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GroKo-Verhandlungen: Einigung auf bessere Bezahlung in der Pflege
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Nach dem Kompromiss beim Familiennachzug von Flüchtlingen einigten sich Union und SPD nun auch bei der Pflege. Bei dem Streitthema sachgrundlose Befristungen sind sich weiter uneins.

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Proletheus 31.01.2018, 08:38
30. Pflegemaßnahm: Sinnfrei

Zumindest in meiner Gegend verdient eine Pflegefachkraft je nach Berufserfahrung zwischen 2.700,- EUR und 3.500,- EUR brutto bei 13 Gehältern und gehört schon zu den Topverdienern unter den Nichtakadamikern. Wo da "bessere Bezahlung" noch irgendwas nützen soll, ist mir schleierhaft. 8000 neue Stellen schaffen klingt toll, da aber die Stellen, die es heute gibt, schon nicht besetzt werden können und Heime deshalb Aufnahmestopps verhängen, heißt das auch nur, dass 8.000 Jobs mehr unbesetzt bleiben.

Pflegefachkräfte sind rar, weil die Arbeitsbedingungen hart sind und das Marketing schlecht - die Mehrheit der Deutschen (Politiker) scheint zu denken, die würden bezahlt wie Einzelhandelsmitarbeiter oder Putzfrauen. Da muss man anstzen.

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ansv 31.01.2018, 08:43
31.

Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Hier wird doch was reingeschrieben, was halt gut ankommt bei den Leuten - was dann umgesetzt wird? Es war ja gestern schon erschreckend, wie jede Partei die "Einigung beim Familiennachzug" anders interpretiert.

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kritischer-spiegelleser 31.01.2018, 08:49
32. Klingt ja gut. Aber.....

Aber die Pflegeheime haben höhere Kosten und werden teurer. Ob die Politik so weit denkt auch die Sätze der Pflegeversicherung zu erhöhen? Ich bezweifle es.

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!!!Fovea!!! 31.01.2018, 09:00
33.

Zitat von kritischer-spiegelleser
Aber die Pflegeheime haben höhere Kosten und werden teurer. Ob die Politik so weit denkt auch die Sätze der Pflegeversicherung zu erhöhen? Ich bezweifle es.
Die Erhöhung der Pflegeversicherung ist doch so gut wie sicher. Das Aufstocken des Personals in den Pflegeeinrichtungen ist doch Grund genug noch mehr Geld vom Steuerzahler abzupressen.

Dafür braucht man keine Kommission, die tagelang berät, da das Ergebnis bereits feststeht, oder hat der Staat mal was zurückgegeben?

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Raubtierkapitalist 31.01.2018, 09:12
34. Einfach erbärmlich

Meine Familie ist leider auf die Hilfe einer Pflegeeinrichtung angewiesen. Wir haben nach mehrfachem Wechsel der Einrichtungen ein ganz gutes Bild über die Situation. Es ist einfach unglaublich, was wir den alten Menschen antun. Sie waren fast ihr gesamtes Leben die Stütze unserer Gesellschaft und dann werden sie so entwürdigend behandelt. In einer Zeit, wo bei den Steuereinnnahmen ein Rekord den nächsten jagd - einfach unglaublich und unfähig. 8000 neue Stellen sollen geschaffen werden. Nach Stat. BA macht das bei 2,9Mio Pfelegbedürftigen ja tasächlich eine neue Stelle auf 362 Pfelegbedürftige. Das wird ja eine spürbare Verbesserung bringen. Das ganze System ist doch nur noch krank! Wie kann man denn die Pflege der alten Menschen wirtschaftlichen Zwängen unterwerfen? Ich wünsche es wirklich Niemanden in diese Situation zu kommen, aber ein bisschen mehr Bezug zur Realität würde ich bei unseren Entscheidern schon einfordern.

