Finnland kämpft jetzt auch schon mit schlechten Wirtschaftszahlen. Tendenz: Nö, nix wird besser.
Südflanke der EWG: Soziale Sicherung zusammengestrichen (wenn sowas denn existiert), Löhne drastisch eingebrochen (in Richtung tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Italien und Frankreich schleppen sich mit Zukunftsprognosen a la "irgendwann kommt es mal besser" über die Runden. Nix wird besser.

Der Traum von Einheitspreisen innerhalb einer Währungszone in einer Freihandelszone hat nicht funktioniert - dazu sind die Länder in jedweder Hinsicht zu unterschiedlich. Auch die Draghi-Bank kann's nicht mehr kitten.

Ergebnis - entweder die Preise passen sich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der einzelnen EWG-Mitglieder an. Was aber nicht geht weil da zu viele Marktmodellchen hintendranhängen von Firmen die Märkte nur noch auszupressen gedenken
oder aber
Das ECU-Geld muß entsorgt werden. Müssen halt die Firmen wieder Umrechnungskurse bereithalten, mehr ist der Unterschied nämlich nicht.

Und die zweite Alternative ist die einzig mögliche wenn sich Deutschland nicht völlig ruinieren will. Merkel hat nur ein Problem: Sie hat keinerlei Plan B und wird das politisch nur dann überleben wenn dem Dt. Michel kein finanzieller Schaden entsteht, zumal er weder das ECU-Geld haben wollte noch Dtld bis heute tatsächlich die Beitrittskriterien für das ECU-Geld erfüllt. Bei den vielen Bürgschaften pp nicht anzunehmen.

Ergebnis: Berlin übersteht das Desaster namens ECU-Geld nicht. Und das ist alles was diese gescheiterte Währung noch am Leben hält.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pedepablo 15.04.2015, 06:33
13. was ne frage raus...

das Problem ist doch das der Norden den Süden europas finanziert... norden stark Süden schwach. meiner meinung nach sollte es für jedes Land eine parallel Regierung geben z.b für d dmark

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dondon 15.04.2015, 06:34
14. Eitelkeit und Macht

Dieses Eingeständnis, dass die Griechenlandrettung nicht funktionert, wäre ja auch das klare Zeichen, dass Merkels Kurs falsch war. Eine Fehlerhafte Merkel? Undenkbar! Dabei weiß doch schon seit Jahren jeder neutal denkende, politisch interessierte, dass Merkel Stillstand bedeutet. Nebenbei lenken diese außenpolitischen ja auch wunderbar vom Inland ab. Daher wird es unter Merkel wohl nie dieses Eingeständnis geben. Ich denke bei Junker und Dragi spielt bei solchen Eingeständnissen die Eitelkeit auch nicht mit. Niemand will es gewesen sein. Aber letztendlich braucht Griechenland eine starke Regierung, die den Kurs vorgibt. Und die jetztige ist an politischer Schwäche ja kaum zu überbieten. Aber die politisch starken Köpfe vermisse ich europaweit schon seit langem, wenn mam auch mal einem Blick nach bspw. Frankreich oder Italien wirft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MarkusW77 15.04.2015, 06:35
15.

Wenn Griechenland geht (gehen muss) dann aber bitte alle, die dieses sterben auf Raten und damit dieses Riesen Verlustgeschäft zu verantworten haben gleich mit. U.a. unsere Kanzlerin. Wer so eklatant falsch liegt taugt nicht zur Führungskraft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
woaideguo 15.04.2015, 06:37
16. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende...

Genau diese Meinung vertrete ich mittlerweile im Bezug auf den Austritt Griechenlands aus der EU! Der Artikel spricht mir "aus dem Herzen"...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
new_eagle 15.04.2015, 06:43
17. Nikolaus Blome spricht mir aus der Seele

man sollte die Griechen endlich aus dem Euro rauswerfen. Unser Geld ist ohnehin längst für immer weg. Warum also noch mehr Geld sinnlos wegwerfen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eskimoser 15.04.2015, 06:43
18. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

- Griechenland vor dem Euro-Aus: Fünf Jahre sind genug

Griechenland steht unmittelbar vor dem Staatsbankrott - so wie vor fast genau fünf Jahren. Es ist an der Zeit, sich ehrlich zu machen: Das wird nichts mehr.-

Der Staatsbankrott ist eine Sache, das Euro-Aus ne andere. Selbst die Griechen wollen nur die Schulden gesrtrichen bekommen, aber den euro behalten.
So scheinen's auch die Euro-Idealisten zu halten.
Es muss also nur der Zwischenschritt, diesen gordischen Knoten zu loesen, ohne der politischen Hydra den Kopf abzuhacken, geloest werden.
Und daran arbeiten unsere Politiker: Euro, koste es was es wolle, zu erhalten (nicht nur in Griechenland), und trotzdem wiedergewaehlt zu werden. Auf je mehr Fronten das wahlvieh zu schauen hat, je mehr andere Problematiken in den Mittelpunkt gerueckt werden, desto eher besteht diese Chance. Die Ukrainekrise, eine Chance 'fuer den Euro (in Griechenland). Selbst Germanwings hilft. Wer lange genug durchhaelt, kann darauf hoffen, das die Valium- / Weed-wirkung sich im Volk durchsetzt: Was erzaehlen die da wieder fuer nen Mist? Ach, ist doch eh egal. Gib mir noch eine!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
annfritz 15.04.2015, 06:46
19. Es wird weitergehen......

.........immer weiter. Vermutlich mit neuen Fristen, garniert mit einem zusätzlichen Hilfspaket. Denn niemand der "Entscheidungsträger" wird zugeben wollen, daß man die bisher gewährten Kredite allesamt abschreiben kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 42