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Großbritannien: Brexit-Minister David Davis soll zurückgetreten sein
REUTERS

David Davis sollte für die britische Regierung den Austritt aus der EU organisieren. Doch nun hat der Brexit-Minister laut Medienberichten sein Amt mit sofortiger Wirkung aufgegeben - ein Rückschlag für Theresa May.

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collapsar 09.07.2018, 01:56
1. Gute Nachricht

Je schneller die Regierung May scheitert, desto besser. Für GB und Europa.

Entweder wird dann ernsthaft verhandelt seitens einer britischen.Regierung, die auch die Realität zur Kenntnis nehmen kann, ohne um ihre Existenz zu fürchten; oder der Brexit-Unsinn wird eingewickelt.

MfG,Carsten

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willibaldus 09.07.2018, 02:56
2.

Mays Vorschlag würde auch die EU wohl nicht akzeptieren. Ich sehe schwarz für ein Abkommen bis Oktober. Dann wird es wohl nichts mit der Übergangszeit. Wohin will man übergehen? Da gibt es dann nichts mehr. Das UK ist dann ein Drittland. WTO Regeln gelten, obwohl vielleicht wird es nur GATT, weil die USA die Briten nicht reinlassen wollen und die Kanadier auch nicht, diese Commonwealth Nation. Alle just in time Produktionen können erstmal Betriebsferien anmelden. ...O Graus.

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foerster.chriss 09.07.2018, 03:34
3. Sinkendes Schiff verlassen

Davis gilt seit langem als einer der faulsten Politiker in GB. Seine Brexit-Verhandlungen zeugtem ebenfalls von dieser „Leidenschaft“. Er tritt ab, bevor sich die Folgen der Brexitieers für jeden zeigen, damit das zerschmissene Porzellan andere Politiker verantworten müssen.

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dasfred 09.07.2018, 04:29
4. Erstmal abstimmen, dann feststellen,

dass es alles nicht so funktioniert wie klein Tommy und Mary sich das vorgestellt haben. Das erkennt man die Sinnhaftigkeit von Volksabstimmungen. Mit Frust und Bauchgefühl kann man keine internationale Politik machen. Völlig ohne belastbare Zahlen kann niemand schon im voraus die Folgen dieser Brexit Entscheidung voraussehen. Viele, die für den Brexit gestimmt haben, wollten einfach nur keine osteuropäischen Billigarbeiter ins Land lassen. Dabei haben sie vollkommen die Abhängigkeit von Wirtschaft und Finanzen in Europa aus den Augen verloren. Die meisten haben vergessen, dass die Blütezeit Großbritanniens zur Zeit des ausgedehnten Empire war. Davon ist aber nichts mehr übrig. Es gibt keine Kolonien mehr, die man ausbeuten kann. Natürlich können die Briten auch autark leben. Dazu empfehle ich den Artikel über die Mennoniten. Ich glaube allerdings nicht, dass sich die Briten das so vorgestellt haben.

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zausi 09.07.2018, 04:32
5. wenn Gb ausgetreten ist,

rudere ich rüber und beantrage Asyl. Werde von EU Geldsauger & Vorschriften Gammeler verfolgt und genötigt, alles an verfehlter Geld&Asyl-Politik mit zu tragen und ertragen.... Ob die mich auch mit Willkommen Banner empfangen?Ach nööö, diese Michel leben ja nur hier....

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schlausingersängerknaben 09.07.2018, 04:40
6. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

Der Mann hat verstanden, dass die May'schen BREXIT-Vorstellungen nichts weiter als eine imaginäre Wunschliste darstellen, deren Verwirklichung solange unrealisierbar bleibt, wie die EU sie nicht akzeptiert. Don't roll the dice,
when you can't pay the price.

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casework 09.07.2018, 04:43
7.

Dieser Mann tönte vor zwei Jahren noch, dass ein Abkommen zwischen GB und EU ganz leicht abzuschließen wäre, obwohl man ihn von Anfang an auf die vielen unrealistischen Positionen seiner harten Brexit-Politik und der Realität hingewiesen hatte. Und nun tritt er zurück. Ein Eingeständnis seines Scheiterns auf ganzer Linie.

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stadtmusikant123 09.07.2018, 05:04
8. Beginn vom Abgesang

Wir kennen nur die Überschriften von Mays Kompromissvorschlages,
daher ist abzuwarten, was da noch so im "Kleingedruckten" verborgen ist. Neben Davis soll auch der Brexit-Staatssekretär zurückgetreten sein. Das dürfte die weiteren Verhandlungen in Brüssel unmöglich machen.

Selbst wenn Brüssel diesen Kompromiss akzeptieren würde, was ebenfalls extrem unwahrscheinlich ist, bekäme May diesen nicht durch das Parlament. Leihstimmen aus dem Labour-Lager geht auch nicht , weil dann die Tories sie vom "Hof jagen" würden.

Der schon lautstark verkündete Sieg von May über die Hardliner ist offensichtlich etwas zu früh verkündet worden.

Mit David Davis geht nicht nur der Brexit-Minister, es geht ihr parteiinterner Widersacher, der jetzt hinter der Bühne an Mays Abwahl arbeiten dürfte. Denn Davis definitiv zu jung für den Golfplatz und für Tea-Party.

Nun werden wir auf das "Kleingedruckte" warten müssen, und das Donald bei seinem Besuch auch noch was "dazu" geben wird ist sicher.

May dürfte ab heute morgen bei den Buchmachern nicht mehr hoch im Kurs stehen.

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nenntmichishmael 09.07.2018, 05:55
9. Rückwärtsgang jetzt!

Ich habe mich schon immer gewundert, wie die Tories darauf kommen, dass die britische Bevölkerung einen klaren Bruch mit der EU wünscht. Gerade einmal 52% haben ja überhaupt für den Austritt gestimmt. Ob auch die 48% und die Nichtwähler den harten Brexit wollen, kann man zumindest hinterfragen. Die zwei Jahre der Vorbereitungen und Verhandlungen haben gezeigt: Man hat die Wahl zwischen einem harten Bruch mit ganz üblen Konsequenzen oder einem vermurksten weichen Bruch. Jeder vernunftbegabte Politiker sollte in dieser Situation sagen: Stopp, so geht das nicht - und den Austrittswunsch revidieren. Stattdessen fährt die Tory-Regierung weiter in die Sackgasse rein - getrieben von der lachhaften Zahl von ca. 50-60 Hardcore-Brexitern. May sollte den Austrittsprozess sofort stoppen, statt weiter ihre Partei, ihre Regierung und vor allem ihr ganzes Land an die Wand zu fahren (inkl. sehr wahrscheinlicher schottischer Unabhängigkeitsbestrebungen und ebenso wahrscheinlicher Probleme in Nordirland). Der Brexiter Davis hat's mit vermurkst. Wie er selbst schreibt, sollte jetzt ein May-Getreuer ran. Am besten ein Remainer wie May es im Grunde selber ist.

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