Forum: Politik
Griechenlands Dauerkrise: Samaras rechnet mit Euro-Politikern ab
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"Sie tun alles, damit wir scheitern": Mit ungewohnt scharfen Worten hat Griechenlands Premier Samaras europäische Politiker angegriffen, die über ein Euro-Aus Athens spekulieren - zum Beispiel Vizekanzler Philipp Rösler.

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laudato 24.07.2012, 18:07
50. Überall in Europa kommt nur eine Botschaft durch

"Wir können ohne Euch" , mild ausgedruckt .
Was das Richtig bedeudet kann man bald mit der Wirkung die die Debatte über die klage die Bayern mit Solidarpakt angekundigt hat .
Danach werden einige feststellen dass Reichsein bedeudet nicht immer weil man Fleissig ist , sondern weil man in den Richtige Zeitpunkt an der Richtige Stelle sich befunden hat .
Bayernwachstum zbs. hat nicht nur mit dem Fleiss zu tun sondern auch durch die Öffnung der EU-Grenzen , 1993 war soweit , weniger Bürokratie an der Grenzen haben den Warenverkehr stark beschleunigt , und Bayern hat sich an der Richtige Stelle befunden , Geografisch sehr strategisch.

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c++ 24.07.2012, 18:09
51.

Zitat von goddistar
Ausnahmslos jeder Euro wurde zum finanziellen Schutz des deutschen Steuerzahlers nach Griechenland überwiesen und sicherlich nicht weil unsere Politiker es mit der sozialen Verantwortung übertreiben.
Wenn Sie schreiben würden, dass das Steuergeld in die Kassen der Banken und Versicherungen fließt, wäre es nachvollziehbar. Aber finanzieller Schutz der Steuerzahler, das behaupten noch nicht einmal Schäuble, Trittin oder Gabriel, und das sind schon begnadete Märchenerzähler.

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eduardschulz 24.07.2012, 18:10
52.

Zitat von sysop
"Sie tun alles, damit wir scheitern": Mit ungewohnt scharfen Worten hat Griechenlands Premier Samaras europäische Politiker angegriffen, die über ein Euro-Aus Athens spekulieren - zum Beispiel Vizekanzler Philipp Rösler.
Herr Samaras tut hingegen nichts, um nicht zu scheitern. Im Ergebnis kein Unterschied.

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mauskeu 24.07.2012, 18:13
53.

Zitat von fauleoma
dass ich als aktueller Rentner bei 50 Arbeitsjahren (2 Kinder) mit € 1.100,-- (brutto) über meine Verhältnisse bezahlt werde. Hat zwar nix mit Griechenland zu tun, aber die Bemerkung hat mich geärgert.
Ich bin auch Rentner. Wenn sie wenig bekommen, dann haben Sie
auch wenig eingezahlt. Vor 50 Jahren waren das für Lehrlinge fast
nichts und selbst für Arbeiter peanuts. Womöglich haben Sie vor 30,
40 Jahren im Jahr weniger eingezahlt, als was Sie jetzt im Monat
an Rente bekommen. Selbst mit der Inflation rausgerechnet geht
es Ihnen noch besser, als Ihre Einzahlungen erlauben würden.
Bitte den Ball flach halten.

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mimas101 24.07.2012, 18:14
54. Nun Ja

ich meine man sollte zwischen Politikern und den Bürgern von GR eine Unterscheidung machen. Ich glaube das der Otto-Normal-Grieche sehr wohl weiß was schief läuft, das er den Gürtel enger schnallen muß und er dazu auch bereit sein dürfte.

Die Nazifahnen bei den Demos vor dem gr. Parlament oder die unangemessenen TV-Sendungen sind sicherlich nicht symptomatisch für das Land und kamen eher zu einer Zeit wo den GR. erstmals bewußt wurde wie tief sie im Schlamassel stecken. Da kocht die Seele halt hoch.

Allerdings - mit der Geschwindigkeit der Umsetzungen der Troika-Maßgaben hapert es durchaus und da kann man sich auch nicht einfach auf die gr. Mentalität berufen.
Fakt ist aber das GR freiwillig nicht aus dem ECU-Geld austreten wird und die brüsseler EWG lieber Geld in unbegrenzter Höhe hinterherschießen wird. Das sehe ich allerdings nicht unbedingt als Anreiz für die GR mit den dringend notwendigen Reformen zügig fortzufahren. Man darf auch nicht vergessen das GR im Eiltempo umbauen muß während bei uns ein schleichender Prozeß über ca. 10 Jahre von einigermaßen reich zu überwiegend verarmt einsetzte.