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buerger2013 31.01.2018, 09:20
35. Es ist schön

dass die Pflegeberufe besser bezahlt werden sollen. Ist auch wirklich berechtigt.
Das trifft allerdings auf viele andere Berufe / Beschäftigungen auch zu.
Allerdings finde ich, man sollte mal überlegen, ob der Staat sich nicht elegant aus dem Fokus nimmt.
Es wird immer nur von zu niedrigen Löhnen gesprochen. Vielleicht ist ja auch die Gesamtabgabenlast
( direkt vom Lohn/Gehalt ) und durch indirekte Steuern + Abgaben inzwischen viel zu hoch. Auch aufgrund von
staatlichen Auflagen, Gebühren und sonstigen Umlagen.
Der Anteil der Wohnkosten z.B. ( nicht nur Miete, sondern auch Nebenkosten )
Es würde jetzt eine lange Liste aufgemacht werden können, die aber Jedem vielleicht auch selbst bewusst wird.

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KindsEye 31.01.2018, 09:25
36. Langfristig?

NEIN! Kurzfristig brauchen wir mehr Personal!
Wir müssen mittlerweile jeden nehmen, der sich auch nur vorstellen kann auf einer Intensivstation zu arbeiten. Es gibt keinerlei Handhabe mehr ungeeignetes Personal abzulehnen.

Wir verwalten das Elend und befinden uns in einer humanitären Katastrophe!

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Emderfriese 31.01.2018, 09:33
37. Nichts Genaues weiß man nicht...

Zitat von schnöpenpöppen
...8000 neuen Pflegekräfte herkommen? Wie soll das Gehaltsplus finanziert werden? Und so lange sich nichts am Pflegeschlüssel ändert, in den Heimen und den Krankenhäusern, werden sich kaum mehr junge Leute für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden. Wer möchte schon neun, zehn Tage am Stück arbeiten, dazu noch einspringen weil Kollegen am Limit laufen, Wochenende arbeiten, Nachts arbeiten, Feiertags... In der Pflege gibt es so viele Baustellen.
"Wo sollen die 8000 Pflegekräfte herkommen?"
Sehr berechtigte Frage. Nachdem, was ich gelesen habe, besteht der "Kompromiss" nur aus "wollen, sollen, werden". So richtig festgenagelt und konkret steht da nichts.

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pjius 31.01.2018, 09:38
38. Pflegekräfte gehen leer aus!

Leider zeigt sich, dass die Politik und deren Verhandler wieder nichts für die Pflegefachkräfte erreicht haben! 8000 neue Stellen sollen es werden, super!!! Es gibt JETZT schon keine Fachkräfte mehr! Die Pflege braucht Personalbemessungsgrenzen in den Einrichtungen,- und natürlich bessere Bezahlung und Rahmenbedingungen! Leute, ihr habt nicht verstanden!!! :-(

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Emderfriese 31.01.2018, 09:39
39. Wechseln

Zitat von !!!Fovea!!!
Das Problem ist, dass die meisten Pfleger/Schwester einfach nicht in der Lage sind zu erkennen, dass es auch andere Optionen in der Medizin gibt. Es gibt genug Verwaltungsstellen in den Krankenhäusern, in denen medizinisches Fachpersonal gesucht wird. Und alles mit besserer Vergütung, ohne 3-Schicht Dienste, ohne Sonn- und Feiertagsdienste. Wer sich als Pflegepersonal nur darauf versteift pflegen zu müssen, der ist halt auf "Teufel komm heraus" dem politisch - pflegerischen Unverstand ausgesetzt.
"...Es gibt genug Verwaltungsstellen in den Krankenhäusern, in denen medizinisches Fachpersonal gesucht wird.
Und alles mit besserer Vergütung, ohne 3-Schicht Dienste, ohne Sonn- und Feiertagsdienste.
Wer sich als Pflegepersonal nur darauf versteift pflegen zu müssen, der ist halt auf 'Teufel komm heraus' dem politisch - pflegerischen Unverstand ausgesetzt."

Soll das die Lösung sein: Alle Pflegekräfte wandern in besser bezahlte und geregeltere Berufe ab - und wer pflegt dann?

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