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GroKo-Poker: Lafontaine nennt SPD "ängstlich und unsicher"
DPA

GroKo, KoKo - oder gar nichts? Die SPD ist noch immer unschlüssig, ob es mit der Union Sondierungsgespräche geben soll. Ihr Ex-Chef Oskar Lafontaine wirft der Partei Orientierungslosigkeit vor.

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Fuscipes 14.12.2017, 10:39
20.

"Dabei ist es doch so einfach: Wenn man immer wieder Wahlen verliert, muss man die Politik ändern, die die Wähler vertreibt."
Besser keine gemeinsame Sache mit der bayrischen Führungselite, da fehlt nur der Schmidt noch in der Runde, schon bemerkenswert was die sich rausnehmen, mit solchen Leuten kann man eigentlich nicht koalieren, da ist KoKo schon zu viel, gilt übrigens insbesondere für die CDU.
Es gibt Querschüsse die eben nicht tolerierbar sind.

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peaugust 14.12.2017, 10:42
21. Gedanken oder handeln?

Zitat von th1rd3y3
Langsam habe ich echt dei Faxen dick von diesem Kindergarten. Die SPD hat es durch TV-Duett und Wahlkampf Light geschafft, den Wählern und der Republik den Eindruck zu vermitteln, als würde da zwar ein wenig Wahlkapf gemacht, aber letzten Endes doch die Große Koalition fortgesetzt werden. Die Absage an eine solche kam nicht nur für die meisten Menschen hier im Land, sondern auch für die Internationale Presse (Die ja schon über "völlig langweilige Wahlen" geschrieben hatte) eher überaschend. Jetzt, nachdem die Jamaika Verhandlungen gescheitert und wieder fast 4 Wochen ins Land gegangen sind, wirkt das, was die SPD macht unverantwortlich und kindisch. Die SPD steht meiner Meinung nach in der Verantwortung, eine große Koalition zu bilden. Das eigene Image auf Kosten des Wohles der Bundesrepublik aufpolieren zu wollen, ist da in höchstem Maße verantwortungslos. Ein etwaiger Richtungswechsel hätte vor der Wahl stattfinden müssen. Nicht jetzt, wo das Land eine Regierung braucht und die Zeit davon rennt.
Es gibt bessere Möglichkeiten als eine abgewählte Kroko wieder zu beleben!

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emcioran 14.12.2017, 10:43
22. Bittere Wahrheit

Bei der Bundestagswahl 2013 hatten die CDU/CSU 41,5 und SPD, Grüne und Linke 42,7 Prozent. Das war eine linke Mehrheit, mit der vieles durchzsetzbar gewesen wäre, was jetzt wieder propagiert wird. Statt dessen hat die SPD mit der CDU/CSU koaliert. Traurig, aber wahr. Jetzt macht sie wahrscheinlich wieder diesen Fehler. Dafür wird sie in vier Jahren bei zwölf Prozent landen. Richtig so!

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helmut46 14.12.2017, 10:49
23. Oskar hat recht!!!!!

Ich finde es richtig, wenn die SPD Sondierungsgespräche mit der CDU führt, auch wenn diese nur dazu dienen, die Ziele der SPD, die diese durchzusetzen versuchen , zu verdeutlichen.

Ich fände es dann aber zielführend, wenn die SPD nur zu einer ReGIERung mit der CDU bereit ist, wenn die CDU auf die „Kanzlerin der Beliebigkeit“ Merkel verzichtet, die als Ursache vieler Probleme in Deutschland nicht zur Lösung dieser Probleme beitragen kann oder als US-Marionette nicht darf.

Warum der vor Unfähigkeit strotzende Autolobbyist Dobrindt von der CSU in diese Verhandlungen geschickt wird, entsetzt mich . Aber wenn CSU-Politiker weiterhin zum Nachteil der deutschen Bevölkerung "politische Verantwortung“ tragen wollen: Eine Minderheitsregierung von CDU/CSU anstreben!

Eine kluge SPD darf nicht nur als Steigbügelhalter von Mutti mitmachen. Dann wird sie bei den nächsten Wahlen zu recht abgestraft!!!!

