Forum: Politik
Griechenlands Euro-Austritt: Mehrheit der Deutschen für Grexit
REUTERS

Die Mehrheit der Deutschen hält laut einer neuen Umfrage die griechische Regierung für unseriös. Das färbt das Stimmungsbild in der Grexit-Frage: Nur noch 40 Prozent sind für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone.

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carahyba 13.03.2015, 09:40
70. Wer hat denn diese Umfrage in Auftrag gegeben?

Zitat von j.bunyan
Hoffentlich kommt das auch endlich bei unserer Bundesregierung an! Warum kommt die Umfrage erst nach dem jünsten Beschluss im Bundestag?
Leider konnte ich beim lesen des Artikels nicht erkennen wer die Umfrage in Auftrag gegeben hat. Ich tippe mal es war die Regierung.

Erst wird täglich gehetzt, dann wird eine Umfrage erstellt ob diese Hetze auch gewirkt hat.
Die Umfrage könnte auch im Auftrage von BLÖD erfolgt sein. Die Wirkung ist dieselbe.

Für mich ist die Sache klar, Schäuble&Co.KG (alias Euro-Gruppe) versuchen SYRIZA die Liquidität abzuschneiden, damit ist ein einseitiges Moratorium so gut wie sicher.

SYRIZA wird das verbleibende wenige Geld eher für Suppenküchen verwenden, als es dem IWF zu geben. Und damit ist die Zahlungsunfähigkeit gegeben. Wenn der Bruch mit Schäuble&Co.KG vollzogen ist, wird SYRIZA versuchen sich Geld bei alternativen Geldgebern zu besorgen. Und wahrscheinlich auch bekommen.

Aber dann fängt der Propagandakrieg erst richtig an, Schäuble&Co.KG muss erklären warum ihnen der IWF wichtiger ist als einige hunderttausend Familien die vor dem Nichts stehen.

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freierbuerger 13.03.2015, 09:42
71. @ Korf

Zitat: Medien und Politik haben in den letzten Monaten alles dafür getan, dass das Bild der Deutschen von Griechenland zunehmend dunkler geworden ist. Zitat Ende.

Nein, es war die umprofessionelle links-rechts-populistischen Regierung Zipras und deren Unverschämtheiten gegenüber Deutschland, die zu diesem Ergebnis geführt haben.

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Das Grauen 13.03.2015, 09:43
72. Wir sind eben realistisch.

Griechenland ist pleite. Und die Syriza-Regierung hat mit ihrem unseriösen, ja unverantwortlichen Verhalten gleich in den ersten Tagen die Wirtschaft ruiniert, eine neue Bankenkrise verursacht und die Reputation des Landes so erschüttert, das sich bei der letzten Auktion von Staatsanleihen kaum noch Käufer fanden (etwa die Hälfte der Papiere wurde von Reserven bezahlt, die die Regierung kontrolliert). Gleichzeitig hält man an zur Zeit unfinanzierbaren Ausgabenprogrammeb fest, während man die Kreditgeber regelmäßig so vor den Kopf stösst als ob man jeden Kompromiss verhindern will. Diese Politik kann nur in den Grexit führen!

Angesichts dessen wird es höchste Zeit, den Traum von einer Modernisierung Griechenlands innerhalb des Euroraums aufzugeben. Seit 2010 (die Regierung Papandreou hatte ja erst spät, 5 vor 12, um Hilfe gebeten) haben die Europäischen Partnerstaaten das Land unterstützt, in völliger Übereinstimmung mit der großen Mehrheit der griechischen Bevölkerung, die den stabilen Euro behalten wollte. Dies darf nicht vergessen werden, es ging eben nicht nur darum, die Banken zu retten, was wesentlich billiger und nachhaltiger gewesen wäre. Griechenland hat von diesem Programm enorm profitiert, durch die Rettung seiner Banken, Sozialkassen, und die Finanzierung der enormen Defizite. Ohne diese Hilfe hätten die Kürzungen, die sogenannte "Austerity", schlagartig und viel härter ausfallen müssen. Echten Dank hat die "Troika" dafür nie erhalten, stattdessen wurde sie nichtt nur von griechischen Medien, Demagogen und selbst den unfähigen Regierungen ständig zum Sündenbock gemacht. Als ob die Rettung des Landes nicht zuallererst die Aufgabe der griechischen Politiker wäre, die leider mehr an die eigenen Interessen denken als an ihre patriotische Verantwortung.

