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Griechisch-mazedonische Einigung: Das Ende einer Fehde
AFP

Griechenland und Mazedonien haben ihren Namensdisput beigelegt und ein Abkommen unterzeichnet. Doch in der Bevölkerung gibt es Widerstand. Am Rande der Vertragsunterzeichnung kam es zu Protesten.

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snof 17.06.2018, 18:18
1. Endlich

obsiegt die Logik auf dem Balkan und dem vom Westen vielgescholtenen Tsipras gebührt diesmal Anerkennung... Er ist zwar auch nicht gerade mein Favorit, aber wie es scheint viel besonnener als ursprünglich abgenommen...

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klarafall 17.06.2018, 19:01
2. Folgerichtig

Als Linker hat Tsipras genau so gehandelt, wie es von ihm im besten Fall erwartet werden konnte: Er hat den in GR weit verbreiteten, mehrheitsfähigen Nationalismus überwunden, und ein Abkommen mit Mazedonien ausgehandelt. Daß sowohl die Nea Dimokratia als auch alle anderen, noch rechteren Gruppen und Parteien dagegen sind, ist ebenfalls abzusehen gewesen. Daß dies so ist, liegt nicht zurecht daran, daß die Griechen extrem stolz auf ihre Vergangenheit sind - mit gutem Grund. Sie vergessen aber dabei, daß die heutigen Bewohner von Hellas fast nichts mehr mit den denjenigen zu tun haben, die dort vor 2500 Jahren lebten. Auch die Neu-Hellenen sind, genauso wie die Neu-Mazedonier, ein Volk mit gemischten Wurzeln. Das wird nur in GR nicht gern gehört. Aber was will man auch machen, sie haben ja auch sonst leider wenig, auf das sie stolz sein könnten. Und dann kramt man halt in der Geschichte und biegt sich diese zurecht, wie man's gern hätte (sieh Gauland für den gleichen Effekt in Deutschland).

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unitedwestand 17.06.2018, 21:01
3. Blick in die Zukunft

Diese Entwicklung ist sehr begrüßenswert. Jetzt gilt es die Bevölkerungen zu überzeugen, was nicht einfach wird, vor allem in Griechenland. Nord-Mazedonien hat in einer merkwürdigen Art von nation-building eine Identität herbeigeredet in einem Vielvölkerstaat mit massiven nationalen Animositäten. Und nach allem, was man sieht, sind sie damit weggekommen. Sei‘s drum. Ich hoffe sie werden so schnell wie möglich in die EU und die NATO aufgenommen. Davon können alle nur profitieren.

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nofreemen 17.06.2018, 21:07
4. wem es gefällt

Nord-Mazedonien hört sich an wie eine Nord-Region von Griechenlands Mazedonia. Eine gute Lösung sieht anders aus. Nur um Puyin eins sus xu widchrn do etwas zu machen grenzt an Volksverrat auf beiden Seiten. Und die EU klatscht Beifall. Kaum zu glauben. Ein neuer Kriesenherd wurde unterzeichnet. Aber die beiden Völker können und werden den Deal korrigieren.

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Nickg 17.06.2018, 21:49
5. Verrat an der Geschichte Griechenlands

Dass die ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien keinen Bezug zur Geschichte des antiken Mazedonien hat kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen. Uns wäre in Deutschland auch nicht wohl wenn es einen neuen souveränen Staat östlich von Deutschland geben würde mit dem Namen Preußen oder Brandenburg! Selbiges ist jetzt im Balkan passiert. Premier Tsipras hat mal wieder sein Volk verraten.