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mittelstandsfreund 24.07.2012, 18:16
55. EU-Dilettanten

Die Krise besteht seit mindestens 2008. Schon damals war von Staatspleite, etc. die Rede. Was ist bisher getan worden? Geprüft, „gespart“, die „Kapitalisten“ in Stellung gebracht.
Was zeichnet einen Sanierer aus: Handeln, nicht reden. Jeder Sanierungsplan enthält nicht nur Einsparungen, sondern auch Investitionen zur Erhöhung von Einnahmen. Der Sanierer kommt aber in den meisten Fällen von außen, denn Kompetenz aus den eigenen Reihen wird am wenigsten anerkannt. Wenn Solidarität gefragt ist, muss auch der Helfer ein Mitspracherecht haben. Wie soll ein Grieche von innen die verkrusteten Strukturen aufbrechen können. Mit einer europäischen Zwangsverwaltung während der Sanierungsphase können echte Anpassungen an einen gemeinsamen Markt vorgenommen werden. Aber das hätte schon bei Gründung in die europäische Verfassung gehört.
Mindestens 4 Jahre waren Zeit, wenigstens eine geordnete Insolvenz vorzubereiten. Dann hätten vielleicht auch die geblutet, die jahrelang die hohen Zinsen eingesteckt haben. Stattdessen hat unsere geschätzte Frau Bundeskanzlerin nur europäisch geredet und national gehandelt. Das dauernde Geschwätz von „mit mir gibt es keine Vergemeinschaftung der Schulden“ ist ein gefundenes Fressen für die Heuschrecken und die „Finanzmärkte. Normal sind Zinsen ein Entgelt für Risiko. Jeder Sparkassendirektor verteidigt hohe Kreditkosten mit dem Hinweis auf die Risiken. Fast 9% Zinsen für spanische Staatsanleihen, aber zugleich Absicherung über den Risikofond. Wenn das keine Vergemeinsamung von Schulden ist, was dann? Dann sind Eurobonds der EZB ehrlicher mit Bonus- und Malussystem. Wenn schon höhere Zinsen, dann für die EZB, die dann auch die Risiken trägt. Wer gegen die Haushaltsrichtlinien verstößt, zahlt einen Aufpreis zur Risikoabsicherung. Wer zusätzliche Risiken übernimmt, erhält auf seine Staatsanleihen einen Bonus. Dann ist den Finanzhaien zumindest dieser Spekulationsboden entzogen. Und Wetten auf Staatsanleihen sollten generell verboten sein. Genauso wie die Bewertungen von Staaten durch Ratingagenturen. Im Zeitalter des Computerhandels sind Manipulationen nicht nur möglich, sondern ganz sicher. Vor allem, weil dahinter die Großbanken stehen, die das meiste Interesse an solchen Marktverwerfungen haben.
Auch wenn die SPD für die Aufweichung der Finanzmärkte eigentlich verantwortlich ist, ist das vorgesehene Wahlkampfthema ein Schritt in die richtige Richtung. Der Mittelstand und der Otto Normalverbraucher sollen endlich die Macht der Massen einsetzen, um den anonymen Fonds die Stirn zu bieten. Man sollte nie vergessen: Man spricht über die Rettung der Banken. Aber Banken sind Kapitalgesellschaften, die nichts anderes machen, als ihren anonymen Besitzern durch Spekulation einen eigenen Vorteil zu Lasten der breiten Öffentlichkeit zu suchen. Gewinne (soweit sichtbar) mit 15% versteuern, ohne dabei einen Beitrag zur sozialen Sicherheit zu leisten.

