Forum: Politik
GroKo-Streit: Nahles will Grundrente ohne Kompromisse durchziehen
Hendrik Schmidt/dpa

Andrea Nahles wirft CDU und CSU vor, mit Falschmeldungen die Grundrente diskreditieren zu wollen. Im SPIEGEL stellt sie klar, dass die SPD keine Kompromisse eingehen werde. Die Grundrente komme - "ohne Wenn und Aber".

Seite 12 von 16
magier 18.05.2019, 12:03
110.

Zitat von liberalerfr
Die SPD sägt weiter am eigenen Ast. Die Partei verdonnert ihre Wähler dazu, eine üppige Rente für die jenigen zu zahlen, die ein Großteil ihres Lebens nie richtig eingezahlt haben. Die Profitreue sind in der Regel Hausfrauen oberer Einkommen, die nicht arbeiten mussten und eigentlich auch keine Zusatzrente brauchen. Die wahren Bedürftigen werden schon heute über das Sozialsystem mit Bedürftigkeitsprüfung unterstützt.
Es ist ja ein beliebtes Totschlagargument der Konservativen und Liberalen, die Arztgattin ins Feld zu führen, um die Bedingungslosigkeit der Leistungsrente madig zu machen und die armen Rentenbeitragszahler auf die Palme zu treiben. Das hat allerdings nichts mit der Realität wenig zu tun. Welche Arztgattin oder Unternehmergattin hat denn wohl 35 Jahren lang Niedriglohn als Putzfrau oder Friseurin bezogen, dass sie einen Anspruch auf Leistungsrente hat? Und inwiefern sind 900 € Rente eine ÜPPIGE Rente?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KlausMeucht 18.05.2019, 12:10
111. Die Opfer zu Schuldigen machen

Zitat von thomasb1312
Wer nach 35 Jahren Vollzeit-Arbeit auf eine Grundrente angewiesen ist hat in seinem Leben wohl ein paar falsche Entscheidungen getroffen und muss dann mit den Konsequenzen Leben. SPD = Sozialpädagogen Partei Deutschlands.
Was soll jetzt dieser Unsinn? Man kann auch den Ertrunkenen an der Titanic vorwerfen nicht schnell genug an die Rettungsboote gerannt zu sein.

Wer in strukturarmen Regionen aufgewachsen ist, und an die Heimat gebunden ist, hat es deutlich schwieriger.

Das Problem der Titanic waren zu wenig Rettungsboote und ein Kapitän dem ein Geschwindigkeitsrekord wichtiger war als die Sicherheit der Passagiere.

Unser heutiges Problem ist dass der technologische Fortschritt immer weniger Menschen zu Gute kommt. Die Lebenskosten steigen schneller als die Löhne.

Unser Problem ist nicht die Bildung, obwohl Berufe mit hoher Bildung natürlich besser bezahlt werden. Aber würde eine gute Fee, all die Menschen im Niedriglohnbereich Kenntnisse im IT und Ingenieursbereich geben - würden dessen Löhne in den Niedriglohnbereich rutschen.

Auf der Titanic hatten die Menschen die schneller gerannt sind, bessere Chancen gehabt ein Rettungsboot zu erwischen. Aber Sportkurse auf der Titanic hätte nicht die Katastrophe vermieden.

Die Technologie hat sich verbessert, die Autos und Kühlschränke sind umweltfreundlicher geworden. Trotzdem werden unsere Probleme grösser und nicht kleiner, da die Erfolge einer immer kleineren Schicht zu Gute kommt - und wir unseren Konsum künstlich antreiben.

Wir sind alle in einem Boot, das zu schnell fährt und in der die zweite Klasse immer schlechter versorgt wird. Unser Boot ist auf einem falschen und gefährlichen Kurs. Ich halte nichts davon die Passagiere zu beschimpfen, auch wenn viele davon ein paar Sportkurse sinnvoll wäre. Aber es fehlt an Rettungsbooten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomasb1312 18.05.2019, 12:19
112.

