Forum: Politik
GroKo-Sondierungen: Union und SPD streiten über Steuerpolitik - und Laschet
DPA

Eigentlich wollten sie alles anders machen als die Jamaika-Sondierer. Doch schon am zweiten Tag gibt es Ärger zwischen Union und SPD. Dafür sorgte vor allem Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet.

Seite 1 von 9
R3alist 09.01.2018, 06:59
1. Spitzensteuersatz

Der Artikel unterscheidet nicht zwischen Einkommen und zu versteuerndem Einkommen. So wird der Spitzensteuersatz, wenn es nachverfolgen SPD geht, nicht bei 60000 € sondern erst bei 70-80000 € greifen. Je nach Freibeträgen und Werbungskosten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klausbrause 09.01.2018, 07:00
2.

"Zugleich wurde in den Verhandlungskreisen darauf hingewiesen, dass von dieser Verschiebung viele Angehörige der Mittelschicht wegen steigender Mieten und sonstiger Lebenshaltungskosten nicht stark profitieren würden."


Es gab mal eine Zeit, ist noch gar nicht allzu lange her, da hat man solche Steigerungen der Lebenshaltungskosten zum Anlaß für höhere Lohnforderungen genommen.
Heute ist wohl eher der Staat dafür verantwortlich, via Steuern- und Abgabensenkung das Überleben der Plebs zu sichern.

Es hat sich schon vieles verändert. In den letzten 30 Jahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tom Tom B 09.01.2018, 07:03
3. Spitzensteuersatz

Generell ist gegen eine Erhöhung auf 45% nichts einzuwenden, aber der Eintritt mit 55-60T ist zu früh. Generell sollte die Steuerkurve später und flacher eintreten. Zusätzlich gerne für Vermögen ab XY-1 Mio.(?) die Einführung eines Sozialsolis. 1% der Summe über dieser Grenze werden in einen Sozialfond eingezahlt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GSYBE 09.01.2018, 07:21
4. Witz

Es ist ein Witz, der Spitzensteuersatz greift `erst´ bei 60K€...vor 30 Jahren griff der bei 120KDM, und jetzt vergleiche man mal den Wert von 120.000DM vor 30 Jahren mit dem Wert von 60.000€ heute,

Im Grunde ist das so, als hätte er vor 30 Jahren schon bei 60.000DM gegriffen; genau da sieht man das Ausmass der Steuererhöhungen der letzten Jahrzehnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tpro 09.01.2018, 07:29
5.

Zitat von Tom Tom B
Generell ist gegen eine Erhöhung auf 45% nichts einzuwenden, aber der Eintritt mit 55-60T ist zu früh. Generell sollte die Steuerkurve später und flacher eintreten. Zusätzlich gerne für Vermögen ab XY-1 Mio.(?) die Einführung eines Sozialsolis. 1% der Summe über dieser Grenze werden in einen Sozialfond eingezahlt.
"...Generell ist gegen eine Erhöhung auf 45% nichts einzuwenden, aber der Eintritt mit 55-60T ist zu früh. ..."

Merken Sie was? Genauso argumentiert der Millionär, der nur 5 Miliionen hat, und der Erhöhung ab 6 Millionen zustimmt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ernster-august 09.01.2018, 07:54
6. was zu beweisen war

Man vereinbart Stillschweigen. Eigentlich. Aber wenns der persönlichen Profilierung dient, setzt man sich gerne darüber hinweg. Wie Herr Laschet. Mit dieser CDU ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht möglich. Weiteres Beispiel für "vertrauensvolle" Zusammenarbeit aus Sicht der CDU: die sogenannte Frühkoordinierung. Erst wenn Frau Merkel ihren Segen gibt, darf die SPD "mitregieren", sprich sich an der Gesetzgebung beteiligen.
Unter diesen Vorausetzungen ist eine Große Koalition nicht möglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
von_hintendrop 09.01.2018, 07:55
7.

Mit der CDU ist eben kein Staat zu machen. Was will man denn auch von einem Herrn Laschet erwarten, der sich als erste Amtshandlung als NRW Ministerpräsident zunächst ein neues Büro herrichtet, um dann als zweite Amtshandlung das Sozialticket für Bedürftige zugunsten des Ausbaus von Straßen abzuschaffen? Die CDU ist planlos, fällt allenfalls durch Gepolter der Schwesterpartei CSU auf und hat ansonsten immer nur etwas zu sagen, wenn sie gegen etwas ist. Wirkliche Zukunftsvisionen vertritt sie nicht. Darüber können auch die lauwarmen Worte der Kanzlerin an Feiertagen wenig hinwegtäuschen. Das Land bewegt mehr, als nur eine Ausländerdebatte. Die ist allenfalls Symptom einer schreienden Ungerechtigkeit, denn von 5000 Euro Monatsgehalt können Putzfrau und Krankenpfleger nur träumen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
issernichsüss 09.01.2018, 08:07
8. Ja, ganz richtig.

Zitat von R3alist
Der Artikel unterscheidet nicht zwischen Einkommen und zu versteuerndem Einkommen. So wird der Spitzensteuersatz, wenn es nachverfolgen SPD geht, nicht bei 60000 € sondern erst bei 70-80000 € greifen. Je nach Freibeträgen und Werbungskosten.
Denn der geneigte Leser darf hierbei nicht sein Bruttogehalt als Bemessungsgröße zur Steuerberechnung heranziehen.
Von seinem Bruttojahresgehalt (oder dem Gesamtbetrag der Einkünfte) gehen schließlich noch Werbungskosten und Versorgungsfreibeträge ab. Je nach den persönlichen Voraussetzungen können noch der Altersentlastungsbetrag, ein Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, Verlustabzüge, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Freibeträge für Kinder und ein evtl. Härteausgleich abgezogen werden.
Erst dann steht das zur verteuernde Einkommen zur Berechnung der individuellen Einkommensteuer zur Verfügung...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gunpot 09.01.2018, 08:13
9. Ich bin zwar CDU-Wähler, wunderte

mich aber schon darüber, dass ein Teilaspekt der Energiepolitik bevor die SPD dazu geäußert hatte, in die Öffentlichkeit hinausposaunt wurde. Wenn Sie schreiben, dass sich die SPD such hierüber mockierte, so ist das wohl nicht das richtige Verb. Sich moickieren, heißt sich über etwas lustig machen.
"tief verärgert" hat sich die SPD zu Recht gezeigt.. Nun zu den Steuerm. Ein "schrittweiser" Anstieg von 42 auf 45% des Spitzensteuersatzes ist doch nicht alle Welt. Hoffe, dass die CSU das jetzt nicht vermasselt. Ebenso die Erbschaftssteuer. Die Freibeträge sind wirklich exorbitant. Da kann mann mit der Bemessungsgrenze wirklich weit nach unten gehen, dann wäre die große Mehrheit der Erben noch immer nicht von der Besteuerung betroffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9