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goddistar 24.07.2012, 18:45
56. Blub

Zunächst einmal brauche ich wohl nicht zu erklären, dass es nicht um soziales Empfinden ging als man deutsche Milliarden nach Griechenland geschickt hat. Genauso wie der deutschen Bevölkerung ist es den deutschen Politikern ziemlich egal ob jemand in Griechenland arbeitslos ist, oder ob die Menschen auf die Strasse gehen. Es gab vor den ersten Hilfszahlungen einen breiten politischen Konsens darüber, dass es unabsehbare Folgen haben würde die Griechen "spontan" aus der Währungsunion zu entlassen. Hierbei ging es niemals um die Folgen für Griechenland sondern stets die Folgen für den Wirtschaftsstandort Deuschland und damit den deutschen Steuerzahler. Weitere Hilfsmilliarden sind geflossen, um einen Zusammenbruch des Euro zu verhindern. Dahinter stand die Idee, dass ein Scheitern Griechenlands durch die enge finanzielle Verflechtung der Mitgliedsstaaten und ihrer Bankensysteme großflächig schaden anrichten könnte. Auch hierüber herrschte ein breiter politischer Konsens (SPD,CDU,Grüne,FDP). Nicht einmal ging es hier darum irgendeinen Griechen vor der Erwerbslosigkeit zu retten oder deren Pensionen zu subventionieren.

Erst durch die Vorbereitungen der vergangenen Monate ist es möglich die Griechen ohne unabsehbare Schäden aus der Eurozone zu entlassen, weil die Risiken bewertet und zum Teil bereits abgeschrieben wurden und neue Kapitalanforderungen für Banken vorgeschrieben wurden.

Wenn ich höre, dass es Klüger gewesen wäre den Griechen von Anfang an kein Geld zu geben, dann frage ich mich wie damals ein so breiter Parteienkonsens gegen die (recht verblödete Meinung) der Bevölkerung zustande gekommen ist. Wahrscheinlich darf ich mir dazu jedoch anhören, dass sowieso keiner unserer Politiker Ahnung hat bzw. ohnehin nur langer Arm der Banken ist und das alle hier es viel besser gewusst hätten.

Bei all den riesigen Zahlen der Rettungspakete sollte vielleicht hin und wieder mal berücksichtigt werden, dass der Untergang des Euro für Deutschland leicht einen Billionenverlust verursachen könnte. Ich möchte mir nicht vorstellen wie ein Unternehmen wie BMW ihr Forderungsmanagement betreiben will, wenn auf der ganzen Welt niemandem mehr klar ist was all die lustigen Euro Beträge in all den Verträgen, Rechnungen, Bilanzen usw. für einen Wert haben sollen. Wer ernsthaft behauptet wir schicken Geld nach Griechenland weil wir so sozial sind bzw. behauptet eine Abschaffung des Euro wäre kein Problem dann finde ich das mehr als nur amüsant. Die Einführung des Euro dauerte übrigens etwa 7 Jahre. Alle sind sich darüber einig das in diesem recht langem Zeitraum riesige Fehler passiert sind ( siehe Griechenland). Vor diesem Hintergrund sollte es wohl kein Problem darstellen in den nächsten 12 Monaten sämtliche Nationalwährungen wieder herzustellen ohne das es größere Probleme gibt. Hier kann man dann wohl getrost "good luck" wünschen und die Uhr danach stellen das eine Reihe Dax Konzerne beim Insolvenzgericht antreten. Aber viele würden sicher auch das begrüßen.

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tomislav77 24.07.2012, 18:46
57. soweit,

Zitat von michael1960wupper
KEIN CENT kommt in GR an, es geht alles als Zinseszahlungen zurück, D verdient an dieser Geschichte, ist Ihnen das klar?
...sogut, aber die zinszahlungen werden doch geleistet für einen kredit, der früher von GR aufgenommen wurde, um damals etwas davon zu bezahlen. pensionen, sozialleistungen, rüstungsausgaben, etc., richtig? also ist doch jetzt die haftung für nicht rückzahlbare kredite auch solidarisch, oder nicht nicht?

es hat doch GR seinerzeit die leistungen erhalten, und der steuerzahler der EU steht gerade für die nun fälligen zinszahlungen.

nur inwieweit der deutsche bürger (ich nehm mal als beispiel einfach mich) davon profitiert, würde ich erklärt haben wollen. ich bin ganz ohr bzw. folge ihnen hier im forum gerne weiter.

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zarathustra-4 24.07.2012, 18:51
58. Hallo, Herr Samaras!