Zitat von Listkaefer
Ihre Auffassung ist, dass der Kern der Respektrente darin liegt, dass die SPD Millionen von Zahnarztgattinnen unterstützt? So einen Gehirnschrott verzapfen selbst in diesem Forum nur ganz Wenige.
Gehirnschrott ist die SPD-Respektrente. Die SPD sollte Mal hier in diesem eher linken Forum Mal mitlesen: die deutliche Mehrheit ist dagegen dass Steuermittel an Leute gehen die nicht bedürftig sind. Das ist gesunder Menschenverstand.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomasb1312 18.05.2019, 12:23
113.

Zitat von mirage122
Sie zweifeln linke Mehrheiten an.? Dann darf ich Ihnen vielleicht mal folgende Prognose präsentieren (Quelle inratest dimap) CDU/CSU: 28 %, FDP 8%, das sind nach Adam Riese zusammen 37%, SPD 18 %, Grüne 20&, Linke 9%, Ergebnis 47%. Die anderen Institute liegen ähnlich. Ich entscheide mich aber immer für infratest dimap, weil ich weiß, wie die arbeiten.
Rechnen Sie zu den 37% von CDU und FDP noch die 13% AFD dazu und Sie sind bei einer bürgerlichen Mehrheit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oalos 18.05.2019, 12:26
114. Kassandra.

Zitat von gartenkram
SPD - die nächsten Wahlen werden schlimm für euch. Die, die arbeiten, immer weiter belasten udn die, die nichts tun, denen gleichsetzen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und Unterstützung nötig haben - tolle Idee. Denen, die etwas leisten, alles wegnehmen, um es denen zu geben, die nicht tun wollen - glanzvolle Leistung. ich bin gespannt, wann ihr es endlich geschafft haben werdet, dort zu landen, wo ihr hingehört: in der kompletten Bedeutungslosigkeit. Den Weg dahin geht ihr ja mit absoluter Vehemenz - mit jemanden wie dieser unsägllichen Frau Nahles als Chefin, einen JuSo Vorsitzenden, der durch Arbeitsverweigerung glänzt und diversen völlig inakzeptablen Ministern ... bald ist es soweit und ich kann es kaum erwarten.
Ralf Stegner hätten Sie noch anzuführen müssen: der ist am schlechten Wetter schuld !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pela1961 18.05.2019, 12:34
115. Was mich irritierte,

war die Argumentation des FDP-Jüngers in der Bundestagsdebatte für ein Bafög ohne Berücksichtigung der Bedürftigkeit. Er meinte, die Studenten würden vor dem Wust von Formularen zurückschrecken und deshalb würden viele kein Bafög beantragen, denen das eigentlich zustehen würde. Ausserdem sollte man jeden Studierenden als Einzelperson unabhängig von seinen Eltern sehen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Erkenntnis. Und jetzt setzen wir genau diese Argumentation 1:1 bei den Rentnern ein. Mit dem Unterschied, dass es einem 70-jährigen, vielleicht an beginnender Demenz erkrankten Rentner sicherlich schwerer fällt ein Formular auszufüllen als einem 18-jährigen, der gerade sein Abi gemacht hat. Das zur Frage der Bedürftigkeitsprüfung. Was ich schwierig finde, ist die krasse Regelung mit den 35 Jahren. Das kann zu der perversen Situation führen, dass einer zwar in 34 Jahren mehr in die GRV eingezahlt hat, aber trotzdem dann weniger Rente bekommt. Da müsste für meine Begriffe nachgebessert werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pela1961 18.05.2019, 12:38
116.

Zitat von thomasb1312
Wer nach 35 Jahren Vollzeit-Arbeit auf eine Grundrente angewiesen ist hat in seinem Leben wohl ein paar falsche Entscheidungen getroffen und muss dann mit den Konsequenzen Leben. SPD = Sozialpädagogen Partei Deutschlands.
Was glauben Sie eigentlich, wieviele von denen, die die "falschen Entscheidungen" getroffen haben, Leuten wie Ihnen im Laufe des Tages den Arsch nachtragen bzw. im Alter abwischen? Ich wünsche Ihnen nichts Böses, nur eines: Dass die Leute, die Sie hier so darstellen, eine "richtige" Entscheidung treffen - und zwar die, sich nicht von Leuten ausbeuten zu lassen, die so einen Mist schreiben. Sollen die doch alles das, was Niedriglöhner, Aufstocker und sonstige Unterbezahlte machen, selbst machen. Denken Sie einfach mal drüber nach, wenn Sie das nächste Mal ne Pizza bestellen oder in den Bus steigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pela1961 18.05.2019, 12:41
117.

