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Griechenlands Reparationsforderung: Der nette Herr Gauck sagt Nein
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Griechenland steckt noch tief in der Wirtschaftskrise - das bleibt Joachim Gauck bei seinem Staatsbesuch nicht verborgen, der Präsident lobt die Anstrengungen der Gastgeber. Doch beim Thema Kriegsreparationen zeigt er sich hart: Geld für Verbrechen der Wehrmacht soll es nicht geben.

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mariameiernrw 06.03.2014, 16:50
1. Typisch Griechenland

Zitat von sysop
Griechenland steckt noch tief in der Wirtschaftskrise - das bleibt Joachim Gauck bei seinem Staatsbesuch nicht verborgen, der Präsident lobt die Anstrengungen der Gastgeber. Doch beim Thema Kriegsreparationen zeigt er sich hart: Geld für Verbrechen der Wehrmacht soll es nicht geben.
Selbst wenn es noch offene berechtigte Forderungen gegeben hat, so sind diese mittlerweile längst verjährt: Anzumelden waren sie spätestens bei der Aushandlung des Zwei-Plus-Vier-Vertrags. Da sind sich fast alle Völkerrechtler einig.
Dass dies nicht geschehen ist, ist so typisch für Griechenland: Die Schuld für das Verprassen des Staatsgeldes wird anderen gegeben. Zudem zeigt dies, dass Griechenland ein Bürokratiemonster ist, dass wichtige Fristen verpasst.

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wibo2 06.03.2014, 16:57
2. Mit deutschen Kriegsschulden Griechenland sanieren?

Zitat von sysop
Griechenlands Reparationsforderung: Der nette Herr Gauck sagt Nein Griechenland steckt noch tief in der Wirtschaftskrise - das bleibt Joachim Gauck bei seinem Staatsbesuch nicht verborgen, der Präsident lobt die Anstrengungen der Gastgeber. Doch beim Thema Kriegsreparationen zeigt er sich hart: Geld für Verbrechen der Wehrmacht soll es nicht geben.
Die Milliardenhilfen an Griechnland (als Kredite getarnt) wird man wohl
niemals zurückbekommen. Die Kredite aus den Jahren 2000 plus werden
die deutschen Kreditgeber sowieso weitgehend abschreiben können. So
aber bestünde die Chance, gleichzeitig eine schwierige Altlast löschen.
Denn netto wird bei einer Verrechnung nicht viel mehr zu zahlen sein.

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analysatorveritas 06.03.2014, 17:01
3. Tief in der Krise!

Zitat von sysop
Griechenland steckt noch tief in der Wirtschaftskrise - das bleibt Joachim Gauck bei seinem Staatsbesuch nicht verborgen, der Präsident lobt die Anstrengungen der Gastgeber. Doch beim Thema Kriegsreparationen zeigt er sich hart: Geld für Verbrechen der Wehrmacht soll es nicht geben.
Griechenland steckt tief in der Krise. Griechenland ist innerhalb der Eurozone niemals eigenständig existenz- und überlebensfähig. Die wirtschaftliche Basis dazu fehlt, die volkswirtschaftliche Basis ist seit 2010 um über 25% erodiert. Laut Jens Weidmann bräuchte Griechenland als Euromitgliedsstaat im Schnitt alle fünf Jahre einen massiven Schuldenschnitt.

Nun zum Thema Kriegsreparationen: Leider ist es mehr als traurig, wenn man nach Jahrzehnten seit dem WK II und nach selbstverschuldetem Schlendrian im eigenen Land neue Rechnungen aufmacht. Mit dem gleichen Recht könnten Iran (Persien) Rechnungen aus Zeiten Alexanders des Großen aufmachen. Zerstörung von Persepolis oder von Troja.

P.S. Griechenland wollte den Euro und bekam ihn, die deutsche Bevölkerung lehnte den Euro ab und bekam ihn ohne Volksabstimmung. Wie auch die dazu gehörigen Rettungsschirme.

http://de.wikipedia.org/wiki/Persepolis
http://de.wikipedia.org/wiki/Trojanischer_Krieg
http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_der_Gro%C3%9Fe

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Leto13 06.03.2014, 17:01
4. hm

Wenn sich der SPON Journalist damit befasst haette, warum es bei Gauck's Besuch so ruhig war, dann haette er geschrieben, dass die griechische Polizei seit neuestem, in demokratischer Manier, so wie es auch in anderen EU Laendern gilt, einfach das Versammlungsrecht aussetzt, alles absperrt, Metrostationen im Zentrum schliesst, um dem werten Gast aus Deutschland ja keine Realitaet zu praesentieren. Das Gauck'sche Gelaber ist so sinnlos wie sein Besuch. Besuche deutscher Politiker in Orten, wo ihre politischen Vorfahren Massaker durch ihre militaerischen Kollaborateure billigten, sind laecherlich und heuchlerisch. Sie sprechen von moralischer Schuld und ignorieren die realen finanziellen Schulden, mit denen nicht nur die direkten Ergebnisse deutsche Taten und das Zwangsdarlehen kompensiert wuerden, sondern auch die makrooekonomischen Auswirkungen der Ermordung Hunderttausender und der Zerstoerung der Wirtschaft des besetzten Landes.