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werder11 14.12.2017, 10:53
24. warum

Zitat von th1rd3y3
Langsam habe ich echt dei Faxen dick von diesem Kindergarten. Die SPD hat es durch TV-Duett und Wahlkampf Light geschafft, den Wählern und der Republik den Eindruck zu vermitteln, als würde da zwar ein wenig Wahlkapf gemacht, aber letzten Endes doch die Große Koalition fortgesetzt werden. Die Absage an eine solche kam nicht nur für die meisten Menschen hier im Land, sondern auch für die Internationale Presse (Die ja schon über "völlig langweilige Wahlen" geschrieben hatte) eher überaschend. Jetzt, nachdem die Jamaika Verhandlungen gescheitert und wieder fast 4 Wochen ins Land gegangen sind, wirkt das, was die SPD macht unverantwortlich und kindisch. Die SPD steht meiner Meinung nach in der Verantwortung, eine große Koalition zu bilden. Das eigene Image auf Kosten des Wohles der Bundesrepublik aufpolieren zu wollen, ist da in höchstem Maße verantwortungslos. Ein etwaiger Richtungswechsel hätte vor der Wahl stattfinden müssen. Nicht jetzt, wo das Land eine Regierung braucht und die Zeit davon rennt.
sollte die spd mal wieder über ihren schatten springen, um nicht deutschland, sondern der union einen gefallen zu tuen nach dem motto "regieren werden natürlich wir, aber du mußt mitmachen, weil wir sonst nicht genug mehrheit haben" - ich hoffe, die spd bleibt hart und geigt der csu endlich auch mal die meinung - unerträglich, was figuren wie schiller und dobrindt sich rausnehmen und auch noch glauben, daß das außerhalb bayern jemanden interessiert! ohne BÜRGERVERSICHERUNG darf die spd keine GROKO eingehen, denn die mehrheit ihrer wähler will diese gesundheitsreform - ich auch als seit über 40 jahren PKV mitglied!

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m.gu 14.12.2017, 11:00
25. Lafontaine hat eindeutig Recht. Die SPD soll endlich sozial gerecht

denken und handeln, anstatt weiter gemeinsam mit den Politikern der CDU/CSU die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland fortzusetzen. Wer für keine Bürgerversicherung ist, wer keine kostenlose Bildung von der Kita bis zur Uni will, wer keine Verbesserungen in den Altersrenten möchte handelt nur im Interesse der Vermögenden, Besserverdienenden, Reichen in Deutschland. Das Leben von ca. 18 Millionen Deutsche, die weniger zum Leben und Mietzahlung im Monat von 1 036 Euro haben, ist den Politikern der CDU/CSU, leider auch vielen Wählern dieser Parteien, egal. Undenkbar diese Politik in unseren westlichen Nachbarstaaten, wie Österreich, Schweiz, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Dänemark u.a. Länder, wo jeder Bedürftige oder Rentner laut Gesetz ein Anspruch von Minimum 1 000 Euro im Monat zum Leben hat. Beispiel, siehe Quelle: "Renten-Paradies Österreich? Der Faktencheck." Sogar der Rentenexperte Reinhard Thiede von der Deutschen Rentenversicherung sieht die Vorteile zu diesem wichtigen Punkt. Auch Herr Lafontaine wirbt für eine Mindestrente von 1 050 Euro für jeden Rentner in Deutschland, damit der Rentner auch menschlich leben kann. Im Wahlprogramm der Linken verankert, die SPD wirbt sogar mit einer Mindestrente jetzt von 850 Euro im Monat. Die Politiker der CDU/CSU sind natürlich strikt dagegen wie zu erwarten.

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Schlumperli 14.12.2017, 11:10
26.

Zitat von Fuscipes
Besser keine gemeinsame Sache mit der bayrischen Führungselite, da fehlt nur der Schmidt noch in der Runde, schon bemerkenswert was die sich rausnehmen, mit solchen Leuten kann man eigentlich nicht koalieren, da ist KoKo schon zu viel, gilt übrigens insbesondere für die CDU. Es gibt Querschüsse die eben nicht tolerierbar sind.
Natürlich dürfen Sie sich Rot-Rot-Grün erträumen.
Die haben aber nur 38,6 % bekommen.
Was zeigt, die Mehrheit der Wähler will keine linke Regierung.

Wenn man als linke Minderheit trotzdem mitregieren will, muss man halt Kröten schlucken.

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vonschnitzler 14.12.2017, 11:38
27. ganz im Gegenteil

Zitat von Schlumperli
Schlauer Satz von Lafontaine: "Dabei ist es doch so einfach: Wenn man immer wieder Wahlen verliert, muss man die Politik ändern, die die Wähler vertreibt." Und das gilt nicht nur für die SPD, die an die LInkspartei verliert, sondern genauso für die Union, die Wähler an die AfD verliert.
Gerade dieser zum Scheitern verurteilte Versuch, dem Wähler 'hinterherzurennen' sollte tunlichst vermieden werden. Der Kurs einer Partei wird intern festgelegt und muss aus der Basis kommen, dann versucht man Wähler zu überzeugen - andersherum ist es immer Mist, führt zur Spaltung wie die SPD sie gerade erlebt und führt zu Mitgliederschwund. Das ist ein ganz schlechter Rat von Lafontaine.

