Forum: Politik
GroKo-Verhandlungen: Sieben Bitten eines müden Bürgers
AFP

Vier Monate nach der Wahl sind wir wieder da, wo wir gestartet sind: bei der Großen Koalition. Gewünscht hat sich das kaum einer. Aber wenn es nun so sein muss, dann sind hier sieben Bitten an die GroKo-Verhandler.

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diehoelle 25.01.2018, 12:43
1. und meine Bitte:

Solange nichts abschließend geklärt ist, keinerlei tägliche Berichte, Spekulationen etc. über GroKo,
Nachrichten im TV schaue ich auch seit den anfänglichen Verhandlungen nach der Wahl mit FDP und CO nur noch zeitversetzt, sodass ich direkt im Zeitraffer, über die ganzen täglichen unnützen Aussagen, drüber jagen kann - Die allgemeine Politikverdrossenheit wird damit nur bestärkt!

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beat126 25.01.2018, 13:09
2. Der Punkt 6 ist System und zeigt den Fehler auf ...

... würde der in einer Minderheitsregierung aufgebrochen, wären die anderen 6 auch behoben. Die erfolgreichsten Staaten arbeiten nicht mit Mehrheitsregierungen. Entweder mit Minderheitsregierungen oder die wirkliche Macht ist nicht bei der Regierung, sondern beim Parlament zu finden.

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p2063 25.01.2018, 13:14
3. nicht nur schwarz und weiß

warum immer nur die leidige Diskussion ob Groko oder Neuwahlen? Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, nämlich das tolerieren einer Minderheitsregierung. Aber dann müsste man sich ja beim regieren Mühe geben, statt faule Kompromisse in einem Koalitionsvertrag festzuschreiben.

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im_ernst_56 25.01.2018, 13:16
4. Wenn ich den Kommentar richtig verstanden habe,

dann ist die Lösung ganz einfach: CDU und CSU müssen nur alle Wünsche der SPD erfüllen, dann hat die SPD keinen Grund mehr, sich mit sich selber zu befassen. Angela Merkel wird/bleibt Bundeskanzlerin, Kevin Kühnert und Freunde verschwinden wieder in der Versenkung. Alles wird gut.

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chlorid 25.01.2018, 13:16
5.

"7. Ach ja, und noch eine letzte Bitte: Wenn Sie das alles nicht hinbekommen, wenn die Gemeinsamkeiten doch fehlen und ganz grundsätzlich der Wille, gemeinsam zu regieren - dann sagen Sie uns das bitte schnell. Dann wählen wir eben neu. Aber glauben Sie bloß nicht, dass es danach einfacher wird."

So ist es! Es würde sich zu wenig ändern, um das zu rechtfertigen. Mal ganz abgesehen davon, dass es keinen wirklich gravierenden Grund für Neuwahlen gibt. Da müsste schon ganz was anderes passieren, um das zu rechtfertigen. Neuwahlen müssen die ganz ganz ganz große Ausnahme bleiben!

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m-bretsch 25.01.2018, 13:22
6. wechselnde Mehrheiten

Erstmal danke für den Beitrag. Gehe da weitesgehend mit!
Ich muss auch sagen, dass einzige, was mich wirklich total gestört hat im Sondierungspapier, ist der Ausschluß wechselnder Mehrheiten. Sowas hat doch mit demokratischer Debattenkultur im Parlament nichts zu tun. Und gerade, wie Sie sagen, weil wir nicht wissen, was in den nächsten vier Jahren alles passieren wird, halte ich diesen Passus für komplett unsäglich. Alles andere könnte diskutiert werden, wenn es diesen Punkt nicht geben würde....

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spontanistin 25.01.2018, 13:27
7. Drei Punkte reichen:

Die Spitzenpolitiker dieser „Volksparteien“ müßten doch einfach nur dem Wähler verständlich erklären, worin für sie die Kernelemente von Demokratie, sozialer Marktwirtschaft und christlicher Werte bestehen und wie sie diese in täglicher und vorausschauender Politik umsetzen wollen. Statt dessen sind sie erfüllt vom Credo: It’s economy, stupid!

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thequickeningishappening 25.01.2018, 13:31
8. Aendert Das Wahlsystem

Nur Direktmandate (mit Präferenzen)! Ein direkt gewählter Bundesrat (nach Prozenten)! Ein direkt gewählter Bundespräsident! Dann geht Das mit Der Regierungsbildung ganz schnell mit dem Bundesrat und BP als starke Kontrollorgane Der Executive! Und - Die direkt gewählten Abgeordneten müssen liefern!

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spon-facebook-10000332039 25.01.2018, 13:31
9. Meine Hoffnung stirbt zuletzt

Ich für meinen teil hoffe immernoch darauf dass die SPD nein zur GroKo sagt und wir das experiment "Minderheitsregierung" wagen werden. Gott wäre das schön endlich mal zu sehen wie um Mehrheiten gerungen wird statt faule Deals einfach nur durchzuwinken. Und wenn doch die GroKo kommen sollte dann wäre es Echt schön wenn die SPD in den Verhandlungen endlich verstehen würde dass sie als Königsmacher ein paar Asse im Ärmel hat (Stichwort Bürgerversicherung).
Eines ist zumindest bei mir schon sicher. Ich will kein "Weiter so" kein "Mama wirds schon irgendwie richten". Ich will endlich brauchbare Debatten, klare Kanten und eine Vision der Zukunft unseres Landes, ich will wissen ob wir bereit für mehr Europa sind (was ich hoffe) oder ob wir den Karren weiter im Dreck stehen lassen, ob wir endlich wieder darin übereinkommen dass Reichtum verpflichtet oder ob wir weiterhin glauben dass man "Reiche" beschützen muss.
Sorry da ist mein Frust ein wenig mit mir durchgegangen ^^
Politik ist zur Zeit auf jedenfall mal wieder spannend und wenns nach mir geht dürfte es öfter so sein.

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