Forum: Politik
Griechenland vor dem Euro-Aus: Fünf Jahre sind genug
REUTERS

Griechenland steht unmittelbar vor dem Staatsbankrott - so wie vor fast genau fünf Jahren. Es ist an der Zeit, sich ehrlich zu machen: Das wird nichts mehr.

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katzenheld1 15.04.2015, 16:31
350. Keine Altersdiskriminierung!

Zitat von wauz
seitdem man Sie wegen "Dachschadens" in die Rente gezwungen hat, belästigen Sie an Stelle Ihrer Kollegen jetzt die ganze Forenwelt mit Ihren trolligen Beiträgen. Mal ganz kurz: es gibt KEINEN Staat im Euroland, der kein Defizit im Staatshaushalt hat. Das hat einen Grund: die Finanzirtschaft hat das "deficit spending", was einmal eine kluge Wirtschaftspolitik war, zu einem Ding verkrüppelt, was jetzt die unendliche Melkkuh für Zinszahlungen ist. Wie in Deutschland, bezahlen in Griechenland die Bürger mehr Steuern, als sie vom Staat erhalten. Wo der Rest des Geldes bleibt, könnten Sie von Ihrem Computer aus recherchieren, ... (wenn...)
Mit 65, als ich in Rente ging, wurde noch kein Dachschaden diagnostiziert. Jetzt gehe ich vorsichtshalber nicht mehr zu Ärzten, die mir meine unzureichenden und stetig abnehmenden geistigen Fähigkeiten auf Anhieb anmerken würden. Aber solche Repliken wie die Ihre auf meine Fitnessübungen (Kopf: Beiträge schreiben, körperliche Beweglichkeit: Fingerübungen an der Tastatur) erfreuen mich aber immer wieder und spornen mich an.

Es gibt derzeit nur einen Staat in Euroland, dessen Kredite durch andere Euro-Staaten gesichert werden mussten. Alle Staaten finanzieren sich über Kredite, und das funktioniert auch gut – solange das Vertrauen der Geldgeber in die ausgegebenen Staatsanleihen besteht. Ist dies nicht der Fall, wie bei Griechenland, ist ein Staat eigentlich bankrott. Griechenland wurde vor einem Staatsbankrott bewahrt, in die Haftung gingen nichtgriechische Steuerzahler.

Dass die Griechen allerdings mehr Steuern zahlen, als sie vom Staat an Leistungen erhalten, halte ich für eine sehr trollige Aussage, verständig-wohlwollend ausgedrückt.

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erdmann.rs 15.04.2015, 16:36
351. Kulturen

Zitat von peter_tpp
Kulturen wachsen und formen sich über Jahrhunderte, manche, wie die griechische, schon seit Jahrtausenden. Das Verhältnis des einzelnen zum Gemeinwesen, sein Pflichtverständnis, die Art, mit dem Vermögen des Gemeinwesens umzugehen - all das ist zutiefst kulturell geprägt; so gesehen kommt der Euro einem Versuch gleich, aus Griechen Deutsche zu machen. Und ein solcher Versuch ist bzw. war atemberaubend naiv.
Den Beitrag von "peter_tpp" hatte ich heute schon einmal
beantwortet. Meine Antwort war gespeichert, erschien
dann auch kurz in der Übersicht meiner Beiträge und
war dann aber kurz darauf verschwunden.

Meine Antwort war ziemlich kurz, ich "prophezeite" dem Foristen, er müsse jetzt wohl mit einigen bösen Antworten rechnen, und sie endete mit dem Satz: "Da ist was Wahres dran".

Nachdem meine Antwort dann nicht erschien, habe ich mich gefragt, was an dieser denn so schlimm gewesen
sein könnte, dass sie nicht veröffentlicht wurde.
Hat jemand in der Redaktion sie etwa als "rassistisch"
eingestuft? Dann kann ich nur sagen, für mich gehört
Rassismus zu den schlimmsten menschlichen Zügen
oder Eigenschaften, die es gibt.

