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GroKo nach der Bayern-Wahl: Größtmögliche Verunsicherung
dpa

CSU und SPD haben massiv verloren, die CDU schaut entgeistert zu: Die Bayern-Wahl ist auch für die GroKo ein Debakel. Es drohen schwierige Wochen, alle drei Parteichefs kämpfen um ihre Macht.

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dr.könig 15.10.2018, 15:33
250. Kommentar zu # 247

Die Querelen in Berlin zwischen CSU und CDU haben den Wähler
negativ beeinflusst. Der Verursacher war eindeutig Herr Seehofer.

Das hat der CSU -10 % und der SPD -10 % in Bayern Verluste gebracht.
Dieser Zwietrachtsäer " Merkel ist die Mutter allen Übels ",
bringt nur Unfrieden und neuen Streit. Weg mit Ihm.................

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comport 15.10.2018, 15:39
251. "Analysieren"

Mir ist aufgefallen, dass die Protagonisten der Parteien, die bei Wahlen Federn lassen, immer wieder von "Analyse" der Wahlergebnisse sprechen. Was hat man nicht alles nach der letzten Bundestagswahl gehört, z.B. von Frau Bundeskanzlerin Merkel etwa " ich wüsste nicht, was ich anders machen sollte".
Also sind die Ergebnisse der "Analysen" entweder so geheim, das kein Außenstehender davon erfahren darf oder aber - und das ist eher mein Eindruck - verläuft das alles im Sande.
Gerüchten zufolge soll es bei den englischen Buchmachern schon Wetten dafür geben, was eher fertig wird - der Berliner Flughafen oder die Wahlanalysen der letzten Jahre, da hätte der Flughafen angeblich gute Chancen....

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einzigerwolpertinger 15.10.2018, 16:04
252. Nanu?

Zitat von dr.könig
Die Querelen in Berlin zwischen CSU und CDU haben den Wähler negativ beeinflusst. Der Verursacher war eindeutig Herr Seehofer. Das hat der CSU -10 % und der SPD -10 % in Bayern Verluste gebracht. Dieser Zwietrachtsäer " Merkel ist die Mutter allen Übels ", bringt nur Unfrieden und neuen Streit. Weg mit Ihm.................
Nein, positiv wurden die Wähler beeinflußt: Die Wahlbeteiligung war erheblich höher als bei der letzten Landtagswahl. Und wenn es tatsächlich Seehofer war, der die SPD in Bayern halbiert hat, dann müßte ihm die CDU danken, denn die schafft ja nicht.

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cbf_hotte 15.10.2018, 16:19
253.

Zitat von Bondurant
Trittin ist mir persönlich durchaus sympathisch; seine Zitate schrecken mich nicht, ich wusste schließlich schon immer, dass seine ursprüngliche Herkunft der KB (Kommunistischer Bund, eine sog. K-Gruppe) war. ... Dafür, dass er angeblich keine Rolle mehr spielen wollte, war er allerdings bei den Jamaika-Verhandlungen doch sehr aktiv dabei, wie man gehört hat. Also mal unter uns: ich glaube nicht so recht, dass er sich aus der Politik zurückgezogen hat. Und der Intelligenteste bleibt er auf jeden Fall.
...das bleibt dahingestellt, bzw. ist Ihre persönliche Meinung. Trittin ist diplomierter Sozialwirt und politisch mit allen Wassern gewaschen.

Zu Annalena Baerbock - Zitat:

Annalena Baerbock ist kess und wird sich durchsetzen, weil sie nicht so "pädagogisch wertvoll" daherkommt.

..sie ist nicht nur eine kesse Sympathieträgerin, die zum Lachen nicht in den Keller geht, sondern hat darüberhinaus auch noch ein Studium abgeschlossen, das sie durchaus für ihren Job qualifiziert:

Baerbock studierte von 2000 bis 2004 Politikwissenschaft und öffentliches Recht an der Universität Hamburg mit einem Bachelorabschluss. Von 2004 bis 2005 studierte sie Völkerrecht an der London School of Economics und schloss das Studium mit einem Master in Public International Law (LL.M.) ab.Von 2005 bis 2008 war sie Mitarbeiterin der Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter und von 2008 bis 2009 Referentin für Außen- und Sicherheitspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. 2009 begann sie an der FU Berlin ihre Promotion in Völkerrecht, die seit 2013 ruht.

Zu Trittin:

Eigentlich war Jürgen Trittins Zeit vorbei. Doch in den Sondierungen geht ohne den Vertreter des linken Flügels der Grünen nichts. Der einstige Umweltminister weiß die Macht zu nutzen – und stichelt in den Verhandlungen.

