Forum: Politik
GroKo-Streit: Nahles will Grundrente ohne Kompromisse durchziehen
Hendrik Schmidt/dpa

Andrea Nahles wirft CDU und CSU vor, mit Falschmeldungen die Grundrente diskreditieren zu wollen. Im SPIEGEL stellt sie klar, dass die SPD keine Kompromisse eingehen werde. Die Grundrente komme - "ohne Wenn und Aber".

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Emderfriese 18.05.2019, 10:37
80. Jawoll

Zitat von uwe_geier
... wer sagt uns denn das diese "grundrente" nicht auch nur 400 euro sind? und das mit steigendem einkommen die rente steigt ist ja nur die halbe wahrheit, ich "darf" jetzt schon bis 67 arbeiten und "darf" dann auch voll steuern auf meine rente zahlen, welche im übrigen zu dem zeitpunkt eher bescheiden ausfallen dürfte, inflation etc. etc., steuern muss ich dann auch auf jegliche anderen einkünfte zahlen, betriebsrente etc. etc. merken sie was? für was soll ich denn heutzutage arbeiten? mir bleibt vom brutto etwas mehr als die hälfte und im alter, so ich es denn schaffe bis 67, wird dann weiter gemolken! und bis ich 67 bin sind es noch gut 21 jahre! wer sagt mir denn das diese "politiker" das rentenalter nicht noch weiter hochsetzen? es wird doch jetzt schon spekuliert das eigendlich bis 70 gearbeitet werden müsste!
Sie haben vollkommen Recht! Welche Schlüsse ziehen Sie jetzt wirklich daraus?

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whitewisent 18.05.2019, 10:42
81.

Angesichts einiger Beiträge hier sei vieleicht doch nochmal ein Hinweis über die "soziale Kälte" in Deutschland gestattet.

Ende 2018 betrug die Regelaltersrente nach 45 Arbeitsjahren 1 441,35 Euro brutto, also 1336 Euro netto. Entspricht ca. 30 Euro je Arbeitsjahr. Die Durchschnittsrente West liegt bei 819 Euro, bedeutet ein Gegenwert für 27 Jahre Arbeit Vollzeit.

Wenn nun Renten für Jedermann in Höhe von 1000 Euro und mehr erwartet werden, wer soll das bezahlen? Die aktuellen Arbeitnehmer wie immer? Denn in all den Jahren gab es noch die Forderung von Solidarität unter den Rentnern, also dass man eben pauschal 50 Euro mehr bekommt, was bei den 819 eben prozentual mehr ausmacht als bei dem Rentner mit 2000 Euro, aber das wäre vieleicht die "Gerechtigkeitsrente", welche die Gemeinschaft gern bereit ist zu zahlen, bis ein gewisser Wert erreicht ist.

Es muss aber immer einen spürbaren Unterschied zwischen den Rentnern geben, genauso wie man als Arbeitnehmer oder Nichtstuer spürbare Belastungen durch die Rentenbeiträge hatte. Und zur Ehrlichkeit würde dann eben auch gehören, die Hinterbliebenenversorgung , Betriebsrenten und steuerlich geförderte Lebensversicherungen mit Rentenauszahlungen in diese Betrachtungen mit einzubeziehen. Alleinstehenden Schuldnern steht in Deutschland 1180 Euro zu, Rentner sollte man nicht schlechter behandeln.

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plusquam.perfekt 18.05.2019, 10:44
82. csu

In Bayern erstattet die Csu ab Juni allen Eltern von Kita Kindern 100? der Gebühren pro Monat, ganz ohne Bedürftigkeitsprüfung. Bei Rentern stellt sich die Csu quer; tröstlich ist wenigstens, dass viele Eltern keine Kita finden wegen des Mangels an Fachkräften; der Beruf ist sicherlich durch die Erstattung der 100? attraktiver geworden für junge Leute, ...

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focuspuller 18.05.2019, 10:45
83. Was...

...Frau Nahles nach dem 26. Mai ohne Kompromisse durchziehen wird ist entweder ihr und der Rücktritt aller Schröder-Left-Overs oder der Untergang der deutschen Sozialdemokratie. Man kann gespannt sein, was zuerst passiert.

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Anna-Lena19 18.05.2019, 10:46
84.

Nachdem die (heute) älteren Menschen meiner Generation durch Egoismus und Ignoranz die Zukunft geraubt haben (Stichwort Klimawandel), sollen wir ihnen nun eine höhere Rente finanzieren? Unglaublich, wie mit jungen Menschen in diesem Land umgegangen wird. Wir sollten das Geld statt in eine höhere Rente lieber in die Zukunft investieren. Forschung und Entwicklung zu den Themen Klima, Mobilität der Zukunft, künstliche Intelligenz und und und...

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Navygo 18.05.2019, 10:50
85.