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pavel1100 17.06.2018, 22:09
6. Gute Lösung

Zitat von nofreemen
Nord-Mazedonien hört sich an wie eine Nord-Region von Griechenlands Mazedonia. Eine gute Lösung sieht anders aus. Nur um Puyin eins sus xu widchrn do etwas zu machen grenzt an Volksverrat auf beiden Seiten. Und die EU klatscht Beifall. Kaum zu glauben. Ein neuer Kriesenherd wurde unterzeichnet. Aber die beiden Völker können und werden den Deal korrigieren.
Ein Blick auf eine historische Karte und es ist klar dass der heutige Staat im nördlichen Teil des antiken Mazedonien liegt. Aus meiner Sicht eine gute Lösung, was auch immer Griechische und Mazedonische Nationalisten sagen. Es geht dabei nicht darum Putin eins auszuwischen, schließlich streben die Bürger Nord-Mazedoniens mehrheitlich in Richtung EU und Nato. Wenn dabei als Nebeneffekt der destruktive Einfluss des russischen Unrechtsstaates zurückgedrängt wird geht das aber in Ordnung.

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geschwafelablehner 17.06.2018, 22:32
7. No problem!

Zitat von Nickg
Dass die ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien keinen Bezug zur Geschichte des antiken Mazedonien hat kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen. Uns wäre in Deutschland auch nicht wohl wenn es einen neuen souveränen Staat östlich von Deutschland geben würde mit dem Namen Preußen oder Brandenburg! Selbiges ist jetzt im Balkan passiert. Premier Tsipras hat mal wieder sein Volk verraten.
Ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn sich auf dem Gebiet des heutigen Polens (oder wo auch immer) ein Staat namens Preußen, Brandenburg oder Pommern bilden würde; vielleicht will der sich dann irgendwann mal mit uns vereinigen, wozu wir zustimmen können, oder auch nicht; vielleicht will sich ja auch Nordmazedonien irgendwann mal mit Griechenland vereinen, wozu dann Griechenland zustimmen könnte, oder auch nicht; es ist doch wirklich nicht anzunehmen, dass das kleine Nordmazedonien irgendwann auf die Idee kommen könnte, das größere Griechenland anzugreifen;
und zu Zeiten, wo alle diese Staaten sowieso in der EU sind, machen solche Streitereien sowieso keinen Sinn!

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Ökofred 18.06.2018, 23:02
8. Sicher...

Zitat von nofreemen
Nord-Mazedonien hört sich an wie eine Nord-Region von Griechenlands Mazedonia. Eine gute Lösung sieht anders aus. Nur um Puyin eins sus xu widchrn do etwas zu machen grenzt an Volksverrat auf beiden Seiten. Und die EU klatscht Beifall. Kaum zu glauben. Ein neuer Kriesenherd wurde unterzeichnet. Aber die beiden Völker können und werden den Deal korrigieren.
Die beiden Völker haben sich in den letzten 25 Jahren viel Mühe gegeben, den Deal zu VERHINDERN. Aber jetzt wachen die auf.. klar..
Aber vlt haben Sie auch gleich einen Namenssvorschlag für dei "beiden Völker"?

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oalos 18.06.2018, 23:17
9. Genau das ist das Problem.

Zitat von geschwafelablehner
Ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn sich auf dem Gebiet des heutigen Polens (oder wo auch immer) ein Staat namens Preußen, Brandenburg oder Pommern bilden würde; vielleicht will der sich dann irgendwann mal mit uns vereinigen, wozu wir zustimmen können, oder auch nicht; vielleicht will sich ja auch Nordmazedonien irgendwann mal mit Griechenland vereinen, wozu dann Griechenland zustimmen könnte, oder auch nicht; es ist doch wirklich nicht anzunehmen, dass das kleine Nordmazedonien irgendwann auf die Idee kommen könnte, das größere Griechenland anzugreifen; und zu Zeiten, wo alle diese Staaten sowieso in der EU sind, machen solche Streitereien sowieso keinen Sinn!
Es gab kein Mazedonien auf jugoslawischem Gebiet, bis Tito 1944 an der Südgrenze eine Provinz so benannte. In der Absicht, am Ende WK II und während des beginnenden Bürgerkriegs in GR sich das eigentliche griechische Makedonia einzuverleiben. Da gibt es nichts zu vereinen -- Nordmazedonien hat mit der griechischen Provinz weder sprachlich noch kulturell etwas gemein.

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