Das war 2017. Durch die Bayern-Wahl eröffnen sich ganz neue Perspektiven - und Trittin wird dieses Ergebnis - "größtmögliche Verunsicherung in der GroKo" - mit Interesse zur Kenntnis genommen haben. Ihm wurde jedoch oft genug seine - bedingt durch sein Studium und die Persönlichkeit - "oberlehrerhafte, pädagogische Wertvollhaftigkeit" vorgehalten, es ist nun einmal so - und es bleibt dabei: Politiker sollten spüren, wann sie den Zenith ihrer Karriere erreicht bzw. überschritten haben.

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Bondurant 15.10.2018, 16:43
254.

Zitat von cbf_hotte
...das bleibt dahingestellt, bzw. ist Ihre persönliche Meinung. Trittin ist diplomierter Sozialwirt und politisch mit allen Wassern gewaschen. Zu Annalena Baerbock - Zitat: Annalena Baerbock ist kess und wird sich durchsetzen, weil sie nicht so "pädagogisch wertvoll" daherkommt. ..sie ist nicht nur eine kesse Sympathieträgerin, die zum Lachen nicht in den Keller geht, sondern hat darüberhinaus auch noch ein Studium abgeschlossen, das sie durchaus für ihren Job qualifiziert: Baerbock studierte von 2000 bis 2004 Politikwissenschaft und öffentliches Recht an der Universität Hamburg mit einem Bachelorabschluss. Von 2004 bis 2005 studierte sie Völkerrecht an der London School of Economics und schloss das Studium mit einem Master in Public International Law (LL.M.) ab.Von 2005 bis 2008 war sie Mitarbeiterin der Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter und von 2008 bis 2009 Referentin für Außen- und Sicherheitspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. 2009 begann sie an der FU Berlin ihre Promotion in Völkerrecht, die seit 2013 ruht. Zu Trittin: Eigentlich war Jürgen Trittins Zeit vorbei. Doch in den Sondierungen geht ohne den Vertreter des linken Flügels der Grünen nichts. Der einstige Umweltminister weiß die Macht zu nutzen – und stichelt in den Verhandlungen. Das war 2017. Durch die Bayern-Wahl eröffnen sich ganz neue Perspektiven - und Trittin wird dieses Ergebnis - "größtmögliche Verunsicherung in der GroKo" - mit Interesse zur Kenntnis genommen haben. Ihm wurde jedoch oft genug seine - bedingt durch sein Studium und die Persönlichkeit - "oberlehrerhafte, pädagogische Wertvollhaftigkeit" vorgehalten, es ist nun einmal so - und es bleibt dabei: Politiker sollten spüren, wann sie den Zenith ihrer Karriere erreicht bzw. überschritten haben.
vielen Dank, bei Baerbock habe ich mich offensichtlich vertan. Sie scheint ja überhaupt nicht im eigentlichen Sinne erwerbstätig gewesen zu sein, sondern muss als Berufspolitikerin angesehen werden. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden.

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worlorn 15.10.2018, 16:58
255.

Zitat von blabla55
Mit neuen Gesichter weiter,weiter so,es fehlt den Volksvertretern der Mut zu Reformen. Hat man doch gestern Abend bei den Aussagen gehört.Es wird schöngeredet.
Ja klar. Man hat doch die Umfragen, weiß was im Prinzip auf einen zukommt und kann sich alles zurechtlegen. Die CSU hat sogar besser abgeschnitten, als intern befürchtet wurde. Es hätte deutlich schlimmer kommen können, aber (zum Glück für die CSU) haben die Deppen vom Dorf in ausreichender Treue ihre CSU-Kreuzchen gemacht. In den Städten sah es ganz anders aus. Ich wette, in der CSU ist man unter Umständen einigermaßen zufrieden mit dem Ausgang. Im Volk hat sich an der konservativ-rechten Majorität nichts gerändert und, überhaupt der Clou, es reicht für eine Koalition mit den FW, dem CSU-Ableger, eher noch konservativer.

CDU und SPD haben keine Alternative. Merkel ist schwach, hat ihre Konservativen im Kreuz und wird sich nicht trauen, Druck auf die CSU auszuüben. Die SPD klammert sich an die Goko als rettenden Strohhalm. Genauer gesagt, die Groko bietet die Gewähr für die Konservativen vom Seeheimer-Kreis, ihre Dominanz in den SPD-Führungsschichten zu behalten. In der Opposition, befreit von der Zwangsjacke der Regierungsbeteiligung, würde die Auseinandersetzung um den Kurs der Partei voll losbrechen, Ausgang ungewiss, evtl. sogar die Spaltung der Partei. Ich sage voraus, dass die SPD-Führung niemals die Koalition ernsthaft in Frage stellen wird, auch wenn sich der Niedergang in den kommenden Wahlen fortsetzt.

