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Griechenlandkrise : Die Spirale des Irrsinns
DPA

Griechenlands lautes Nein zu den Sparplänen zeigt: Alle Seiten haben sich verrannt. Es gibt nur einen Ausweg.

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kira_moos 06.07.2015, 13:34
80. bin wirklich überrascht

wie fix die griechen in einigen dingen sein können: referendum, rücktritt varoufakis.
wobei ich mir die frage stelle, warum gehts bei anderen dingen nicht auch fixer und hätten auch soviele griechen mit nein gestimmt, wenn varoufakis vor dem referendum abgedankt hätte?

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Willi Wacker 06.07.2015, 13:35
81.

Zitat von flanker01
das nenne ich mal Größenwahn, sie können in wenigen Absätzen zu "Papier" bringen, wie es laufen könnte und der Rest von 80 Millionen ist zu dumm dafür, darüber abzustimmen? Da fehlt Ihnen wohl die nötige Bodenhaftung. Den nächsten Artikel dann bitte über Politikverdrossenheit schreiben ...
Dann noch eine Selbstreflektion über den Linksdrall der Medien.

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katzenheld1 06.07.2015, 13:35
82. So so, ja ja

Zitat von netri
Die Herrschaften finden also das demokratische Volksentscheide gefährlich sind? Ist es schon bis zum letzten EU träumer und technokrat durchgedrungen das wir nicht mehr in einer absolutistischen Monarchie Leben wo einfach so entschieden werden darf? Mir kömmen da meine Zweifel, dieses EU System ist am Ende, es erzeugt nur noch Hass und Zwietracht mit der unfähigkeit der EU Politiker.
Demokratische Volksentscheide sind etwas Feines. Ich wünsche mir deshalb Volksentscheide in den nichtgriechischen EUR-Ländern.

Erste Frage: Soll die Haftung für griechische Schulden als Schuldschaft auf die nichtgriechischen Länder verteilt werden?

Zweite Frage: soll Griechenland von nichtgriechischen Ländern finanziert werden, indem das durch griechisches Staatsverständnis zuverlässig entstehende Haushaltsdefizit zuverlässig von Nichtgriechen ausgeglichen wird?
Was meinen Sie, wie viele „Ochi-Stimmen“ es wohl gäbe bei den Nichtgriechen? Ich schätze mal, mehr als die 61%(?) bei den Griechen.

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gegen Diktatur 06.07.2015, 13:36
83. Demokratie gegen Finanzmafia

Es ist höchste Zeit geworden, das alle anderen Euroländer Griechenland folgen und der Groß- und Finanzwirtschaft* endlich das Zepter aus der Hand reissen!
Das gehört eigentlich in die Hände der Politik, die sich allerdings ausschließlich durch die Lobby dieser Mafia-Bande* treiben läßt.
(TTIP u.s.w.)
Zur Ablenkung werden die Völker gegeneinander aufgehetzt.
Je länger abgewartet wird, desto blutiger kann es nur werden!

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curiosus_ 06.07.2015, 13:36
84. Herr Nelles,

Zitat von Roland Nelles
Wenn noch jemand einen Beleg brauchte, wie gefährlich Volksentscheide für die Funktionsfähigkeit moderner Demokratien sind, hier ist er erbracht. In Griechenland zeigt sich einmal mehr, dass Referenden, also Momentaufnahmen des Volkswillens, nicht automatisch die besten Ergebnisse produzieren. Im Zweifel machen sie alles nur noch schlimmer.
haben Sie eine Glaskugel mit der Sie in die Zukunft schauen können? Sie sagen am Ende doch selber:

Zitat von Roland Nelles
… ist gescheitert - zumindest in der Momentaufnahme.
Also, wenn etwas so interpretierbar ist dass es Ihnen in den Kram passt (Volksentscheide sind schlecht), dann wird ein passendes Ereignis als unwiderlegbarer und für alle Zeiten gültiger Beleg dafür herangezogen („Wenn noch jemand einen Beleg brauchte … hier ist er erbracht“). Auch wenn die mittel- und langfristigen Auswirkungen (positiv oder negativ?) nicht im Entferntesten absehbar sind.
Und wenn etwas so läuft dass es Ihnen nicht in Ihr Weltbild passt („Die Idee der Europäischen Union war es einmal, Demagogie und stumpfen Nationalismus zu besiegen. Diese Idee ist gescheitert“), dann besteht noch Hoffnung („zumindest in der Momentaufnahme“).
Warum gilt dafür nicht: „Wenn noch jemand einen Beleg brauchte … hier ist er erbracht“?

