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GroKo-Debatte in der SPD: Die Vorzeige-Demokraten
REUTERS

Man kann sich über die SPD prima lustig machen in diesen Tagen: Seht, wie sie sich wieder zerlegen! Dabei zeigen die Genossen mit ihrem GroKo-Streit, was eigentlich alle Parteien auszeichnen sollte.

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Proggy 17.01.2018, 18:58
10. Falsche Ziele

Es findet zur Zeit ein Wettlauf statt.
Die SPD sucht sich ein neues (Wahl)Volk - das (Wahl)Volk sucht sich eine neue Volkspartei.
Die SPD kann nicht diesen Wettlauf nicht mehr gewinnen, dass mussten bereits viele andere sozialistischen Parteien in Europa feststellen.

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fottesfott 17.01.2018, 19:02
11. Immerhin noch 18,7% in der aktuellen "Sonntagsfrage"

Aber da ist noch massenhaft Luft nach unten, wenn sich die "Groko-Fraktion" am Sonntag in Bonn durchsetzt.
Ich würde mal prognostizieren, die SPD wird sich im Mittelfeld der 5 Kleinparteien ansiedeln, hinter AfD und Grünen, vielleicht vor FDP und Linken. So 12, 13%. Die 5%-Hürde könnten sie beim nächsten mal noch schaffen, da bin ich optimistisch. Wenn man Videos verlinken könnte, dann käme mir an dieser Stelle Trude Herr in den Sinn, "Niemals geht man so ganz".

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ludwig49 17.01.2018, 19:02
12. Bei der CDU...

...ist tatsächlich manches einfacher, da ist es nur der Appendix CSU, die gelegentlich aus der Reihe hampelt. Und die SPD, einst die Partei und Fürsprecher für Arbeitnehmer und sozial Abgehängte, demontiert sich und beginnt gleich beim Fundament. Jeder weiß aus dem täglichen Leben: Unbelehrbare muß man machen lassen, der Rest erledigt sich von selbst.

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kassandra21 17.01.2018, 19:05
13. Das Schlimme...

...an der ehemaligen SPD ist nicht die Streiterei oder die Diskussion.
Das Schlimme ist, daß man schon vorher weiß, was dabei rauskommt.

Vorratsdatenspeicherung? Wurde vom EUGH für menschenrechtlich(!) nicht machbar erklärt.
Justizminister Maas daraufhin: ja, dann wohl nicht.
Vier Monate drauf war er der Typ, der die VDS unbedingt neu machen mußte. Begründung: Steht im Koalitionsvertrag.
Da hat der studierte Jurist aber klar bewiesen, daß seine Prioritäten rechtsstaatlich mehr als Mist sind.

TTIP?
Dieselbe Nummer. Erst als alles rauskam, wurde geredet. Und Herr Gabriel wurde nicht müde zu betonen, wie toll das doch alles werden wird.
Die USA mußten sogar gnadenrechtlich Einsicht in die Unterlagen gewähren! Das ist schon fast auf Höhe des jetzigen Sondierungspapiers, mindestens!
Und? Kein einziger maßgeblicher Politiker hat sich danach für die Unterlagen interessiert.

Was stand die ganze Zeit auf der CDU-Webseite? "TTIP ist gut für Deutschland". Weil - so die messerscharfe Begründung, TTIP gut ist für Deutschland.

Ich habe früher bei dem dummen Spruch "Wer hat uns verraten..." nur gequält gelächelt. Inzwischen stimme ich da lauthals mit ein. Die SPD verrät sogar sich selbst. Immer, ständig, dauern und zuverlässig. Man muß nur Sachen wie "staatspolitische Verantwortung" zitieren. Schon macht sich diese Partei in jede Hose, die man ihr hinhält, um mal Dieter Hildebrandt zu zitieren.

Was die CxU da aufstellt, sind nicht mal mehr Fettnäpfchen. Es sind Eimer voll mit bayerischer Gülle. Aber man könnte Warnhütchen, Blinklichter UND Sirenen drumherum aufstellen - die SPD würde trotzdem mit beiden Beinen voraus reinspringen. Man muß nur ein paar Schlüsselworte benutzen.

Wäre die SPD eine Krankheit, sie wäre Borderline-Syndrom. Wenn diese armseligen Reste einer Partei sich in selbsthassender Erneidrigung jetzt noch einmal in eine Große Koalition begibt, wird sie tot sein. Drittstärkste Partei hinter der AfD 2012. Vielleicht.
Und dieselben Medien, die die Partei jetzt da reingeschrieben haben, werden dann Krokodilstränen vergießen und die Hände in Unschuld waschen.

