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GroKo nach der Bayern-Wahl: Größtmögliche Verunsicherung
dpa

CSU und SPD haben massiv verloren, die CDU schaut entgeistert zu: Die Bayern-Wahl ist auch für die GroKo ein Debakel. Es drohen schwierige Wochen, alle drei Parteichefs kämpfen um ihre Macht.

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Cascara LF 15.10.2018, 08:53
70. Nichts begriffen

Unsere Damen und Herren Politiker von der Großen Koalition haben es scheinbar immer noch nicht begriffen: Diese Art der Politik ist nicht mehr erwünscht. Ideenlosigkeit und lediglich die Verwaltung eines Staates sind einfach kontraproduktiv bei der Lösung der zum größten Teil von der GroKo selbstgeschaffenen Probleme. Nach der letzten Bundestagswahl kam die erste Überraschungs- und Bestürzungswelle, doch nichts passierte. Nun gibt es in Bayern den nächsten Dämpfer für die Regierungsparteien - welch eine Überraschung. Solange nicht ein paar Posten neu besetzt werden wird sich leider nichts ändern und die Folgen werden höchst dramatisch und unsagbar schlecht für Deutschland und Europa sein. Eines Tages wachen wir alle erstaunt auf und fragen uns, wie denn das passieren konnte. Mein Opa hätte dann vielleicht so etwas wie ein Déjà-vu.

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Anna156464641156 15.10.2018, 08:53
71. Die Schwarz Gelbe Koalition hat NRW gut getan?

Zitat von Socialmen
...Debakel! Wir hier in NRW hatten auch eine Jahrzehnte lange sPD geführte Regierung, mit dem Resultat, dass sich die Politik überlebt hat, und so abgewählt wurde. Auch der Kommunale Mief wurde beendet, welche im Grunde letzendlich nur noch eine reine Sippenwirtschaft war. Nicht das ich eine CDU beführworte, aber der Stall musste ausgemisstet werden, was NRW nur gut getan hat. Jetzt bröckelt es in Bayern, wo die reale Politische Vorherrschaft der CSU ein ende hat, dass ist ein gutes Zeichen für die Demokratie, doch etwas verändern zu können. Die sPD täte gut daran, den Resetknopf zu drücken, die koallition mit der CDU zu beenden, und als Oposition neu durchzustarten. Den das Zeichen aller Zeichen ist der, dass die derzeitige GroKo keine mehrheit und vertrauen mehr hat, und eher zwingend Neuwahlen anordnen sollte. Trotz guter Wirtschaft, wird die CSU abgewählt, auch ein zeichen dafür, das eben nicht alles sozial ist, was Arbeit schafft, sondern dazu gehört mehr, wie vernünftige Mieten und Löhne...etc. Das diese gute Wirtschaftsbilanz eng mit der sPD Agenda 2010 und Hartz 4 verbunden ist, zeigt ja, wer die Verlierer dieser Wahl ist. Dieses schönreden aller Parteien war aber doch ziemlich Ekelhaft...aber so ist das nun mal bei Politikern mit falschen Wahrnehmungen!
Was haben Sie da bitte für eine verschobene Wahrnehmung? Vorab. Man kann die Ergebnisse einer Regierung nach einem Jahr nicht beurteile. Die meisten Auswirkungen sind zu langfristig. Das von Ihnen genannte Resultat der Jahrzehnte lang geführten SPD Regierung blendet das Mammutprojekt Strukturwandel ja vollkommen aus. Das dieser nicht ohne Spuren zu hinterlassen von statten geht, sollte einem denkenden erwachsenen Menschen klar sein. Es ist aber so das es in den meisten Städten im Ruhrgebiet bergauf geht. Auch in den westfälischen Städten Münster und Bielefeld, wie auch auf der Rheinschien. Wirtschaftlicher und wie ich finde auch sozialer Aufschwung. Gucken Sie sich mal in Kalk oder Phoenixsee um. Meinetwegen auch Innenhafen. Das sind die Resultate der SPD geführten Regierung. Was hat die von Ihnen gelobte schwarze Regierung denn bisher vorzuweisen? Das Hambacher Forst Desaster, ein schwieriges Polizeigesetz, dessen Auswirkungen noch nicht absehbar sind. Und den größten Fehler, den Rauswurf der Spitzen-Steuerfahnder.

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kratzdistel 15.10.2018, 08:55
72. der berlin express fährt nunmal am besten weiter so

Grundlage ist der Fortführung ist Vereinbarung zur groko. wenn nun jetzt einige meinen, sie müssten ihre Partei retten mit unnötigen Diskussionen über Personen und sachinhalte retten, dann ist das nicht die richtige Medizin.

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tom2strong 15.10.2018, 08:56
73. Letztlich ein Sieg

Auch wenn es in den Zeitungen niemand so schreiben mag. Auch wenn die CSU selbst klugerweise es so nicht nennt. Auch wenn Söder selbst das Wort Demut im Munde führt. Letztendlich ist diese Landtagswahl für die CSU gut gelaufen. Ein Großteil der Wählerschaft wählt konservativ bis rechts. Wenn man will könnte man behaupten die CSU hätte mit ihrer Politik genau dies ausgelöst. Profitieren konnten davon auch andere. Wenn es also eine Klatsche ist, dann eine Klatsche für alle 'nicht Grünen' inkl CDU und Merkel.

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man 15.10.2018, 08:56
74. Wen wundert`s

seit Jahren regiert die Politik gegen die Interessen der einheimischen Bevölkerung. Die Strategie, die AfD als demokratiefeindlich und als Gefahr für die EU darzustellen geht nicht auf. CDU und SPD werden mit dieser Politik weiter verlieren.