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böseronkel 14.12.2017, 11:38
28.

Zitat von schreckgespenst
Sie stellen die falsche Frage! Sie müssten mit Ihrer Meinung die SPD viel eher fragen, wieso sie vor einer Koalition mit "solchen Parteien und Provinzpolitikern" Angst hat. Das Problem der SPD sind doch nicht die (möglichen) Koalitionspartner, sondern das Fehlen überzeugender Inhalte und Personen mit Machtanspruch und Führungsstärke. Und eine positive Entwicklung sehe ich auf keinem dieser Problemfelder. Weder ist Martin Schulz außerhalb der medialen Blase und des erzeugten Hypes bei den Wählern beliebt, noch überzeugt das neue Kernthema "Vereinigte Staaten von Europa" die eigentliche Wählerklientel der SPD. Ich glaube eher, dass die 20,5% noch nicht das untere Ergebnisende sind, wenn sich die SPD nicht massiv verändert.
Das nagelneue Kernthema "Vereinigte Staaten von Europa" dürfte der eigentlichen Wählerklientel der SPD sicher nicht besonders dringend erscheinen. Der Parteiführung aber auch nicht. Wichtig und überzeugend ist für die Wählerklientel die uralte Forderung nach einer Bürgerkrankenversicherung. Es wird in einer möglichen erneuten GroKo sicher nicht ausreichen alles Mögliche im Koalitionsvertrag zu vereinbaren, im praktischen Regierungshandeln aber alles Vereinbarte als kommunistisches Schweinskram zu blockieren. Besonders die vor lauter Kraft bewegungsunfähigen Bayern sollten bedenken, dass die doch recht konservativen Wähler der CSU die absolute Mehrheit entziehen werden. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass es nicht einmal zu Schwarz/gelb reichen wird sondern nur noch Schwarz/braun wie die Haselnuss möglich sein wird.

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friedrich_eckard 14.12.2017, 11:39
29.

Die SPD hat sich natürlich in eine Situation manövriert, in der sie es nur falsch machen kann, woran der Parteivorsitzende sicherlich nur ein sehr geringes Mass an Schuld trägt - er hat diese Situation ja hauptsächlich vorgefunden und dazu, sie herbeizuführen, kaum beigetragen.

In "schwarzen" Reihen setzt man ja schon deutlich auf das Bündnis der sozialreaktionären Kräfte mit der Partei der Steuervermeider und den rechten Sümpflingen, wobei Merkel, die ich mir an anderer Stelle als "Merowinger-Kanzlerin" zu bezeichnen erlaubt habe, ja längst nicht mehr Herrin des Verfahrens ist. Ich bitte die Moderation, mir ein kurzes Zitat zu gestatten. "Im Wirtschaftsflügel der CDU wächst der Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel, eine Minderheitsregierung anstelle einer großen Koalition mit der SPD zu bilden. Auf diese Weise könne die Union zum ersten Mal in einer Regierung ein klares bürgerliches und marktwirtschaftliches Profil zeigen, sagte der Präsident des Gremiums, der Unternehmer Werner Michael Bahlsen..." - wünscht man es noch deutlicher? Und wenn die rechten Sümpflinge, die sich heillos in ihre stumpfsinnige "Merkel-muss-weg"-Haltung verrannt haben, Merkels wegen nicht mittun, dann wird wohl in überschaubarer Zeit auch die Kanzlerin zur Disposition stehen...

Soll deswegen unter dem Stichwort "Schadensbegrenzung" die SPD nun doch in die schwarzrote Koalition? Den Teufel sollte sie tun! Die Auseinandersetzung zwischen "neuer Harzburger Front" und "Mitte-links" wird ja doch ausgetragen werden müssen, wobei die Chancen für "Mitte-links" ohnehin schon schlecht genug stehen - da braucht es dann wenigstens eine noch halbwegs kampffähige SPD. Noch einmal schwarzrot kann den Rutsch des Landes in die braune Brühe nur beschleunigen. Schadensbegrenzung wird im Rahmen des Möglichen im Bundesrat und vor dem BVerfG betrieben werden müssen, und irgendwann vielleicht auch auf öffentlichen Strassen und Plätzen.

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