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flaviussilva 06.03.2014, 17:12
5. Nicht ganz richtig !

Zitat von mariameiernrw
Selbst wenn es noch offene berechtigte Forderungen gegeben hat, so sind diese mittlerweile längst verjährt: Anzumelden waren sie spätestens bei der Aushandlung des Zwei-Plus-Vier-Vertrags. Da sind sich fast alle Völkerrechtler einig. Dass dies nicht geschehen ist, ist so typisch für Griechenland: Die Schuld für das Verprassen des Staatsgeldes wird anderen gegeben. Zudem zeigt dies, dass Griechenland ein Bürokratiemonster ist, dass wichtige Fristen verpasst.
1. Die Griechen erhielten Reparationsleistungen aus der Britischen Besatzungszone, nach Abmachung mit dem Allierten Kontrollrat.
Die Sachleistungen wurden bereitgestellt, aber nie von den Griechen
abgeholt und sind dann im Hamburger Hafen verrostet und letztendlich
verschrottet worden.

2. Im Rahmen des Globalabkommens erhielt Griechenland von der
Bundesrepublik Deutschland Entschädigungszahlungen und hat sich
im Gegenzug verpflichtet auf weitere Forderungen zu verzichten !
Insofern, hatte Griechenland bei den 2+4 Verhandlungen gar keine
Ansprüche mehr !

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KarnEval 06.03.2014, 17:12
6. welches REGIME hat so etwas denn nötig??

Wegen des Besuchs vom deutschen Präsidenten Joachim Gauck verboten die Behörden aus Sicherheitsgründen, von 7.00 bis 20.00 Uhr (Ortszeit) Kundgebungen in einigen Teilen Athens durchzuführen.

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RioTokio 06.03.2014, 17:14
7.

Zitat von sysop
Griechenland steckt noch tief in der Wirtschaftskrise - das bleibt Joachim Gauck bei seinem Staatsbesuch nicht verborgen, der Präsident lobt die Anstrengungen der Gastgeber. Doch beim Thema Kriegsreparationen zeigt er sich hart: Geld für Verbrechen der Wehrmacht soll es nicht geben.
Dir Enkel und Urenkel sollen jetzt also zahlen?
Profitieren würden die Enkel und Urenkel der Opfer.
Wer käme dann als nächstes, es gab ja viel umkämpftere Ecken als Griechenland. Die Ukraine z.B., Polen, Rußland, Frankreich etc...

Können wir nicht noch Reparationen für die Napoleonischen Kriege einfordern?

Es wird wohl nichts mit der Extrakohle aus Deutschland.
Es hilft nichts, ohne eigene Arbeit geht es nicht für die Griechen...

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Leto13 06.03.2014, 17:18
8. hm

Zitat von RioTokio
Dir Enkel und Urenkel sollen jetzt also zahlen? Profitieren würden die Enkel und Urenkel der Opfer. Wer käme dann als nächstes, es gab ja viel umkämpftere Ecken als Griechenland. Die Ukraine z.B., Polen, Rußland, Frankreich etc... Können wir nicht noch Reparationen für die Napoleonischen Kriege einfordern? Es wird wohl nichts mit der Extrakohle aus Deutschland. Es hilft nichts, ohne eigene Arbeit geht es nicht für die Griechen...
Wer meinen Sie wird die jetzigen deutschen Kredite fuer Griechenland an Berlin zurueckzahlen muessen, wenn nicht unsere Kinder, Enkel und Urenkel?

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brux 06.03.2014, 17:18
9. ------------

Leider machen die Journalisten ihre Arbeit nicht.
Jeder mit etwas Einblick weiss, dass die Griechen nur einen Bruchteil der Reformen angegangen haben. Und davon wird das meiste noch verschleppt.
Offenbar glaubt man, die Erpressung der Eurozone ist ein Dauermodell.
Rappelt sich aber Italien und stärkt die Europawahl die Skeptiker erheblich, wird man Griechenland ganz schnell fallen lassen. Die Griechen haben es wirklich geschafft, auch noch den letzten Gutmeinenden zu vergraulen.
Es gibt ca. 450 Reformmassnahmen, die vereinbart wurden. Kann doch der Volontär mal abklopfen.....

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