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Bring-The-Stones-Rolling 15.10.2018, 17:11
256.

Zitat von freidenker97
Irgendwie denke ich seit Monaten ich sitze im falschen Film.... Fakt ist, dass nicht die Grünen am meisten dazu gewonnen haben sondern eine AFD und eine sehr bürgerliche Partei, die nicht soooo weit von der AFD entfernt ist, der Koalitionspartner sein wird (nur ein wenig vernünftiger formuliert).....
Stimmt so nicht, egal wie stark manche darauf beharren:

Die AfD war 2013 wegen der Gefahr, die 5% Hürde nicht zu erreichen, vorsorglich abgetreten. Prognosen (die recht genau lagen) sagten ihr damals für die Bayerische LT Wahl 4,2% voraus.

Somit ist diese Zahl als realer Zugewinn auszulegen, also 6% mehr oder, um es von einer anderen Perspektive aus zu lesen, es haben sich 6% der bayrischen Bevölkerung, die 2013 nicht die AfD gewählt hätten, breitschlagen lassen, die ursprünglichen 4,2% gälte es noch auszukundschaften.

Die AfD hat also keineswegs einen Schritt von Null auf 11,2% geschafft. (Gäbe es die 5% Hürde nicht, wäre das eine ganz klare Rechnung).

Das soll auch überhaupt kein Schönreden sein, im Gegenteil: Jede Stimme bedeutet für mich eine Person mehr im Wahn.

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worlorn 15.10.2018, 17:24
257.

Zitat von zeisig
Die CSU wird ihre erfolgreiche Regierungsarbeit in Bayern fortsetzen können, und das mit einem Ministerpräsidenten Markus Söder.
Was sprechen Sie damit an? Gehört der Verkauf der GWB durch Söder auch dazu, auf Kosten der Mieter, die saftige Mieterhöhungen bekamen?

Wer den Hintergrund nicht kennt. Es ging um die Sanierung der Bayern LB, um ihre zig Milliardenverluste durch die Akquisition der Pleitebank Hypo Alpe Adria. Was hat das mit der CSU. zu tun? Im Aufsichtsgremium sind auch Mitglieder der Staatsregierung, damals
Huber und Faltlhauser. Haben alles mit abgesegnet. Waren dort wohl meistens im Tiefschlaf.

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duke_van_hudde 15.10.2018, 17:43
258. Nun man müsste die Wahl mal mit 2017 vergleichen

CSU 38,8 %
SPD 15,1
Grüne 9,8
FDP 10,2
AFD 12,4
Linke 6,1
Für Freie Wähler habe ich keine Zahlen gefunden. Die Gewinner der Wahl sind die Grünen. Wobei wohl vor allen auf Kosten der SPD und der Linken. Die Freien Wählen haben wohl vor allen der AFD FDP und CSU Stimmen gekostet.
Wobei man wirkliche grosse VErschiebungen quasi auf der "rechten Seite nicht sieht. Die freien Wähler hatten im Bund keine Chance und ein Teil hat dann sicher CSU FDP oder AFD gewählt um für den Landtag konnten sie die freien Wähler wieder wählen.
Im Prinzip hat wenn man das so sieht die CSU ihren Verlust schon bei der Bundestagswahl bekommen.AFD hat wohl ungefähr das Ergebniss eingefahren ohne die Leistimmten der freien Wähler. Bei der FDP sieht es nahc ein paar Stimmen Verlust aus.
Der wirkliche Wahlverlierer nach der Bundestagswahl ist daher die SPD.Die CSU hat halt schon bei der Bundestagswahl ihr Destater erlebt und das ist nicht weiter ausgeweitet worden.

Spannend wird aber eh die Hessenwahl. Man wird halt sehen wie stark die CDU noch ist. Die Hessen CDU ist voll auf Linie von Frau Merkel und es bleibt gespannt wie das dort ausgeht.

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karl-felix 15.10.2018, 18:17
259. Völlig

Zitat von touri
Ich finde es witzig, das Sie sich schon in ihrem eigenen Beitrag bei den Zahlen widersprechen. Oder ist für Sie ein xenophober Rassist der Rot wählt ein Demokrat? Aber falls Sie meinen Tip hören möchte, ich tippe bei dem Anteil wirklicher Rechtsradikeler in Deutschland auf ca. 5%. Allerdings kann es durchaus sein, das sich unsere Definitionen von "rechtsradikal" unterscheiden.
D `accord .
Ich glaube eben auch nicht, dass die sich alle in einer Partei vereinen .
Die Gedanken sind und waren da und die Menschen ebenfalls. Dass die in unterschiedlichen Organisationen sich artikulieren ist seit Bestehen der Bundesrepublik so .

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