Forum: Politik
GroKo-Debatte in der SPD: Die Vorzeige-Demokraten
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Man kann sich über die SPD prima lustig machen in diesen Tagen: Seht, wie sie sich wieder zerlegen! Dabei zeigen die Genossen mit ihrem GroKo-Streit, was eigentlich alle Parteien auszeichnen sollte.

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neanderspezi 17.01.2018, 18:20
1. Die Groko-Aufführung und ihre Darsteller

Jawohl Herr Schulz: klein, kleiner, Groko - Sie schaffen das, Sie sind ja schließlich auch ein Anwärter auf ein GroKo-Amt, nicht wahr. Gehen Sie nur vollends aus sich heraus und lassen sich von Frau Merkel an die Hand nehmen, dann wird dieses GroKo-Kasperltheater noch eine wunderbare Reality-Show mit allem Drum und Dran. Achten Sie nur auf den Herrn mit der Klatsche, diesen Dobrindt, der kippt Sie sonst noch aus der Sänfte, bevor sie unter den aufmerksamen Schutz von Frau Merkel gelangt sind.

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dulcineadeltoboso 17.01.2018, 18:26
2.

So kann man das natürlich auch ausdrücken. Man kann aber auch anders: Bei vielen Sozialdemokraten ist die Rechthaberei stärker ausgeprägt als der Gestaltungswille.

"Die Moral. Die gute Sache". Alles lobenswert. Ab und zu sollte man aber die Realität nicht ganz aus den Augen verlieren. Ansonsten rudert man ständig zurück. Beispiel Flüchtlingspolitik: Obergrenze, Transitzonen... Nie mit der SPD!!! Oder doch? Aber immer ein Stück hinter den aktuellen Entwicklungen.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Weil die SPD bekanntlich für "die Moral, für die gute Sache" steht, sollte sie die geistige Freiheit haben, das Notwendige zu tun. So wie Schröder es getan hat. Aber der wurde dann sofort von seinen eigenen Genossen in Grund und Boden moralisiert. Wenn die SPD zerbricht, dann an ihren abgehoben moralisierenden Rechthabern.

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JungUndFrei 17.01.2018, 18:29
3. Streit ist nicht das Problem

Das Problem der SPD ist nicht der Streit, das Problem der SPD ist, dass sie den Kontakt zur arbeitenden Bevölkerung verloren hat. Was bitte hat die SPD für den Arbeiter am Band bei BMW, oder den Softwareentwickler bei Siemens im Angebot?

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paula_f 17.01.2018, 18:30
4. unmoralisch - das haben SPD Wähler schon lange bemerkt

Nach einer erneuten GroKo ist die SPD Vergangenheit. Schröder hat unnötige soziale Einschnitte vorgenommen. Der Aufschwung war vorprogrammiert durch das Überwinden der DDR Eingliederung und durch ein weltweites Wachstum - Schröder könnte nichts dafür. Gabriel hat mitgewirkt bei TTIP Ceta und dem Abwürgen der Energiewende. Immer weniger Bürger haben eigenen Wohnraum - das Zerstört die Gesellschaft - und macht die Arbeitnehmer abhängiger wie Hamster im Hamsterrad. Die Wettbewerbsfähigkeit ist damit auch abgewürgt, wie jetzt schon Solarpanels werden Windräder und bessere Elektro Autos bald nur noch aus China oder Korea kommen (mit deutschen Know How und gestaltet von deutschen Designern). Bei uns wird die Luft mit Quecksilber aus Kohlekraftwerken verpestet. Nutzen haben nur die EONs und Vattenfalls die dann noch den Staat vor Schiedsgerichten verklagen. Wer sich diesen Beitrag aus Arte ansieht findet Revolutionen nicht mehr so schlimm. https://www.youtube.com/watch?v=RwgbeP_a36k

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Peter M. Lublewski 17.01.2018, 18:42
5.

Warum regieren uns in Zukunft nicht Leute, die den Job des Regierens oder zumindest einer Regierungsbildung ernst nehmen und sich nicht benehmen wie Kindergartenkinder? Ich meine, dass das ruhig Leute sein dürften, die etwas richtig gut können und ein Ministeramt so ausfüllen, wie man es als Bürger erwartet. Also: Die momentan verfügbaren Politikerattrappen brauchen wir nicht unbedingt

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josho 17.01.2018, 18:50
6. Eigentlich war alles klar....

....nämlich Opposition. Kaum jemand aus der der SPD hat allen Ernstes am 24.9.17 die Fortsetzung der GroKo verlangt. Doch dann kam nach Scheitern von Jamaica die Keule des Herrn Bundespräsidenten und aller SPD- Gegner mit der "staatspolitischen Verantwortung". Und schon knicken die Leitfiguren der Partei wieder ein und begeben sich freiwillig auf den Weg zum Schafott! Und dann noch schlimmer: vor den Verhandlungen werden mit Begriffen wie "Bürgerversicherung" und "Anhebung des Spitzensteuersatzes" Kernanliegen der Partei in die die Welt gesetzt, von denen sich nichts- absolut nichts - in den Ergebnissen wieder findet! Das Ganze will man dann als großartigen Verhandlungserfolg verkaufen - für wie dumm hält man eigentlich nicht nur die Genossen, sondern die Wähler? Die SPD schafft sich ab. Wie schade um diese Partei!

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wpaff 17.01.2018, 18:51
7. Demokratie

Warum diskutiert niemand über/innerhalb der CDU oder CSU. Alles 100 Prozent. Kein Mitglied meldet sich zu Wort, keiner widerspricht.
Das nenne ich mal "Demokratie".
Wenn alle, die heute ihre Meinungen über die SPD abgeben, sich wirklich für sachliche Politik interessieren würden, hätten wir nach der Wahl nicht so ein Ergebnis wie es heute ist.
Mehr Gelassenheit und etwas Demut auch in den Foren täte Deutschland gut. Auch die Medien sollten sich mal etwas zurücknehmen, sie machen die Menschen ja irre.

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panzerknacker 51 17.01.2018, 18:54
8. OK, verstanden!

Jetzt wird die SPD also hochgeschrieben. Dieser Verein ist sowas von verlogen. Erinnert sich eigentlich niemand mehr an die Aussage von Maddin kurz nach der ersten Hochrechnung? Krass, krasser, SPD.

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kraus.roland 17.01.2018, 18:57
9. Stimmt schon,..

..von den eigenen Anhängern gezaust zu werden wie die SPD, das zeugt von einem bemerkenswerten, demokratischen Wachzustand. Das können sich die Kanzlerwahlvereine CDU/CSU nicht nur nicht erlauben, sie haben auch, dank Merkels Ausdrucksarmut und der eigenen Verlogenheit, zulassen müssen, dass mit der AfD ein populistischer Rechtsausleger das politische Spektrum verschiebt. Aber warum muss die Führungsriege der SPD in Verkennung der eigenen, wie der Gesamtlage, unbedingt die heilige Kuh Groko bedienen und so die Verschleierung der politischen Wirklichkeit begünstigen, statt endlich das Dach aufzureissen und die Wahrheit zuzulassen ?! Sie dient verbissen der Merkelschen Verschleierung und nimmt nicht einmal zur Kenntnis, dass ihr die demokratischen Talente weglaufen.

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