Zitat von Ossibär
Hat er nicht irgendwie auch recht? Überall fehlen Leute, Arbeitsplätze können nicht besetzt werden und trotz mehr Lehrstellen als Schulabgänger immer noch zu viele Jugendliche arbeitslos. Die Schule-für viele nur notwendiges Übel in der täglichen Freizeit Gestaltung. Ein normaler Schulabschluss Dank guter staatlicher Versorgung nicht mehr nötig und Schule schwänzen wird toleriert. Hartz IV ohne Sanktionen für unter 30 jährige ist Rente ab 16.
Wenn überall Leute fehlen und Arbeitsplätze nicht besetzt werden können, warum gibt es dann überhaupt Leute, die so wenig Rente beziehen, dass sie auf eine solche "Wohltat" angewiesen wären? Müssten dann nicht streng nach Angebot und Nachfrage die Löhne steigen und die Renten endlich wieder so werden, dass man nicht in Armut landet? Eines hilft am besten gegen zu niedrigere Renten - ein gutes Lohnniveau.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pela1961 18.05.2019, 12:44
118.

Zitat von sabinehh512
werde ich jetzt nur noch 20 Stunden in der Woche arbeiten und kassiere dann schön die Grundrente, die mir nach einer Bedürftigkeitsprüfung gar nicht zustünde. Fällt euch irgendetwas auf liebe Sozis? Die Bedürftigkeit muss geprüft werden um Mitnahmeeffekte zu vermeiden. Und euer ewiges Gerede von Respekt nervt, wird einem in diesem Land seit Ewigkeiten nicht gewährt und einen guten Anteil daran habt ihr. Schönes Weitermurksen noch, Glück auf Genossen
Und Sie können bis zur Rente von dem 20-Stunden-Job leben? Und freuen sich dann ernsthaft über eine Rente, die selbst nach dem Modell der SPD nur knapp über dem HIV-Satz liegt? Ausgesprochen bescheiden, muss man schon sagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
skeptikerjörg 18.05.2019, 12:44
119.

Zitat von franz.v.trotta
Zitat: "Die Profiteure sind in der Regel Hausfrauen oberer Einkommen, die nicht arbeiten mussten". Nein, so ist es nicht. Die Mindestrente soll Menschen helfen, die mind. 35 Jahre versicherungspflichtig gearbeitet haben, die aber wenig "verdient" haben, u.a. weil es keinen Mindestlohn gab. Die Gegner der Mindestrente operieren häufig mit Beispiel, die absolut nicht repräsentativ sind (Arztgattin, die Büroarbeit in der Praxis geleistet hat).
Lassen wir mal die Arztgattin außen vor. Frau A, keine Kinder, verwitwet, hat 35 Jahre rentenversicherungspflichtig halbtags in einem Büro gearbeitet, der Job war ganz gut bezahlt, aber eben nur zu 50%. Bekommt jetzt 700 Euro Rente plus 1200 Witwenrente (die nicht angerechnet wird, da keine Bedürftigkeitsprüfung). Frau B, keine Kinder, ledig, hat 40 Jahre Vollzeit in der Gebäudereinigung gearbeitet, der Job war schlecht bezahlt, bekommt auch 700 Euro Rente. Beide haben in ihrem Leben unterm Strich, in Summe, gleich viel verdient und gleichviel in die Rentenkasse eingezahlt. Allerdings hat Frau B dafür mehr als doppelt so viel bzw. lange gearbeitet. Und nun sollen sie identisch behandelt werden? Und ohne, dass die Witwenrente von Frau A eine Rolle spielt? Ist das gerecht? Ist das Gleichbehandlung der Lebensleistung? Oder kommt sich Frau B verarscht vor?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 16