Forum: Politik
Griechenlandkrise : Die Spirale des Irrsinns
DPA

Griechenlands lautes Nein zu den Sparplänen zeigt: Alle Seiten haben sich verrannt. Es gibt nur einen Ausweg.

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testthewest 06.07.2015, 12:33
1. Erster Absatz grob falsch.

Volksbefragungen müssten eigentlich Pflicht sein.
Wie wertvoll diese war, ist kaum abzusehen, doch es dürfte gigantisch sein.
Nun können wir Griechenland aus dem Euro bekommen, ohne das eine Mitleidstour zieht und die Griechen können auch nicht mehr auf Politiker schimpfen - sie waren es höchstselber!

Mal abgesehen davon hat die Volksbefragung ja nur den Willen von Tsipras bestätigt. Und Tsipras wollte wohl von vorne herein den GREXIT.

Zuletzt noch etwas zum "schlimmer gemacht": Wirklich schlimmer gemacht hat es nicht das Referendum in Griechenland, sondern die fehlenden Referenden vor 5 Jahren in Deutschland und den anderen europäischen Gläubigernationen.

Herr Nelles, versuchen Sie doch mal die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, versuchen sie mal die Regierungslinie auch nur für einen Millimeter zu verlassen, dann werden Sie ein paar erstaunlich einfache Erkenntnisse gewinnen.
Dieser Kaiser ist nackt.

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iffelsine 06.07.2015, 12:34
2. Was soll das denn ?

Die preiswerteste Variante ist der Rausschmiss der Griechen aus EURO und EU. Damit ist Schluß mit der Finanzierung des Fakelaki in Griechenland. Wir können zwar dann 350 Mrd. Kredite an die Griechen restlos abschreiben, aber dabei bleibt es denn auch. Hilfsgelder an Griechenland kommen dann nicht mehr aus Krediten (die die Griechen sowieso nie zurückzahlen würden, dafür haben sie ja ihre Referenden), sondern aus Entwicklungshilfefonds, wo wir EU-Steuerzahler von vornherein wissen, dass das Geld ist, was wir nie wieder sehen. Nein, jetzt muss Schluss sein mit Geldverbrennen !

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Europäischer Realist 06.07.2015, 12:34
3. Schwachsinn SPon

Gescheitert ist der EUR, nicht Europa oder die Idee der Kooperation.
Aber das "One size fits all" von der ChampionsLeaque bis zur Verbandsliga geht eben nicht. Finanzpolitik ist eben nicht Kulturpolitik, es gibt Wirtschafts-Naturgesetze, die kann kein Politiker o. Journalist über Dauer ignorieren, da kann er /sie noch so viel daher phantasieren.

Der EUR ist in seiner finalen Phase angekommen, das Kartenhaus wird von unten (Süden) nach oben (Norden) kollabieren.

Und hier wird immer noch vom EUR-Endsieg fabuliert. Nichts gelernt aus der Vergangenheit, Dogma und Realitätsferne statt Einsicht und Umkehr!

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freiheitimherzen 06.07.2015, 12:34
4. Sehr geehrter Hr. Nelles,

wie kommen Sie auf die abstruse Idee, das "Nein" der Griechen würde auf Polemik basieren?

11 Mio. Griechen sollen hunderte Milliarden € Schulden stemmen? Es reicht eine kleine Rechnung um zu zeigen wie widersinnig das ist.

Und genausowenig ist es Polemik zu behaupten, daß Griechenland im Euro nichts verloren hat. Selbst so radikale Parteien wie Syriza haben nichts an Vetternwirtschaft und Steuerhinterziehung geändert.

Und genau das sind die langfristigen Gründe warum die Griechen außerhalb des Euroraumes besser aufgehoben sind.

So, wie es aktuell aussieht, kommen wir langsam, aber sicher doch noch zu einer langfristig vernünftigen Lösung für beide Seiten.

Teuer genug wäre sie erkauft.

Viele Grüße

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cococ1 06.07.2015, 12:35
5. Roland Nelles

der nächste unwissende Journalist,der auch mal was schreiben darf.Dass von den 240 Mill. 170 direkt in die Deutsche Bank und französische Banken geflossen ist,ist ihm natürlich entgangen.Dass der Rest in Londoner Immobilien und Schweizer Konten geflossen ist weiss er natürlich auch nicht.Hauptsache der Dumm-Michel ist zufrieden mit der Berichterstattung.

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Greggi 06.07.2015, 12:35
6. Die Idee ...

"Die Idee der Europäischen Union war es einmal, Demagogie und stumpfen Nationalismus zu besiegen. Diese Idee ist gescheitert - zumindest in der Momentaufnahme".

Und die Idee war es, eine TRANSFERUNION zu vermeiden, Herr Nelles. Diese hätte Europa in Stücke gerissen. Und diese Gefahr sehe ich noch lange nicht als gebannt.

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syracusa 06.07.2015, 12:36
7. Schuldenschnitt statt Hilfsprogramme!

Der Autor verrät die Grundwerte Europas, indem er technoikratischen Regierungen das Wort redet. Es steht hoffentlich auch weiter völlig außer Frage, dass die Politik das Primat über die Wirtschaft hat. Wenn wir unsere Politik an einem ungeregelten Finanzkapitalismus ausrichten, dann ist das das Ende der Demokratie, und das Ende nationaler Souveränität.

Griechenland hat sich nicht gegen der Euro entschieden, sondern gegen Hilfsprogramme mit Sparauflagen. Und dieser griechische Wunsch ist erfüllbar, ohne die Eurozone zu gefährden. Im Gegenteil: nach einem angemessenen Schuldenschnitt von 30 bis 50% können wir die Griechen ohne weitere Hilfsprogramme wieder in die Lage versetzen, ihre Geschicke selbst zu steuern. GR muss dann mit dem auskommen, was es einnimmt, und es wird die dazu nötigen Reformen selbst organisieren.

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Ruhri1972 06.07.2015, 12:36
8. Ehrlich machen

Beide Seiten müssen sich jetzt endlich mal "ehrlich" machen. Den Bundesbürgern ist reiner Wein einzuschenken. Natürlich haben die bisherigen Griechenland-Hilfspakete Geld gekostet. Hat Frau Merkel den Mut, dies den Bundesbürgern endlich zu sagen ? Bundesbank schüttet keine Gewinne aus bzw. ist in Kürze zusätzliches Geld für die ELA-Hilfskredite notwendig - die übernommenen Bürgschaften - das niedrige Zinsniveau (fehlendes Steueraufkommen aus Kapitalerträgen, geringe Kaufkraft durch geringe Kapitalrenten etc.). Schon 2011 wusste Frau Merkel, dass Griechenland mit den Hilfsmassnahmen nicht zu retten ist. Gab es Druck aus den USA, trotzdem den Hilfsprogrammen mit dem IWF zuzustimmen ?

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Hörbört 06.07.2015, 12:36
9. Interessante Aussage

"Premier Tsipras wiederum muss den Griechen endlich erklären, dass ihr Leben ohne weitere schmerzhafte Reformen nicht besser, sondern nur immer schlechter wird." (R. Nelles) --- Mit anderen Worten: Es muss den Menschen schlechter gehen, damit es ihnen besser geht...

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