Dieses Projekt ist an der politischen Kultur des Landes gescheitert. Man kann ein Umdenken in den Köpfen eben nicht mit Geld bewirken, dazu wäre eine starke Reformbewegung im Lande selbst nötig gewesen, die aber nie entstanden ist. Noch mehr Mittel in die Rettungsmaßnahmen zu stecken, würde nur die Schulden erhöhen, die die Bundesbürger für die Griechen abzahlen müssen, ohne etwas zum Positiven zu ändern. Wir Deutschen sind für verantwortungsvolle Finanzpolitik, und die verantwortungsvolle Konsequenz ist jetzt der Grexit! Das ist auch im Interesse der Griechen, denn ein Herauszögern des Staatsbankrotts verlängert nur die wirtschaftliche Misere. Griechenland ist mit der Drachme jahrzehntelang einigermaßen über die Runde gekommen, dies ist jetzt der einzig sinnvolle Plan B. Grexit jetzt!

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Der Thannhäuser 13.03.2015, 09:43
73.

Die Presse schreibt seit Wochen der Grexit wäre jetzt vorstellbar und siehe die Bevölkerung glaubt es. Und sie glaubt auch, das wäre aus der Portokasse zu bezahlen.

Die Fakten sehen da anders aus. Geht Griechenland in die Pleite haftet Deutschland mit 60 Milliarden Euro.

Nur kann sich kein normaler Mensch vorstellen, wieviel Geld das eigentlich ist: Um als normalsterblicher EINE Milliarde zusammen zu bekommen, müßte man nur grob 20 Jahre lang jeden Samstag eine Millionen Euro im Lotto gewinnen. Für 60 Milliarden braucht man dafür 1200 Jahre, die man jeden Samstag immer wieder im Lotto gewinnt. Und ich habe das noch nicht ein einziges mal hinbekommen.

Also wenn ihre Vorfahren in der Zeit Karl des Großen angefangen hätten Lotto zu spielen, immer gewonnen hätten, und jeden Pfennig zur Seite gelegt hätten, hätten sie jetzt genug Geld, um den Grexit zu finanzieren. Und dabei ist schon außer acht gelassen, dass Sie die DM - Euro Umstellung mit 2 zu 1 alleine 600 Jahre zurückgeworfen hätte.

Wenn man dagegen das Umfrageergebnis sieht: "47 Prozent gehen eher von nicht so einem starken Schaden aus; und elf Prozent meinen, dass dies Deutschland überhaupt nicht schaden würde.", dann weiß man, das die Presse wohl eher schlecht informiert. Meinungsbildung für Umfragen hat halt mehr mit Überschriften in den Meldungen, als mit Fakten zu tun.

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Xander 13.03.2015, 09:43
74. Wen wundert es noch?

Wer möchte denn ein Land in der Union haben, das nur mit Erpressungen vorankommt? Mit Erpressung in die Union aufgenommen worden, mit Erpressung versuchen die Schulden zu tilgen. Mit der aktuellen Regierung haben die Griechen sich keinen Gefallen getan.

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Eppelein von Gailingen 13.03.2015, 09:43
75. Dieses Umdenken der Deutschen pro Griechenland war längst überfällig

Lassen wir uns zum Affen von Sprücheklopfern degradieren und an der Nase herumführen, die offenbar nichts anderes als billige Blender sind? Die restlichen verbliebenen 40% Befürworter sind auch noch zu viel. Das Duo Tsipras/Varoufakis wollte doch die gesamte EU, besonders Deutschland das Fürchten lernen? Die Sprengladung haben die auf sich gerichtet. Auch die verkappten Hilfsarmeen in den Foren scheinen die Mitläufer unserer Linken zu sein. Normal Gestrickte kapieren das Unglück Griechenland.
Deswegen wundert es nicht, wenn die Zusammenarbeit und der gute einvernehmliche Wille mit solchen unflätigen Politikern aufgekündigt wird. Alles andere hat keinen Zweck.
Das Thema Abfindungszahlungen aus den Kriegsverbrechen gehört nicht mit dem jetzigen Zustand, den Griechenland selbstverschuldet hat, verwoben. Dies kann die Politik gesondert behandeln. Billige Schuldner greifen nach allen möglichen Strohhalmen, schmeißen auch mit allem greifbaren Dreck.

