Forum: Politik
Griechenlandkrise: Gefangen in der Eurozone
AP/dpa

Die Ursache der Eskalation in der Griechenlandkrise ist nicht Merkels oder Tsipras' Mangel an europäischem Geist - es ist die Fehlkonstruktion der gemeinsamen Währung, die sie nicht anders handeln lässt.

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evamariar 08.07.2015, 21:45
20. Tja...

...und selbst, wenn alles so stimmte, wie Sie es interpretieren...
und nu?!

Ich kann diese sauklugen, Modell hin-und herwendenden, Vergangenheit aufarbeitenden, Zukunft unter pessimistischen Prognosen begrabenden Analysen von KlugSchwätzern und NichtsTuern echt nicht mehr hören.

Analysieren kann jeder.
Gestalten wäre nötig.

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michaelslo 08.07.2015, 21:47
21. danke

herr streek.wenn sie in einer partei oder noch nicht emeritiert wären, würden sie für diese wahrheiten den job verlieren u. aus der Partei ausgeschlossen, in den medien als rechts-populist verschrien.

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lumby 08.07.2015, 21:48
22. Respekt

Durchdacht und differenziert geschrieben. Könnte man die aktuelle Diskussion bitte auf dieses Niveau heben?

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molokai 08.07.2015, 21:50
23. Wert der Analyse

Der Aufsatz ist ein gutes Beispiel für gute, wenn auch durchaus kontrovers zu betrachtende analytische Fähigkeiten, ohne auch nur einen einzigen Lösungshinweis zu geben.
Eigentlich kann man auf solche Beiträge gut verzichten, so wie es auch nutzlos ist, in Mannheim Wasser in den Rhein zu schütten, in der Hoffnung in Düsseldorf würde der Pegel steigen.
Vieles ist richtig, aber ohne gewisse Verbesserungen im griechischen Staatswesen wird es bei allem guten Willen nicht gehen. Es wird besser sein, die Renter direkt (via humaitärer Hilfe) zu unterstützen (kostet auch Geld) als den Klientelen, einschliesslich Syriza, Geld hinterher zu werfen. Sie sind eben Griechen, Syriza, Nea Demokratia, und alle anderen auch.

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stimulus99 08.07.2015, 21:50
24. Vielleicht...

sind Wissenschaftler auch nur Menschen, die ideologisch geprägt sind und sich bei Krisen in Endzeitszenarien und Verschwörungstheorien ergehen.
Was war jetzt noch mal Ihr Lösungsvorschlag, Herr Streeck?
Ach so, stimmt ja. Die "dummen" Politiker und die bösen Kapitalisten haben alles gegen die Wand gefahren, der vollbelichtete Soziologe analysiert aus dem Elfenbeintürmchen hinterher und konstatiert schließlich: "Ist vermutlich eh alles zu spät. Ich hätte es besser gewusst und gemacht."
Nee, eben nicht. Weil sie nur reden, aber nix tun. "Die Wissenschaft" ist demnach in einer mindestens ebenso großen Krise, wie das kapitalistische Wohlstandssystem, von dem sie zur Ersatzreligion erhoben wurde und finanziert wird.
Neue Ideen braucht das Land, keine Wiederkäuen alter Analysen.

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sb411 08.07.2015, 21:51
25. schon eine ziemlich verrückte Idee

Dem Norden und dem Süden Europas eine einheitliche Währung zu geben. Das diese dann die Stabilität der DM haben sollte, ist angesichts der traditionell auf einer weichen Währung aufbauenden Finanzpolitik im Süden nur noch umso verrückter. Als Urlauber hat man ja auch schnell gemerkt, wie hoch plötzlich z. B. in Italien die Preise für Lebensmittel waren. Die stiegen einfach nach altem Muster, was angesichts dessen, das im Norden die Preise verhältnismäßig stabil waren, dazu führte, dass Lidl und Aldi nun im Süden groß expandieren konnten. Dort stiegen mit den Preisen die Löhne und weg war die Konkurrenzfähigkeit. Aber so ist das nunmal und man muss das Beste draus machen. Das wäre aber kein Grexit, sondern notwendige Reformen verbunden mit einem Schuldenschnitt. Die Reformen im Süden haben ja auch etwas Gutes, die Preise für Lebensmittel und Immobilien bleiben stabil oder fallen gar. Es erfolgt eine Kaufkraftangleichung und damit einhergehend auch wieder eine wirtschaftliche Stärkung des Südens. Ein Grexit hingegen ist unnötig, wenn der ohnehin anstehende Schuldenschnitt mit Reformen verbunden wird.

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UnternehmerMitHerz 08.07.2015, 21:53
26. Danke! Bitte mehr davon

Was ist denn mit SPIEGEL ONLINE los? In letzter Zeit finden sich hier – z.B. bei SPON – vermehrt dezidierte und tiefgreifende Artikel mit Qualität und Tiefgang. Hier werden gängige Meinungen auch einmal (sehr) kritisch hinterfragt und man schwimmt nicht mit der Massenmeinung. Vor allem in Bezug auf Griechenland wird das alte Spiel zwischen Gut und Böse kritisch, aus unterschiedlichen Blickwinkeln, beleuchtet und auseinander genommen. Das ist echt guter Journalismus! Danke dafür, liebe Redaktion und Autoren. Davon brauchen wir mehr.

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s1mon 08.07.2015, 21:54
27. Die Ursache ist NICHT

Die Ursache ist vielschichtiger. Wer gedanklich so reduziert, vergisst, dass die Griechen nicht bereit sind ihre STeuern einzutreiben. Der vergisst, dass die Griechen nicht bereit sind Reformen einzuleiten - bis heute ist nichts geschehen. Der vergisst, dass die griechen ihre Kredite nicht dazu nutzten, um ihre Wirtschaft zu stärken - das Geld wurde einfach verkonsumiert.

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MADhase 08.07.2015, 21:55
28. Weltuntergang

Wenn Sie jetzt nur noch ein klein Bischen, also nur ein klitzekleines Bischen weiter ausgeholt hätten, hätten Sie den Weltuntergang prophezeit, Herr Streeck. Aber vermutlich haben auch Sie nicht mehr daran geglaubt und den Gedanken verdrängt.

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Josephk76 08.07.2015, 21:56
29. Treffende Analyse...

... mit finsterem Ausblick.
Es gibt Gewinner und Verlierer innerhalb des Euro-Raums. Erstere sind alles andere als großzügig und solidarisch, zweitere wollen sich das nicht bieten lassen. Also Symptom einer Krise des derzeitigen Kapitalismus. Da hat der Autor Recht.
Hoffnung würde eine Transferunion oder keynesianisch geprägte Hilfen machen. Aber diese stehen in den (europäischen) Sternen

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