Gleichwohl bin ich überzeugt, dass "peter_tpp" gar nicht
so falsch liegt mit seiner Meinung.
Selbst die "Kulturrevolution" in China hat innerhalb
mehrerer Jahrzehnte aus den Chinesen nicht völlig
andere Menschen gemacht.
So wird man erst recht nicht die Griechen "umkrempeln" können, nur mit Euro, Sparzwang usw. schon gar nicht.

Deswegen sage ich auch jetzt noch:
"Da ist was Wahres dran"

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RioTokio 15.04.2015, 16:36
352.

Zitat von andreas13053
erwähnen Sie nie die Gewinne? Sowohl an Zinsen (eingespart wie erhalten) als auch an Währungskursgewinnen verdient sich unsere Inkarnation der schwarzen Null gerade dumm und dämlich.
Wenn in einem Land das Chaos herrscht, kaum wettbewerbsfähige Produkte produziert werden, Investoren flüchten, Geldanleger das Weite suchen, junge Leute flüchten weil ein abgeschotteter Arbeitsmarkt und eine von Bürokraten abgewürgte Wirtschaft null Perspektive bietet
dann kann es sein, dass ein anderes Land profitiert, in dem eine vernünftige Regierung, eine gute Verwaltung und ein aufgeklärtes, brav Steuern zahlendes Volk wohnt.
In diesem Szenario ist Deutschland natürlich Profiteur.

Sie meinen wir müssen jetzt dafür bestraft werden, weil wir vieles richtig machen, ehrlich und fleißig sind?
Wow - Herr Tsipras - sind Sie es?

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andreas13053 15.04.2015, 16:46
353. Ach herrje,

Zitat von ka117
Sollen die Deutschen jetzt etwa die Griechen um Verzeihung bitten (und vielleich nachzahlen?) weil die deutsche Regierung gut und weitsichtig gewirtschaftet hat und jetzt davon profitiert?
so kann man es natürlich auch sehen.
Mir fällt zu so einer Sichtweise nur Kopfschütteln und Unverständnis ein.
Wer die Wirtschafts- und Finanzpolitik Deutschlands "gut und weitsichtig" nennt... Respekt.

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klaus47112 15.04.2015, 16:50
354. Sie wollen wissen wer abkassiert hat?

Zitat von zesteel
geht in die nächste Runde. Vor der Krise lagen 100% der Schulden bei den Banken, heute liegen 90% bei den Steurerzahlern. wir haben nicht Griechenland geholfen sondern die Banken gerettet, wieder einmal. Umschuldung auf kosten der Steuerzahler. Wir haben u.a. den Deutschen Waffenschmieden ihren A... gerettet. Kein anderes europäisches Land hat mehr bei Krupp und Co. eingekauft. Wer hat abkassiert wenn nur 11% der finanziellen Hilfen in Athen angekommen sind? Die Wahrheiten müssen auf den Tisch. ...und bezahlt endlich die kriegs/Wiedergutmachungs Schulden.
kann man benennen: Es waren die Griechen bei den Banken! Man muss nur die Reihenfolge zur Kenntnis nehmen.

Wenn Sie ihre Miete nicht mehr bezahlen können/wollen und ein Freund bezahlt diese für Sie, hat er dann Ihnen geholfen oder dem Vermieter?

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ka117 15.04.2015, 16:59
355.