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nikolaus1962 13.03.2015, 09:44
76. Wir leben in einer globalen Welt.

Die Wirtschaft hat nicht geschlafen und hat, das längst weiter entwickelt während die Politik aller EU Staaten, lange geschlafen haben und nicht in dieser Hinsicht auf den Weg gebracht hat und so haben wir jetzt den Schaden. Die griechische Politik mit Tsipras finde ich nicht unseriös, ganz im Gegenteil ich finde, das gut. Es kann und es darf einfach nicht sein, das griechische Menschen mit kleinem Einkommen die Zeche zahlen sollen und ein solches Leid und Elend über diese Menschen gekommen ist und, das so schlimm, das sich viele sich, das Leben nehmen und Kinder unterernährt sind und das es sowas überhaupt in Europa wieder gibt, wo ganze Massen an Menschen in Griechenland in Armut und Elend verdonnert worden sind. Es gibt sowas wie eine ausgleichende Gerechtigkeit wo auch wir wieder lernen müssen, dass wenn es anderen Menschen in der Welt schlecht geht, dass das unweigerlich auf uns zurück schlägt und ich hoffe, dass es so kommt. Mal sehen ob Merkel dann immer noch die mächtigste Frau auf der Welt ist so wie der Spiegel und andere Medien, das so gerne betonen. Wenn Griechenland sich gegen solche Diktate und Auflagen wehrt finde ich das nur richtig und sie haben mein Verständnis und meine Sympathie. Wir haben keine Demokratie, wir haben eine Bankrottikratie.

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eskimoser 13.03.2015, 09:44
77. Ach!

-Die Mehrheit der Deutschen hält laut einer neuen Umfrage die griechische Regierung für unseriös.-

Und deshalb, jetzt auf einmal, sind mehre gegen als fuer den Verbleib im Euro?
Und es wird wirklich daran geglaubt, das der Ausloeser erst jetzt, mit der linken Regierung, gefunden wurde?
Gehen wir mal wohlwollend davon aus, das die Umfrage nicht der Rechtfertigung eines eventuellen Meinungswechsels der Entscheider dienen soll:
Wurde frueher auch suggestiv gefragt "Halten sie die die griechische Regierung für un/seriös?"

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grilo 13.03.2015, 09:44
78. Faszinierend

Dass eine Regierung die wirklich für die Interesse des kleinen Mannes (der kleiner Frau) als unseriös abgestempelt wird. Kann sein dass die GRegierung nicht alles richtig macht, aber sie vertreten eindeutig NICHT die Banken und Finanzinstituten. Komische Wahrnehmung der Befragten! Ich bin für den Verbleibt Griechenland in der Eurozone, Einführung eine Arbeitslosenunterstützung auf EU Ebene und dann die Banken die sich in G verspekuliert haben, einfach pleite gehen lassen und dazu das Management zu Rechenschaft zu ziehen! Dazu Griechisches Grossvermögen in Ausland erfassen und eventuell bei verdacht blockieren / einfrieren bis die Steuerfrage (bzw. Hinterziehung der Steuer) geklärt ist.
Weil dieses Geld ist schon lange nicht mehr in Griechenland sondern in: London, Zürich, Frankfurt, ....

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Spiegelkritikus 13.03.2015, 09:45
79. Einzige Lösung: geordneter Grexit

Inzwischen müßte der griechischen Regierung klar sein, daß sie mit keinerlei Zugeständnissen von seiten Brüssels und vor allem Berlins rechnen kann. Der strategische "Pakt mit dem Teufel" (Varoufakis) wird nicht zustande kommen, weil zwei unversöhnliche politische Paradigmen aufeinander prallen: neoliberale, finanzaffine Elitenpolitik und demokratisch-bürgerorientierte. Im Interesse nicht nur der griechischen Bevölkerung, sondern ganz Europas sollte Syriza konsequent am demokratischen Prinzip festhalten.

Die einzige Lösung ist dann der Grexit, den nun beide Seiten vorbereiten sollten, damit dieser nicht abrupt und chaotisch verläuft.
Dazu gehört zuvörderst, daß man Griechenland die noch ausstehenden knapp 8 Milliarden aus dem laufenden Finanzprogramm zukommen läßt. Dadurch kann ein einigermaßen geordnetes Ausscheiden im Juli ermöglicht werden.

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