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Japhyryder 17.01.2018, 19:07
14. An dem Artikel ist natürlich etwas dran

Ich kenne die SPD nicht anders. Es wurde häufig bis zum Rand der "Selbstzerfleischung" miteinander gerungen. Und das in aller Öffentlichkeit. Ich finde das eher gut. Auch die derzeitige Auseinandersetzung um das Sondierungsergebnis, den evtl. Eintritt in Koalitionsverhandlungen, Positionen der Jusos, die vergangenen Parteitage, den bevorstehenden am Sonntag. Sehr spannend. Live-Krimi. Ich habe keine Ahnung, wie das Ergebnis aussehen wird am Sonntag. Werde es mir aber bei Phönix anschauen. Die öffentlichen Debatten bei der SPD sind mir zehnmal lieber als das verdeckte Gemauschel, was ich bei einigen anderen Parteien sehe.

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hans.lotz 17.01.2018, 19:10
15. Kaputt dikutiert, Ergebnis offen

Wo gearbeitet wird werden Fehler gemacht. Davor ist niemand gefeit. Wer aber dieselben ständig wiederholt, überholt sich selbst. Am Ende jeder Debatte, mag sie noch so engagiert und leidenschaftlich geführt werden, steht das Ergebnis. Daraus allein werden Wählerstimmen generiert. Manche diskutieren weniger, sind aber dennoch in der Lage, die Stimmung zu erfassen und die populären Entscheidungen zu ihrem Vorteil zu treffen. Bei der SPD scheint die Diskussion eher Selbstzweck zu sein und das Ergebnis mit vielschichtigen Konsequenzen für die Bürger eine untergeordnete Rolle zu spielen. In Unternehmen würden ähnliche Zustände umgehend als Führungsproblem identifiziert und personelle Maßnahmen die Folge sein. Nicht so in der Politik.

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b.w.s 17.01.2018, 19:20
16. Frage!

Parteien und ihre Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich zur Wahl. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Stimmen zu bekommen, um dann zu regieren und ihr Programm in möglichst vielen Punkten umsetzen zu können.

So dachte ich bis vor kurzem.

Dummerweise habe ich eine Partei gewählt, die gar nicht regieren möchte.

Und nun meine Frage: warum ist sie dann überhaupt bei der Wahl angetreten?

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vnv_muc 17.01.2018, 19:21
17. Macht eure verdammten Job

Liebe SPD,
krempelt endlich die Ärmel hoch und schafft was, für den Sold, den wir euch bezahlen. Für Deutschland - kennt ihr doch noch? Ja, euer Vaterkand. Nicht die Spielwiese eurer Eitelkeiten.

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gerd.lt 17.01.2018, 19:22
18. deutliche Richtung

Vielleicht ist es ja nicht Häme wenn man über die SPD schreibt, sondern Traurigkeit und Wut, wenn man sieht wie diese Partei aus den eigenen Reihen heraus zerlegt wird. Ich wage mal die steile These, dass wenn die SPD schon vor vier Jahren in die Opposition gegangen wäre, es eine AfD in der heutigen Stärke nicht gäbe. Damals wurde die Partei von Gabriel unter Druck gesetzt, indem er ihren Untergang profezeite, für den Fall, dass man sich der Koalition verweigere. Heute hat er beides, Regierungsbeteiligung und Untergang. Selbst die Warnung von Egon Bahr vor der letzten GroKo konnte die Seeheimer nicht umstimmen. In Kenntnis der SPD wird es auch jetzt wieder zu einer GroKo kommen, und die unvermeidbaren negativen Entscheidungen wird wieder die AfD stimmenmäßig auffangen, wenn sie sich zwischenzeitlich nicht selbst schadet. FDP und Grüne werden sicher ein paar Pünktchen von der Union übernehmen, genauso sicher wird Die Linke die SPD nur marginal beerben, denn für den "normalen" Wähler hat diese Partei eine Hemmschwelle, die Oskar Lafontaine wohl mit seinem breiten linken Bündnis umgehen wollte. Die Frage "SPD wohin gehst du" braucht man nicht zu stellen, dazu ist die Richtung zu deutlich.

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hoppla_h 17.01.2018, 19:24
19. So isses: Quo vadis SPD?

Zitat von Proggy
Es findet zur Zeit ein Wettlauf statt. Die SPD sucht sich ein neues (Wahl)Volk - das (Wahl)Volk sucht sich eine neue Volkspartei. Die SPD kann nicht diesen Wettlauf nicht mehr gewinnen, dass mussten bereits viele andere sozialistischen Parteien in Europa feststellen.
Mir aus der Seele gespochen! - Die SPD sucht sich ein neues (Wahl)Volk - das (Wahl)Volk sucht sich eine neue Volkspartei.
Jetzt Schulz als Vize-Kanzler am Händchen von Merkel??? - Geht gar nicht!

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