Zitat von freespeech1
Griechenland hat ein BIP pro Kopf von 21.857 Dollar, Polen 13.394.
Kaufkraftbereinigt sind aber beide Länder inzwischen fast auf demselben Niveau:
Griechenland 25753 $
Polen 24429 $

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claudiosoriano 15.04.2015, 17:06
356. Goldmann Sachs

Zitat von eisbärchen_123
...auch nur das geringste zu Schulden kommen lässt, dann wird sie sofort verklagt und anschließend zu Strafzahlungen in Milliardenhöhe verklagt. Umso erstaunlicher, dass Griechenland seine Zahlen mit Hilfe von Goldmann Sachs wissentlich und mutwillig frisiert hat, um sich die Clubmitgliedschaft in der Eurozone zu erschleichen. Konsequenzen? Strafzahlungen? Sind weder für Goldmann Sachs noch für Griechenland zu befürchten....
hat für seinen Betrug auch noch 500 Millionen von Griechenland eingesackt. Die Mafia ist dagegen eine Krabbelgruppe im Kindergarten. Griechenland hat so einige Inselchen, die neue GR Regierung sollte Ihre brutalen Vorgänger darauf verbannen. Die Taschen vollgestopft haben sich deutsche und vor allen französische Banken, insgesamt so ca. 80-85%.

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romeo_mike 15.04.2015, 17:21
357.

Zitat von katzenheld1
.... Griechenland hat den weitaus größten Teil der europäischen Fördergelder statt in Wachstumsinvestitionen in den Konsum gesteckt ....
Sie haben irgendwie seltsame Vorstellungen von "Konsum". Aber sei's drum ;-)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/waffenwahn-trotz-fast-pleite-griechenland-ruestet-und-ruestet-und-ruestet-a-695569.html

Dazu konnte man übrigens (wenn man nur wollte) erfahren:

".... Erst vor kurzem ist nun an die Öffentlichkeit gedrungen, dass Merkel und Sarkozy die Bewilligung neuer Kredite für Griechenland davon abhängig gemacht haben, dass Griechenland die Rüstungsaufträge im Umfang von mehreren Milliarden Euro bei deutschen und französischen Unternehmen "bestätigen" müsse. Damit wird sichergestellt, dass die EU-Kredite umgehend wieder auf den Konten von EADS, Thales, Thyssen-Krupp und Siemens landen. Allein für den Kauf neuer Rüstungsgüter gibt die Regierung in Athen im laufenden Jahr 2,8 Milliarden Euro aus. ...."

http://www.myheimat.de/augsburg/politik/unglaublich-aber-wohl-wahr-kredite-fuer-griechenland-fuer-waffen-aus-deutschland-und-frankreich-d577511.html

Und nur so nebenbei: Die "Konsumausgaben" kamen nicht zuletzt auf solchen Wegen zustande:

http://www.poltec-magazin.de/ruestungskonzerne-wie-das-schmiergeld-aus-deutschland-zurueckfliesst/

Aber an all dem ist natürlich die jetzige griechische Regierung verantwortlich. Schliesslich sind die nun doch schon bals 10 Wochen im Amt!

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romeo_mike 15.04.2015, 17:27
358.

Zitat von Das Grauen
.... Schließlich gibt es auch andere Länder mit Problemen, nicht nur Griechenland ....
Ja. Die gibt es in der Tat. Da geht's - dank Troika - sogar noch schneller bachab:

http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/spanien-madrids-staatsschulden-steigen-auf-rekordwert/11501566.html

Ist halt einfach noch nicht ganz bis Berlin durchgedrungen und passt auch nicht ins aktuelle GR-bashing ;-)

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diddda 15.04.2015, 17:32
359. Zynisch und falsch!

Man zwinge der griechischen Volkswirtschaft einen Sparkurs auf, obwohl jeder vernünftige Ökonom weiß, dass ein strikter Sparkurs in eine Rezession wirtschaftlicher Suizid ist.

Man bediene die Banken und Gläubiger vom Erwirtschafteten und investiert nicht in das eigene Land.

Man profitiere selbst immens von der südeuropäischen Krise.

Und dann, ja dann, wenn das Land ausgepresst wie eine Zitrone am Tellerrand liegt und das Volk sich in Form einer linken Regierung sich wehrt, ja dann macht man einfach Schluss ...

Ganz genau so wird das gemacht Herr Blome!

Ich hoffe Sie erwarten jetzt keinen Applaus

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