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gepide 15.10.2018, 08:57
75. Warum sollte Seehofer zurücktreten?

Ist Merkel denn nach der BTW mit dem schlechtesten Ergebnis, das die Union je eingefahren, hat zurückgetreten? Sie hat ja noch nicht einmal Fehler eingestanden ("Ich wüsste nicht, was ich hätte anders machen sollen."). Im übrigen: Ich weiß gar nicht, warum hier die Grünen so hochgejubelt werden - die AfD hat doch noch stärker gewonnen, trotz der starken Konkurrenz durch die FW. Links-grün steht mit noch nicht mal 30% nicht besser da als vor der Wahl. Es wurde lediglich die Stärke von SPD und Grünen getauscht. Der konservative Block dagegen hat sogar leicht gewonnen: Verluste der CSU von ca. 11% ausgeglichen durch die AfD mit ca. 11%, dazu die Gewinne von FW und FDP. Und: eine Koalition von CSU und FW steht bestimmt genau so weit rechts wie die CSU allein. Vielleicht ist sie sogar in einigen Fragen noch konservativer, die die FW auf die Bundespolitik überhaupt keine Rücksicht nehmen müssen. Der ganze Hype vor allem in den ÖR ist also grotesk. Die "Flüchtlingsfreunde" sind gegen die "Flüchtlingsfeinde" (gestern bei "Anne Will") nicht wirklich weiter gekommen.

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Sonia 15.10.2018, 08:58
76. Wahlsieger sind nicht die Grünen

Bei der gestrigen Berichterstattung hatte ich den Eindruck, als wäre den Grünen der Auftrag zur Regierungsbildung erteilt worden, so wurde ein zweifellos gutes Ergebnis der Grünen medial hochgejubelt. Eigenartige u. parteiliche Berichterstattung. Die CSU bekam weiterhin die absolute Mehrheit - die absolute Mehrheit der Bayern wählte konservativ u. nicht Grün: CSU, Freie Wähler, AfD, FDP. Die Konservativen haben sich zersplittert. Und so dürfte es auch in Hessen kommen, bei der EU-Wahl nächstes Jahr auch. So ist der Trend in Europa. Den Sozoaldemokraten mein Beileid, erwartungsgemäß gehts weiter bergab. Zu glauben mit altem Wein in neuen Schläuchen gehts weiter, voll daneben. Sie passt nicht mehr in die Zeit; und Herr Kühnert wird keinen Nachwuchs mobilisieren. Kein Charisma.

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zeisig 15.10.2018, 09:01
77. Konservatives Bündnis.

Die CSU bleibt am Ruder, und das ist die Hauptsache. Im Grunde wird sich so viel gar nicht ändern in Bayern. Eine Koalition mit den Freien Wählern, das paßt.

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Armin2 15.10.2018, 09:01
78. Mal nüchtern betrachtet …

… sieht es doch so aus: Die CSU hat das Ergebnis der BT-Wahl von 2017 quasi gehalten. Zusammen mit den fast inhaltsgleichen Freien Wählern hat man die absolute Mehrheit. Das gute Ergebnis der Grünen bleibt daher wirkungslos. Die Bürger wollen mehrheitlich eine bürgerliche Regierung, links der Mitte haben gerade mal 30 Prozent das Kreuzchen gemacht (und auch nur, wenn man die Linke dazu zählt). Waren auch 2017 nicht mehr.

Und wenn die Grünen jetzt der CSU vorwerfen, dass eine Koaltion mit den Freien Wählern mutlos sei, dann muss man klar sagen: Nein, das ist Demokratie. Wenn die Mehrheit bürgerlich will, bekommt sie bürgerlich. Schön für die Grünen, dass sie sich verdoppelt haben. Aber 17 Prozent reichen halt nicht.

Ergo: Es ändert sich überhaupt nichts, liebes SpOn. In Bayern bleibt alles beim Alten. Und das ist auch gut so.

Schöner Nebeneffekt: Die AfD hat fast 20 Prozent Ihrer Wähler verloren (im Ergebnis 2 Prozentpunkte). Das ist nicht zuletzt Seehofer zu verdanken, der es mit seinem harten Kurs gegen Merkel geschafft hat, den Abfluss nach rechts außen umzudrehen.

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merlin 2 15.10.2018, 09:02
79. Diese Betrachtung ist zu einfach.

Zitat von Ruth aus der Kurpfalz
Ein bisher nicht beachteter Aspekt des Wahlergebnisses ist die Veränderung im „linken Lager“: Grüne: + 8,9 % SPD: - 10,9 % Linke: + 1,1 % Das sind in der Summe: - 0,9 % Das linke Lager hat also in Bayern verloren. Wenn man „die Linke“, die die 5%-Hürde nicht geschafft hat, ausnimmt, sieht das Ergebnis für die parlamentarischen Linken in Bayern so aus: Grüne: + 8,9 % SPD: - 10,9 % Das sind in der Summe: - 2 % Das linke Lager (in der Gestalt von „Rot-Grün“) hat also 2 Prozent verloren und hat zusammen nur noch 27,2 %. Der Haupttrend geht nach rechts, daran ändert auch das gute Ergebnis für die Grünen nichts.
Man muß schon schauen, wer von wo nach wo "gewandert" ist.
Das ist viel spannender als Parteien in genau nur zwei Lager aufzuspalten und die Anteile zu summieren.
Es gab ja zum Glück schon noch Themenschwerpunkte bei dem einen und anderen. Und hier genau hinzusehen wäre sehr viel sinnvoller, als einfach nur eine links weniger rechts mehr Aussage zu tätigen.
just my 2 Cents

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