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Groko-Politiker Lauterbach und Spahn: Der Professor und sein Minister
Kay Nietfeld/ DPA

Für Jens Spahn und Karl Lauterbach ist die GroKo eine Erfolgsgeschichte. Der CDU-Gesundheitsminister und der SPD-Fraktionsvize treiben ein Gesetz nach dem anderen voran. Wie funktioniert dieses ungewöhnliche Duo?

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mirage122 08.05.2019, 15:54
1. Ein Taktgeber ...

..., der sich außerordentlich selbstbewusst seiner Rolle in der erfolgreichen Gesundheitspolitik bewusst ist: Ich finde, das ist doch nicht verboten. Es ist klar erkennbar, dass Herr Lauterbach (Dr. Prof.) hier einen ganz erheblichen Anteil an der erfolgreichen Zusammenarbeit hat und damit wird natürlich auch Herr Spahn aufgewertet. In Talkshows oder Interviews merkt man bei beiden, dass in vielen Punkten Harmonie herrscht. Warum ist das innerhalb der Koalition nicht auch auf anderen Gebieten so? Da scheint stattdessen alles mehr oder weniger auseinander zu driften, so dass man sich fragen muss, wie lange diese "Ehe" noch hält.

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simcoe 08.05.2019, 15:56
2. Sieht man gerne....

.... und das sollte ein Beispiel für andere Ministerien sein. Wenn man will, dann kann man was bewegen und Dinge voranbringen. Viele kleine Schritte bringen am Schluss auch große Reformen zu Tage und keiner merkt es bzw. keiner kann sich zu sehr darüber aufregen. Man muss nicht mit allen Vorschlägen konform sein, aber gut dass es vorangeht. Könnten sich zuständige Minister für Breitbandausbau, Verteidigung, Energiewende und Verkehr was abschneiden.

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osopolar 08.05.2019, 16:00
3. Fehlende Kritik

das liest sich alles so gefällig, aber mit welchen 'Brandsätzen' die Politiker spielen wird nicht beleuchtet.
In wenigen Jahren werden die Gesundheitskosten explodieren weil an vielen Stellen Umstrukturierungen vorgenommen werden, die Tür und Tor für Geldverschwendung öffnen. Im Vordergund werden die Themen gespielt, die dem Wähler wie süße BonBons erscheinen und im Hintergrund wird agiert, dass man sich nur wundern kann.

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Schartin Mulz 08.05.2019, 16:18
4. Ist ja schön,

das die beiden sich verstehen.
Aber man sollte das ganze nicht zu hochjubeln.
Ok, da sind ein paar Publicity-trächtige Projekte.
Aber das Gesundheitssystem steht vor ganz andeen Herausforderungen als einr verpflichtenden Masernimpfung. Das ist noch viel Arbeit.
Und dass die beiden sich bei der Organspende einig sind, ist ja nur positiv, wenn man deren Lösung befürwortet. Aber in einer Zeit, wo man schriftlich bestätigen muss, wenn man von irgendwem einen Newsletter erhalten will, einfach ohen explizite Zustimmung Geräte anszuschalten und Organe zu entnehmen, ist schon fragwürdig. Die bessere Lösung liegt auf dem Tisch: Jeder muss sich bewusst für oder gegen die Organspende entscheiden. Z.B. bei der Abholung des Personalausweises. Dann haben wir in ein paar Jahren die komplette Auflistung. Wo ist das Problem?

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im_ernst_56 08.05.2019, 16:26
5. Das kann beiden auf die Füße fallen

Die hochemotionale Sache mit der Organspende kann beiden auf die Füße fallen. Auch der Umstand, dass das BMG dem Gemeinsamen Bundesausschuss, der darüber befindet, welche Untersuchung- und Behandlungsmethoden von der GKV bezahlt werden müssen, weil die Wirksamkeit nachgewiesen ist, zukünftig in die Suppe spucken (und ggf. Wahlkampfgeschenke zu Lasten der Krankenkassen) verteilen will, kann sich als Bumerang erweisen. Und da der Minister nichts ohne seinen Professor macht, bekommt er das dann auch mit ab. Viel Spaß, Ihr beiden.

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rolf1975 08.05.2019, 16:32
6. Gelungene Zusammenarbeit CDU - SPD!

Mir gefällt Spahn als Gesundheitsminister auch sehr gut: viele der im Artikel genannten Themen lagen seit Jahren brach, und werden nun endlich einmal angepackt! Auch wenn man damit keinen Schönheitspreis gewinnen kann und zum Teil gegen heftige Lobby(s) kämpfen muss (z.B. Ärzte- und Krankenkassenverbände). Nach der - gefühlt - ununterbrochenen Schlechtrederei jeglicher politischer Vorhaben hier ein schönes Beispiel für konstruktive Zusammenarbeit über Parteigrenzen und Ideologien hinweg.

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Capetonian 08.05.2019, 16:54
7. Welch rührender PR-Artikel

Stammt der Artikel von den Pressereferenten der beiden Politiker? Die Wahrheit sieht ziemlich trist aus: Beide Politiker verbindet, daß sie gnadenlose Selbstvermarkter sind. In keinem einzigen Thema konnten beide bisher überzeugen. Im Gegenteil. Spahn sitzt seit 17 (!) Jahren im Bundestag, Lauterbach seit 14(!) Jahren. Beide sind Teil des abgewirtschafteten Systems. Beide lieben Kameras und ihre eigenen Sprüche. Das ist so als würde man aus den Absteigern der letzten 10 Jahre einen Hoffnungsträger für die Championsleague machen wollen. Spahn konnte reüssieren, weil sein Vorgänger Gröhe nur ein verirrter Parteimann mit Versorgungsansprüchen war. Lauterbach findet seine Bühne, weil die SPD so mausetot ist, daß ein Kevin Kühnert die Presse beherrscht, während Frau Nahles im Parteiarchiv verschollen scheint. Nein, liebes Spon-Team, Lauterbach und Spahn sind nicht nur die Symptome eines maroden Gesundheitswesens, die beiden Herren sind auch Teil der Ursache.

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seangerd 08.05.2019, 16:55
8. Nix zu Spenden

Gemeinsam für eine unsägliche Organentnahme werben. Bei Personen, die eben nicht tot sind und das dann noch dreist "Spende" nennen. Ein Sprachkurs würde Beiden Politikern gut tun. Schon grober Unfug, wenn ein Staat ständig von einer alles übertünchenden GroKo regiert wird.

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Emderfriese 08.05.2019, 16:56
9. Gewinnorientiert

Spahn dampft auf Bundesebene die Zahl der Krankenhäuser drastisch ein, baut die Notfallversorgung ab und tut alles, damit die Gesundheit ein gutes Geschäft für Anleger wird. Und Lauterbach macht mit. Das ist die ganze trostlose Wahrheit.

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