Zitat von sysop
"Sie tun alles, damit wir scheitern": Mit ungewohnt scharfen Worten hat Griechenlands Premier Samaras europäische Politiker angegriffen, die über ein Euro-Aus Athens spekulieren - zum Beispiel Vizekanzler Philipp Rösler.
Halten wir mal fest: Griechenland hätte nie ein Euro-Land werden dürfen, wenn es mit rechten Dingen zugegangen wäre. Es war allen halbwegs vernünftigen Menschen (sogar der Statistikbehörde der EU) klar, dass die Statistiken, die zur Aufnahme führten, grob gefälscht waren. Und das waren Ihre Kollegen, Herr Samaras, die das veranlasst haben und verantwortlich sind. Ihre Kollegen aus der Gruppe der nichtsnutzigen, korrupten Politikerkaste, die Griechenland seit vielen Jahren regiert! Es ist schon fast egal, aus welcher Ecke Griechenlands die Politiker kommen. Man sollte sie alle zum Teufel jagen und mit einem 10-jährigen Verbot belegen, als Politiker tätig zu werden (auch auf Kommunalebene)!

Halten wir weiter fest, dass die Politiker der anderen Länder des Euro-Clubs sich völlig falsch verhalten haben, an der Spitze die deutsche Kanzlerin. Hätten sie EU-vertragsgetreu gehandelt, wäre schon beim ersten Anschein der griechischen Finanzprobleme eine Hilfe abgelehnt worden.

Halten wir weiter fest, die Ablehnung der bisher nicht fruchtenden Finanzhilfen hätte zu dem geführt, was wir in den nächsten Tagen - nach langem Hin und Her - erleben werden: zum Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone.

Halten wir fest: Der Austritt Griechenlands aus dem Euro und die Wiedereinführung der Drachme vor Jahren hätte Chancen zur wirtschaftlichen Gesundung des Landes geboten. Und es hätte den "solidarischen" Länder (in erster Linie Deutschland) viele Milliarden erspart.

Hallo, Herr Samaras, was wollen Sie eigentlich? Sollen deutsche Politiker (wie der von mir nicht sonderlich geschätzte Philipp Rösler) nicht mehr die Wahrheit sagen dürfen? Die Wahrheit, die die Spatzen von allen Dächern pfeifen?

Sie werden sehen, Herr Samaras, wie immer wird die Wahrheit an den Tag kommen - mit Konsequenzen für Ihr Land und (leider) auch Konsequenzen für die anderen ("solidarischen") Länder, die den Euro eingeführt haben.

Nachsatz: Was waren die Länder (oder ihre Politiker) so klug, die sich nicht auf das Euro-Experiment eingelassen haben! Uns hat das in erster Linie der Dicke aus Oggersheim eingebrockt. Das Scheitern des Euro wird den Ruhm des "Kanzlers der Wiedervereinigung" sicher ganz schön verblassen lassen!

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Kurt Köster 24.07.2012, 19:04
59. 3. Paket

Zitat von Paul-88
Spanien wird Griechenland zum Verhängnis. Nachdem der ESM in Deutschland so gut wie durch ist und die Hilfskriterien beim letzten Gipfel noch mal aufgeweicht und ausgeweitet wurden, wissen die Deutschen, dass es für sie teuer wird. Spanien kollabiert und wird alles an Hilfen aus den Rettungsschirmen brauchen, was irgendwie verfügbar ist. In diesem Umfeld ist den Deutschen ein drittes Hilfspaket für Griechenland einfach nicht vermittelbar. Dazu rückt der Bundestagswahlkampf immer näher und FDP und CSU müssen mit herben Verlusten rechnen, wenn sie nicht bald auch einmal klare Kante zeigen. Einen Wahlkampf, in dem sich FDP und CSU von ihren potentiellen Wählern einen totalen Ausverkauf deutscher Interessen vorwerfen lassen müssen, können sich beide nicht leisten.
Alle Optionen müssen jetzt auf den Tisch. Auch ein drittes Griechen-Paket. Wenn Frau Merkel sagt, sie könne nicht noch einmal wegen Griechenland vor den Deutschen Bundestag treten, dann ist das Unfug. Mit den Stimmen der SPD hat die Kanzlerin eine sichere Mehrheit für eine Ausweitung der Hilfen.

Es stellt sich natürlich auch die bohrende Frage: Welchen Sinn hätten die ersten beiden Pakete gehabt, wenn wir jetzt alles am dritten Paket scheitern lassen?

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