Und warum gilt im Falle des griechischen Volksentscheid nicht: „… ist gescheitert - zumindest in der Momentaufnahme“?

Ok, es handelt sich um einen Kommentar – aber wie steht bei Wikipedia:

“ In einem guten Kommentar sollte der Hintergrund analysiert und erklärt, außerdem die Meinung des Schreibers argumentativ belegt werden. Er soll die Leser dazu anregen, sich eine eigene Meinung zum Thema zu bilden.“

Um das zu erfüllen ist mir Ihr Kommentar zu manipulativ.

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politicsprofiler 06.07.2015, 13:36
85. Kompromiss

Sind nicht gerade die Kompromisse, das permanente Aufweichen der selbst gesetzten Regeln, das Europa in die Krisen führt. Das dauernde Um interpretieren, das Auslegen nach Gusto bis hin zur Selbstverleugnung? Das sind oft faule Kompromisse, die doch wieder in die nächste Krise führen. Es muss doch klar sein, wer die Regeln nicht einhält und seine Hausaufgaben nicht macht, hat die Konsequenzen zu tragen. Vielleicht wird dann Hilfe als Solidarität geschätzt. So ist es ein Geschachere, bei der die Stärkeren letztendlich die Oberhand behalten. Wir sollten uns bewusst sein, dass dieser Ex aus Hannover einer war, der Regeln brach und sich Sanktionen verbat.

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iffelsine 06.07.2015, 13:37
86. Jammern auf höchstem Niveau !

Die humanitäre Hilfe für Griechenland darf maximal die Standards Sloweniens erreichen. Es darf nicht passieren, dass die Griechen mit dem Geld der EU-Steuerzahler auf einen besseren Lebensstandard kommen, als das ärmste EU-Mitglied (was keine Milliarden geschenkt bekommt).

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syracusa 06.07.2015, 13:37
87.

Zitat von mr_shoke
Selbstverständlich wäre das Problem mit einem Grexit gelöst. Dann muß Griechenland reformieren. Natürlich kann die Eurozone dann helfen, mit Medikamenten beispielsweise. Aber es gehen keine Milliarden in einem schwarzen Loch verloren.
In dem Fall gehen die bisherigen Kredite aber vollständig verloren. Der Grexit wäre für alle Beteiligten die schlechteste Lösung.
Es ist völlig unverständlich, warum sich Merkel und damit die Eurogruppe gegen einen Schuldenschnitt stemmt. Das Geld ist sowieso weg, aber wenn wir einem Schuldenschnitt von 30 bis 50% zustimmen, dann sehen wir wenigstens noch in bißchen was davon.
Die Lösung wäre: Schuldenschnitt, Tilgiungsaussetzung bis 2020, und kein (KEIN!) neues Hilfsprogramm. Die Griechen müssten sich selbst finanzieren, und dazu müssen sie die notwendigen Reformen selbst und ganz ohne Druck von Außen durchführen.

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biesi61 06.07.2015, 13:38
88. Frau Merkel sollte endlich zugeben,

dass Sie mit Ihrer seit Jahren erkennbar falschen Griechenland-Politik 90 Mrd. Euro unserer Steuergelder verzockt hat.
Die Griechen haben m. E. alles richtig gemacht. Sie haben ihre Würde wiedergewonnen und haben nun verschiedene Handlungsoptionen. Wenn die EU sich nicht schnell mit ihnen einigt, werden sie sich von EU und NATO abwenden und anderswo ihr Glück finden. Austerität ist jedenfalls seit gestern keine Option mehr!

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LouisWu 06.07.2015, 13:38
89.

"Mit einem einfachen Rausschmiss Griechenlands aus dem Euro ist keins der Probleme Europas gelöst."

Doch, zumindest eines: Mein Blutdruck steigt nicht mehr, wenn ich an GR denke in der Nacht..;)

"Und auch Deutschland würde weiter zahlen müssen."

Aha. Also GR darf einfach sagen "wir zahlen nicht", aber D darf das nicht. Dabei würde ich so gerne - nach einem deutsche "Oxi" zu Zahlungen an GR - auch mal in den Kommentaren lesen, dass D durch sein Nein seine "Würde bewahrt hat", "mit stolzgeschwellter Brust vor die Griechen tritt", und was wir an Schwachsinn sonst noch lesen mußten.

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