Zitat von isar56
mit einer Angleichung zwischen Renten und Pensionen? Ich bin seit knapp 40 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt und mir hat sich noch immer nicht erschlossen, warum für die nahezu gleiche Lebensarbeitszeit, bei identischem Arbeitsfeld zwischen Rente und Pension bis zu 400 Euro Differenz monatlich rauskommt - unterm Strich. Das sozial faire Modell „alle zahlen ein „ steht nach wie vor nicht zur Diskussion.
Wenn Sie das nicht verstehen, dann lassen Sie sich vermutlich von dieser "Buh, das ist ungerecht"-Kampagne blenden.
In der Regel wird dem Beamten - gemessen an seiner Qualifikation und seinem Verantwortungsbereich - im Verhältnis zu einer vergleichbaren Tätigkeit in der freien Wirtschaft doch ein recht karges Gehalt bezahlt. Der Vorteil ist dahingegen 1. der sichere Arbeitsplatz - das ist mMn in der Vergangenheit mit relativ hoher Arbeitslosigkeit ein hoher Wert an sich, und 2. die höhere Pension, die dieses geringere Einkommen in der aktiven Arbeitszeit dann quasi ausgleicht.
Wenn Sie jetzt das angleichen wollen schaffen Sie eher Ungerechtigkeit als, dass Sie diese abschaffen.
Maximal dürfte man das ab dem Zeitpunkt neuer Anstellungen einführen. Dann würde man wahrscheinlich recht schnell sehen, dass man die Stellen im öffentlichen Dienst kaum mehr befüllt bekommt, denn dafür wird sich das keiner antun.
Wenn Sie das auch rückwirkend ändern wollen, dann haben Sie Beamte, die kurz vor der Pension stehen, denen plötzlich eine enorme Lücke entsteht - was soll daran gerecht sein? Viele von denen haben das alles vorher abgewogen und hätten unter den dann neuen Bedingungen garantiert den Weg in die freie Wirtschaft gewählt.
Nun wären Sie aber nicht mehr in der Lage das zu korrigieren und würden von jetzt auf gleich mit einer neuen Lage konfrontiert, die extrem zu Buche schlägt. DAS wäre meiner Wertung nach wirklich ungerecht - und schäbig und unlauter dazu!

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k.u.m. 18.05.2019, 10:51
86.

Zitat von gedu49
[...] Offenbar will man verhindern, dass Menschen die lange gearbeitet haben einen gerechten Anteil am Wohlstand unserer Gesellschaft bekommen.[...]
Was heißt denn "lange gearbeitet hat"? Die SPD legte kraft souveräner Willkür fest, dass 35 Jahre "lange gearbeitet" sein soll. Nun hatten wir viele Jahrzehnte lang eine klare Regelung: Man benötigte für einen Rentenanspruch i.d.R. 180 Monate Mindestversicherungszeit und konnte die Rente mit 65 Jahre beantragen (Ausnahme: Bergleute). Im Laufe der Zeit wurde das alles verkompliziert (unter bestimmten Umständen Rente mit 60, dann mit 63, allerdings mit Abschlag) und nun noch Heils "Respektrente". Dem Ganzen wird die Krone aufgesetzt, in dem Heil die Riesengießkanne auspackt und Geld ohne Prüdung eines Bedarfs über Arm und Reich ausgießt. Ich frage mich, wie man ohne Finanzierungsgrundlage auf solch einen Unsinn kommen kann, und das angesichts eines Sozialhaushaltes, der jetzt schon rund ein Drittel des Gesamthaushaltes beträgt. Ich fürchte die SPD strebt an, im Idealfall 90 % des Bundeshaushaltes für Sozialleistungen auszugeben und die restlichen 10 % für die Finanzierung Ihrer Parlamentarier und deren üppiger Sonderrente (ausdrücklich KEINE Respektrente).

Wichtiger wäre mir, dass Herr Heil einmal klärt, warum Parlamentarier nicht an der allgemeinen Rentenversicherung teilnehmen, sondern sich ein eigenes Rentenrecht gebastelt haben. Ob die Angst davor haben, aus der gesetzlichen RV eine "Normal"rente beziehen zu müssen? Das muss man bejahen, wenn man die Rentenansprüche ansieht, die ein Abgeordneter erwirbt: Pro Jahr der BT-Zugehörigkeit 2,5 % der Diäten, d. h. nach einem Jahr im BT entsteht bereits ein Anspruch von 239,-- EUR monatlich. Nach einer Legislaturperiode entsteht so bereits ein Anspruch von 956,-- EUR. Für 4 Jahre! Für Normalverdiener reicht dazu kaum ein Arbeitsleben.

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Kanalysiert 18.05.2019, 10:52
87. Peinliches Schmierentheater um NIX

Wie soll man solche Jahre zusammenbekommen, das ist doch eh schon bekloppt. Und dann diskutieren diese politischen Zeitdiebe über einen solchen Witz an Geld, dass wir uns fragen, was die da so einen lächerlichen Aufriss drum machen?!

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Listkaefer 18.05.2019, 10:54
88. @weltverbessere75 Nr.75

Ihre Auffassung ist, dass der Kern der Respektrente darin liegt, dass die SPD Millionen von Zahnarztgattinnen unterstützt? So einen Gehirnschrott verzapfen selbst in diesem Forum nur ganz Wenige.

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franz.v.trotta 18.05.2019, 10:58
89.

"Wir schütten die Leute mit Geld zu, und sie werden trotzdem nicht zufriedener." Wen mag der CDU-Heros mit "die Leute" gemeint haben? die Rentnerin, die 508 Euro monatlich bezieht? die alleinerziehende Mutter, der für sich und zwei Kinder monatlich 200 für den alltäglichen Bedarf zur Verfügung stehen und die im Alter eine Minirente beziehen wird?

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